*** Nürnberg, 12.8.23 (Samstag), ab 11 Uhr, Kornmarkt: "Süßes gegen Saures" - Mitmachaktion gegen Infostand der AfD. Zu sehen gibt es auch die Ausstellung "Keine Alternative für Deutschland!" der VVN-BdA (Nürnberger Bündnis Nazistopp, VVN-BdA Nürnberg).
*** Oberhaid (Lkr. Bamberg), 18.8.23 (Freitag), ab 18 Uhr, Dr.-Hau-Platz: Kundgebung gegen Auftritt des AfD-Rechtsaußen Stephan Brandner. Weitere Infos: hier klicken!
*** Download des Arbeitspapiers vom August 2022 zur hiesigen Querdenkerbewegung ("Die Querdenkerbewegung in Nürnberg: Antipolitisch, irrational, rechtsoffen"): hier klicken! Allen RechercheurInnen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt!
*** Download der Reden der Kundgebung "Solidarität statt Holocaust-Verharmlosung" am 20. August 2022 in Nürnberg: hier klicken!
*** Download der Broschüre vom November 2020 zu den hiesigen "Corona-Rebellen" ("Mit Nazis gegen den vermeintlichen Faschismus?"): hier klicken!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen! Zum Spendenkonto: hier klicken!
Nürnberg, 5. August: Queer- und transfeindliche Hetze aus den Reihen des rechtsoffenen "Team Menschenrechte" erntete heftigen Widerstand (August 2023)
Das rechtsoffene "Team Menschenrechte Nürnberg" (TM) rief zum Protest gegen die Nürnberger Christopher-Street-Day-Demo und nur wenige kamen. Plakattexte à la "Gott ist nicht queer" oder "Erziehung ist Elternrecht" deuteten auf einen starken Einfluss rechtsgerichteter christlich-fundamentalistischer Kreise hin. Die "Demo für alle" und das rechte Netzwerk um Beatrix von Storch (AfD) lassen grüßen.
Erfreulich war der lautstarke Protest aus den Reihen der CSD-AktivistInnen.
Nürnberg, 5.8.23: Protest gegen die HetzerInnen rund um das Team Menschenrechte (Foto: Rüdiger Löster)
Zudem stellte die Erlanger Trans-Aktivistin Josephine Taucher Strafanzeige wegen Volksverhetzung. In einer aktuellen Pressemitteilung der Linkspartei KV Erlangen/Erlangen-Höchstadt heißt es dazu unter anderem: "Themen wie 'Transgender-Ideologie', die Leugnung von mehr als zwei Geschlechtern, die Gleichsetzung von Sexualität und Identität, die Sorge vor ‚Verwirrung von Kindern und Jugendlichen‘ und der Zerstörung der klassischen Familie findet man häufig in mindestens rechts-konservativen und genderkritischen Kreisen, oft auch in noch extremistischeren Gruppierungen".
nordbayern.de ("Team Menschenrechte macht mobil gegen Trans Menschen - Strafanzeige wegen Volksverhetzung", 4.8.23): hier klicken!
Nürnberg, 12. August: Süßes gegen Saures - Kreative Mitmachaktion gegen einen Infostand der AfD in Nürnberg / VVN-BdA-Ausstellung "Keine Alternative für Deutschland!" ist Teil der Gegenkundgebung (Juli / August 2023)
- mehrfach aktualisiert -
Das Nürnberger Bündnis Nazistopp protestiert am 12. August gegen einen Infostand der AfD am Kornmarkt. Nehmt euch an diesem Tag von 11 bis 15 Uhr Zeit für unsere kreative Mitmachaktion "Süßes gegen Saures". Das geht so: Wer einen Flyer der AfD in unsere Mülltonne wirft, der bekommt zur Belohnung etwas Süßes von uns geschenkt.
Im Rahmen unserer Gegenkundgebung wird die VVN-BdA Nürnberg die Ausstellung "Keine Alternative für Deutschland!" präsentieren.
Verbreitet den Instagram-Link zu unserer Gegenveranstaltung am 12. August oder teilt die Nachricht: hier klicken!
Danke!
(Stand 5.8.23)
Nürnberg: Rechte Hetzer drehen auf (August 2023)
Rechte Hetzer drehen auf. Kein Wunder, möchte man sagen, wenn beispielsweise der ehemalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) MigrantInnen via Zitat mit "Ungeziefer" gleichstellt, wenn Ampel-PolitikerInnen gegen Klima-AktivistInnen agitieren und so weiter und so fort.
Symptome aus der Region, zum Beispiel: Eine geflüchtetenfeindliche Kundgebung nach der anderen sowie eine erfolgreiche Hetzkampagne gegen die Rosa-von-Praunheim-Ausstellung in der Nürnberger Egidienkirche. Das verschwörungsideologische "Team Menschenrechte Nürnberg" legte nach und demonstriert am 5. August gegen den Christopher-Street-Day. In der Printausgabe der Nürnberger Nachrichten (2.8.23) wird über einen in der Nähe des Nürnberger Flughafens installierten Galgen berichtet, an dem eine Puppe hängt, die offensichtlich einen Klima-Aktivisten darstellen soll. Eine "Aufforderung zum Mord" (Artikelüberschrift): Sehen wir auch so.
Forchheim: Nazis auf dem Annafest? (Juli 2023)
Wie franken_doku (31.7.23) auf X schrieb, besuchte eine Gruppe offensichtlicher Neonazis am 22. Juli ungestört das Annafest. Auf einem Shirt war der Text "Todesmarsch verschlingt den Jud" zu lesen. Das Kleidungsstück sei ein Fanartikel der Thüringer NS-Blackmetalband "Todesmarsch". Auf dem Bauch einer Person war ein Hitler-Tattoo zu sehen. Aus der Gruppe heraus sei zudem ein Hitlergruß gezeigt worden.
Nürnberg, 29. Juli: "Tag der Freiheit" der rechtsoffenen Querdenkerszene - Flop auf dem Kornmarkt (Juli 2023)
- aktualisiert -
Ein paar Dutzend InteressentInnen, rechte und rechtsoffene AktivistInnen aus nah und fern an den Mikros und an den Infoständen sowie in der Spitze knapp 130 ZuschauerInnen im Livechat: Der unter anderem von Gruppierungen aus der Querdenkerszene beworbene "Tag der Freiheit" am 29. Juli 2023 auf dem Nürnberger Kornmarkt wird wohl als Flop in die Geschichte eingehen.
Das verteilte und angebotene Infomaterial zeigte das am heutigen Samstag in Nürnberg versammelte politische Spektrum. Neben QuerdenkerInnen und ImpfgegnerInnen präsentierten sich zum Beispiel der AfD nahestehende Initiativen wie "Zivile Koalition" oder "Demo für alle". Broschüren christlicher FundamentalistInnen und der "Deutschen Konservativen" lagen aus, aber auch das extrem rechte "Deutsche Nachrichtenmagazin Zuerst!". Omnipräsent waren alle möglichen Materialien und ein blauer Kastenwagen des rechten österreichischen Medienportals Auf1 ("Hier rollt die Medien-Revolution"). Während Aktive des querdenkerischen "Team Menschenrechte Nürnberg" ihre Flyer verteilten, sprachen auf der Bühne unter anderem Harald Pfizenmaier, einer der Landtagskandidaten der AfD, sowie Alexandra Motschmann von der "Basis". Gesehen wurden Stadtrat Klaus Krestel und Bezirkstagskandidatin Ekatarina Gutner von der AfD sowie Rolf H. aus dem früheren Umfeld von Michael Stürzenberger, der vor einigen Jahren gerichtlich verurteilt wurde, weil er bei einer AfD-Veranstaltung einen Journalisten angegriffen hatte. Hier kam offensichtlich zusammen, was zusammen gehört.
(29.7.23)
Bayreuth: Antisemitische Hetzparolen an zwei Schulgebäuden (Juli 2023)
Wie u.a. sueddeutsche.de (28.7.23) berichtete, fanden sich an zwei Bayreuther Schulgebäuden antisemitische Schmierereien. Eine Parole lautete "Hier liegt ein Jude und wir scheissen auf ihn", eine andere "Juden raus".
sueddeutsche.de ("Antisemitische Schmierereien in Schulen", 28.7.23): hier klicken!
Landkreis Lichtenfels: Vier Monate Knast wegen Naziparolen und Beleidigung (Juli 2023)
Laut obermain.de (28.7.23) wandert ein 40-jähriger Mann aus dem Landkreis Lichtenfels vier Monate ins Gefängnis. Der Mann hatte unter anderem den Hitlergruß gezielt in Richtung zweiter weiblicher Geflüchteter ausgeführt und gerufen, dass er "die Stadt säubern" wolle.
obermain.de ("Landgericht Coburg bestätigt Lichtenfelser Urteil", 28.7.23): hier klicken!
Nürnberg / Zirndorf / Burgoberbach: Rassistische Kampagne gegen Geflüchtetenunterkünfte wird auch von der Querdenkerszene unterstützt (Juli 2023)
- aktualisiert -
Die jüngste rassistische Kampagne gegen Geflüchtetenunterkünfte - vor kurzem gestartet in Zirndorf und bald weitergeführt in Burgoberbach - wird auch von Gruppierungen aus der Querdenkerszene befeuert. So bewarb das "Team Menschenrechte Nürnberg" die geflüchtetenfeindliche Kundgebung am 24. Juli in Zirndorf und mobilisiert neben "Ansbach steht auf" für eine entsprechende Aktion am 27. Juli im mittelfränkischen Burgoberbach.
Dass in beiden Fällen auch die NPD / Heimat aktiv wurde, wundert nicht. Neu ist lediglich die klare und offene Stoßrichtung der Reste der Querdenkerbewegung gegen Geflüchtete. Rassismus war bisher nicht deren Hauptthema.
Update: Am 27. Juli demonstrierten in Burgoberbach etwa 70 Menschen gegen Geflüchtete. Der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz trat dabei als Ordner in Erscheinung. Gegen die geflüchtetenfeindliche Veranstaltung protestierten spontan etwa 25 Menschen.
(27.7.23, aktualisiert 30.7.23)
Nürnberg: Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Nürnberg trat nach rechten Angriffen zurück (Juli 2023)
Laut verschiedenen Medienberichten (25.7.23) trat der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg, Bülent Bayraktar, zurück. Er sei "immer wieder denunziert, bedroht und beleidigt worden" (sueddeutsche.de). Mitte Juli sei er am Nürnberger Flughafen von einem Mann als "Landesverräter" tituliert, sein Bruder körperlich angegriffen worden. Aus den Berichten geht hervor, dass an den Bedrohungen türkeistämmige Rechtsradikale beteiligt waren. Näheres ist nicht bekannt.
infranken.de ("Denunziert, bedroht und beleidigt: Chef der Türkischen Gemeinde Nürnberg tritt zurück - 'nicht mehr sicher'", 25.7.23): hier klicken!, sueddeutsche.de ("Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Nürnberg tritt zurück", 25.7.23): hier klicken!
Zirndorf: Proteste gegen geplante Geflüchtetenunterkunft / Die AfD mischt mit / Antirassistischer Gegenprotest fand statt / AfD-Rechtsaußen Helferich war vor Ort (Juli 2023)
- mehrfach aktualisiert -
Laut Fürther Nachrichten (20. und 21.7.23, jeweils Printausgabe) kochten bei einer Bürgerfragestunde zu einer geplanten Geflüchtetenunterkunft am Rande der Zirndorfer Altstadt die Emotionen hoch. Da nützte es dem Zirndorfer Bürgermeister Zwingel nichts, dass er Kritik an "der Asylpolitik" äußerte und formaljuristisch argumentierte, die Stadt sei gar nicht zuständig. Aus dem Saal schallten rechte Parolen à la "Volksverräter". Geflüchtete seien pauschal als Vergewaltiger und Kriminelle verunglimpft worden.
Die örtliche AfD orchestrierte die Stimmung im Saal mit: Funktionäre saßen im Saal; im Vorfeld der Veranstaltung hatte die extrem rechte Partei Flyer verteilt. Der örtliche AfD-Stadtrat Bastian Treuheit mobilierte zudem seine Fans zum Ort der geplanten Unterkunft und trat dort zusammen mit dem Rechtsaußen-MdB Matthias Helferich auf.
Update 1: Am Montag, den 24. Juli mobilisierten unter anderem die AfD und "besorgte Bürger" zur Protestkundgebung vor dem Rathaus. Dagegen gingen, kurzfristig mobilisiert, etwa 50 Menschen auf die Straße.
Update 2: Wie www1.wdr.de (25.7.23) schrieb, trat der oben erwähnte Matthias Helferich Anfang Juli auf einem Podium beim so genannten Sommerfest des extrem rechten Instituts für Staatspolitik (IfS) auf. Der laut ExpertInnen dem Milieu der AfD-Jugend entstammende Bundestagsabgeordnete scheint gut vernetzt in der extrem rechten Szene zu sein. Das IfS wird selbst vom Bundesamt für Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingeschätzt.
(23.7.23, ergänzt 24. und 26.7.23)
Nürnberg: Rechte Hetze gegen OB und seine Familie (Juli 2023)
Wie nordbayern.de (21.7.23) und weitere Medien schrieben, erhielt Nürnbergs OB König über die Adresse der N-Ergie, Nürnbergs Energieversorgungsunternehmen, einen üblen anonymen Drohbrief, voll mit rassistischen und frauenfeindlichen Schmähungen. Zudem solle sein Kind "an den Beinen mit dem Kopf an die Mauer des Rathauses geschlagen werden". Die eben zitierte Gewaltfantasie erinnert an Berichte über die Ermordung von Kindern durch Angehörige der SS.
nordbayern.de ("Erschütternde Zeilen: Nürnbergs Oberbürgermeister König macht unfassbare Hassnachricht öffentlich", 21.7.23): hier klicken!, infranken.de ("'Unfassbar, was hier ankommt': Nürnberger OB macht schockierenden Hass-Brief öffentlich", 20.7.23): hier klicken!
Nürnberg: Hitlergruß und sexuelle Übergriffe (Juli 2023)
Laut infranken.de (21.7.23) wurden zwei junge Frauen durch zwei Männer, 28 und 29 Jahre alt, in einem Regionalzug in der Oberpfalz sexuell belästigt, beleidigt und bedroht. Nach der Festnahme im Nürnberger Hauptbahnhof zeigte einer der beiden Täter unter anderem den Hitlergruß.
infranken.de ("Nach Festnahme in Nürnberg wird's wild - sexuelle Belästigung, Drogen, Hitlergruß und Angriff auf die Polizei", 21.7.23): hier klicken!
Weißenburg: Veranstaltung der Querdenkerpartei "Basis" im Rathaussaal unterbunden (Juli 2023)
Laut nn.de (21.7.23) wurde im mittelfränkischen Weißenburg eine Veranstaltung der Querdenkerpartei "Basis" im Rathaussaal unterbunden. Die örtliche Organisatorin Petra von Fürstenberg habe verschwiegen, dass es sich um eine parteipolitische Veranstaltung handeln sollte, obwohl die Partei im Internet dafür geworben habe.
Der vorgesehene Referent, Andreas Sönnichsen, kandidiert für die "Basis" bei den kommenden Wahlen in Bayern und trat in der Vergangenheit unter anderem mit FPÖ-Rechtsaußen Herbert Kickl auf.
(22.7.23)
Nürnberg: AntifaschistInnen fordern Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes (Juli 2023)
Am 14. Juli forderten mehrere antifaschistische Gruppierungen unter Federführung der OA und des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg die Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes in Esther-Bejarano-Platz. Mehrere RednerInnen thematisierten unter anderm den radikalen Antisemitismus des Komponisten Wagner und luden die etwa sechzig Anwesenden zur Teilnahme an den Protesten des Bündnisses “Festspieldämmerung“ gegen die Wagner-Festspiele in Bayreuth auf (25. Juli, 18 Uhr, Tekirdagplatz, Bayreuth).
Nürnberg, 14.7.23: Bejarano-Transparent verhüllt Wagner-Büste (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
(15.7.23)
Erlangen: Vortrag eines rechten Professors abgesagt (Juli 2023)
Laut Erlanger Nachrichten (8.7.23, Printausgabe) wurde der Vortrag des emeritierten Rostocker Professors Egon Flaig, der im intellektuellen neu-rechten Milieu unterwegs ist, aus unbekannten Gründen abgesagt. Er sollte am 14. Juli im Rahmen eines Workshops mit dem Titel "Archäologische Grundbegriffe - Freiheit" des Instituts für Klassische Archäologie an der FAU auftreten.
Bücher Flaigs können unter anderem über den Versand des neu-rechten Verlags Antaios sowie über den "Buchdienst" der neu-rechten Wochenzeitung Junge Freiheit bezogen werden. Zum zehnjährigen Jubiläum der extrem rechten "Bibliothek des Konservativismus" im Jahr 2022 saß Flaig auf dem Podium. Sicher kein Zufall.
Wie tickt der Mann? Ein Beispiel. In einem Interview mit dem rechten Portal "Tichys Einblick" aus dem Jahr 2020 plädierte Flaig wie viele rechtskonservative und extrem rechte Intellektuelle dafür, die "Substanz der abendländischen Kultur" zu bewahren, was auch immer das genau sein soll. Dem antikolonialen Vordenker Frantz Fanon (1925 - 1961) warf er vor, ein "regelrechtes Programm zur Vernichtung der europäischen Kultur" entworfen zu haben. Mit postkolonialer Theorie, antirassistischen Bewegungen und dem Schutz benachteiligter Minderheiten scheint der emeritierte Professor grundsätzliche Probleme zu haben.
(9.7.23)
Neustadt bei Coburg: Neonazigruppierung aufgeflogen (Juli 2023)
Laut fraenkischertag.de (6.7.23) ist im oberfränkischen Neustadt bei Coburg eine militante Neonazigruppe aufgeflogen. Bei einer Razzia seien unter anderem "mehrere Softair-Waffen, diverse Messer [und] Datenträger mit indiziertem Material" gefunden worden. Auf einem Foto sieht man Kleidungsstücke mit den Aufschriften "Sturm Neustadt b. Coburg" sowie "Division Neustadt b. Coburg". Zwei junge Männer seien vorläufig festgenommen worden.
fraenkischertag.de ("Schlag gegen Neonazi-Szene in Neustadt bei Coburg", 6.7.23): hier klicken!
Erlangen: 41-Jähriger zeigte Hitlergruß und beschimpfte PassantInnen rassistisch (Juli 2023)
Wie infranken.de (2.7.23) berichtete, zeigte ein 41-Jähriger in der Erlanger Innenstadt den Hitlergruß und beschimpfte PassantInnen rassistisch.
infranken.de ("Erlangen: Hitlergruß gezeigt und Passanten beschimpft - 41-Jähriger in Gewahrsam genommen", 2.7.23): hier klicken!
Weidhausen bei Coburg: Gewalttätiger Reichsbürger (Juni 2023)
Wie diverse Medien (28. und 29.6.23) schrieben, griff ein gewalttätiger, 59-jähriger Reichsbürger in Weidhausen bei Coburg Polizisten mit einer Eisenstange an, nachdem ihn diese wegen ausgebliebener Bußgeldzahlungen festnehmen wollten. Der Mann und seine 50-jährige Ehefrau seien zudem durch reichsbürgertypische Briefe an Behörden und Verstößen gegen die Schulpflicht aufgefallen.
sueddeutsche.de ("'Reichsbürger' greift Polizisten mit Eisenstange an", 28.6.23): hier klicken!
Nürnberg, 24. Juni: Die Witwe eines Opfers des neonazistischen Oxner-Attentats berichtet am 41. Jahrestag (Juni 2023)
Am Samstag, den 24. Juni findet von 18 bis 19.30 Uhr ein Online-Gespräch mit Brigitte Williams und Birgit Mair statt. Frau Williams ist die Witwe von William Thomas Schenck jr., der am 24. Juni 1982 durch den Nürnberger Neonazi Helmut Oxner erschossen wurde. Der aktive Neonazi ermordete an diesem Tag in und in der Nähe der Diskothek "Twenty Five" in der Nürnberger Innenstadt aus rassistischen Motiven heraus drei Menschen und verletzte drei weitere schwer.
Mehr als vierzig Jahre hat es gedauert, bis Brigitte Williams ihr Schweigen über den neonazistischen Anschlag brach, bei dem ihr Ehemann ermordet wurde. Am 41. Jahrestag des Anschlags wird die 65-jährige Witwe des Ermordeten im Online-Gespräch über ihren geliebten Ehemann und ihre Erinnerungen an die bestialische Tat sprechen. Birgit Mair, die die Veranstaltung moderiert und die sich im Vorfeld mehrfach mit Frau Williams getroffen hat, wird das Verbrechen gesellschaftspolitisch einordnen und zahlreiche, bisher unveröffentlichte Dokumente aus dem Privatbesitz von Frau Williams präsentieren. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.
Veranstalter*innen: ISFBB e.V. in Kooperation mit Junge Stimme e.V. und Nürnberger Bündnis Nazistopp
Online über Zoom; Anmeldung per E-Mail an: info@isfbb.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Infos: hier klicken! und hier klicken!
Zusammenfassende Infos zum rechten Terror der 1980er Jahre in der alten Bundesrepublik: hier klicken! Der Artikel endet mit dem Satz: "Viele Ermittlungsbehörden blendeten die politische Motivation der Täter aus und erklärten sie schnell zu psychopathischen Einzeltätern. Die Suche nach Hintermännern blieb AntifaschistInnen und engagierten JournalistInnen überlassen".
(Stand 24.6.23)
Nürnberg: Gewalttätiger Rassist prügelte auf 53-Jährigen ein (Juni 2023)
Laut nordbayern.de (23.6.23) prügelte ein 61-jähriger Rassist auf einen 53-Jährigen ein und beleidigte ihn "mit fremdenfeindlichen Aussagen". Die Attacke begann im Kassenbereich eines Nürnberger Supermarkts und eskalierte im angrenzenden U-Bahn-Bereich.
nordbayern.de ("Rassistisches Motiv? Polizei sucht Zeugen nach Vorfall in Nürnberger Supermarkt", 23.6.23): hier klicken!
München / Mittelfranken: Extrem rechte Gäste im Landtag / Eingeladen unter anderem durch den MdL Ferdinand Mang aus der Region (Juni 2023)
Die Rechtsanwälte Christoph Maier (Wahlkreis Schwaben) und Ferdinand Mang (Wahlkreis Mittelfranken), beide AfD-Landtagsabgeordnete, luden extrem rechte Gäste in den bayerischen Landtag ein, wie zahlreiche Medien berichteten (20. und 21.6.23). Auf einem Foto sind Männer in burschenschaftlicher Aufmachung zu sehen. Zwei zeigen das einschlägige "White Power"-Zeichen. Ein Journalist identifizierte Mitglieder der extrem rechten Burschenschaften Frankonia (Erlangen) und Danubia (München) sowie Aktive der Identitären Bewegung. Der Journalist wurde von zwei Burschenschaftlern hart bedrängt.
sueddeutsche.de ("Rechtsextremisten feiern mit der AfD im Landtag", 20.6.23): hier klicken!
München / Nürnberg: Fragwürdige Eminger-Aussage vor dem zweiten bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss / "Bleibt die Frage, warum sich d. PUA instrumentalisieren lässt" (Juni 2023)
Nach Beate Zschäpe durfte sich nun der zweite im Münchner NSU-Prozess Verurteilte und angebliche Nazi-Aussteiger vor dem zweiten bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss inszenieren. Eine kurze Zusammenfassung und "Highlights" finden sich im angehängten taz-Atrtikel (19.6.23). NSU-Watch Sachsen kommentierte auf Twitter: "Keine Aussage, kein Ausstieg: Eminger deckt #NSU und Neonaziszene. Er nutzt die Bühne, die ihm #PUA #Bayern bereitet und inszeniert sich klischeehaft als 'dummen Nazi'. Ein strategischer Move. Bleibt die Frage, warum sich d. PUA instrumentalisieren lässt" (Anm.: PUA = Parlamentarischer Untersuchungsausschuss).
taz.de ("'Ich war nur der dumme Laufjunge'", 19.6.23): hier klicken!
Nürnberg: Razzia bei Internet-Hatern (Juni 2023)
Laut einer Meldung der Nürnberger Nachrichten (15.6.23, Printausgabe) wurden in Nürnberg, Fürth und im Landkreis Fürth bei einer Razzia die Wohnungen von vier Internet-Hatern durchsucht. Eine politische Einordnung wird unterlassen - dabei ist davon auszugehen, dass es in den meisten Fällen um rassistische Hetze und Nazipropaganda geht. Das Wort "rechts" wird offenbar peinlich vermieden.
Ansbach: Querdenkerdemo mit extrem rechter Spitze (Juni 2023)
Die Ansbacher Querdenker-Initiative "Ansbach steht auf" bemüht sich schon länger nicht mehr, ihre extrem rechte Außendarstellung zu kaschieren. An der Demospitze läuft die "Heimat" (die umbenannte NPD), dahinter AfD-Fahnen, Reichsbürger-Insignien und ein "Division Franken"-Shirt. Und last but not least natürlich einige Schilder vom "Team Menschenrechte Nürnberg".
(12.6.23)
Nürnberg: Nazi-Schmiererei auf dem ehemaligen NSDAP-Reichstagsgelände (Juni 2023)
Wie uns mitgeteilt wurde, hinterließen Nazi-Fans an der Steintribüne des ehemaligen NSDAP-Reichstagsgeländes in Nürnberg folgende Parole: "Eichmann & Streicher, 19.4.23". Die Namen der Naziverbrecher Eichmann und Streicher dürften bekannt sein; am 20. April wurde in der Nazizeit und zum Teil noch danach der "Geburtstag des Führers" gefeiert.
(9.6.23)
Erlangen: Rechte Querdenker attackierten Grünen-Politikerin auf der Bergkirchweih (Juni 2023)
Laut nordbayern.de (2.6.23) wurde die Co-Fraktionsvorsitzende der bayerischen Landtagsgrünen, Katharina Schulze, während einer Diskussionsveranstaltung aus einer vierköpfigen Gruppe rechtsgerichteter Querdenker heraus attackiert und beleidigt. Ein 62-Jähriger Nürnberger habe einen Vergleich mit Mussolini und Hitler angestellt - die branchenübliche Verharmlosung der NS-Terrorherrschaft und faschistischer Regime. Ein ebenfalls aus Nürnberg stammender 57-jähriger Mann habe Widerstand gegen die Polizei geleistet.
nordbayern.de ("Querdenker verunglimpfen Grünen-Chefin bei einer Veranstaltung auf der Erlanger Bergkirchweih", 2.6.23): hier klicken!
Coburg: Hitlergruß beim "Coburger Convent" 2018 und auch 2023? / Kampf des CC gegen kritische JournalistInnen? (Mai / Juni 2023)
- mehrfach aktualisiert -
Das alljährlich stattfindende und von der Stadt unterstützte Pfingsttreffen pflichtschlagender Studentenverbindungen in Coburg ("Coburger Convent", CC) ist um einen Skandal reicher: Ein dort teilnehmender Amtsrichter aus Niedersachsen soll laut verschiedenen Medienberichten (19.5.23) im Mai 2018 einen anderen Teilnehmer auf der Herrentoilette des Coburger Hofbräus mit "Heil Hitler" gegrüßt haben. Die genauen Vorgänge inklusive Vertuschung der Identität des Täters kamen nun nach antifaschistischen Recherchen an die Öffentlichkeit. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren im Jahr 2019 eingestellt, weil der Hitlergruß in einem halbprivaten Rahmen stattgefunden habe. Ein großes Ärgernis ist der dem CC seitens der Stadt zugestandene Rahmen (Unterkünfte in Schulräumen usw.).
Updates: Laut br.de (25.5.23) und Nürnberger Nachrichten (25.5.23, Printausgabe) wollte der "Coburger Convent" gegen kritische JournalistInnen vorgehen. Aus internen Emails ginge hervor, dass der CC die eigenen Leute mit Plakaten vor zwei namenlich genannten JournalistInnen warnen wolle. Wie sueddeutsche.de (26.5.23) schrieb, sei nun der CC-Versammlungsleiter Schollmeyer zurückgetreten. Ein Imageschaden sollte offensichtlich vermieden werden. np-coburg (1.6.23) berichtete, dass ein Coburger Stadtrat während des Burschi-Fackelzugs einen Hitlergruß gesehen habe. Er und eine weitere Stadträtin hätten zudem von der Polizei mit fadenscheiniger Begründung einen Platzverweis bekommen. Weitere Infos sind in den unten verlinkten Artikeln zu finden. Es fanden mehrere Gegenkundgebungen statt, zu denen uns allerdings keine genaueren Infos vorliegen.
np-coburg.de ("Hitlergruß und Polizeiwillkür beim Fackelzug?", 1.6.23): hier klicken!, Video von Endstation Rechts (30.5.23): hier klicken!, zeit.de ("Sport oder Kampf?", 26.5.23): hier klicken!, sueddeutsche.de ("Versammlungsleiter des 'Coburger Convent' tritt zurück", 26.5.23): hier klicken!, br.de ("Coburger Convent: 'Fahndungsplakate' gegen kritische Presse?", 25.5.23): hier klicken!, sueddeutsche.de ("Hitlergruß am Herrenklo", 19.5.23): hier klicken!, fraenkischertag.de ("Aufregung um Hitlergruß beim Coburger Convent", 19.5.23): hier klicken!
Danke und Kontakt
Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!
Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de
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