Adresse des Dokuments: http://www.nazistopp-nuernberg.de/leitfaeden-zum-umgang-mit-rechten-wortergreifungs-strategien_index98.htm
Titel des Dokuments: Leitfäden zum Umgang mit rechten Wortergreifungs-Strategien
 

Was tun, damit’s nicht brennt? - Leitfaden gegen rassistische Mobilisierungen im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften erschienen

Im März 2014 ist der bundesweit erste Leitfaden gegen rassistische Mobilisierungen im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften erschienen (hier klicken!).

Der "Leitfaden zur Vermeidung von rassistisch aufgeladenen Konflikten im Umfeld von Sammelunterkünften für Flüchtlinge" wird herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus, der Evangelischen Akademie zu Berlin und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin.

Zuletzt nahmen rassistisch und neonazistisch aufgeladene Attacken und Gewalttaten gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte auch in unserer Region (wieder) zu, wie auch die jüngste Dokumentation des aida-Archiv München (hier klicken!) zeigt.

Einlassvorbehalt bei Saalveranstaltungen

Um die Anwesenheit von Neonazis und RassistInnen bei Veranstaltungen verhindern zu können, ist es nützlich, auf Plakaten, Flyern und sonstigen Ankündigungen zu Saalveranstaltungen z.B. folgenden "Einlassvorbehalt" anzubringen. Dies ist mittlerweile vielerorts Standard, offensichtlich aber (noch) nicht in Nürnberg. Das Rechtsamt der Stadt behauptet notorisch seit längerer Zeit, zumindest bei städtischen Veranstaltungen ginge das nicht, während z.B. die Stadt München damit offensichtlich keine Probleme hat. Beispiel: hier klicken!

"Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich gem. § 6 VersG / Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extremen rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren."

Zum Thema "Diskussionen mit Neonazis" ein Beitrag des "Störungsmelder": hier klicken!

Neonazis? Nicht in meiner Gaststätte!

Immer wieder halten Neonazis und RassistInnen ihre Veranstaltungen und Treffen in Gaststätten und sonstigen Bewirtungsbetrieben ab. Aus diesem Anlass seien an dieser Stelle einige Informationen für GastwirtInnen, VermieterInnen usw. verlinkt:

Ein Beitrag von "Mut gegen rechte Gewalt" vom 25.3.2011 zum Thema: "Neonazis? Nicht in meiner Gaststätte!" (hier klicken!)

Die Broschüre "Rechtsextremisten nicht auf den Leim gehen. Ein Ratgeber für die Gastronomie" kann hier heruntergeladen werden. HerausgeberInnen: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Hamburg (DeHoGa).

Mittlerweile (September 2012) gibt es auch eine entsprechende Broschüre für den nordbayerischen Raum ("Kein Platz für Rassismus", hier klicken!), herausgegeben von der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

Streiten mit Neonazis?

Der gemeinnützige Verein Miteinander e. V. gibt die mittlerweile dritte Auflage der Broschüre "Streiten mit Neonazis? – Zum Umgang mit öffentlichen Auftritten der extremen Rechten" heraus. Darin sind viele Anregungen für den Umgang mit Neonazis zu finden.

Auszug: "Daher sollte man die Diskussion mit organisierten und rhetorisch geschulten Neonazis auch nicht zum Beweis eigener demokratischer Dialogfähigkeit nutzen. Neonazis sind weder zu überzeugen, noch sind sie dialogbereit. Ein weiterer Aspekt ist zu bedenken: Die Anwesenheit von Neonazis bei öffentlichen Veranstaltungen schränkt die Beteiligung anderer Besucher_innen an den Diskussionen ein. Dies trifft vor allem jene, die von Rechtsextremen als „Feinde“ eingeschüchtert und bedroht werden und die ohnehin in der Gesellschaft benachteiligt und von Diskriminierung betroffen sind. Hierzu gehören etwa Migrant_innen oder alternative Jugendliche. Geht es jedoch um rechtsorientierte Jugendliche, so sollte man das Gespräch suchen."

Zum Download der Broschüre: hier klicken!