Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
             
 


*** Nürnberg, 17.8.26 (Montag), 19 Uhr, Waaggasse: Mahnwache gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Omas gegen rechts Nürnberg). ANSCHLIESSEND Demo von VerLINKung, Zwischenkundgebungen Schildgasse, Winklerstraße, Karlsbrücke. Abschluss am Jakobsplatz. Hinter TMR macht die Alerta Parade sauber, Danach findet der Vermummungsgottesdienst statt.
*** Nürnberg, 9.9.26 (Mittwoch), 18.30 Uhr, Enver-Simsek-Platz: Gedenken an Enver Simsek (Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt)


*** Nazistopp-Aktion Spendenlauf: Rechte Latschen gegen rechte Latschen. Die Kampagne läuft an. Weitere Infos: hier klicken!

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*** Download der Nazistopp-Broschüre "Das sogenannte 'Team Menschenrechte'. Eine Analyse" (Juni 2025): hier klicken!
*** Link zum AfD-Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (Juni 2026): hier klicken!

*** Download der ver.di-Broschüre "Hier spricht die AfD / der neue Faschismus": hier klicken! Printausgabe bisher mehr als 27000 verkauft / verteilt!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen! Zum Spendenkonto: hier klicken!

Nürnberg: Spendenlauf-Kampagne wurde gestartet / Die Idee: Für jeden gelaufenen Meter eines Aufmarschs des extrem rechten "Team Menschenrechte" soll ein Spendenbetrag an die gemeinnützige Organisation B.U.D. (Beratung Unterstützung Dokumentation für Betroffene rechter Gewalt) gehen (Juni / Juli / August 2026)

Irgendwann im Spätsommer oder Herbst 2026 ist es so weit: Für jeden gelaufenen Meter eines Aufmarschs des extrem rechten "Team Menschenrechte" in Nürnberg soll ein Spendenbetrag an die gemeinnützige Organisation B.U.D. (Beratung Unterstützung Dokumentation für Betroffene rechter Gewalt) gehen. Bereits jetzt kann gespendet werden, erste Spenden sind bereits direkt bei B.U.D. eingegangen, sehr schön!



Ausführliche Infos gibt es auf der Kampagnenhomepage: hier klicken!

(Stand 14.8.26)

Nürnberg, 11. August: 200 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (August 2026)
- ergänzt -

Am gestrigen Montag protestierten erneut zahlreiche Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM). Während TM nur 50 AnhängerInnen mobilisieren konnte, waren etwa 200 AntifaschistInnen unterwegs.

Update: Wie uns von mehreren Seiten berichtet wurde, kam es am vergangenen Montag gegen Ende der extrem rechten Demonstration zu gewalttätigen Übergriffen, die von Aktivisten von "Team Menschenrechte" ausgingen. Genaueres ist nicht bekannt; es seien Strafanzeigen gestellt worden.

(11.8.26, ergänzt 14.8.26)

Pommelsbrunn, 8. August: Gelungener Protest gegen extrem rechtes Zeltlager (August 2026)
- aktualisiert -

Das Bündnis "Hersbruck ist bunt" erfuhr recht kurzfristig von einem in der Nähe geplanten extrem rechten Zeltlager. Die "Generation Deutschland" (GD), die Jugendorganisation der AfD, würde am 8. August ein "Bayerisches Sommerfest" in Pommelsbrunn durchführen.

Kurzerhand wurde eine Gegenkundgebung auf die Beine gestellt. Am vergangenen Samstag versammelten sich etwa 150 Menschen verschiedensten Alters im Zufahrtsbereich zur "Bärlauchwiese", lauschten diversen Reden, darunter einem Grußwort des örtlichen Bürgermeisters und "begrüßten" die extrem Rechten mit Sprechchören, lauten Pfiffen und passenden Handzeichen. Musikalisches Highlight war der Auftritt des örtlichen Gemeinderats und Kirwabuas Timo Pleisteiner, der seine kritischen Gstanzln mit Akkordeon begleitete.



Pommelsbrunn, 8. August: Protest gegen extrem rechtes Zeltlager (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Die extrem Rechten bekamen die "Bärlauchwiese" laut "Hersbruck ist bunt" von Frank Hartmann zur Verfügung gestellt, seines Zeichens zweiter Vorsitzender des AfD-Ortsverbandes "Hersbruck und Umland". In der Nähe des Zeltes der extrem Rechten war ein Schankwagen mit der Aufschrift "Hersbrucker Bier" zu sehen, auf einem Internet-Foto des Events ein Weizenglas mit Aufdruck "Bürgerbräu Hersbruck", versehen mit einem GD-Aufkleber. Unter den Gästen des GD-Zeltlagers befanden sich u.a. Elena Roon, AfD-MdL aus Nürnberg sowie Bastian Treuheit, MdB, Stadtrat in Zirndorf und Kreisrat Lkr. Fürth. Die mit dem Auto angereisten BesucherInnen kamen nicht nur aus Bayern, sondern, geht man nach den Autokennzeichen, auch aus Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen.

Update: Im Rahmen des rechten Zeltlagers wurde ein neuer Bezirksverband der GD gegründet, Funktionen übernahmen unter anderem Christoph Schmidt aus Ansbach, Fabian Thorak aus Winkelhaid, Dennis Neumeister aus Neustadt an der Aisch und Lukas Katheder aus Roth. Weitere Infos: hier klicken!

(9.8.26, ergänzt 10.8.26)

Nürnberg, 8. August: Aktion "Ally Allee" bekam großen Zuspruch beim CSD (August 2026)

Wie angekündigt, organisierten einige antifaschistische Initiativen, darunter auch unser Bündnis, die Aktion "Ally Allee" entlang der großen CSD-Parade am 8. August in Nürnberg. Vorangegangen waren Ankündigungen aus der rechten Szene, den CSD stören zu wollen.

Nach uns bisher vorliegenden Informationen fanden keine derartigen Störungen statt. Mehr als 20000 Menschen - Besucherrekord nach Presseberichten! - zogen durch Nürnberg. Die AktivistInnen der "Ally Allee" bekamen für ihre Präsenz sehr viel "Zuspruch, Jubel, Umarmungen", wie uns mitgeteilt wurde.



Nürnberg, 8. August: Zwei Stationen der "Ally Allee" entlang der CSD-Parade (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

(9.8.26)

Nürnberg: Wir trauern um Thomas (August 2026)

Wir trauern um Thomas, der viel zu früh verstorben ist. Er war in vielen Projekten und Initiativen aktiv, nicht zuletzt als Kämpfer gegen alte und neue FaschistInnen. Er war ein herzensguter Mensch und wirkte in vielerlei Hinsicht vernetzend. Er wird uns sehr fehlen.

(4.8.26)

Nürnberg, 8. August: Wir schützen den CSD Nürnberg / Auf die Straße! (Juli / August 2026)
- aktualisiert -

Am Samstag, den 8. August 2026 findet die Nürnberger CSD-Demo statt. Unter dem Label "Ally Allee" werden folgende Initiativen ab 11.30 Uhr Solidaritätskundgebungen für den CSD in Nürnbergs Innenstadt durchführen: Nürnberger Bündnis Nazistopp, Musiker*innen gegen Rechts, Alerta-Parade, VerLINKung und Kuhle Wampe. Das Attentat auf den Berliner CSD, aber auch die Ankündigung der extrem rechten Nürnberger Gruppierung "Team Menschenrechte", am selben Tag aktiv werden zu wollen, unterstreichen die Wichtigkeit von Solidarität.

Die genauen Orte der Solidaritätskundgebungen sind: Maxplatz (Nazistopp), Unschlittplatz (Kuhle Wampe), Egidienplatz (VerLINKung), Sebalder Platz (Musiker*innen gegen Nazis), Hauptmarkt / Waaggasse (Alerta-Parade), Innerer Laufer Platz (Privatperson).

Aktualisierungen und eventelle Änderungen werden hier zeitnah gepostet!



Die LGBTQ+-Community steht im besonderen Fokus als Hassobjekt der extremen Rechten und islamistischer Gruppierungen. Die Veranstalter als antifaschistisch aktive Gruppen wollen demnach auch ein Zeichen für eine pluralistische, friedliche Gesellschaft setzen, die sich inklusiv, diskriminierungsfrei und liebevoll gegenüber ihren Minderheiten verhält.

(Stand 7.8.26)

nn.de ("Nach Attacke in Berlin: 'Lasst uns den CSD Nürnberg vor rechten Übergriffen schützen!'", 3.8.26): hier klicken!

Nürnberg, 27. Juli: 250 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" auf der Straße (Juli 2026)

Auch am gestrigen Montag waren AntifaschistInnen auf der Straße, um dem extrem rechten "Team Menschenrechte" Kontra zu geben. Der Hetz-Parcours der etwa 70 Rechten durch die Stadt wurde zwei Mal durch Sitzblockaden verzögert.

(28.7.26)

Ansbach, 24. Juli: Zehn Jahre nach islamistischem Anschlag - Gedenkkundgebung und lautstarke Proteste gegen AfD-Auftritt (Juli 2026)

Mindestens 500 Menschen gedachten in Ansbach des blutigen islamistischen Anschlags von vor zehn Jahren und protestierten parallel lautstark gegen den Propagandaauftritt der AfD. Eingeladen hatten das Bündnis für Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt sowie das Offene Antifaschistische Treffen Ansbach.



Ansbach, 24. Juli 2026: Protest gegen die AfD (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Die extrem rechte Partei AfD mobilisierte etwa 150 Fans, die zu einem relevanten Anteil von auswärts angereist waren. Von der Rede Irfan Pecis, der für die AfD agitierte, war laut Zeitungsberichten kaum etwas zu verstehen. Peci, Ex-Islamist, soll zeitweise für den Verfassungsschutz gearbeitet haben und ist mit der Zeit weit rechtsaußen gelandet. In Ansbach zu sehen war auch die Nürnberger AfD-Aktivistin und MdL Elena Roon. Die AfD veranstaltete nach ihrem Propagandaauftritt noch eine Lesung im Ansbacher Gasthof Zur Windmühle. Über dortige Gegenproteste ist nichts bekannt.

Hier die Ansbacher Rede unseres Mitstreiters Ulli Schneeweiß: hier klicken!

(25.7.26)

Nürnberg: Das ehemalige Gasthaus "Tiroler Höhe" in Nürnberg fungierte bereits 1933 als Nazitreffpunkt / Eine antifaschistische Demonstration im Jahr 1995 führte zur Beendigung der dortigen Neonazitreffen (Juli 2026)

Passend zur Nachricht über das milde Urteil im mutmaßlich letzten NSU-Prozess gegen Susann Eminger erreichte uns kürzlich eine Information, die auf die Anfänge des "Nationalsozialistischen Untergrundes" in Nürnberg zurückverwies.

Eine Person, die sich mit dem Nürnberger Hetzblatt "Der Stürmer" des 1946 hingerichteten NSDAP-Gauleiters Julius Streicher beschäftigte, entdeckte in der Ausgabe 15 vom April 1933 eine Seite mit vermischten Nachrichten, auf der die "Sektionssprechabende der NSDAP, Ortsgruppe Nürnberg" aufgeführt waren. Ein solches Treffen sollte am Dienstag, den 18. April 1933 in der Gaststätte "Tiroler Höhe" in der Sterzinger Straße 1 stattfinden.

Beim Stichwort "Tiroler Höhe" klingelten bei uns die Glocken, weil in diesem Nürnberger Lokal bis ins Frühjahr 1995 hinein regelmäßige Neonazitreffen stattfanden, darunter monatliche Versammlungen der hiesigen NPD und mehrere überregionale Treffen militanter Neonazigruppierungen. Unter den Teilnehmenden waren zuletzt auch die neonazistischen Mörder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, wie wir heute wissen.

Nürnberger AntifaschistInnen deckten den Nazitreff 1995 auf. Eine antifaschistische Demonstration am 12. April 1995 führte zur Beendigung der dortigen Neonazitreffen und wohl auch zur Schließung des Lokals.



Nürnberg, 12. April 1995: Demonstration zum Nazitreff "Tiroler Höhe" (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Jung- und Altnazis, darunter die späteren NSU-Mörder, bis zur Mitte der 1990er Jahre mit ihren Treffen in der "Tiroler Höhe" auf den Spuren ihres historischen Vorbildes, der NSDAP, unterwegs waren. Wir gehen davon aus, dass die Treffen nicht zufällig dort stattfanden. Einer der Organisatoren der NPD-Treffen war übrigens Rainer Hatz, der heute als Bayern-Chef der Nachfolgepartei "Heimat" fungiert und regelmäßig beim extrem rechten "Team Menschenrechte" mitläuft.

Auf unserer Homepage verfassten wir im Oktober und Dezember 2012 drei Artikel zum Thema "Tiroler Höhe", die ihr gerne in unserem Archiv nachlesen könnt.

(22.7.26)

Nürnberg: 300 auf der Straße gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Juli 2026)

Am gestrigen Montag demonstrierten etwa 300 AntifaschistInnen gegen knapp 70 extrem Rechte aus dem Umfeld des "Team Menschenrechte" (TM). Zu sehen waren neben dem bayerischen "Heimat" (ehem. NPD)-Chef Rainer Hatz auch ein rechter Szeneanwalt. Eine ältere Dame verteilte Flyer des extrem rechten Medienportals AUF1 und der TM-Abspaltung "Wir wollen reden". Diverse rechte Streamer schlugen sensationsgierig in Nürnberg auf und unterstützten TM. Mehrere Sitzblockaden verzögerten die rechte Demo.



Nürnberg, 20. Juli: Protest gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" im Archivpark und Exkremente von Polizeipferden (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

(21.7.26)

Allersberg: Eine erst 2021 nach einem ehemaligem SA-Mitglied benannte Straße soll nun doch umbenannt werden / Der kurzzeitige Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Burkhardt inserierte mehrfach im "Stürmer" (Juli 2026)

Laut nn.de (21.7.26, paywall) soll die nach einem ehemaligen SA-Mitglied Wilhelm Burkhardt (1896 - 1949) benannte Straße im mittelfränkischen Allersberg nun doch umbenannt werden, wie der Marktgemeinderat in einer Sitzung vom 20. Juli mehrheitlich beschloss.

In der Sitzung trugen zwei Mitglieder des Instituts für Regionalgeschichte im Nürnberger Verein "Geschichte Für Alle" ihre Erkenntnisse über Burkhardt vor. Bisher nicht bekannt: Der spätere Bürgermeister schaltete zehn Geschäftsanzeigen im antisemitischen Hetzblatt "Stürmer". Sein wirtschaftlicher Erfolg in der NS-Zeit hielt auch nach seinem Austritt aus der SA an. Beide ExpertInnen rieten von einer Beibehaltung des Straßennamens ab. Interessantes Detail am Rande: Der spätere Bürgermeister Josef Schön von der SPD (1966 - 1975) war wohl NSDAP-Mitglied und Blockleiter in der Nazizeit.

Schließlich die Abstimmung: Gegen die Umbenennung der Straße stimmten nur noch vier Räte, nämlich Gabriele Sossau (Allersberger Bürgerforum), Christine Habereder (AfD) sowie Willibald Harrer und Eugen Czegley von den Freien Wählern. Für einen separaten AfD-Antrag, die Straße nicht umzubenennen, stimmte neben der AfDlerin auch Herr Czegley (FW).

Habereder (AfD) stand bezeichnenderweise während einer kurzen Gedenkminute aus Anlass des Jahrestags des Stauffenberg-Attentats auf Hitler & Co. (20.7.1944) nicht auf und hatte die Debatte um den Straßennamen im Vorfeld als "ideologische Verblödung" bezeichnet (nn.de, 21.7.26). Der Enkel Burkhardts, Aris Maul, sitzt seit der Kommunalwahl nicht mehr im Rat. Er fungierte vormals als Chef des Allersberger Bürgerforums, das sich zunächst gegen die Umbenennung einsetzte.

Die Vorgeschichte: Am 1. März 2021 beschloss der Allersberger Gemeinderat die Benennung einer Straße nach dem zeitweiligen SA-Mitglied Wilhelm Burkhardt (1896 - 1949). Der Mann war nach Kriegsende ein paar Monate Bürgermeister. Bereits im November 1945 wurde er wieder seines Amtes enthoben. Burkhardts Funktionen und Mitgliedschaften in der Nazizeit - neben der zeitweiligen Mitgliedschaft in der SA war er zum Beispiel Mitglied der Deutschen Arbeitsfront - wurden erst durch eine Achivrecherche im Jahr 2022 öffentlich bekannt. Dennoch weigerte sich die Gemeinderatsmehrheit damals mehrfach, die Straßenbenennung zurückzunehmen. Dies empörte nicht nur Leute vor Ort, sondern zum Beispiel auch den Nachfahren einer in der NS-Zeit verfolgten jüdischen Familie aus Allersberg, den in England lebenden Historiker Dr. Alexander Schulenburg. Schulenburgs Familie war enteignet, seine Urgroßmutter nach Lodz verschleppt und ermordet worden. In einem Zeitungsartikel wurde seine Einschätzung zitiert, dass Burkhardt "sogar noch nach dem Zusammenbruch aus früherem jüdischen Besitztum nach echter Naziweise Kapital für sich schlagen wollte". Die Familie habe ihr Eigentum erst nach mehrmaliger Aufforderung und nach Druck zurückbekommen.

Im Februar 2024 wurden in einem Allersberger Neubaugebiet zwei Straßenschilder mit der Aufschrift "Wilhelm-Burkhardt-Straße" aufgestellt. Anfang März 2024 protestierten etwa 300 Menschen gegen die AfD und die Straßenbenennung nach Burkhardt. Hier die Allersberger Rede unserer Mitstreiterin Birgit Mair vom 2. März 2024 als Film (hier klicken!) und als Text: hier klicken!

(21.7.26, Quellen nn.de 8.3.26, 20.7.26 und 21.7.26 sowie nordbayern.de, 4.11.16)

Dresden / Nürnberg: NSU-Helferin Susann Eminger zu milder Bewährungsstrafe verurteilt / NSU-Opfer Serkan Yildirim nach dem Urteil: "Das ist wieder ein Schlag und für uns wieder eine Niederlage" (Juli 2026)

Das Oberlandesgericht Dresden hat Susann Eminger, die Helferin des neonazistischen "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU), zu einer milden zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Einzige Bewährungsauflage: Sie muss in den drei Jahren Bewährungszeit jeden Umzug melden. Der Ehefrau des im Münchner NSU-Prozess (ebenfalls milde) verurteilten André Eminger wurde zum Beispiel zugestanden, aus Freundschaft mit Beate Zschäpe gehandelt zu haben, nicht aus Gesinnung. Außerdem ging das Gericht davon aus, dass Eminger das NSU-Kerntrio nicht in der Zeit unterstützte, in der die rassistischen Morde begangen wurden. Gegen diese Annahme sprechende Hinweise wurden, so NSU-Watch, "im Urteil ausgeblendet".

Die Tochter des Münchner NSU-Mordopfers Theodoros Boulgarides, Lina Boulgarides, äußerte sich nach dem Urteil: "Das Urteil gleicht für mich einem Freispruch. Das ist für uns kein Abschluss. Wir machen weiter und versuchen, den Komplex aufzuklären und aufzuklären: Was ist mit unseren Vätern passiert?" Serkan Yildirim, der Überlebende des Nürnberger NSU-Bombenanschlags am 23. Juni 1999: "Das ist wieder ein Schlag und für uns wieder eine Niederlage. Aber unsere Kraft ist immer noch da. Für die ist es heute beendet. Aber für uns ist es nicht beendet. Wir müssen mehr arbeiten, mehr kämpfen, dass so was nicht noch einmal in Deutschland passiert" (Zitate nach NSU-Watch). Barbara John, die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des NSU, kommentierte: "Wir leben in einem Land, das den Eindruck erweckt, mehr Verständnis für die Täter als Einfühlung für die Opfer zu haben". Und weiter: "Das Urteil sendet an Rechtsextreme das Signal: Wenn ich mich so verhalte, passiert mir gar nichts. Ich kann mein Leben einfach so weiterleben" (zitiert nach endstation-rechts.de, 17.7.26)

Man muss wohl davon ausgehen, dass das Interesse der staatlichen Institutionen an einer Aufklärung des NSU-Komplexes nunmehr erloschen ist. Die meisten Urteile gegen die Neonazi-Bande waren milde; die Ermittlungen und Gerichtsverfahren trugen nur wenig dazu bei, Licht ins Dunkel der diversen Ebenen der Geheimhaltung und Kumpanei zu werfen.

Abschließend ist festzustellen, dass es größtenteils antifaschistische und antirassistische AktivistInnen sowie kritische JournalistInnen waren, die sich um Recherche und Aufklärung rund um den NSU-Komplex bemühten. Unter anderem in den Bereichen Polizeiarbeit und Verfassungsschutzbehörden taten sich wahre Abgründe an politischer Einseitigkeit und rassistischen Vorurteilen auf, die an dieser Stelle nicht ausgeführt werden können.

(18.7.26, Quellen u.a. tagesschau.de, endstation-rechts.de sowie NSU-Watch, 17.7.26)

Würzburg, Nürnberg: Künftiger Stadtrat der AfD Würzburg und Demoteilnehmerin des "Team Menschenrechte" sollen "Sieg Heil" skandiert haben (April / Juli 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Laut br.de (29.4.26) und Jonas Miller (bluesky, 30.4.26) sollen der zukünftige Würzburger AfD-Stadtrat Thomas Bayer und eine Teilnehmerin der Demos des Nürnberger "Team Menschenrechte" (TM) eines Nachts im Juni 2025 die NS-Parole "Sieg Heil" skandiert haben. Bayer hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt, erschien aber dann nicht zur Gerichtsverhandlung, unentschuldigt.

Update 1: Wie nn.de (16.7.26) schrieb, ist der Strafbefehl gegen den Rechtsanwalt und AfD-Stadtrat (60 Tagessätze) nun rechtskräftig. Näheres ist nicht bekannt.

Update 2: Auf einem uns zugespielten Foto sieht man die oben erwähnte Dame auf einer TM-Demo in Nürnberg mit Ordnerbinde.

(zuletzt aktualisiert am 21.7.26)

Nürnberg, 13. Juli: In der Spitze 250 gegen extrem rechte Demo des "Team Menschenrechte" (Juli 2026)

Am 13. Juli protestierten in der Spitze etwa 250 Menschen gegen 50 Aktive des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM). Der bayerische Chef der "Heimat" (Nachfolgepartei der NPD), Rainer Hatz, schloss sich zum wiederholten Mal an und scheint mit dem TM-Spektrum gut vernetzt zu sein. Zu sehen war auch der Steiner AfD-Stadtrat Krzysztof Malowaniec. Ein TM-Fan präsentierte ein Exemplar der extrem rechten Zeitschrift "Zuerst!- Deutsches Nachrichtenmagazin" aus dem Hause Dietmar Munier.

(14.7.26)

Schwabach, 8. Juli: Mehr als 300 Menschen auf der Straße gegen die AfD (Juli 2026)

Am vergangenen Mittwoch protestierten laut nn.de (9.7.26) mehr als 300 Menschen gegen eine AfD-Veranstaltung im Schwabacher Bürgerhaus. Zum Gegenprotest aufgerufen hatte die Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus. Mehrere RednerInnen forderten ein Verbot der extrem rechten Partei und warnten vor einem weiteren Rechtsruck.

(9.7.26)

Altdorf-Röthenbach: Ehemaliger AfD-Landtagsabgeordneter zu 90 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt / Einer der Vorwürfe: Spaziergang mit geladenem Revolver (Juli 2026)

Ein ehemaliger AfD-Landtagsabgeordneter aus Altdorf, vermutlich Ralph M., wurde wegen Waffendelikten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Er soll Munition unsachgemäß aufbewahrt und mit einem geladenen Revolver das Haus verlassen haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei einer Razzia im Haus von M. im Juli 2025 entdeckten Polizeibeamte ein Gewehr im Badezimmer und - im Haus verteilt - einige Behälter mit zahlreichen Patronen ("Hunderte, vielleicht Tausende Schuss", so ein Beamter laut nn.de, 8.7.26, paywall). M. und seine Lebensgefährtin seien außer Haus mit einer Umhängetasche angetroffen worden, in der sich unter anderem ein geladener, nicht registrierter Revolver befand. M. war Jäger und Sportschütze, bevor ihm die Waffenerlaubnis entzogen wurde.

M. fiel im bayerischen Landtag mehrfach unangenehm auf, unter anderem, als er sich beim Gedenken an den von einem Neonazi ermordeten Walter Lübcke nicht vom Platz erhob.

(9.7.26, mit Informationen von nn.de und Endstation Rechts Bayern)

Nürnberg, 6. Juli: Mehr als 400 Menschen protestierten gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM) / Ein TM-Redner: "Deutschland braucht eine Reinigung für sich selbst" (Juli 2026)

Gestern waren mehr als 400 Menschen auf der Straße, um gegen den provozierenden Aufmarsch des extrem rechten "Team Menschenrechte" zu protestieren. Die Rechten konnten etwa 80 AnhängerInnen mobilisieren und zogen teilweise durch den Szenestadtteil Gostenhof. Mehrere Blockaden verzögerten wie fast jeden Montag die extrem rechte Demo.



Nürnberg, 6. Juli: Protest gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Einer der TM-Hauptredner wünschte der AfD "alle Kraft" und forderte: "Deutschland braucht eine Reinigung für sich selbst". Was ein radikalnationalistischer Redner damit meinen könnte?

(7.7.26)

Nürnberg, 5. Juli: Rechte Christen beten für die AfD (Juli 2026)

Am Sonntag, den 5. Juli fand vor der Lorenzkirche in Nürnberg ein seltsames Spektakel statt. Rechtsgerichtete Christen sangen, beteten und agitierten für entsprechende Inhalte. Es ging gegen Geflüchtete, gegen queere Lebensformen und so weiter. Nicht verwunderlich, da ein Teil der an diesem Tag Aktiven auch bei den Aufmärschen des extrem rechten "Team Menschenrechte" jeden Montag auf der Straße hetzt. Gebetet wurde auch für den Steiner AfD-Stadtrat und mittelfränkischen AfD-Bezirksrat Krzysztof Malowaniec, gegen den offensichtlich wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt wird (um was es genau geht, wissen wir nicht). Zitat aus einer Social-Media-Seite: "Himmlischer Vater, wir bitten Dich, dass das Ermittlungsverfahren gegen Krzysztof aufschlussreich wird und alle relevanten Aspekte und Einzelheiten zum Vorschein bringt". Und so weiter.

Spontan bildete sich ein kleiner antifaschistischer Gegenprotest, der das christlich-fundamentalistische Gedöns nicht unkommentiert ließ. Nach einiger Zeit verwies die Pfarrerin der Lorenzkirche die rechten Christen von der Treppe. Aus irgendeinem Fenster in der Nähe schallten antifaschistische Parolen. Wahrlich ein interessantes Spektakel.

Im Verlauf entblödete sich Stadrat und Bezirksrat Malowaniec nicht, einen Flyer des extrem rechten österreichischen Medienportals AUF1 zu präsentieren. Na ja, wenig überraschend.

(6.7.26)

Schweinfurt und anderswo: Extrem rechter Kampfsportler schon wieder aus dem Ring geflogen (Juli 2026)

Laut nn.de (2.7.26, paywall) flog der aus Schweinfurt stammende extrem rechte Kampfsportler Lucas S. schon wieder aus dem Ring. Nach Bekanntwerden der Hintergründe durfte er bei einem großen Boxevent in Köln nicht mehr auftreten. Der Betreuer von S. sei "mehrfacher Teilnehmer an Kundgebungen der neonazistischen Kleinpartei 'Der Dritte Weg' und Unterstützer der als kriminelle Vereinigung eingestuften rechtsextremen Gruppe 'Knockout 51' aus Eisenach", so nn.de. Beide gehörten zudem zu den "als rechtsextrem geltenden Schweinfurt-Hooligans".

Wie wir im September 2025 schrieben, durfte der rechte Boxer damals nicht an einem Boxwettkampf am 13. September in der Nürnberger Meistersingerhalle teilnehmen. nn.de berichtete seinerzeit: "Unsere Recherchen haben ergeben, dass Lucas S. in Schweinfurt mit der rechtsextremen Partei der III. Weg sympathisiert. Auf seinem privaten Instagram-Account postete er unter anderem sich selbst mit erhobenen Daumen in der KZ-Gedenkstätte Dachau sowie ein Foto zum Todestag von Rudolf Heß, der als Stellvertreter Adolf Hitlers fungierte, mit den Worten 'Rudolf Hess unvergessen'".

In der Zwischenzeit gelang es S. jedoch mehrfach, bei derartigen Veranstaltungen unbeanstandet aufzutreten.

(3.7.26)

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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