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Titel des Dokuments: Aktuelles
 

*** Nürnberg, 27.8.16 (Samstag), ab 11.30 Uhr am Rathenauplatz: Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) ruft zu Protesten gegen den Naziaufmarsch auf. Auf die Straße!
*** Fürth, 22.9.16 (Donnerstag): Proteste gegen den Aufmarsch der rassistischen Gruppierung Pegida Nürnberg. Weitere Infos folgen.
*** Download der Broschüre "Kritik an der geschönten und verkürzten Darstellung zahlreicher Künstlerbiografien der Nazizeit im Nürnberger Künstlerlexikon": hier klicken!
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Nürnberg: Nazidemo auf Hitlers Spuren für Samstag, den 27. August angekündigt - Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg ruft zu Gegenaktionen auf (August 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Die Neonazis der Partei "Die Rechte" haben für Samstag, den 27. August eine Demonstration unter dem rassistischen Motto "Umvolkung stoppen - Für deutsches Leben im Deutschland" angemeldet. Start soll laut Naziangaben um 13 Uhr sein, rechter Treffpunkt um 12.30 Uhr am Äußeren Laufer Platz 24.

Im Gegensatz zu den letzten "Die Rechte"-Demos durch die Stadtteile Langwasser und Reichelsdorf soll es nun zum Teil mitten durch die Nürnberger Altstadt gehen. Auf die Reaktion der Stadt darf man wie immer (nicht) gespannt sein. Die angezeigte Nazi-Route: Äußerer Laufer Platz - Höhe Nr. 24 - Innere Cramer-Klett-Straße, Ecke Laufertorgraben - Höhe Prinzregentenufer - Gewerbemuseumsplatz, Ecke Marientorgraben - Lorenzer Straße, Ecke Königstorgraben - Königstorgraben, Ecke Königstraße - Grasersgasse, Ecke Frauentorgraben - Ludwigstor, Ecke Spittlertorgraben - Jakobsplatz.

Nach neueren Meldungen (16.8.16) starten die Nazis an den Sebalder Höfen. Die rechte Route ist zum Schluss hin leicht verkürzt: Vom Frauentorgraben geht es in die Färberstraße über die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße hin zum Jakobsplatz. Die angemeldete Zeit wurde leicht reduziert von 12 auf 18 Uhr. Angeblich besteht eine Beschränkung auf die Gehwege.

Die rechte Route, soweit bekannt: hier klicken!

Die nun bekannt gewordene Route streift zahlreiche Bauten und Gedenkorte mit Bezug auf den historischen Nationalsozialismus, was für Hardcore-Nazis vermutlich ein angenehmes Flair erzeugt: Rathenauplatz (Walter Rathenau wurde 1922 durch einen Angehörigen der antidemokratischen Rechten ermordet), Cramer-Klett-Park (dort lag ein Wohnsitz des ehemaligen Gauleiters Julius Streicher, gleichzeitig Herausgeber der antisemitischen Hetzschrift "Der Stürmer"), die Alte Hauptpost am Hauptbahnhof (wegen des Umbaus bzw. Teilabrisses derzeit ein Politikum bei Neonazis), der Frauentorgraben Höhe U-Bahn Opernhaus (ehemaliges Hotel Deutscher Hof, dort übernachtete einst Hitler), der Frauentorgraben Ecke Essenweinstraße (ehemals Gebäude Deutsche Arbeitsfront, weiter hinten in der Essenweinstraße war die 1938 zerstörte Synagoge Adas Israel), der Frauentorgraben Höhe AOK (Provisorischer Reichstag 1935, dort wurden die Nürnberger Rassengesetze verabschiedet) und schließlich gegenüber am Frauentorgraben das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma.

Ganz in der Nähe der Naziroute befindet sich übrigens auch das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes.

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) ruft zu Gegenaktionen am Samstag, den 27. August ab 11.30 Uhr am Rathenauplatz auf.

(Stand 23.8.16)

Feilitzsch / Unterhartmannsreuth (Oberfranken): Hat sich dort in der Nachfolge von Oberprex ein überregionaler Nazitreffpunkt etabliert? (August 2016)

Einem neuen Artikel des "Blick nach Rechts" (23.8.16) zufolge hat sich mittlerweile im oberfränkischen Unterhartmannsreuth (Gemeinde Feilitzsch) ein neuer überregionaler Nazitreffpunkt etabliert. In dem von Neonazibarde und Rechtsaktivist Frank Rennicke und seiner Frau bewohnten Gebäude fänden seit Jahren rechte Treffen statt. Laut Artikel werde aktuell "pro Vierteljahr eine größere Veranstaltung in dem Anwesen durchgeführt". Zusätzlich soll Rennicke dort "Tonstudio und Vertrieb" eingerichtet haben bzw. dies planen. Ein entsprechendes Gewerbe sei jedenfalls angemeldet.

bnr.de ("Brauner Treffpunkt im Vogtland", 23.8.2016): hier klicken!

Gößweinstein: Flüchtlingsunterkunft ausgebrannt - Fahrlässiger Umgang mit Holzkohle durch zwei Bewohner als wahrscheinliche Brandursache (August 2016)
- aktualisiert -

Laut nordbayern.de (20.8.16) brannte im oberfränkischen Gößweinstein eine Flüchtlingsunterkunft komplett aus. Die in dem Gebäude wohnenden acht Flüchtlinge, darunter drei Kinder, blieben unverletzt. Zur Brandentstehung heißt es: "Ersten Angaben zu Folge entstand der Brand in einem Abstellraum im Erdgeschoss des ehemaligen Gasthauses Akropolis". Die Brandursache ist noch unklar.

Update: Wie nordbayern.de am 21. August berichtete, ist beim Stand der Dinge der fahrlässige Umgang mit Holzkohle durch zwei Bewohner die wahrscheinlichste Brandursache.

nordbayern.de ("Flüchtlinge sollen Brand in Gößweinstein verursacht haben", 21.8.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Brand in Asylunterkunft in Gößweinstein: Kripo ermittelt", 20.8.2016): hier klicken!

Nürnberg: Großflächige Nazischmiererei am Kirchenweg - "NS jetzt!" (August 2016)
- aktualisiert -

Wie uns mitgeteilt wurde, befindet sich seit einigen Tagen am Kirchenweg in Nürnberg, Ecke Lobsingerstraße, eine großflächige Nazi-Schmiererei mit dem Text: "Refugees nicht willkommen!! NS jetzt!" (soll vermutlich heißen: Nationalsozialismus jetzt). Der Text ist von der stark befahrenen Straße aus gut zu lesen.

Update: Ein paar Tage nach der obigen Meldung wurde die Nazischmiererei beseitigt! Danke!

(16.8.16, ergänzt 23.8.16)

Neustadt / Aisch: Steht die rassistisch eingefärbte Kampagne gegen MitarbeiterInnen des Roten Kreuzes vor der Aufklärung? - Radmuttern gelockert - Täter aus den eigenen Reihen? (August 2016)

Laut verschiedenen Medienberichten nahm die Qualität der Angriffe auf MitarbeiterInnen des BRK Neustadt/Aisch - Bad Windsheim stetig zu. Zuletzt wurden Radmuttern eines Einsatzfahrzeuges gelockert. Im Juli gab es eine Hausdurchsuchung bei einem Verdächtigen; vermutet wird ein Täter aus den eigenen Reihen.

Im Vorfeld der jüngsten Eskalation trug die Kampagne gegen die BRK-MitarbeiterInnen teilweise deutlich rassistische Züge (wir berichteten). So wurden über gefälschte Facebook-Accounts BRK-MitarbeiterInnen beleidigt und bedroht. Über diese Accounts seien auch fremdenfeindliche Kommentare zu einem rassistischen Brandanschlag im sächsischen Bautzen verbreitet worden. Im letzten Jahr wurden gefälschte Schreiben des örtlichen Roten Kreuzes in Umlauf gebracht. In einem der Pamphlete wurde in rassistisch gefärbter Sprache behauptet, dass Flüchtlinge nicht mehr medizinisch behandelt und transportiert werden würden. Das gefälschte Schreiben trug das Datum 17. August 2015, Todestag des verurteilten Naziverbrechers Rudolf Heß.

br.de ("Verdacht auf Täter aus den eigenen Reihen", 16.8.2016): hier klicken!

Forchheim: Kopftuchträgerin beleidigt (August 2016)

Wie nordbayern.de (16.8.16) berichtete, wurde eine 40-jährige Kopftuchträgerin "mit türkischen Wurzeln" durch eine 55-Jährige wegen des Kopftuchs beleidigt. Weitere Einzelheiten wurden im Artikel nicht genannt. In der Folge sei es zu einem "Handgemenge" zwischen den Beteiligten und deren Angehörigen gekommen.

nordbayern.de ("Forchheim: Handgemenge nach Kopftuchstreit", 16.8.2016): hier klicken!

Fürth: Die rassistische Gruppierung Pegida Nürnberg will am 22. September erneut in der Kleeblattstadt demonstrieren (August 2016)

Die RassistInnen von "Pegida Nürnberg" wollen erneut in Fürth aufmarschieren. Das Fürther Ordnungsamt jedenfalls erhielt für Donnerstag, den 22. September ab 19 Uhr eine entsprechende Demonstrationsanmeldung. Die geplante Route: Bahnhofplatz, Gebhardtstraße, Richtung Jakobinen-/Königswarterstraße/Hornschuchpromenade und zurück.

Weitere Informationen folgen rechtzeitig.

(13.8.16)

nordbayern.de ("Pegida kommt erneut nach Fürth", 13.8.2016): hier klicken!

Neustadt / Aisch: Neues Buch über das "völkische Erwachen" in der westmittelfränkischen Kleinstadt - Die Naziherrschaft begann dort bereits wie in Coburg weit vor 1933 (August 2016)

Im Frühjahr 2016 erschien ein interessantes und faktenreiches Buch über den Aufstieg der Nazis in der westmittelfränkischen Kleinstadt Neustadt / Aisch. Autor Wolfgang Mück war von 1990 bis 2002 Erster Bürgermeister der Stadt und bekam laut eigener Aussage "vor knapp einem Vierteljahrhundert" eine detaillierte NSDAP-Ortschronik zugespielt, Basis des nun vorliegenden Werks. Die Neustädter Nazi-Chronik war pikanterweise im Jahr 1938 von einem seiner Amtsvorgänger und Parteifreunde verfasst worden: Karl Ströbel, SPD, Bürgermeister von 1960 bis 1972.

Das ständige Erstarken völkischer Bewegungen und Parteien in Neustadt / Aisch kuliminierte im Juli 1931, als die NSDAP bei Wahlen die Mehrheit im Stadtrat gewann. Zuvor war dies den Nazis nur im oberfränkischen Coburg gelungen, im Juni 1929. Die Übernahme der Stadtratsmehrheit führte in Neustadt sofort zu militanten antisemitischen Maßnahmen dieses Gremiums. So hagelte es "Einkaufs- und Vergabeverbote, Zulassungsbeschränkungen zu Märkten und vieles mehr" (Mück, S. 165).

Die Herausgabe des Buches kann nur ein erster Schritt sein. Noch tummeln sich auf der Neustädter Ehrenbürgerliste fragwürdige Gestalten wie Leonhard Bankel, Bürgermeister von 1921 bis 1945 und von 1948 bis 1960. Bankel trat 1933 in die NSDAP ein, war 1933 bis 1936 Mitglied der SA-Reserve, ab 1935 SA-Rottenführer. Bankel äußerte sich während einer Stadtratsdebatte im Jahr 1932, in der es um den Antrag auf Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers ging, folgendermaßen: "Der Person und der Idee Hitler stehe ich in Achtung gegenüber und ich kann deswegen, ohne mich mit der Politik und dem Programm der NSDAP zu identifizieren, (...) für den Teil 1 des Antrages - Verleihung - stimmen". Nicht akzeptabel ist auch der Ehrenbürger Andreas Schildknecht, Bürgermeister von 1913 bis 1917. Der aktive Nazi Schildknecht war NSDAP-Gründungsmitglied 1923 sowie Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP. In seiner Gaststätte fanden unter anderem NSDAP-Stammtische statt (alle Angaben zu Bankel und Schildknecht nach Mück).

(12.8.16)

Wolfgang Mück: NS Hochburg in Mittelfanken. Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922 – 1933. Sonderband 4 der "Streiflichter aus der Heimatgeschichte", Geschichts- und Heimatverein Neustadt a. d. Aisch e.V., 2016.

Nürnberg: Geldstrafe wegen Hitlergruß am Rande einer Nazikundgebung (August 2016)

Wie uns mitgeteilt wurde, wurde ein Mann wegen eines Hitlergrußes am Rande einer Kundgebung der Neonazipartei "Die Rechte" am 9. April 2016 in Nürnberg zu einer Geldstrafe verurteilt. Während der Verhandlung habe er versucht, GegendemonstrantInnen als Täter darzustellen.

Die Vorgeschichte: Am vergangenen 9. April fanden auf dem Nürnberger Jakobsplatz nacheinander zwei Neonazikundgebungen statt. Zunächst schlugen etwa 30 Neonazis der Partei "Der 3. Weg" auf, die für ihre national-sozialistische Demonstration am 1. Mai in Plauen mobilisierten. Danach traten die konkurrierenden Neonazis der Partei "Die Rechte" an. Unter den damaligen Rednern war auch der Nürnberger BIA-Stadtrat Fridrich Luft. Einer der 25 "Die Rechte"-AnhängerInnen zeigte, nachdem er durch die Polizei aus unbekannten Gründen des Platzes verwiesen worden war und auf GegendemonstrantInnen traf, den Hitlergruß. Eine Beobachterin zeigte den Mann an.

(11.8.16)

Nürnberg: "Warum wir eine derartige Integration ablehnen" - Nürnberger Speditions-Firma sagt Praktikum aus offensichtlich diskriminierenden Gründen wieder ab (August 2016)

Wie uns mitgeteilt wurde, sagte eine mittelständische Nürnberger Speditionsfirma einem aus Syrien stammenden Flüchtling ein bereits vereinbartes Praktikum wieder ab und will ihn durch einen anderen Bewerber ersetzen. Grund seien laut uns vorliegenden Dokumenten die "schlimmen Vorfälle in dieser Woche in Deutschland", vermutlich eine Anspielung auf den mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlag in Ansbach sowie die Amokläufe bei Würzburg (mutmaßlich islamistisch inspiriert) und in München (mutmaßlich rassistisch motiviert). Eine genauere Begründung wird nicht geliefert. In einem weiteren Schreiben der Firma an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird die Ablehnung gleichlautend formuliert. Ergänzend heißt es: "Wir finden, die Bundesregierung sollte direkt erfahren, warum wir eine derartige Integration ablehnen. Die Bundesregierung steht hier in der vollen Verantwortung auch für Ihre (sic!) Unternehmen und die dazugehörigen Mitarbeiter. Wir bitten Sie deshalb unserem Bewerber unsere Entscheidung mitzuteilen" (Fehler im Original).

Der Betroffene will sich mit Unterstützung des Nürnberger Integrationsrates und der Gewerkschaft ver.di gegen diese Diskriminierung wehren.

Eine Praktikumsabsage vorzunehmen, weil man den Bewerber ohne jeden konkreten Anlass einer negativ beschriebenen Gruppe zuordnet, ist ganz offensichtlich diskriminierend und mutmaßlich rassistisch. Auf die öffentlichen Reaktionen darf man gespannt sein, Protest ist notwendig. Es stellt sich die Frage: Haben wir es hier mit einem Pegida-Unternehmen zu tun?

Update: Laut focus.de (9.8.16) äußerte der Nürnberger CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Frieser Verständnis für die diskriminierende Reaktion der Speditionsfirma: "Ich kenne zwar die genaueren Umstände und auch den Unternehmer nicht, um den es hier geht. Aber am Ende habe ich persönlich Verständnis für seine Reaktion". Laut nordbayern.de (11.8.16) hat der betroffene Flüchtling bereits eine Praktikumszusage durch eine andere Firma bekommen.

(5.8.16, ergänzt 10. und 11.8.16)

nordbayern.de ("Abgelehnter Syrer wird bei anderer Firma Praktikant", 11.8.2016): hier klicken!, focus.de ("Firma sagt 18-jährigem Syrer Praktikum ab - und nennt Anschläge als Grund", 9.8.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Syrer bekommt wegen Anschlägen Praktikumsplatz nicht", 9.8.2016): hier klicken!

"Großraum Coburg": Seminar der Neonazi-Partei "Die Rechte" für September angekündigt (August 2016)

Wie bnr.de (5.8.16) meldete, soll vom 9. bis zum 11. September 2016 ein Seminar der Neonazipartei "Die Rechte" im "Großraum Coburg" stattfinden. "Hochkarätige(n) Referenten" schulen unter anderem zum Thema "'Mein Kampf' – neu gelesen".

bnr.de ("Schulung mit der 'Rechten'", 5.8.2016): hier klicken!

Zirndorf: Juristisches Nachspiel nach Anti-Nazi-Blockade? - Bürgermeister Zwingel: "Zivilcourage ist manchmal wichtiger als jedes Einknicken vor Paragrafen" (August 2016)

Laut nordbayern.de erstattete die Neonazipartei "Die Rechte" wegen der Blockade des Naziaufmarschs am 24. Juli in Zirndorf (wir berichteten) Strafanzeigen. Betroffen sind Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel, die evangelische Dekanin Almut Held sowie der ver.di Bezirksgeschäftsführer Jürgen Göppner, die in der ersten Reihe der Blockade am Marktplatz gestanden haben sollen.

Die Angezeigten scheinen dem weiteren juristischen Verfahren gelassen entgegenzusehen. Gewerkschaftler Göppner sieht sein Verhalten als legitimen "zivilen Ungehorsam", Dekanin Held wird unter anderem mit folgendem Satz zitiert: "Wenn man sich dieser Hetzpropaganda nicht entgegenstellt, dann fördert man sie indirekt". Bürgermeister Zwingel erklärte laut nordbayern.de: "Wenn ich wegen meines Eintretens für die Demokratie angezeigt werde, macht mich das sogar ein Stück weit stolz. Zivilcourage ist manchmal wichtiger als jedes Einknicken vor Paragrafen".

Auf die Reaktion der in Blockade-Angelegenheiten verfolgungswütigen bayerischen Justiz darf man gespannt sein.

nordbayern.de ("Blockade: Neonazis zeigen Zirndorfer Bürgermeister an", 2.8.2016): hier klicken!

Nürnberg, 28. Juli: Widerstand gegen Pegida Nürnberg am Prinzregentenufer - Pegida stagniert weiter - Völkische Rednerin (Juli 2016)
- aktualisiert -

Protest gegen Pegida am 28. Juli: In der Spitze 200 Menschen protestierten gegen die rassistische Hetze von etwa 50 Pegida-AnhängerInnen. Dank geht an die VVN-BdA für die Organisation der Gegenkundgebung. Der Nazi-Trupp um "Die Rechte Nürnberg" war natürlich auch diesmal wieder vor Ort.

Instrumentalisierung islamistischer Attentate, Berichte über gefährliche Koffer in Nürnberg, rassistische Hetze ohne Ende: Nichts nützt dieser extrem rechten Gruppierung. Pegida Nürnberg stagniert.


Nürnberg, 28. Juli 2016: Gemeinsam gegen Pegida und Rassisten! (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Danke an alle, die heute gegen das RassistInnen-Pack auf der Straße waren! Unser gemeinsamer Widerstand sorgt für die Eindämmung der extrem rechten Welle!

Update: Pegida Nürnberg als extrem rechte Sammlungsbewegung. Eine Rednerin auf der Pegida-Bühne ist laut endstation-rechts-bayern.de (29.7.16) der antisemitischen und völkischen Ludendorff-Bewegung (Bund für Gotterkenntnis) zuzurechnen. Die Frau namens Sonnhild Sawallisch sei bereits im März bei Pegida Nürnberg aufgetreten und engagiere sich bei der rechten baden-württembergischen Initiative "Hohenlohe wacht auf" (hier klicken! oder hier klicken!). Ein weiterer Redner trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "einprozent.de". Diese rechte Initiative wird von netz-gegen-nazis.de (hier klicken!) als "NGO der Neuen Rechten" bezeichnet. Und last but not least wurde neben den üblichen Mit-Läufern der Neonazipartei "Die Rechte" auch eine Aktivistin der Neonazis der Partei "Der 3. Weg" gesehen.

(28.7.16, aktualisiert 29.7.16)

Bericht der VVN Nürnberg-Fürth vom 28.7.2016: hier klicken!

endstation-rechts-bayern.de ("'Wir werden leider nicht mehr' – Pegida geht in Sommerpause", 29.7.2016): hier klicken!

Neustadt/Aisch, 31. Juli: Aktion gegen AfD-Infostand (August 2016)

Laut Mitteilung aus Neustadt/Aisch (31.7.16) fanden am Sonntag diverse Aktivitäten gegen einen Infostand der AfD statt. Berichtet wird von Flyerverteilung, Straßenmalereien u.a. Die AfD-Aktivisten seien "sichtlich irritiert" gewesen.

Kulmbach: Gefängnisstrafe wegen Nazi-Parolen (Juli 2016)

Wie frankenpost.de (30.7.16) berichtete, rief ein 30-jähriger Kulmbacher die Nazi-Parole "Sieg Heil" und kommentierte die Ankunft von Flüchtlingen an einer örtlichen Notunterkunft mit folgenden Sätzen: "Deutsch ist die Heimat, raus mit diesem Pack". Der vorbestrafte Mann wurde zu einer Haftstrafe von drei Monaten verurteilt.

frankenpost.de ("Auf offener Straße Nazi-Parolen gebrüllt", 30.7.2016): hier klicken!

Nürnberg: Erneuter Pegida-Aufritt am 28. Juli nach Pleite in Fürth - Gegenveranstaltung wird organisiert - Auf die Straße! (Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Am Donnerstag, den 28. Juli will Pegida ab 19 Uhr erneut durch Nürnberg marschieren und sattsam bekannte rassistische Tiraden im Viertel Prinzregentenufer / Keßlerplatz verbreiten.

Die Gegenveranstaltung wird im Rahmen des Rotationsverfahrens durch die VVN-BdA gestemmt: Treffpunkt Donnerstag, 28.07.2016, 18.30 Uhr, U-Bahn Wöhrder Wiese. Kommt zahlreich!

Flyer: hier klicken!

Wes Geistes Kind Pegida Nürnberg ist, zeigt sich zum wiederholten Mal auf der entsprechenden Facebook-Seite. Anlass diesmal, wie sollte es auch anders sein: Der blutige Münchner Amoklauf vom 22. Juli. Anstatt einfach mal die Klappe zu halten, faselt Pegida munter drauflos, zum Beispiel: "Da bleiben noch viele Fragen offen" (immerhin, gut erkannt) oder, gleich danach: "Fakt ist, der Terror ist in den Köpfen" (ja, dazu tragen Pegida & Co. viel bei). In der Pegida-Logik unvermeidlich dann der Schlenker zum islamistischen Terror: "Man mag sich nicht auszudenken, was allein 10 ausgebildete, zu allem entschlossene Kämpfer anrichten mögen". Das kommentierende "Volk" reagiert vorhersehbar, zum Beispiel Uwe-Heinrich K.: "Es gibt keine Deutsch-Iraner, das Schwein ist Iraner........". Darauf Anton P.: "Vielleicht wurde diesen Terroristen die Dt. Staatsbürgerschft postum verleihen?" (Fehler jeweils im Original).

Unser Fazit: Pegida hat am 28. Juli lauten Gegenprotest und Empörung mehr als verdient! Auf die Straße!

(Stand 27.7.16)

infranken.de ("Pegida darf über Stolpersteine in Nürnberg", 27.7.2016): hier klicken!

München: War der Münchner Attentäter ein "Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild"? (Juli 2016)

Laut faz.net (27.7.16) war der Münchner Attentäter ein "Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild". Möglicherweise habe er am 22. Juli gezielt auf vermeintliche MigrantInnen geschossen. Seine Bewunderung für den rassistischen Massenmörder Anders Behring Breivik und auch für Adolf Hitler werden im Online-Artikel erwähnt.

faz.net ("Herrmann bestätigt Hinweise auf rassistisches Weltbild", 28.7.2016): hier klicken!, faz.net ("Amokläufer von München war Rechtsextremist", 27.7.2016): hier klicken!

Ansbach, 25. Juli: Neonazis wollten von Attentats-/Amokserie profitieren - Spontaner antifaschistischer Gegenprotest - Flüchtlinge drückten ihre Angst aus, als Terroristen abgestempelt zu werden (Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Laut verschiedenen Medienberichten versuchte die neonazistische Partei "Der 3. Weg" am 25. Juli im mittelfränkischen Ansbach, von der jüngsten Attentats-/Amokserie zu profitieren. Den etwa fünfzig Neonazis standen rund einhundert AntifaschistInnen gegenüber, die lautstark ihren Unmut über die Nazitruppe kundtaten. Laut Printausgabe der Fränkischen Landeszeitung (26.7.16) seien die Nazis größtenteils "aus dem Raum Nürnberg/Fürth" angereist. Laut Weißenburger Landkreisbündnis gegen Rechts (28.7.16) seien in Ansbach zwei Weißenburger Neonazis aufgetreten.

Eine zunächst für den Nachmittag angemeldete Nazikundgebung "zum Asylrecht" sei durch die Stadtspitze verboten worden. Eine rechte Spontankundgebung gegen das Verbot wurde dann seitens der Polizei erlaubt.

In der Nähe der SPD-Geschäftsstelle in Ansbach fanden sich am Morgen nach der Nazidemo Sprühereien mit den Slogans "IS Helfer" und "SPD Volks Verräter" (Fehler im Original).

Am folgenden Tag gingen in Ansbach lebende Flüchtlinge auf die Straße und teilten auf Schildern unter anderem mit: "Wir liefen vom Mord weg, weil wir friedlich leben wollen". "Wir sind Muslime, keine Terroristen", habe laut infranken.de (26.7.16) ein junger Flüchtling geäußert. Viele hätten nach dem sonntäglichen Anschlag Angst, auf die Straße zu gehen, aus Angst, als Terroristen abgestempelt zu werden.

sueddeutsche.de ("Ein Grauschleier über der Stadt", 26.7.2016): hier klicken!, infranken.de ("Nach Bombenanschlag: Spontane Kundgebung von Flüchtlingen in Ansbach", 26.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Spontandemo nach Anschlag in Ansbach: Rechts gegen Links", 25.7.2016): hier klicken!

Würzburg: Ehemaliger hochrangiger mittelfränkischer Polizeibeamter als AfD-Redner aktiv (Juli 2016)

Raimund Swoboda, Leitender Polizeidirekor a. D. und ehemaliger Leiter des Einsatzabschnitts West beim Polizeipräsidium Mittelfranken, war als Redner für die AfD-Kundgebung "Integration gescheitert!?" am 24. Juli in Würzburg angekündigt.

Laut mainpost.de (24.7.16) beschrieb Swoboda in seiner Rede die Bundeskanzlerin als "die totalitärste Frau der Welt". Merkel habe "Gewalt und Kriminalität nach Deutschland geholt", das Parlament ausgeschaltet und entscheide alleine. Die AfD-AnhängerInnen hätten dann "Widerstand! Widerstand!" geschrien.

Laut einer Homepage der AfD-Oberpfalz arbeitet Swo­boda in den Lan­des­fach­aus­schüs­sen für "Fami­lie und Sozia­les" und "Bil­dung, Kul­tur und Medien" und ver­tritt den Bezirks­ver­band Mit­tel­fran­ken in der Lan­des­pro­gramm­kom­mis­sion Bay­ern. Weiterhin berate er die AfD-Kreis­ver­bände "in Fra­gen der Ver­an­stal­tungs­si­cher­heit" und unterstütze sie im "Umgang mit Behör­den".

(24.7.16)

mainpost.de ("AfD-Chef Bystron droht Politikern: 'Gnade euch Gott!'", 24.7.2016): hier klicken!

Zirndorf / Oberasbach, 24. Juli: Deutlicher Widerstand gegen Naziaufmarsch - Hundert BlockiererInnen auf der Naziroute - Nazis mussten umdrehen - Freibier für BlockiererInnen (Juli 2016)

Deutlicher Widerstand gegen den sonntäglichen Naziaufmarsch in Zirndorf und Oberasbach: Mehrere hundert Menschen protestierten lautstark an verschiedenen Orten entlang der Nazistrecke und auf dem Marktplatz. Eine größere Menschenblockade - mindestens hundert Menschen - auf der Naziroute in der Nähe des Zirndorfer Marktplatzes hielt mehrere Stunden lang und wurde von der Polizei nicht aufgelöst! Die etwa 15 Nazis mussten an dieser Stelle unverrichteter Dinge umdrehen und bekamen seitens der Polizei eine Ersatzroute zugewiesen. Ein empörter Twitterer kommentierte: "Skandalöse Ersatzroute für Nazis, an der für Gegner kein Durchkommen ist". Die Nazidemo wurde erst um 18.15 Uhr in der Nähe des Zirndorfer Bahnhofs beendet. Auf den diversen Nazikundgebungen sprachen Karl Richter und Roland Wuttke (beide NPD) sowie Philipp Hasselbach und Thomas R. (Die Rechte).

Hier der Nachrichtenticker rund um die nachmittägliche Blockade der Nazistrecke (danke an diverse Twitterer!):

15 Uhr: Eine Twitter-Meldung: "Wirtschaft spendiert Blockierern Freibier, wird uns berichtet". USK wird von Blockade abgezogen, so eine andere Meldung. Doch keine Räumung?

14.40 Uhr: BürgerInnen-Blockade steht weiterhin. Aktuelle Twitter-Meldung: "3. Aufforderung der Polizei an die Blockade - Polizei verhandelt mit Biller".

14.20 Uhr: Die Blockade auf der Nürnberger Straße steht immer noch, auch nach der zweiten Räumungs-Aufforderung durch die Polizei: "Wir bleiben!". Polizei droht gewaltsames Vorgehen an.

13.40 Uhr: Mehrere hundert Menschen an verschiedenen Orten und eine seit einer Stunde stehende größere Menschenblockade auf der Naziroute! Weiter so!

(24.7.16)

endstation-rechts-bayern.de ("Zirndorf: Für Blockade gab es Freibier", 26.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Live: Zirndorf stellt sich entschlossen gegen Neonazi-Demo", 24.7.2016): hier klicken!

Zirndorf / Oberasbach: Erneute "Die Rechte"-Neonazi-Propagandatour am 24. Juli angekündigt - Gegenveranstaltungen organisiert (Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Nach dem aus Nürnberg bekannten Muster will die Neonazi-Partei "Die Rechte" nun am Sonntag, den 24. Juli in Zirndorf und Oberasbach eine "Infotour mit 12 Stationen" organisieren. Unter dem Motto "Umvolkung stoppen!! Widerstand jetzt!!" wird ab 11.30 Uhr zum Treffpunkt Zirndorfer Bahnhof mobilisiert. Die mutmaßliche rechte Route: Zirndorfer Bahnhof - Fürther Str. - Marktplatz - Nürnberger Straße - Wallensteinstraße - Albrecht-Dürer-Straße - Rothenburger Straße - Zirndorfer Straße - Wallensteinstraße - Mühlstraße - Mondstraße - Albert-Einstein-Straße - Bahnhofstraße - Bahnhof Zirndorf.


Zirndorf / Oberasbach, 24. Juli 2016: AKTUALISIERT! - Mutmaßliche Naziroute und Gegenkundgebungen, im örtlichen Detail ohne Garantie. Vergrößerte Version: Rechte Maustaste auf Grafik - Grafik anzeigen drücken

Gegenprotest wird vorbereitet. Ein Bündnis verschiedener Zirndorfer und Oberasbacher Personen und Organisationen hat zwei Kundgebungen organisiert: 11.30 Uhr Ecke Fürther Straße und Schützenstraße sowie 15 Uhr Ecke Nürnberger Straße und Wallensteinstraße. Zusätzlich wird es eine kleine wandernde Kundgebung geben, die die Nazis "begleitet".

(Stand 23.7.16)

nordbayern.de ("Zirndorf: Acht Stunden lang rechte Hetze", 22.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Rechter Marsch: Zirndorf ruft wieder zur Gegendemo auf", 15.7.2016): hier klicken!

Nürnberg: Rechte Attacken auf Büro des Bayerischen Flüchtlingsrates (Juli 2016)

Laut nordbayern.de (23.7.16) kam es im Lauf der vergangenen Woche erneut zu Angriffen auf das Nürnberger Büro des Bayerischen Flüchtlingsrates. "Jemand hatte vergeblich versucht, die Türe aufzuhebeln. Weil das offenbar nicht gelang, verklebten die Täter das Ladenschloss mit Sekundenkleber", so das Portal. Derartige Angriffe hätten sich in den letzten Monaten gehäuft. So sei während einer Abendveranstaltung ein Blumenkübel gegen das Schaufenster geschleudert worden. In der Nähe des Büros seien vermehrt Nazi-Aufkleber aufgetaucht.

MitarbeiterInnen des Flüchtlingsrates gehen davon aus, dass es sich um Angriffe aus der extrem rechten Szene handelt.

nordbayern.de ("Nürnberg: Vermutlich rechte Angriffe auf Flüchtlingsrat", 23.7.2016): hier klicken!

Nürnberg: Sichert und Roon treten als örtliche Bundestagskandidaten der AfD an (Juli 2016)

Laut AfD-Facebook-Auftritt (17.7.16) wurden bei einer samstäglichen Parteiversammlung der lokalen AfD-Gliederung die Wahlkreis-KandidatInnen für die Bundestagswahlen 2017 gewählt. Für den Wahlkreis Nürnberg-Nord tritt Martin Sichert an, für Nürnberg-Süd Elena Roon (nun eingedeutscht als "Helene Roon"). Sichert machte im Vorfeld der Kommunalwahlen 2014 Schlagzeilen, als deutlich rechtslastige und geschichtsrevisionistische Internetpostings bekannt wurden (Bsp.: "09. Mai, kein Tag des Sieges, ein Tag der Trauer."). Elena Roon engagierte sich in den letzten Monaten unter anderem im Rahmen der extrem rechten Gruppierung "Sichere Heimat". Aus deren Reihen wurden massiv rassistische und völkische Äußerungen getätigt. Im April 2016 zitierte ein "Sichere-Heimat"-Redner auf der Bühne den NS-Dichter, -Kulturpolitiker und SS-Panzerkommandanten Kurt Eggers (1905 - 1943).

Ob diese Konstellation von Rechtsauslegern erreichen kann, dass das Wahlpublikum den unsozialen programmatischen Kern der AfD (Bsp.: "Durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb ergeben sich die besten ökonomischen Ergebnisse", "Vermögen- und Erbschaftsteuer abschaffen", AfD-Grundsatzprogramm, Punkte 10.1 und 11.4) übersieht?

(17.7.16)

Nürnberg, Nürnberger Land, Roth, Haßberge und anderswo: Polizeirazzia gegen Hintermänner neonazistischer Facebook-Gruppe (Juli 2016)
- aktualisiert -

"Zwei Männer im Ostallgäu und in Nürnberg leiten eine Facebook-Gruppe, in der der Nationalsozialismus verherrlicht und Straftaten wie Volksverhetzung begangen werden", so nordbayern.de (13.7.16). Insgesamt seien Wohnräume in dreizehn Bundesländern durchsucht worden, in Nordbayern auch in den Landkreisen Nürnberger Land, Roth und Haßberge. Weitere Einzelheiten, etwa über politische Hintergründe der Beschuldigten, sind bis jetzt nicht bekannt.

Die extrem rechte Facebook-Gruppe hieß laut onetz.de (13.7.16) "Groß Deutschland".

onetz.de ("Bundesweite Razzia wegen Hetze im Netz", 13.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Hass auf Facebook: Polizei-Razzia in Nürnberg", 13.7.2016): hier klicken!

Fürth: Extrem rechte Sprayer verhaftet (Juli 2016)

Wie nordbayern.de (11.7.16) berichtete, nahm die Polizei zwei Männer fest, die ein Flüchtlingsheim beschmiert hatten. Die beiden Festgenommenen, 34 und 37 Jahre alt, hatten "einen Schriftzug in arabischer Sprache, der sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen richtete", auf den Asphalt gesprüht. Zwei weitere Männer sollen an der nächtlichen Aktion beteiligt gewesen sein, konnten aber nicht dingfest gemacht werden.

nordbayern.de ("Polizei nimmt Sprayer vor Asylbewerberunterkunft fest", 11.7.2016): hier klicken!

Fürth: Neonazi mit Presseausweis unterwegs - Anti-Antifa aktiv (Juli 2016)

Laut nordbayern.de (10.7.16) ist der Fürther Neonazi Kai Zimmermann, örtlicher Funktionär der Partei "Der 3. Weg", eifrig als "Journalist" mit der Kamera unterwegs, um AntifaschistInnen und missliebige JournalistInnen abzulichten. Auch ein Mitarbeiter der Fürther Nachrichten sei durch Zimmermann mehrfach abgelichtet worden. Die dahinterstehende Absicht: Einschüchterung. "Bilder von Nazigegnern landen nicht selten in sogenannten 'Anti-Antifa'- Karteien. Mehrfach wurden auf einschlägigen Internetseiten persönliche Daten veröffentlicht und daraufhin Autos und Wohnhäuser der Betroffenen angegriffen", so nordbayern.de.

nordbayern.de ("Neonazis machen Jagd mit der Kamera", 10.7.2016): hier klicken!

Neumarkt: Flüchtlingsunterkünfte mit Farbkugeln beschossen (Juli 2016)

Laut nordbayern.de (11.7.16) wurden zwei Flüchtlingsunterkünfte in Neumarkt mit Farbkugeln aus Paintball-Waffen beschossen. Wahrscheinlich sei die mutmaßlich rassistische Aktion aus einem Auto heraus durchgeführt worden.

nordbayern.de ("Asylheime in Neumarkt mit Farbe beschossen", 11.7.2016): hier klicken!

Nürnberg-Reichelsdorf, 10. Juli: Über hundert AntifaschistInnen gegen Nazi-Kundgebungsserie im Stadtteil - Kurze Blockade des Nazizugs - Rechte Agitation konnte eingedämmt werden (Juli 2016)
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In der Spitze 130 AntifaschistInnen begleiteten lautstark dreizehn Nazis rund um "Die Rechte Nürnberg" auf ihrer Agitationstour durch den Nürnberger Stadtteil Reichelsdorf. Unterstützung für die NazigegnerInnen kam auch von AnliegerInnen. Die Gegenaktion war wichtig, denn die Möglichkeiten der extrem Rechten, ihre menschenverachtende Hetze an den Mann und die Frau zu bringen, minimierten sich dadurch. Eine kleine Sitzblockade stoppte den Nazizug kurz nach Mittag - die Polizei führte die Rechten an der Blockade vorbei. Ansonsten ähnelte der rechte Auftritt in Reichelsdorf dem in Langwasser Ende Juni.

Alles in allem ein bedeutsames Signal gegen Rechts! Danke an alle GegendemonstrantInnen!

Update: Bei der Räumung bzw. Abdrängung der Blockade durch die Polizei wurde nach einem uns zugegangenen Bericht eine junge Frau an der Schulter verletzt.

(10.7.16, aktualisiert 12.7.16)

endstation-rechts-bayern.de ("Frust bei Nürnberger Neonazis: Widerstand übertönte alle Reden", 10.7.2016): hier klicken!

Nürnberg-Reichelsdorf, 10. Juli: Erneute neonazistische Kundgebungsserie der Partei "Die Rechte" - Gegenkundgebungen angemeldet - Auf die Straße! (Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Ganz nach dem Muster der jüngsten extrem rechten Propaganda-Tour durch den Stadtteil Langwasser nimmt sich der hyperaktive regionale Ableger der Neonazi-Partei "Die Rechte" nun den Nürnberger Stadtteil Reichelsdorf vor. Am Sonntag, den 10. Juli will man von 11 Uhr bis maximal 20 Uhr folgende Route beschallen: Reichelsdorfer Bahnhof - Eichstätter Platz/Höhe Nr. 10 - Eichstätter Straße/Ecke Dollnsteiner Str. - Dollnsteiner Str./Höhe Nr. 4 - Am Steinberg/Ecke Heilbronner Platz - Am Steinberg/Ecke Weltenburger Str. - Weltenburger Str./Höhe 104 - Weltenburger Str./Ecke am Steinberg/Kindergarten - Reichelsdorfer Bahnhof.

Gegenaktionen werden seitens ver.di / Nürnberger Bündnis Nazistopp vorbereitet. Treffpunkt am Sonntag, den 10. Juli in Nürnberg-Reichelsdorf, Nähe Reichelsdorfer Bahnhof, 11 Uhr.

Flyer zum Download: hier klicken!

Der ideologische Hintergrund der dauerdemonstrierenden Nazitruppe wird zum Beispiel in der Parole "Umvolkung stoppen" deutlich, mit der im Internet für das extrem rechte Event in Reichelsdorf geworben wird. Zu erwarten ist aber auch erneut Original-Nazi-Hetze. So zitierte einer der "Die Rechte"-Dauerredner im April 2016 in Eckental aus den Nürnberger Rassegesetzen von 1935 und verwendete am Ende seines verbalen Ergusses ein Zitat aus einer Hitler-Rede auf dem Nürnberger NSDAP-Reichsparteitag 1933. Wir verstehen nicht, warum derartige Hetzveranstaltungen der "Rechten", die ihre historischen Vorbilder nicht verbergen, seitens der Behörden permanent durchgewunken werden.

Die regionalen Pegida- und "Die Rechte"-Ableger scheinen langsam, aber sicher durchzudrehen. Mit Hyperaktivität will man mangelnde Mobilisierungsfähigkeit verbergen. Warum gerade jetzt und warum trotz dauernder Misserfolge, sieht man einmal vom Aufstieg der AfD ab? Beide extrem rechte Gruppierungen kämpfen - jede auf eigenem ideologischen Hintergrund - gegen den von ihnen so gesehenen Untergang des "deutschen Volkes". Diese nur aus völkisch-rassistischer Sicht verständliche Hysterie ist vergleichbar mit dem Bewusstseinszustand gefährlicher Weltuntergangssekten.


Nürnberg-Reichelsdorf, 10. Juli 2016: Naziroute. Vergrößerte Version: Rechte Maustaste auf Grafik - Grafik anzeigen drücken

(9.7.16)

nordbayern.de ("'Die Rechte' will am Sonntag in Reichelsdorf demonstrieren", 9.7.2016): hier klicken!

Fürth, 7. Juli: Hunderte gegen Pegida - Pegida schrumpft weiter! Weiter so! (Juli 2016)

Mehrere hundert Menschen, nach einigen BeobachterInnen etwa tausend, protestierten lautstark gegen den ersten Pegida-Auftritt in der Kleeblatt-Stadt. Laut BeobachterInnen wandten sich auch AnliegerInnen deutlich gegen den extrem rechten Trupp. So hätten FürtherInnen demonstrativ die Rollläden heruntergelassen; die Besatzung einer Kneipe an der rechten Demostrecke brüllte laut "Nazis raus". Großartig! Eine kurze Sitzblockade auf der Pegida-Strecke war ebenfalls zu verzeichnen.


Fürth, 7. Juli 2016: Gegen Pegida in der Kleeblattstadt! (Foto: Roland Sauer)

Die Pegida-Truppe reduzierte sich indes weiter: Inklusive dem Neonazi-Trupp um "Die Rechte"-Aktivist Dan Eising traten nur noch etwa 40 extrem Rechte an.

(7.7.16)

endstation-rechts-bayern.de ("Pegida in Fürth: Nicht mehr als eine Wanderbaustelle", 9.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Gegendemo: 600 Fürther erteilen Pegida eine Absage", 7.7.2016): hier klicken!

Fürth: Pegida-Demo am 7. Juli angekündigt - Gegenkundgebung ab 18.30 Uhr am Bahnhofsplatz! Kommt alle! Auf die Straße gegen RassistInnen und Neonazis! - Skandalös: Pegida-Redner jagte Flüchtlinge in Bulgarien (Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Am Donnerstag, den 7. Juli ab 19 Uhr wollen die RassistInnen von Pegida zum ersten Mal in Fürth demonstrieren. Angekündigt ist ein Demonstrationszug vom Fürther Hauptbahnhof aus, durch die Gebhardstraße zur Jakobinenstraße und wieder zurück. Hinter der Veranstaltung steckt wie bei den zahlreichen Pegida-Auftritten in Nürnberg die Gruppe um Gernot Tegetmeyer & Co. Skandalös: Als Pegida-Redner tritt erneut Edwin Wagensveld ("Ed der Holländer") auf. Dieser radikalisierte sich zuletzt zunehmend und geriet in die Schlagzeilen, weil er zusammen mit bulgarischen rechten Paramilitärs Jagd auf Flüchtlinge betrieb (hier klicken!). Wagensveld betreibt im unterfränkischen Bastheim einen Internet-Waffenshop in holländischer Sprache.

Das Fürther Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Protestkundgebung am 7. Juli ab 18.30 Uhr am Fürther Bahnhofsplatz auf. Wir schließen uns diesem Aufruf selbstverständlich an! Auf die Straße gegen RassistInnen und Neonazis!

In einer aktuellen Pressemitteilung des Bündnisses heißt es unter anderem: "Wie die Erfahrung – durchwegs an jedem Ort – gezeigt hat, verstecken sich hinter all diesen sogenannten 'Pegidas' i.d.R. Neonazis und Rassisten, die lediglich vorgeben, die Interessen und Nöte der 'kleinen' Leute zu vertreten. In Wahrheit nutzen sie bewusst Ängste und Nöte von Teilen der Bevölkerung aus. Den rechten Anführern geht es einzig und allein darum, Menschen gegen Flüchtlinge aufzuhetzen. Dabei ist ihnen jede Lüge recht, um Menschen gegen Menschen und Arme gegen noch Ärmere aufzuhetzen".

Nach neuesten Meldungen ruft auch die Stadt Fürth zu den Gegenaktionen auf! Respekt!

Achtung: Pegida Nürnberg, hyperaktiv, kündigt einen erneuten Aufmarsch am Donnerstag, den 28. Juli ab 19 Uhr in Nürnberg an. Wir melden uns rechtzeitig mit weiteren Infos!

(Stand 6.7.16)

nordbayern.de ("Fürther Pegida-Aktivist: Ein geistiger Brandstifter", 7.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Pegida: Stadt Fürth hofft auf viele Gegendemonstranten", 5.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Pegida kommt nach Fürth - und Widerstand formiert sich", 30.6.2016): hier klicken!

Zirndorf, 2. Juni: Tausend gegen Neonazis - Proteste gegen rechte Demo am Nazi-Auftakt beim Stadtpark und vor der Flüchtlingsunterkunft (Juli 2016)

Etwa tausend GegendemonstrantInnen zum Auftakt auf dem Zirndorfer Marktplatz und hundert lautstarke Menschen direkt beim Sammelpunkt der Nazis am Stadtpark: Das ging schon mal gut los. Die zwei Dutzend Nazis inklusive Kernteam der Nürnberger "Rechten" demonstrierten dann zur ZAE, wurden auch dort trotz Starkregen von hunderten NazigegnerInnen erwartet. Nicht gut gelaufen für die Rechten, kann man da nur sagen, da helfen auch die Gäste aus Thüringen und Unterfranken nichts. Und der megaphon-bestückte Thüringer Würstchenbuden-Wagen mit Aufschriften à la "Wir sind ein Volk" und "Thügida" (Thüringer nazidominierter Pegida-Ableger) schon gleich gar nicht.

Ach ja, noch was: Dan Eising warb laut Twitter-Nachricht von Endstation Rechts Bayern für die Pegida-Demo am nächsten Donnerstag in Fürth. Noch Fragen?

(2.7.16)

nordbayern.de ("Zirndorfer Rechte sind keine harmlosen Spaziergänger", 4.7.2016): hier klicken!, endstation-rechts-bayern.de ("Zirndorfer stellen sich in großer Zahl schützend vor ihre Flüchtlingseinrichtung", 3.7.2016): hier klicken!, Störungsmelder ("800 gegen 25: Neonazis blamieren sich in Zirndorf", 3.7.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("800 Neonazi-Gegner demonstrierten in Zirndorf gegen Rechts", 2.7.2016): hier klicken!

Zirndorf, 2. Juli: Nazidemo vom Bahnhof zur Flüchtlingsunterkunft - Gegendemo organisiert - Todesdrohung gegen Zirndorfer Bürgermeister (Juni / Juli 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Am Samstag, den 2. Juli wollen Neonazis in Zirndorf vom Bahnhof zur Flüchtlingsunterkunft in der Rothenburger Straße (ZAE) marschieren. Beginnen soll das extrem rechte Spektakel unter dem Motto "Zirndorf sagt nein zum Heim - Bürgerdialog jetzt"! um 14 Uhr. Hinter der Aktion stecken Aktive aus NPD und "Die Rechte". Als RednerInnen angekündigt werden David Köckert (NPD, Thügida, Thüringen), Monique Schober (NPD-nahe Initiative "Franken wehrt sich") und Dan Eising ("Die Rechte", Nürnberg). Neben neonazistischen Facebookseiten wirbt auch die AfD-freundliche Seite "Frankenpresse" für den extrem rechten Aufzug (siehe den unten verlinkten Artikel von Endstation Rechts Bayern).

Eine Gegendemonstration unter der Federführung von ver.di, der SPD Zirndorf und dem evangelisch-lutherischen Dekanat wird organisiert. Motto: "Zirndorf heißt willkommen - Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit". Start / Auftakt: 13.30 Uhr am Marktplatz, Endpunkt: Vor der Flüchtlingsunterkunft. Vor der ZAE soll eine menschliche "Schutzmauer" gebildet werden.


Zirndorf, 2. Juli 2016: Naziroute und Route der Gegendemonstration

Weitere Infos / Aufruf-Flyer: hier klicken!

Update: Der Zirndorfer Bürgermeister Thomas Zwingel erhielt laut nordbayern.de (1.7.16) Todesdrohungen aus Nazikreisen. Vorangegangen waren "Nügida-Schmähungen" gegen "deutschfeindliche Politik" im Zirndorfer Rathaus. Zwingel wurde "zum Kriminellen abgestempelt, der ins Gefängnis gehöre". Weiterhin wurden in der Zirndorfer Bahnhofsunterführung und vor dem Rathaus rechte Parolen wie "Überfremdung stoppen", "Refugees not welcome" und "Zwingel in Knast" geschmiert. Schließlich wurde im Internet ein gewaltverherrlichendes Nazi-Video mit dem Titel "Thomas Zwingel aus der Traum, bald liegst du im Kofferraum!" verbreitet.

(Stand 1.7.16)

nordbayern.de ("Vor Nazi-Demo: Morddrohungen gegen Bürgermeister", 1.7.2016): hier klicken!, endstation-rechts-bayern.de ("Fränkische 'Nachrichtenseite' bringt Neonazis und AfD zusammen", 29.6.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("Rechter Marsch zur Flüchtlingsaufnahmestelle geplant", 28.6.2016): hier klicken!, nordbayern.de ("In Zirndorf formiert sich Widerstand gegen rechte Demo", 24.6.2016): hier klicken!

Nürnberg, 1. Juli: Lautstarker Protest gegen Jürgen-Elsässer-Auftritt bei der AfD (Juli 2016)
- ergänzt -

Auf Einladung der AfD Nürnberg trat Rechtspopulist Jürgen Elsässer (Chefredakteur "Compact") am 1. Juli in Nürnberg im Sportheim des TV Glaishammer 1862 auf. Titel des Vortrags: "Grenzen dicht - Für ein Europa der Vaterländer". Vor dem Saal protestierten ca. 50 Menschen nach Anmeldung einer spontanen Versammlung gegen die rechte Veranstaltung, drinnen waren nach Schätzungen von BeobachterInnen etwa 200 AfDlerInnen. Mit diesem Referenten positioniert sich die AfD Nürnberg erneut sehr weit rechts.

Eine Anwohnerin fand es laut BeobachterInnen empörend, dass in ihrem Vereinslokal eine AfD-Veranstaltung stattfindet. Sie werde zusammen mit anderen den Wirt persönlich darauf ansprechen.

(1.7.16, ergänzt 2.7.16)

Plakataktion des Nürnberger Bündnis Nazistopp: "183 Todesopfer durch rassistische Gewalt in Deutschland seit 1990 - Deine Stimme gegen Nazis und Rassist_innen" (Juli/September 2013)




Dies war unsere Plakataktion (nicht nur) zur Landtags- und Bundestagswahl 2013. Die Plakate wurden ab Anfang September auch auf Plakatwänden und Litfaßsäulen verbreitet.

Mit unserer Plakataktion zur Landtags- und Bundestagswahl 2013 fordern wir nicht nur die soziale Ausgrenzung extrem rechter und neonazistischer Parteien (und ihrer WählerInnen, solange sie diese Kräfte unterstützen). Wir problematisieren auch die aus unserer Sicht falsche Zählung der Todesopfer rechter Gewalt seitens der zuständigen Behörden und damit auch der Bundesregierungen.

Jede/r darf das Plakat aufhängen und herunterladen!

Plakate in Größe A 1 und A 3 können bei uns abgeholt werden, so lange der Vorrat reicht (Anfragen über die EMail-Adresse nazistopp.nuernberg@yahoo.de). Gegen Erstattung der Portokosten und eine kleine Spende schicken wir auch Plakate zu. Die Plakate können auch als PDF-Datei heruntergeladen und verbreitet werden: hier klicken!

Wir freuen uns im übrigen sehr über Spenden, da wir das Plakat (Druck und teilweise Aufhängung über die Stadtreklame im September 2013) aus eigenen Mitteln finanziert haben (Kontonummer siehe Kontakt, Spendenaufruf, Impressum auf dieser Homepage, Stichwort "Plakat" angeben!). Danke an Rumpel Druck Nürnberg (niedrige Druckkosten) und alle anderen SpenderInnen für die freundliche Unterstützung!

Aktueller Artikel zum Thema des Cura Opferfonds, der wichtigsten "Datenquelle" für unser Plakat: hier klicken!

Die Bundesregierung zählt derzeit "nur" 75 Tote durch rechtsextreme Gewalt seit 1990
- offizielle Zahl aktualisiert im Juli 2015 -

Die offizielle Erfassung rechter Gewalt in der Statistik "Politisch motivierte Kriminalität" (PMK) blendet einen Teil rassistischer Gewalt systematisch aus und trägt so zu deren Verharmlosung bei. So sind in Bayern sechs Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 "staatlich anerkannt", sieben Todesopfer nicht. Dieses von sämtlichen Bundesregierungen durchgeführte und unterstützte "Herunterrechnen" rechter Gewalt dient vermutlich der Imagepflege und der Aufrechterhaltung der offiziösen Extremismustheorie. Das hat nicht nur statistische Folgen: Wie sich im bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss bei der Befragung damaliger Ermittler und Zuständiger zeigte, war das allgemeine Ausblenden rassistischer Tatmotivationen üblich und verbreitet. Der Naziszene wurden derartig brutale Taten nicht zugetraut, folglich wurde auch nicht ernsthaft in diese Richtung ermittelt. Dabei würden ein paar Blicke in die von antifaschistischen und antirassistischen Initiativen gesammelten Tatbeschreibungen und Opferberichte vollauf genügen...

Leider ist unser Plakat nicht mehr "aktuell": Neonazis töteten in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2013 in Kaufbeuren einem Mann

Ein Aktiver unseres Bündnisses äußerte vor kurzem die Hoffnung, dass das Jahr 2013 das erste Jahr seit Jahrzehnten ohne Todesopfer durch rechte Gewalt werden könnte. Der Traum ist aus: In Kaufbeuren erschlug ein Neonazi einen 34-jährigen, aus Kasachstan stammenden Mann. Der Täter und seine Gruppe hatten sich vorher rassistisch geäußert. Der Täter selbst sei zudem einschlägig polizeibekannt. Weitere Informationen des aida-Archivs München: hier klicken!

Nicht offiziell anerkannt als Opfer rechter Gewalt. Ein Beispiel: Klaus-Peter Beer, Amberg 1995, von Neonazis mißhandelt und schwer verletzt in die Vils geworfen, wo er ertrank

Dass Klaus-Peter Beer aus politischen Gründen ermordet wurde, zeigen Tatablauf und politische Einbindung der Täter. Das Internetportal "Mut gegen rechte Gewalt" berichtet: "In der Nacht zum 7. September 1995 wird der Busfahrer Klaus-Peter Beer in Amberg (Bayern) von den rechten Skinheads Richard L. und Dieter M. massiv geschlagen und schwer verletzt in die Vils geworfen. Klaus-Peter Beer ertrinkt. Die beiden Rechten wollen dem 48-jährigen Opfer 'einen Denkzettel verpassen', da sie von dessen Homosexualität wissen. Richard L. und Dieter M. treten unzählige Male mit ihren Springerstiefeln auf das wehrlose Opfer ein und werfen ihn anschließend in die Vils, wo er ertrinkt." Die Täter wurden zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, sind aber vermutlich schon lange wieder in Freiheit.

Mittlerweile ist bekannt, dass einer der damaligen Täter, Richard L., aus dem Gefängnis heraus Kontakt mit Mandy S. pflegte. Die Nazi-Aktivistin Mandy S. engagierte sich für die mittlerweile verbotene "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG). Sie hielt sich eine Zeitlang im fränkischen Raum auf, war in der hiesigen Neonaziszene aktiv und verhalf den untergetauchten Neonazis Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe nach deren Untertauchen 1998 zu einem Unterschlupf. Beate Zschäpe nahm zeitweise die Identität von Mandy S. an.

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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