Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
      
 
Druckversion

*** Nürnberg, 15.9.19 (Sonntag), 16 Uhr, Gewerkschaftshaus, Kornmarkt 5-7, Saal Korn's, 1. Stock: Die letzten Zeugen des Holocaust berichten. Veranstalter: ISFBB e.V. in Kooperation mit ver.di, weitere Infos: hier klicken!
*** Nürnberg, 28.9.19 (Samstag), Nähe Lorenzkirche, mittags: Protest gegen extrem rechte Demonstration durch die Innenstadt. Bitte schon mal den Termin freihalten, weitere Infos folgen (ver.di / Nürnberger Bündnis Nazistopp)!
*** Nürnberg, 12.10.19 (Samstag), 14 Uhr, Start am Plärrer, Ecke Gostenhofer Hauptstraße: Demonstration "Rechte Netzwerke bekämpfen - im Staat und auf der Straße" (Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg)
*** Nürnberg, 19.10.19 (Samstag), ab ca. 11 Uhr: Protest gegen extrem rechte Kundgebung ("Bürgerbewegung Pax Europa", Michael Stürzenberger) vor der Lorenzkirche. Bitte auch diesen Termin schon mal freihalten, weitere Infos folgen (Nürnberger Bündnis Nazistopp)!
*** Wir empfehlen nach wie vor: Gut recherchierte Hintergrundinformationen über die extrem rechte Szene in der Region und den Widerstand dagegen sind in der Broschüre "Braune Soß aus Nordbayern" (erschienen Herbst 2017) zu finden. Bestellungen an: mail@argumente-netzwerk.de. Inhalt: hier klicken! Informationen zu Preisen und Versandkosten: hier klicken!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen! Zum Spendenkonto: hier klicken!

Nürnberg, 28. September: Extrem Rechte wollen wieder mal durch Nürnbergs Innenstadt ziehen / Lautstarker Protest ist angesagt! Auf die Straße! (August/September 2019)
- mehrfach aktualisiert -

Laut aida-Archiv München und eigenen Recherchen mobilisieren diverse extrem rechte Splittergruppen zu einer Demonstration am Samstag, den 28. September ab 13 Uhr nach Nürnberg. Das verlogene Motto: "Für soziale Gerechtigkeit, Freiheit, Heimat und Identität". Der Anmelder agiert im Internet radikal antisemitisch.

Die rechte Demoroute; Lorenzkirche - Königstraße - Kaiserstraße - Fleischbrücke - Hauptmarkt - Sebalduskirche. Mobilisiert wird bisher laut aida-Archiv durch die vom extrem rechten "Bürgerbündnis Franken" unterstützte baden-württembergische Kleingruppe "Netzwerk Demokratie" sowie durch diverse rechte Plattformen in den sozialen Medien, z. B. aus dem Umfeld der "Gelbwesten" und der "Identitären Bewegung". Im Hintergrund scheint es heftige Konflikte zu geben.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp und ver.di bereiten eine Protestkundgebung in der Nähe des Auftaktortes vor, also in der Nähe der Lorenzkirche. Weitere Infos folgen!

(Stand 13.9.19)

Greding, 14. September: AfD versucht, über juristische Schritte den Widerstand vor Ort mürbe zu machen - Die Rechten wollen ein Smartphone-Verbot vor Ort! - Jetzt erst recht: Alle nach Greding! Protestiert gegen diese extrem rechte Partei! / Update: Verwaltungsgericht wies das durchgeknallte Ansinnen der AfD zurück (September 2019)
- aktualisiert -

Am kommenden Samstag, den 14. September ruft das Bündnis "Greding ist bunt" zu Protesten gegen den Landesparteitag der extrem rechten AfD auf. Nachdem im Juli mehr als 200 Leute vor Ort gegen die Rechten protestierten, wird man jetzt offensichtlich nervös und versucht, über juristischen Druck und unsägliche Unterstellungen den antifaschistischen und antirassistischen Widerstand klein zu kriegen.

Nach unseren Informationen soll eine Klage des bayerischen AfD-Vorstandes gegen das Landratsamt Roth insbesondere das Ziel verfolgen, ein radikales Fotografier- und Filmverbot im Umfeld des Landesparteitags durchzusetzen. Das Mitführen von Smartphones und ähnlichen Geräten soll im Umfeld des Parteitags verboten sein! Dabei bedient man sich in der Begründung billiger Taschenspielertricks: Vermeintlich oder tatsächlich fotografierende GegendemonstrantInnen würden gewaltsame Übergriffe gegen AfDlerInnen vorbereiten. Extrem hohe Zahlen von Übergriffen gegen AfDlerInnen werden präsentiert.

Bei dieser "Argumentation" handelt es sich unter anderem um den Versuch, von der massiven Gewalttätigkeit der rassistischen Bewegungen in den letzten Jahren abzulenken. Der Mord an Walter Lübcke, diverse rechtsterroristische Gruppierungen, andauernde Angriffe auf Geflüchtete und deren Einrichtungen sowie nicht zuletzt einige extrem rechte Nester in Teilen des Staatsapparats (Polizei, Militär) zeigen, woher der Wind weht. Und wurden nicht vor Kurzem in Nürnberg zwei hessische AfDler zu Bewährungsstrafen verurteilt, weil sie einen Nürnberger Türsteher brutal zusammengeschlagen hatten? Und ging nicht in Greding vor einigen Monaten ein AfD-Funktionär JournalistInnen massiv an?

Die Initiative "Greding ist bunt" bilanziert: "Scheinbar zeigen unsere Proteste Wirkung!" Und weiter: "Hier erleben wir mal wieder ein Parade-Beispiel für das bei der AfD so beliebten Victim Blaming. Denn mit Rückblick auf die vergangenen Demonstrationen hier in Greding können wir wohl sehr leicht belegen, von welcher Partei eine potentielle Gefahr durch eine aggressive Haltung gegenüber den anwesenden Personen ausgegangen ist!"

Da bleibt nur eins: Wer kann, fährt am Samstag nach Greding und unterstützt die fleißigen AntifaschistInnen vor Ort! Jetzt erst recht! Der Gegenprotest beginnt um 9 Uhr in der Industriestraße.

Update: Das bayerische Verwaltungsgericht Ansbach hat den Antrag der AfD zurückgewiesen, das Mitführen von Smartphones und ähnlichen Geräten im Umfeld des AfD-Parteitags verbieten zu lassen.

(Stand 13.9.19)

donaukurier.de ("Vor dem AfD-Landesparteitag: Fotografierverbot abgeschmettert", 13.9.19): hier klicken!

Nürnberg: AfD-Schläger zu Bewährungsstrafen verurteilt (September 2019)

Wie die Nürnberger Nachrichten (12.9.19, Printausgabe) schrieben, wurden zwei junge AfDler aus Hessen wegen gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen von sechs und neun Monaten verurteilt. Die beiden Vorstandsmitglieder der Jungen Alternative Hessen (AfD-Jugendorganisation) haben, so das Landgericht Nürnberg-Fürth, am 29. September 2018 in Nürnbergs Altstadt einen 23-jährigen Türsteher brutal verprügelt. Anlass der Prügelattacke: Der junge Türsteher wollte verhindern, dass die beiden JA-Funktionäre einen extrem rechten Aufkleber an einem Regenrohr in seinem Aufsichtsbereich befestigen.

Es ist unklar, ob das Urteil bereits gerichtsfest ist. Der extrem rechte Aufkleber sollte für die Organisation "Ein Prozent für unser Land"" werben.

(12.9.19)

Nürnberg/München: Anscheinswaffe in Kundgebungsauto bei Stürzenberger-Veranstaltung gefunden (September 2019)

Laut abendzeitung-muenchen.de (12.9.19) fand die Polizei im Kundgebungsauto bei der jüngsten Stürzenberger-Hetzveranstaltung in München eine Anscheinswaffe. Diese Waffen sehen echten Waffen täuschend ähnlich und dürfen wohl nicht in der Öffentlichkeit mitgeführt werden.

Der in Nürnberg sattsam bekannte (Ex-?) Pegida-Aktivist und antimuslimische rechte Agitator ist derzeit auf Tour für / mit der Gruppierung "Bürgerbewegung Pax Europa". Im Oktober will er auch unsere Stadt heimsuchen. Wir versprechen schon jetzt: Gegenprotest ist garantiert!

abendzeitung-muenchen.de ("Bei Stürzenberger-Demo: Polizei findet Anscheinswaffe", 12.9.19): hier klicken!

Nürnberg: So gut wie keine Anklagen nach Holocaust-Leugner-Demonstration vom 30. Juni 2018 (September 2019)

Wie endstation-rechts-bayern.de (10.9.19) berichtete, produzierte die bayerische Justiz "so gut wie keine" Anklagen nach der Holocaust-Leugner-Demonstration vom 30. Juni 2018 in Nürnberg. "So gut wie keine" heißt: Alfred Schaefer wurde mittlerweile wegen diverser einschlägiger Delikte zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt, der Prozess gegen Marianne W. aus Oberfranken steht noch aus. Alle anderen inklusive Versammlungsleitung kommen offensichtlich ungeschoren davon.

Ansonsten haben dem Anschein nach sämtliche involvierten Behörden kein Problem mit der damaligen, aus unserer Sicht die "Revisionistenszene" verharmlosenden und de facto tolerierenden Vorgehensweise.

endstation-rechts-bayern.de ("So gut wie keine Anklagen nach Demonstration für Holocaust-Leugner", 10.9.19): hier klicken!

Nürnberg: Kritik an der Aufführung des "Badenweiler Marsches" auf der Schnepfenreuther Kärwa (September 2019)

Wie nordbayern.de (5.9.19) schrieb, wurde auf der Schnepfenreuther Kärwa der "Badenweiler Marsch" gespielt, laut Artikel "Adolf Hitlers Lieblingsmarsch". Der Kapellmeister wurde in der Folge auf das Stück angesprochen und wolle den Marsch in Zukunft nicht mehr spielen.

Die Vorgeschichte dieses Marsches, der eigentlich "Badonviller Marsch" heißt, ist in mehrerlei Hinsicht interessant.

Erstens: Badonviller ist ein französischer Ort, der einem Sturmangriff bayerischer auf französische Truppen am 12. August 1914 zum Opfer fiel. Der Ort wurde niedergebrannt, französische Zivilisten wurden erschossen und auch gefangen genommen. Badenweiler hieß der Ort zuletzt 1766; die Eindeutschung des Marschnamens erfolgte erst in der Nazizeit. Der damalige Sieg bayerischer Truppen bei Badonviller steht für den deutschen Angriffskrieg gegen seine Nachbarländer, für das den damaligen Weltkrieg auslösende deutsche Großmachtstreben.

Zweitens: Der Komponist, der in Feuchtwangen geborene Militärmusiker Georg Fürst (1870 - 1936), war auch noch in der NS-Zeit musikalisch aktiv. Am 20. April 1935, also an Hitlers Geburtstag, reiste Fürst mit dem Musikkorps des Infanterieregiments 19 von München aus nach Berlin und leitete im Garten des Reichskanzlerpalais in Anwesenheit des Führers eine Morgenmusik, die auch den "Badenweiler Marsch" darbot. Hitler überreichte ihm anschließend sein Bild im Silberrahmen mit eigenhändiger Widmung. Es ist unklar, ob das Stück wirklich Hitlers Lieblingsmarsch war. Unabhängig davon wurde es in der Nazizeit häufig in Liederbüchern publiziert und aufgeführt und galt nicht umsonst als "Musik der nationalen Erhebung" (so ein Werbetext).

nordbayern.de ("Hitlers Lieblingsmarsch zum Kärwa-Start sorgt für Empörung", 5.9.19): hier klicken!

Nürnberg und Stein: Hakenkreuze und antisemitische Schmierereien (September 2019)
- ergänzt -

Laut PM der Polizei und einer an uns gerichteten Mitteilung (1.9.19) wurden auf Parkbänken auf einem Spielplatz im Nürnberger Marienpark sowie im Bereich der Gerasmühle bei Stein Hakenkreuze geschmiert, in Stein auch antisemitische Parolen.

Fazit: Auch 80 Jahre nach dem 1. September 1939 sind noch Fans des von Anfang an verbrecherischen deutschen Angriffs- und Mordkriegs unter uns.

(1.9.19)

Nürnberg: Erneut Politikerportraits mit Einschusslöchern aufgetaucht (August 2019)

Wie uns mitgeteilt wurde, sind erneut Politikerportraits mit Einschusslöchern im Bereich Rennweg aufgetaucht. Zuletzt berichteten wir im Juli über diese mutmaßlich extrem rechte Kampagne.

(31.8.19)

Naila (Ofr.): Hakenkeuzschmierereien an Schule (August 2019)

Laut frankenpost (31.8.19) schmierte ein Unbekannter im oberfränkischen naila unter anderem Hakenkreuze an die Fassaden einer Schule und einer weiteren pädagogischen Einrichtung.

frankenpost.de ("Unbekannter schmiert Hakenkreuze und Beleidigungen an Hausfassaden", 31.8.19): hier klicken!

Nürnberg: Extrem rechte Kleinkundgebung durch Polizei aufgelöst (August 2019)
- aktualisiert -

Laut nordbayern.de (29.8.19) löste die Polizei eine extrem rechte Kleinkundgebung vor dem Nürnberger Gewerkschaftshaus bzw. in der Nähe der Straße der Menschenrechte auf. Grund: Der Veranstaltungsleiter hatte unter anderem Flyer ohne Impressum verteilt und unbefugt PassantInnen gefilmt.

Am vergangenen Mittwoch waren im Gegensatz zur sonstigen Mini-Besetzung von höchstens einem halben Dutzend Leuten laut Polizeimeldung erstmals in der Spitze etwa 30 rechte InteressentInnen erschienen (andere BeobachterInnen sprechen von wesentlich weniger TeilnehmerInnen). In dem verteilten Flyer wurde unter anderem die staatliche Existenz der Bundesrepublik bestritten, Reichsbürgerjargon dominiert die "Argumente".

nordbayern.de ("Auflagen missachtet: Polizei muss rechte Demo auflösen", 29.8.19): hier klicken!

Neumarkt: 64-jähriger Rentner wegen Volksverhetzung verurteilt / Gewaltfantasien gegen Geflüchtete (August 2019)

Laut nordbayern.de (28.8.19) wurde ein 64-jähriger Rentner aus Neumarkt zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt, weil er in einer Email an die Regensburger Organisation Sea Eye unter anderem massive Gewaltfantasien in Bezug auf Geflüchtete geäußert hatte.

nordbayern.de ("Neumarkter Rentner wünscht Flüchtenden den Tod und muss nun blechen", 28.8.19): hier klicken!

Nürnberg: Umfangreiche Serie von Nazischmierereien / "Ausländer raus" sowie "Only for white people - Nur für Deutsche" auf Parkbänken am Wöhrder See / Ganze Straßenzüge in Gleißhammer mit Hakenkreuzen und extrem rechten Parolen beschmiert / Hakenkreuze, "White Power" sowie Keltenkreuz im Eingangsbereich der Kneipe "Arsch & Friedrich" (August 2019)
- mehrfach aktualisiert -

Laut nordbayern.de (26.8.19) wurden auf zwei Sitzbänke am Wöhrder See in Nürnberg Parolen à la "Ausländer raus" sowie "Only for white people - Nur für Deutsche" geschmiert.

Derartige Schmierereien sind rund um den Wöhrder See seit Jahren zu beobachten, die Schrift ähnelt sich jeweils.

Update 1: Wie nordbayern.de (28.8.19) berichtete, besprühten extrem rechte AktivistInnen im Nürnberger Stadtteil Gleißhammer ganze Straßenzüge mit Hakenkreuzen und rechten Parolen.

Update 2: Laut Facebook-Seite der Nürnberger Kneipe Arsch & Friedrich (29.8.19) wurde deren Eingangsbereich mit Hakenkreuzen, der Naziparole "White Power" sowie dem verbotenen Keltenkreuz beschmiert.

nordbayern.de ("Straßenzüge in Gleißhammer mit rechten Parolen besprüht", 28.8.19): hier klicken!, nordbayern.de ("Wöhrder See: Rechte Parolen auf Parkbänke geschmiert", 26.8.19): hier klicken!

Kulmbach: 23-Jähriger unter anderem wegen rassistischer Beschimpfung zu Freiheitsstrafe verurteilt (August 2019)

Wie infranken.de (26.8.19) schrieb, wurde ein 23-jähriger Kulmbacher durch das dortige Amtsgericht wegen zahlreicher Delikte zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. Der vorbestrafte Mann hatte nicht nur seine Freundin beleidigt und geschlagen, sondern auch eine Frau und deren zwölfjährige dunkelhäutige Tochter mit dem rassistischen Ausdruck “Niggerhure“ beschimpft.

Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.

infranken.de ("Schläge und Beleidigungen bringen Mann hinter Gitter", 26.8.19): hier klicken!

Weißenburg: "Sieg Heil" aus Auto heraus gerufen / rassistische Motivation (August 2019)

Laut verschiedenen Medienberichten (26.8.19) riefen fünf junge Leute zwischen 16 und 18 Jahren an einer Tankstelle im mittelfränkischen Weißenburg Naziparolen à la "Sieg Heil". Die Parolen richteten sich gegen zwei Menschen "südländischen Aussehens" an diesem Ort.

infranken.de ("Anzeige wegen ausländerfeindlicher Parolen", 26.8.19): hier klicken!, nordbayern.de ("Ausländerfeindliche Parolen an der Tankstelle: Kripo ermittelt", 26.8.19): hier klicken!

Erlangen: Rechte Schmiererei an Hauswand (August 2019)

Wie infranken (20.8.19) schrieb, beschmierten Unbekannte eine Hauswand in der Erlanger Hauptstraße "mit rechtsmotivierten Schriftzügen und Parolen".

infranken.de ("Politisch motivierte Schmierereien - Zeugen gesucht", 20.8.19): hier klicken!

Hallstadt bei Bamberg: Hitlergruß und Naziparolen auf Volksfest (August 2019)

Laut infranken.de (20.8.19) riefen auf dem Hallstadter Kirchweihfest vier Männer im Alter zwischen 18 und 41 Jahren immer wieder "verbotene rechtsradikale Parolen und zeigten den Hitlergruß".

infranken.de ("Hitlergruß und Nazi-Parolen auf fränkischem Volksfest: Polizei ermittelt", 20.8.19): hier klicken!

Hof: Hitlergruß in der Notaufnahme (August 2019)

Wie frankenpost.de (17.8.19) berichtete, zeigte ein 50-Jähriger in der Notaufnahme einer Klinik den Hitlergruß, als er sich einer Blutentnahme unterziehen musste.

frankenpost.de ("Mann zeigt Hitlergruß und beleidigt Polizisten", 17.8.19): hier klicken!

Nürnberg: Missbrauch der tödlichen Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof / AfD Nürnberg muss sich von Fake-Kampagne distanzieren / Nazis und Rechtspopulisten bedrohen Internetuser - "Wir haben Angst um ihr Leben" (August 2019)
- aktualisiert -

Am 30. Juli berichtete der "Faktenfinder" von tagesschau.de: "Fake-Account schürt gezielt Hass". Nach der tödlichen Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof (Bericht zum Beispiel hier) fingen Nazis und RechtspopulistInnen sofort an, im Netz zu hetzen, verbreiteten massenhaft Fake-News, so auch die AfD Nürnberg auf Facebook. Faktenfinder: "Unter anderem die AfD Nürnberg teilte einen Screenshot, es folgten allein hier Hunderte Kommentare, darunter viele mit Beleidigungen". Was man mittlerweile zum Beispiel weiß: Die Bilder des Fake-Accounts wurden aus den Profilen einer anderen Person geklaut.

Die perfide Methode der rechten menschenverachtenden Hetze: In den mutmaßlich von RassistInnen erstellten Tweets wird Verständnis für den Verdächtigen aus Frankfurt vorgegeben. Eine rechte Hasswelle (und Gewaltwelle?) sollte wohl provoziert werden, nicht das erste Mal. Eine Folge: Eine Facebook-Userin, die mit der Angelegenheit nichts zu tun hat, wurde bedroht. Auch auf der Facebook-Seite der AfD Nürnberg, die mittlerweile zurückruderte und sich von der gefälschten Twitter-Meldung distanzierte, weist eine Kommentatorin auf der Folgen der perfiden rechten Hetze hin: "Meiner Tochter und unserer Familie geht es nicht gut. Auf Grund der Drohungen die sie erhält müssen wir schauen was wir machen. Wir haben Angst um ihr Leben".

Was man auf der Facebook-Seite der AfD Nürnberg trotz der Distanzierung immer noch lesen kann, sind zahlreiche Kommentare, die sich in Vergewaltigungs- und sonstigen Gewaltfantasien ergehen.

Update: In den letzten Tagen waren sowohl das NPD-Umfeld als auch die rechten "Gelbwesten" (GW) und nicht zuletzt die AfD an den Bahnhofsgleisen in Nürnberg sowie im Bahnhofsgebäude präsent, um den Tod des Jungen in Frankfurt propagandistisch zu missbrauchen. Es wurden Filme für das eigene Klientel gedreht, Internetartikel geschrieben, "Trauer"-Plakate angebracht usw. Am Ekelhaftesten und gewaltverherrlichend ein Plakattext der GW-Gruppe: "Aus Tränen der Trauer, werden Blutstropfen der Vergeltung" (Fehler im Original).

(1.8.19, ergänzt 4.8.19)

tagesschau.de ("Fake-Account schürt gezielt Hass", 30.7.19): hier klicken!

Walsdorf bei Bamberg: Milde Strafen für drei Rassisten nach gewalttätigem Angriff auf Geflüchtete / "Ihr gehört nach Dachau und vergast" (August 2019)

Wie infranken.de (11.8.19) schrieb, wurden drei militante Rassisten aus dem oberfränkischen Walsdorf nahe Bamberg wegen eines gewalttätigen Angriffs auf eine dortige Geflüchtetenunterkunft Anfang 2018 zu milden Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt.

Die drei Männer hatten sich, bewaffnet mit einem Baseballschläger, der Einrichtung genähert, um "jemanden anzupöbeln und auf die Fresse zu hauen". Von Geflüchteten und einem Hausmeister gestellt, rief einer: "Ihr gehört nach Dachau und vergast". Schließlich warfen die rechten Gewalttäter mit Steinen, verletzten den Hausmeister und einen 39-jährigen Geflüchteten.

infranken.de ("Beleidigung ungeahndet: Walsdorfer Schläger für Körperverletzung verurteilt", 9.8.19): hier klicken!

Nürnberg: Hitlergruß am Hauptbahnhof (August 2019)

Wie infranken.de (7.8.19) schrieb, zeigte ein 42-Jähriger am Nürnberger Hauptbahnhof den Hitlergruß.

infranken.de ("Nach Hitlergruß zum Ermittlungsrichter", 7.8.19): hier klicken!

Nürnberg: 150 protestierten gegen AfD-Infostand am Weißen Turm (August 2019)
- aktualisiert -

Laut nordbayern.de (4.8.19) protestierten am Samstagnachmittag etwa 150 Menschen, darunter TeilnehmerInnen der Parade zum Christopher Street Day (CSD), spontan und lautstark gegen einen Infostand der AfD am Weißen Turm in Nürnberg. Die rechte Veranstaltung wurde zeitweise umringt.

Die Nürnberger Zeitung (5.8.19, Printausgabe) berichtete, dass die AfD im Gegensatz zu zahlreichen anderen Parteien und Gruppierungen nicht zum CSD eingeladen war, aber ihren Stand "provokativ auf der anderen Seite des Weißen Turms platziert und prompt den Unmut von CSD-Besuchern auf sich gezogen" habe.

nordbayern.de ("Mehrere Straftaten: Tumulte vor AfD-Stand in Nürnberg", 4.8.19): hier klicken!

Fürth: Mann grölte "Sieg Heil" und beleidigte einen Passanten (August 2019)

Wie nordbayern.de (4.8.19) schrieb, grölte ein 29-jähriger Fürther an der Siebenbogenbrücke in Fürth rechte Parolen, unter anderem "Sieg Heil", und beleidigte einen Passanten.

nordbayern.de ("Siebenbogenbrücke: Mann grölte rechte Parolen", 4.8.19): hier klicken!

Kulmbach: Rechte Parolen bei Bierwoche (August 2019)

Wie frankenpost.de (4.8.19) schrieb, gaben zwei männliche Besucher der Kulmbacher Bierwoche vor den Augen von Polizeibeamten lautstark "rechtsextreme Äußerungen" von sich. Genaueres ist nicht bekannt.

frankenpost.de ("Bierwoche: In der Nacht fliegen Fäuste und Krüge", 4.8.19): hier klicken!

Nürnberg: Ankündigung von Terror / Von Kugeln durchsiebte Politikerporträts an Plakatwand befestigt / Mehrere derartige Vorfälle in den letzten Wochen (Juli 2019)
- mehrfach aktualisiert -

Wenn es ein Kontinuum extrem rechter Ideologie gibt, dann das: Die destruktive Verherrlichung von Volk, Nation, Gewalt, Brutalität, Männlichkeit. Von Kugeln durchsiebte Politikerporträts, an einer Plakatwand im Norden Nürnbergs angebracht, sprechen auch ohne "Bekennerbrief" eine deutliche Sprache. Alle, die gegen uns sind, werden umgebracht.

Das ist die Sprache der mörderischen Nationalisten, die ihre GegnerInnen schon vor hundert Jahren terrorisiert haben. Das ist auch die Sprache der nationalsozialistischen Massenmörder, die mehr als einen ganzen Kontinent in Schutt und Asche gelegt haben. Wehret den Anfängen! Die rechte Szene ist eine "große, tödliche Gefahr" (Robert Andreasch).

Update 1 (5.7.19): Laut nordbayern.de wurden die durchlöcherten Politikerporträts im Nürnberger Stadtteil Schoppershof an insgesamt drei Orten gefunden, und zwar in der Nähe des Mercado, in der Carl-von-Linde-Straße sowie in der Elbinger Straße.

Update 2 (28.7.19): Rund um den Rennweg wiederholte sich in den letzten Wochen die öffentliche Darstellung durchlöcherter Portraits von Politikerinnengesichtern (ja, zuletzt durchweg Frauen). Angesichts der eskalierenden terroristischen Gewalt gegen tatsächlich oder vermeintlich geflüchtetenfreundliche und linke Menschen greift es zu kurz, von rechter Gewaltpornografie zu sprechen. Da äußern sich SympathisantInnen rechter Gewalt in aller Offenheit. Da bekennen sich militante Frauenhasser und verlassen ihre Internetbude.

nordbayern.de ("Schüsse auf Plakate in Nürnberg? Polizei hält sich bedeckt", 5.7.19): hier klicken!, br.de ("Bedrohung von Politikern in Nürnberg", 5.7.19): hier klicken!

Kronach: Schon wieder randalierender Nazi im Zug (Juli 2019)

Wie infranken.de (30.7.19) berichtete, fiel ein Nazi in einem Regionalzug von Leipzig nach Nürnberg durch "ungebührliches Verhalten" auf und wurde daraufhin von einem Zugbegleiter im oberfränkischen Kronach an die frische Luft gesetzt. Dort zeigte er den Hitlergruß und rief "Sieg Heil".

Erst vor einigen Wochen schlugen zwei aus Sachsen stammende Nazis einen 64-Jährigen in einem Zug von Würzburg nach Frankfurt zusammen (wir beríchteten).

infranken.de ("47-Jähriger zeigt in Kronach nicht nur Hitlergruß", 30.7.19): hier klicken!

Greding, 21. Juli: Mehr als 200 gegen die AfD! Weiter so! / In der Halle: Keine relevante inhaltliche Auseinandersetzung, JournalistInnen als "Ratten" beschimpft (Juli 2019)
- aktualisiert -

Am 21. Juli zog es erfreulich viele GegendemonstrantInnen zum Protest gegen den Sonderparteitag der extrem rechten, völkisch-nationalistisch ausgerichteten AfD ins mittelfränkische Greding. Aufgerufen hatte das lokale Bündnis "Greding ist bunt", es kamen auch Leute aus anderen Orten. Neben lautstarker Empörung entlang der Zufahrtsstraße zur Veranstaltungshalle kam es zu einer kurzfristigen Straßenblockade.


Greding, 21. Juli: gegen die AfD! (Foto: Roland Sauer)

Die bisherigen Meldungen aus dem Inneren der Halle deuten nicht auf einen großen Richtungsstreit in dieser rechten Partei hin. Das Gerücht, dass es einen "gemäßigten" Flügel innerhalb der Bayern-AfD geben soll, setzen vor allem einige JournalistInnen und ein kleiner Teil der Partei selbst in die Welt. Gestritten wurde offenbar über finanzielle Unregelmäßigkeiten, über Personalien, über Taktisches. Eine inhaltliche Auseinandersetzung scheint es in Greding eher nicht gegeben zu haben. Worüber auch? Völkischer "Sozialismus" vs. radikaler Neoliberalismus? Darüber streitet man lieber nicht in der Öffentlichkeit.

Update: Der oberpfälzer MdL Roland Magerl bezeichnete laut mehreren Presseberichten an diesem Tag in einer Rede JournalistInnen als "Ratten". Dass er sich danach entschuldigte, gilt als AfD-typische Verhaltensweise und ist wenig glaubhaft. Ein paar Infos zu Magerl sind hier zu finden.

(21.7.19, ergänzt 22.7.19)

rp-online.de ("Bayerischer AfD-Abgeordneter beschimpft Journalisten als 'Ratten'", 21.7.19): hier klicken!, mittelbayerische.de ("Heftiges Gewitter in der bayerischen AfD", 21.7.19): hier klicken!, br.de ("Parteitag: Bayerische AfD grenzt sich von Höcke-Flügel ab", 21.7.19): hier klicken!, nordbayern.de ("Streit in der AfD: Bayern-Chef Sichert attackiert Höcke", 21.7.19): hier klicken!, nordbayern.de ("Greding: Aktionsbündnis bereitete der AfD heißen Empfang", 21.7.19): hier klicken!

Würzburg: Abwiegelung durch die Behörden bei brutaler Gewalttat von Rechtsradikalen (Juli 2019)

Vergangene Woche wurde ein 64-jähriger Mann laut verschiedenen Presseberichten in einem Regionalexpress Würzburg Richtung Frankfurt nahe Lohr am Main (Unterfranken) brutal zusammengeschlagen. Nach allem, was man weiß, spielten zwei aus Sachsen stammende Männer, ein 34-Jähriger und ein 40-Jähriger, Nazimusik ab. Das Opfer hatte die beiden gebeten, die Musik leiser zu stellen, daraufhin wurde es attackiert.

Welche Infos haben wir? Die zwei "polizeibekannten Männer" (infranken.de, 23.7.19) trugen Naziklamotten und entsprechende Tatoos, hörten Nazimusik. Auch auf den Smartphones der beiden "wurden Dinge festgestellt, die der weiteren Ermittlung der Kripo bedürfen", so ein Polizeisprecher laut br.de (24.7.19). Der zuständige Oberstaatsanwalt sieht dennoch bis jetzt keine relevanten Zusammenhänge zwischen Tat und extrem rechter Gesinnung.

Geht's noch? Wird hier wieder einmal präventiv die bayerische Kriminalstatistik im Bereich "rechts" geschönt? Entpolitisierung der Gewalt extrem rechts gesinnter Menschen? Nicht, dass es neu wäre, dass der Apparat bei derartigen Delikten extrem langsam oder in die völlig falsche Richtung ermittelt...

br.de ("Kripo ermittelt nach mutmaßlichem Neonazi-Angriff in Regionalzug", 24.7.19): hier klicken!, infranken.de ("Prügelattacke in fränkischem Regionalexpress: Waren die Angreifer Neonazis?", 23.7.19): hier klicken!

Nürnberg: Promi-Friseur machte homophobe Bedrohungen und Beleidigungen öffentlich (Juli 2019)

Wie nordbayern.de (20.7.19) schrieb, machte der Nürnberger Promi-Friseur Marcel S. diverse gegen ihn gerichtete homophobe Bedrohungen und Beleidigungen öffentlich. So hieß es in einem Brief: "Pass auf, wenn du mit deinem Hund weiterhin an der Rednitz spazieren gehst!" Im Internet habe er nach Kritik an der AfD Morddrohungen erhalten.

nordbayern.de ("Homophobe Beleidigung gegen Promi-Friseur: Kripo ermittelt", 20.7.19): hier klicken!

Nürnberg / NRW: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beschäftigte Mitglied einer militanten Neonazigruppe (Juli 2019)

Wie verschiedene Medien am 11. Juli berichteten, beschäftigte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ein Mitglied der militanten Nazigruppe "Hammerskins". Der Mann war seit Frühsommer 2017 in einer Außenstelle in Nordrhein-Westfalen tätig und wurde nun entlassen. Er war an der Abschiebung von Geflüchteten in andere EU-Länder ("Dublin-Verfahren") beteiligt.

spiegel.de ("Flüchtlingsbehörde beschäftigte Rechtsextremen", 11.7.19): hier klicken!

Fürth: Extrem rechter Agitator Michael Stürzenberger erneut gerichtlich verurteilt, diesmal zu einer Geldstrafe (Juli 2019)
- aktualisiert -

Wie uns mitgeteilt wurde, wurde der überregional aktive und zeitweise als Hauptredner von Pegida Nürnberg fungierende extrem rechte Agitator Michael Stürzenberger vom Amtsgericht Fürth zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt, diesmal wegen Kennzeichenmissbrauchs bei einer Pegida-Kundgebung in Fürth am 13. Juli 2018. Eine Anzeige wegen Beleidigung wurde während des Prozesses seitens einer Klägerin zurückgezogen. Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.

Update: Stürzenberger wurde in Fürth von einem halben Dutzend Leuten aus dem Pegida-Umfeld unterstützt.

(18.7.19)

nordbayern.de ("Nach Demo in Fürth: Pegida-Aktivist Stürzenberger verurteilt", 20.7.19): hier klicken!

Nürnberg: Antisemitische Parolen am Wöhrder Wiesenweg (Juli 2019)
- aktualisiert -

Wie die Nürnberger Nachrichten (19.7.19, Printausgabe) schrieben, wurde am Wöhrder Wiesenweg ein Brückenpfeiler mit antisemitischen Parolen besprüht.

Nun liegt uns eine Fotografie der Schmiererei vor. Darauf sind ein durchgestrichener Davidstern und die Parole "FCK - JEWS!" zu sehen.

(19.7.19)

Herzogenaurach: Hitlergruß im Umfeld der Sommerkirchweih (Juli 2019)

Wie verschiedene Medien (16. und 17.7.19) berichteten, zeigte in Herzogenaurach ein betrunkener 36-Jähriger gegenüber Polizeibeamten einen Hitlergruß. Die Tat geschah im Umfeld der Herzogenauracher Sommerkirchweih.

nordbayern.de ("Mehr Gewaltdelikte an Sommerkirchweih", 17.7.19): hier klicken!

Neustadt bei Coburg: Extrem rechte Propagandaaktion (Juli 2019)

In Neustadt bei Coburg sowie im benachbarten thüringischen Sonneberg, aber auch an weiteren Orten in Thüringen, kam es zu einer extrem rechten, offenbar gut koordinierten Propagandaaktion. Auf schwarzen Holzkreuzen waren vermeintliche "deutsche" Opfer von "Ausländergewalt" mit Namen und Alter aufgeführt. Derartige Namenslisten sind seit einiger Zeit eine bei Nazi- und rechtspopulistischen Straßenaktivitäten beliebte Begleitaktion. Motto: Rassistische Gewalt - gibts nicht. Opfer sind "die Deutschen".

Interessant: Während im oberfränkischen Neustadt nur Namen und Altersangaben aufgeführt waren, waren im benachbarten Thüringen auch enschlägige rassistische Parlen zu lesen: "Fremde Täter, Deutsche Opfer", "Asyllobby" oder "Terrorhelfer".

np-coburg.de ("Schwarze Holzkreuze in Neustadt", 15.7.19): hier klicken!

Nürnberg / München: (Ex-?) Pegida-Aktivist Michael Stürzenberger zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt (Juli 2019)

Michael Stürzenberger, überregional aktiver extrem rechter Anti-Islam-Akteur und zeitweise Dauerredner bei Pegida Nürnberg, wurde vom Amtsgericht München wegen diverser Delikte zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt: Volksverhetzung, Beleidigung, Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz, Gewaltdarstellung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In der Verhandlung ging es auch um Ereignisse rund um Auftritte von Pegida Nürnberg.

(17.7.19, Quelle u.a. Endstation Rechts Twitter)

Forchheim: Mutmaßlich rechte Sprüherei an der Autobahn (Juli 2019)

Laut nordbayern.de (12.7.19) wurden im Zusammenhang mit mutmaßlich rechten Sprühereien auf einer Schallschutzwand an der Autobahn drei junge Menschen vorübergehend festgenommen. Ermittelt wird wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen".

nordbayern.de ("Jugendliche Graffiti-Sprayer bei Forchheim: Flucht und Festnahmen", 12.7.19): hier klicken!

Neumarkt: 13-Jähriger bei Angriff auf Geflüchtetenunterkunft verletzt (Juli 2019)

Wie br.de (8.7.19) schrieb, wurde bei einem Angriff auf eine Geflüchtetenunterkunft in Neumarkt ein 13-jähriger Junge leicht verletzt. In der Nacht auf Sonntag warfen Unbekannte, mutmaßlich RassistInnen, mehrere Pflastersteine durch Fensterscheiben des Gebäudes.

nordbayern.de ("Neumarkter Flüchlingsunterkunft mit Steinen beworfen: Junge verletzt", 8.7.19): hier klicken!, br.de ("Bub bei Pflasterstein-Angriff auf Flüchtlingsheim verletzt", 8.7.19): hier klicken!

Nürnberg: LGBT-feindlicher Angriff durch Club-Fans? (Juli 2019)

Laut Nürnberger Nachrichten (8.7.19, Printausgabe) griffen in München vier Clubfans einen jungen Mann in der Münchner U-Bahn an, schlugen ihn mit einer Glasflasche und beschimpften ihn als "Transe". Der Vorfall ereignete sich bereits im Dezember letzten Jahres. Nach den Tätern wird weiterhin gefahndet.

Hof: Mutmaßlicher Rechtsterrorist verhaftet (Juli 2019)
- aktualisiert -

Wie frankenpost.de (5.7.19) schrieb, wurde ein 28-Jähriger aus Hessen, mutmaßliches Mitglied der rechtsterroristischen Gruppe "Combat 18", auf der Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Hof festgenommen. Der Mann war im April in der oberfränkischen Stadt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er nach einem neonazistischen Schießtraining in Tschechien scharfe Munition nach Deutschland geschmuggelt hatte. Warum er nun seine Bewährungsstrafe verbüßen muss, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Interessant: Im September 2017 hatten zwölf Neonazis in Eger mit Waffen geübt. Zu der Gruppe gehörte neben dem jetzt Festgenommenen auch ein Stanley R., mutmaßlich ein wichtiger Kader von "Combat 18". Und: Stanley R. hatte laut Artikel Kontakt zu dem mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

Update: Grund für die Inhaftierung des Neonazis ist laut Störungsmelder (8.7.19), dass dieser der Auflage, 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu entrichten, nicht nachgekommen sei.

blog.zeit.de ("Haft für rechtsextremen Waffennarren", 8.7.19): hier klicken!, frankenpost.de ("Polizei setzt mit Haftbefehl aus Hof Rechten fest", 5.7.19): hier klicken!

Hof: "König von Deutschland" zu Haftstrafe verurteilt (Juli 2019)

Laut tagesspiegel.de (5.7.19) wurde der selbst ernannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, wegen verschiedener Delikte vom Landgericht Hof zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann war laut Artikel im Jahr 2013 auf einer Autobahn in Oberfranken in eine Radarkontrolle geraten, als er mit 163 statt mit erlaubten 100 Stundenkilometern unterwegs war. Seinen offiziellen Führerschein habe er in Reichsbürgermanier bereits ein Jahr zuvor abgegeben; er war mit einem Führerschein eines "Königreichs Deutschland" unterwegs.

tagesspiegel.de ("'König von Deutschland' zu Haft verurteilt", 5.7.19): hier klicken!

Fürth: Die durch Rudolf Benario und Ernst Goldmann im Jahr 1930 gepflanzten Birken mussten nach wiederholten Neonaziattacken nun gefällt worden / Dauerhaftes Mahnmal für die ermordeten jüdischen Antifaschisten ist geplant (Juli 2019)

Das an die frühen Naziopfer Rudolf Benario und Ernst Goldmann erinnernde Mahnmal an der Fürther Uferpromenade musste nach wiederholten Attacken mehrfach repariert werden. Die Fahndung nach den mutmaßlich neonazistischen Tätern war bisher erfolglos (wir berichteten mehrfach). Die zum Ensemble gehörenden, von den 1933 ermordeten Antifaschisten im Jahr 1930 gepflanzten Birken mussten nun gefällt werden, damit keine PassantInnen gefährdet werden. Geplant ist die Errichtung eines neuen Mahnmals.

Hörstolperstein zu Rudolf Benario (Radio Z): hier klicken!

Hörstolperstein zu Ernst Goldmann (Radio Z): hier klicken!

nordbayern.de ("Nach Neonazi-Attacke: Stadt Fürth fällt Benario-Birken", 2.7.19): hier klicken!

Nürnberg: 38-jähriger Geflüchteter mit Hakenkreuz-Tattoo (Juli 2019)

Wie nordbayern.de (2.7.19) schrieb, präsentierte ein 38-jähriger Geflüchteter aus Russland öffentlich ein Hakenkreuz-Tattoo an seinem Bein und wurde daraufhin (vermutlich vorübergehend) verhaftet.

nordbayern.de ("Festnahme in Grundig-Türmen: Mann zeigt Hakenkreuz-Tattoo", 2.7.19): hier klicken!

Fürth: Nazi besprühte Auto mit Hakenkreuzen (Juli 2019)

Laut infranken.de (2.7.19) besprühte ein mutmaßlicher Neonazi ein Auto auf der Fürther Hardhöhe mit Hakenkreuzen.

infranken.de ("Hakenkreuze auf Pkw gesprüht - Zeugen gesucht", 2.7.19): hier klicken!

Nürnberg: Neue Broschüre "Braune Soß aus Nordbayern" erschienen! / Preis 7 Euro zzgl. Porto und Versand / Bestellungen an: mail@argumente-netzwerk.de (Oktober / November 2017)

Fünf Jahre nach dem Erscheinen der Vorgängerbroschüre liegt nun die neue "Braune Soß aus Nordbayern" vor, herausgegeben vom Berliner Verein argumente - Netzwerk antirassistischer Bildung e.V., erstellt von Aktiven aus Nordbayern.


Neue "Braune Soß" erschienen! Inhaltsverzeichnis vergrößern: Cursor auf Grafik setzen, rechte Maustaste drücken, "Grafik anzeigen" drücken

In den vergangenen Jahren ist auch im nordbayerischen Raum eine neue soziale Bewegung von rechts entstanden, die dringend beschrieben und analysiert werden musste. Symptome dieser neuen völkischen Bewegung, deren Teile sich mehr oder weniger aufeinander beziehen, sind unter anderem: Die permanente Straßenpräsenz verschiedener Pegida-Ableger und neonazistischer Gruppierungen, die Wahlerfolge der immer weiter nach rechts rückenden AfD, die Radikalisierung der rassistischen Alltagssprache sowie die eskalierende Gewalt gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte. Weiterlesen: hier klicken!

Die Herausgabe der Publikation wurde finanziell unterstützt durch: Bürgerforum Gräfenberg, DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine), Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Kreisverband Nürnberg, Grüne Liste Erlangen, Interventionistische Linke Nürnberg, Nordbayerische Bündnisse gegen rechts, Nürnberger Bündnis Nazistopp, Ver.di Bezirk Mittelfranken, VVN-BdA Kreisvereinigung Nürnberg/Fürth und Landesverband Bayern.

Ein Einzelexemplar kostet 7 Euro, ab 10 Expl. 6 Euro, ab 50 Expl. 5 Euro und ab 100 Expl. 4 Euro (jeweils zzgl. Porto und Verpackung bei Zusendung per Post). Bestellungen per Email bitte an die Adresse mail@argumente-netzwerk.de (Verein argumente - Netzwerk antirassistischer Bildung e.V., Berlin).

Kompakte Informationen zu Preisen und Versandkosten: hier klicken!

(13.10.17)

nordbayern.de ("Broschüre deckt auf: So groß ist Frankens rechte Szene", 19.10.2017): hier klicken!, endstation-rechts-bayern.de ("Braune Soß aus Nordbayern", 15.10.2017): hier klicken!

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizensiert nach der Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 2.0 Lizenz. Quellenangabe bei der Verwendung von Texten dieser Homepage: www.nazistopp-nuernberg.de