Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
      
 
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Hof: Scharfe Schusswaffen und 2000 Schuss Munition bei Reichsbürger gefunden (Februar 2018)

Wie nordbayern.de (28.2.18) berichtete, hortete ein 61-jähriger Hofer in seiner Wohnung mehrere scharfe Schusswaffen und mehr als 2000 Schuss Munition, dazu noch "mehrere gefälschte Autokennzeichen und eine Blaulichtvorrichtung fürs Auto". Ermittelt wurde gegen den mutmaßlichen Reichsbürger wegen Brandstiftung an einem Auto im vergangenen Herbst.

nordbayern.de ("Waffenarsenal entdeckt: "Reichsbürger" aus Hof in U-Haft", 28.2.2018): hier klicken!

Fürth, 23. Februar: Mit viel Herzenswärme und Widerstandsgeist gegen die rassistische Kälte - Pegida war auch an diesem Tag im Käfig und beschäftigte sich dank Widerstand vor allem mit sich selbst und mit ihrem Live-Stream im Internet / Tegetmeyer-"Satire": "Wir werden wieder richtiges Deutsch sprechen - Wir werden diesen BULLSHIT nicht mehr mitmachen" (Februar 2017)
- aktualisiert -

Bei klirrender Kälte waren etwa 150 AntifaschistInnen in Fürth zusammengekommen, um dieser rassistischen Sektentruppe zum x-ten Mal zu zeigen: Ihr seid hier nicht willkommen! Wir wünschen uns eine solidarische Gesellschaft, keinen völkischen, unsozialen Spießerstaat! Die Zahl der Rechten blieb zum wiederholten Mal unter der 30er-Grenze.


Fürth, 23. Februar 2018, Anti-Pegida: Ein klares Zeichen gegen das bitterkalte Wetter, was habt ihr denn gedacht? (Foto: Roland Sauer)

Die OrganisatorInnen des Gegenprotestes vom Fürther Bündnis gegen Rechts boten diesmal neben einigen Pappkameraden mit satirischen Parolen (z. B. "Volk ohne Hirn - da bin ich dahoam") einen antifaschistischen Stadtrundgang zu Orten des Widerstands.

Ein Highlight unfreiwilliger Satire lieferte Pegida-Nürnberg-Chef Gernot Tegetmeyer in seiner Rede zur Lage der Nation und des Stammtisches: "Wir werden wieder richtiges Deutsch sprechen - Wir werden diesen Bullshit nicht mehr mitmachen". Na, das war doch wirklich mal ein überzeugendes Argument! Bullshit! Danke!

Wir in Nürnberg bereiten bereits den Gegenprotest für den März vor, da die PegidistInnen uns dann wahrscheinlich mit ihrem 3-jährigen Jubiläum "beehren" werden.

(23.2.18)

Strullendorf (Lkr. Bamberg): Rechte Sprayer festgenommen (Februar 2018)
- aktualisiert -

Laut wiesentbote.de (27.2.18) wurden zwei von drei Männern festgenommen, die im oberfränkischen Strullendorf (Landkreis Bamberg) in der dortigen Bahnhofsunterführung "rechte Parolen und Symbole" gesprüht hatten.

Update: Auf uns zugesandten Fotos sind die gesprühten Parolen zu erkennen: "SS", "No Antifa", "No Asyl", "Frei Sozial National".

wiesentbote.de ("Polizei nimmt in Strullendorf Graffitisprayer fest – Zeugen gesucht", 26.2.2018): hier klicken!

Nürnberg: Hitlergruß am Hauptbahnhof (Februar 2018)

Wie nordbayern.de (25.2.18) berichtete, zeigte ein betrunkener und aggressiv agierender Mann am Nürnberger Hauptbahnhof den Hitlergruß und rief mehrmals "Heil Hitler".

nordbayern.de ("Mann zeigt mehrfach Hitlergruß am Nürnberger Hauptbahnhof", 25.2.2018): hier klicken!

Fürth, 23. Februar: "Diese Stadt hat keinen Platz für Rassisten" - Protest gegen Pegida, auf gehts! (Februar 2018)

Die rassistische Truppe von Pegida Nürnberg um Gernot Tegetmeyer und Michael Stürzenberger sucht am Freitag, den 23. Februar erneut Fürth heim, um dort rassistische und menschenverachtende Parolen zu verbreiten. Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ruft seit Jahren fleißig und unermüdlich zum Gegenprotest auf, so auch diesmal.

Treffpunkt für Gegenproteste: 23. Februar, 18.30 Uhr (Freitag), Obstmarkt. Dort wird es eine "kleine Kunstaktion" geben und wie immer werden auch die eigenen Inhalte und Positionen deutlich gemacht.

Auch entlang der Pegida-Demoroute soll der Protest über Transparente und Straßenpräsenz deutlich werden, "vom Obstmarkt entlang der Königsstraße, bis Saturn, in der Angerstraße und am Grünen Markt". Und last but not least ruft das Bündnis neben dem Gegenprotest zur Teilnahme an einem antifaschistischen Stadtrundgang zu Orten des Widerstands in Fürth auf.

Was gibt es Neues aus dem Pegida-Lager? Erstens schlägt die Gruppe um Michael Stürzenberger und Gernot Tegetmeyer demnächst mit Unterstützung der C-Promis von Pegida Dresden auch mal wieder in München auf und macht dort den Kollegen des stark nazi-dominierten Pegida-Ablegers um Heinz Meyer Konkurrenz. Da kann man nur sagen: Weiter so mit der Konkurrenz! Zweitens tauchte Stürzenberger gemeinsam mit den bereits erwähnten C-Promis als Gast bei einer Veranstaltung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf. Kommt da zusammen, was zusammen gehört? Wird bald auch die hiesige AfD Herrn Stürzenberger willkommen heißen? Und drittens haben Analysen des Facebook-Auftritts von Pegida Nürnberg ergeben, dass über 90% der Likes von außerhalb der Region stammen und fast ein Viertel aus dem Ausland. Die eigene basismäßige Schwachbrüstigkeit verbirgt sich unter Tausenden von Likes, aber so ist das ja meist bei Facebook!

(Stand 18.2.18)

Nürnberg: Extrem rechter Stadtrat Luft bedrängte DGB-Vorsitzenden Doll im Rathaus (Februar 2018)

Der extrem rechte Straßenbahnfahrer Fridrich Luft, seit dem Frühjahr 2014 für die NPD-nahe "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) im Nürnberger Stadtrat, landete nun erneut in den Schlagzeilen, weil er den Nürnberger DGB-Chef Stefan Doll nach dessen Wortbeitrag im Stadtrat zum Thema Industriestandort Nürnberg massiv bedrängt hatte. Laut nordbayern.de (23.2.18) "ging Luft diesem [Doll, d. Verf.] aufgebracht hinterher und verfolgte ihn bis zur Garderobe. Vor dem Sitzungszimmer kam es Zeugen zufolge beinahe zu tumultartigen Szenen". Dass dieses nazitypische Einschüchterungsverhalten nur mit einer "Ermahnung" durch den Oberbürgermeister enden soll, ist kaum zu glauben.

Zuletzt war die extrem rechte BIA mit einem "Dringlichkeitsantrag" am 13. Dezember im Stadtrat präsent. Kümmerermäßig beschwerte man sich - eine Baustelle auf dem Frankenschnellweg habe "erheblichen verständlichen Unmut bei den Verkehrsteilnehmern hervorgerufen". Soweit uninteressant und typisch für rechte Kommunalpolitiker, wenn sie nicht gerade gegen MigrantInnen hetzen. Alarmierend im Sinne einer Normalisierung extrem rechter Aktivisten war jedoch die Reaktion des Stadtrates: Der Dringlichkeitsantrag wurde mit 66 zu 2 Stimmen angenommen und an die nächste Sitzung des Werkausschusses (SÖR) verwiesen. Von dort liegen uns leider keine Unterlagen vor.

In der Stadtratssitzung am 13. Dezember wurden die extrem Rechten auch noch auf andere Weise auffällig. Unter Tagesordnungspunkt 3 ("Bildung in Nürnberg 2017") wurde im offiziellen, leider sehr lückenhaften Protokoll vermerkt, dass BIA-Stadtrat Ollert, in der Vergangenheit unter anderem als NPD-Landesvorsitzender aktiv, die grüne Stadträtin Elke Leo als "Linksfaschistin" bezeichnet und daraufhin - nur - eine Rüge vom OB erhalten habe.

nordbayern.de ("Eklat im Stadtrat: Maly verwarnt rechtsextremes Mitglied", 23.2.2018): hier klicken!

Nürnberg / Dresden: Demo des Holocaustleugners Ittner polizeilich aufgelöst (Februar 2018)
- aktualisiert -

Wie diversen Online-Medien (17.2.18) zu entnehmen ist, wurde die Demonstration des in Nürnberg lebenden vorbestraften Holocaustleugners und Neonazis Gerhard Ittner in Dresden durch die Polizei aufgelöst, eine anschließende rechte Spontandemo ebenfalls verhindert. Grund dafür waren unter anderem die mutmaßlich den Holocaust leugnenden Äußerungen rechter RednerInnen, darunter wohl auch die der Britin Michèle Renouf, die im rechten geschichtsrevisionistischen Milieu unterwegs ist.

Wütend über die Einschränkung seiner Hetzfreiheit, skandierte Ittner schließlich unter anderem: "Wir sind das Volk, die BRD muss weg". Unter seiner fanatischen Zuhörerschaft befand sich mindestens ein Kind. Diese Leute schrecken offensichtlich nicht davor zurück, Kinder zu agitieren und zu manipulieren. Kindeswohlgefährdung?

Update: Laut sz.de (19.2.18) wird nun auch gegen Ittner ermittelt. Dabei ginge es um die Inhalte seiner Reden, aber auch um mutmaßlichen Widerstand und Beleidigung von Polizisten.

(17.2.18, ergänzt 20.2.18)

belltower.news ("Shoaleugner-Aufmarsch nach Volksverhetzung aufgelöst", 23.2.2018): hier klicken!, sz.de ("Ermittlungen gegen Ittner", 19.2.2018): hier klicken!, blog.zeit.de/stoerungsmelder ("Geschichtsrevisionismus und Holocaustleugnung: Neonazi-Aufmärsche in Nordhausen und Dresden", 18.2.2018): hier klicken!

Fürth: Erneut Nazidrohungen gegen Journalist (Februar 2018)

Die Nazi-Drohkampagne gegen aktive AntifaschistInnen, derzeit vor allem in Fürth, geht weiter. Diesmal traf es - zum wiederholten Mal - einen Journalisten, der regelmäßig auch über rechte Umtriebe schreibt. An die Autounterführung zur A 73, an der Stadtgrenze Nürnberg / Fürth, wurde die "modernisierte" Version des Hakenkreuzes geschmiert (Kürzel "HKNKRZ") sowie der frauenfeindliche Macho-Spruch "X du Fotze".

Nachdem sich in den letzten Monaten in Fürth die gegen aktive NazigegnerInnen gerichten Sprühkampagnen häuften und auch der Gedenkort für die von den Nazis ermordeten jüdischen AntifaschistInnen Rudolf Benario und Ernst Goldmann mehrfach angegriffen wurde, ist von einer verstärkten neonazistischen Anti-Antifa-Kampagne auszugehen. Interessant zudem: Sprüche und Kürzel der jüngsten Nazischmierereien ähnelten sich auffällig - es könnte sich also um den gleichen Täter handeln.

nordbayern.de ("Stadtgrenze: Schon wieder üble Drohungen an Nazi-Gegner", 15.2.2018): hier klicken!

Mühlbach (Dietfurt): Naziparolen an Kaminkehrerschule / "Ein Volk, ein Reich, ein Führer! Sieg heil! Sieg heil!" (Februar 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Ein Ausbilder der Kaminkehrerschule im Dietfurter Gemeindeteil Mühlbach (Landkreis Neumarkt, Oberpfalz) skandierte laut verschiedenen Medienberichten im Billardraum der Bildungseinrichtung Naziparolen und viele Schüler grölten mit. Antisemitische und homophobe Witze wurden erzählt, das Horst-Wessel-Lied, die Parteihymne der NSDAP, gesungen. Der Schulleiter hatte bei der Betrachtung eines der Presse zugespielten Videos den Eindruck, dass die Naziparolen vielen Schülern nicht unbekannt gewesen seien. Der erwähnte Ausbilder, der aus dem Landkreis Hof stammen soll, wurde vom Dienst suspendiert.

Die Region um Dietfurt ist kein unbeschriebenes Blatt in Bezug auf neonazistische Aktivitäten. Beispiel: Die Kameradschaft Altmühltal (KSA) ist eine seit vielen Jahren aktive Neonazigruppe aus dem Landkreis Neumarkt. Sie tritt in ihrer unmittelbaren Heimatregion nicht offen in Form von Demonstrationen und Kundgebungen auf. AnhängerInnen "zeichneten" sich in den letzten Jahren jedoch durch diverse Propaganda- und Gewaltdelikte aus; die Kameradschaft scheint vor Ort zudem gut vernetzt zu sein (vgl. "Braune Soß aus Nordbayern", 2017). Ob der oben genannte Ausbilder oder auch einige Schüler diesen oder anderen subkulturellen Nazikreisen angehören, ist bis jetzt unklar.

Update: Die durch br.de (7.2.18, unten verlinkt) dokumentierten Nazi-Parolen sind in ähnlicher Form in Leni Riefenstahls Film "Triumph des Willens" (1935) zu finden, in dem diese den NSDAP-Reichsparteitag 1934 in Nürnberg "dokumentierte" und aggressive Propaganda für den Nazistaat und dessen Gewaltapparat betrieb. Offensichtlich dient diese im Internet zugängliche Form von Polit-Pornografie in heutigen Nazikreisen der Unterhaltung und gegenseitigen Bestätigung.

nordbayerischer-kurier.de ("Nazi-Parolen an Kaminkehrer-Schule", 7.2.2018): hier klicken!, br.de ("Lehrkraft stimmt Nazi-Parolen an", 7.2.2018): hier klicken!, mittelbayerische.de ("Rechte Gesänge an Dietfurter Schule", 6.2.2018): hier klicken!

Fürth: Reihenweise rechte Angriffe in der Stadt und was macht die Polizei: Sie verfolgt Linke, die ein Transparent am Benario-Gedenkort aufhängen wollten - Keine Satire! / Ermittlungen gegen AntifaschistInnen sofort einstellen! / Nachtrag: Ermittlungen eingestellt! (Januar / Februar 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Wir erinnern uns: In den letzten Monaten waren wieder reihenweise Übergriffe auf den Gedenkort für die von Nazis ermordeten Rudolf Benario und Ernst Goldmann an der Fürther Uferpromenade zu registrieren. Und dazu die Todesdrohung gegen die ehemalige Sprecherin des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Unseres Wissens gibt es bisher keinerlei polizeiliche Erkenntnisse über die rechten TäterInnen.

Und was macht die Polizei (keine Satire!): Sie verweist nächtens ein paar jüngere Linke vom Benario/Goldmann-Gedenkort und leitet ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein. Und was haben die Linken gemacht? Sie wollten laut Pressemeldung der Polizei (12.1.18) ein antifaschistisches Transparent dort aufhängen. Und wir erinnern uns weiter: Nazis hatten kürzlich ein dort befestiges Transparent mit der Aufschrift "Antifaschisten haben diese Birken 1930 gepflanzt, Neonazis haben sie 2017 zerstört" entwendet und vermutlich zerstört.

In einer aktuellen Pressemitteilung kritisiert das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus das Vorgehen der Polizei, fordert die sofortige Einstellung des Verfahrens und die Herausgabe des beschlagnahmten Transparents. Es wird darauf verwiesen, dass die Polizei bei den häufigen Angriffen auf die antifaschistische Gedenkstätte völlig im Dunkeln tappt und "bei den zahlreichen Sachbeschädigungen bei Antifaschisten in den letzten Jahren keinerlei Ermittlungserfolge vorweisen" könne. Und weiter: "Wir finden es unerträglich, dass die Polizei es als Ermittlungserfolg verkaufen will, nun drei jugendliche Antifaschisten beim Anbringen eine Banners aufgegriffen zu haben, während Neonazis den Gedenkort scheinbar nach Belieben verunstalten können".

Die aktuelle Presseerklärung des Fürther Bündnisses: hier klicken!

Update: Wie die Fürther Nachrichten (7.2.18, Printausgabe) berichteten, wurden die polizeilichen Ermittlungen gegen drei jüngere AntifaschistInnen nun eingestellt. Richtig so!

(14.1.18, aktualisiert 16.1. und 7.2.18)

Nürnberg: NPD-Funktionär aktiv in 1.FCN-Fanclub / 1. FCN droht nun mit Entzug des Status als offizieller Fanclub (Januar / Februar 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Die Nürnberger NPD versucht sich mal wieder im Bereich halböffentlicher Aktivitäten. So soll am morgigen Freitag ab 19.30 Uhr ein "politischer Stammtisch" mit "Gastredner" Ralf Ollert stattfinden. Der Ort ist bisher unbekannt; InteressentInnen sollen sich über die Email-Adresse eines örtlichen NPD-Aktivisten namens Frank Auterhoff anmelden.

So weit, so schlecht. Interessant ist die Personalie Frank Auterhoff. Auterhoff ist zweiter Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Nürnberg-Fürth. Gleichzeitig ist der Mann auch zweiter Vorsitzender des 1. FCN-Fanclubs "The Glubb Warrior" (Anm.: Es existieren verschiedene Schreibweisen des Vereinsnamens). Dieser Verein wiederum ist offizieller FCN-Fanclub. Die frühere Vereinsgaststätte in der Oedenberger Straße ist nun wohl geschlossen. Wir fragen uns: Was sagt der Club zu diesem Fan-Club??

Update: Wie nordbayern.de (2.2.18) berichtete, droht der Club nun an, den Warriors den Status als offizieller Fanclub zu entziehen, falls sich an der "Zusammensetzung der Vorstandschaft" nichts ändern sollte. Auterhoff selbst könne man nicht aus dem Fußballverein werfen, weil er kein Mitglied sei.

(25.1.18, aktualisiert 26.1. und 2.2.18)

faszination-fankurve.de ("FCN droht Fanclub, weil Vorstand bei der NPD aktiv ist", 2.2.2018): hier klicken!, nordbayern.de ("Der 1. FC Nürnberg zeigt Rechten die Rote Karte", 2.2.2018): hier klicken!

Nankendorf (Ortsteil von Waischenfeld): Baden-württembergischer NPD-Chef will Gaststätte Polster-Bräu erwerben / Erwirbt die Gemeinde die Immobilie? / Öffentliche Proteste zeigen Wirkung / Immobilienpoker? (Januar / Februar 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Wie nordbayerischer-kurier.de (22.1.18) berichtete, erwarb der baden-württembergischer NPD-Chef und Böblinger Kreisrat Janus Nowak die Gaststätte Polster-Bräu im Waischenfelder Ortsteil Nankendorf. Genauer: Der Kaufvertrag liege noch beim Notar und der extrem rechte Politiker sucht noch Mit-Investoren via Crowdfunding. Mit dem Erwerb der Traditionsgaststätte verbunden ist wohl auch der Besitz an der Braurezeptur.

Vor Ort beginnt nach Bekanntwerden der Personalie offensichtlich bereits die Verharmloserei: Vom Bürgermeister bis zum Verkäufer wird betont, der NPDler mache einen "ruhigen Eindruck" usw. Die Beruhigungsstrategie des Waischenfelder Bürgermeisters Edmund Pirkelmann ist das übliche Vorgehen konservativer Politiker in Nordbayern, wenn es um Nazis geht. Von der AfD ganz zu schweigen... Und wie immer in solchen Fällen gibt es keine relevante öffentliche Kritik am Verkäufer der Immobilie, dem Immobilienmakler Edgar Klaus, dessen Firma in Bayreuth angesiedelt ist.

Update: Laut neueren Zeitungsberichten (30.1.18) scheint der Immobilientransfer doch noch nicht in trockenen Tüchern zu sein. Der rechte Investor suche via Internet noch nach Geld. Und die Stadt Waischenfeld prüfe nun den Erwerb der Immobilie. Öffentliche Proteste scheinen Bewegung in die Angelegenheit gebracht zu haben. So veröffentlichte der Nordbayerische Kurier einen Leserbrief von 33 NankendorferInnen, in dem es u. a. in Reaktion auf die offiziösen Nazi-Verharmlosungstendenzen heißt: "Wir haben erhebliche Zweifel, dass Nowak so harmlos und seriös ist, wie er sich darstellt (...). Nowak wurde wegen Volksverhetzung und Urkundenfälschung verurteilt. Er hat nach Ansicht des Böblinger Amtsgerichts den Holocaust verharmlost und bezeichnete jüdische KZ-Häftlinge als 'Kriegsgefangene'". Zu seinen Geschäftspraktiken heißt es: "Den Investoren seiner Unternehmungen verspricht er schnelles Geld, doch wie dieses erwirtschaftet werden soll, verbirgt er hinter einem Schleier aus Fachsprache und heißer Luft". Unabhängig davon stellt sich natürlich auch die Frage, ob hier wieder mal Immobilienpoker unter Beteiligung der NPD gespielt wird, um der Gemeinde Geld abzuluchsen? Und: Die Marke Polsterbräu hat der NPD-Funktionär auf jeden Fall erworben und will damit irgendwo im Fränkischen Bier brauen.

Update 2: Wie nordbayern.de (2.2.18) schrieb, distanzierte sich nun unter anderem der Organisator des fränkischen Bierfestes vom rechten Brauherrn Janus Nowak. Dessen geschäftliche Anfrage sei abgewiesen worden. Weiterhin habe sich eine von Nowak genutzte Crowdfunding-Agentur nun von diesem zurückgezogen.

nordbayern.de ("Stadt Waischenfeld hat jetzt Polsterbräu gekauft", 3.2.2018): hier klicken!, nordbayern.de ("Kein 'braunes Bier' beim fränkischen Bierfest", 2.2.2018): hier klicken!, nordbayerischer-kurier.de ("Stadt Waischenfeld verhindert NPD-Wirt", 30.1.2018): hier klicken!, nordbayern.de ("Polsterbräu-Kauf: Schützt Grunderwerb vor NPD-Mann?", 30.1.2018): hier klicken!, br.de ("NPD-Mann kauft Polsterbräu in Nankendorf", 26.1.2018): hier klicken!, nordbayerischer-kurier.de ("NPD-Mann kauft Polsterbräu in Nankendorf", 22.1.2018): hier klicken!