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*** Erlangen, 12.9.26 (Samstag), 11 Uhr, Besiktas-Platz:
Kundgebung "AfD-Verbot - jetzt erst recht!" (Initiative
AfD-Verbot jetzt)
*** Bamberg, 12.9.26 (Samstag), 14 Uhr, Trimbergstraße
am Marienplatz, wenige Gehminuten südlich vom Bahnhof:
Startkundgebung der Demonstration gegen das rechte
"Projekt M1llion" (Omas gegen rechts Bamberg u.a.).
*** Gemeinsame Erklärung von 23 Gruppen / Initiativen
/ Parteien "Schluss mit den Aufmärschen des
rechtsextremen sogenannten 'Team Menschenrechte' in
Nürnberg" (16.8.26): hier
klicken!
*** Unser Facebook-Account: hier
klicken!
*** Unser Instagram-Account: hier
klicken!
*** Download der Nazistopp-Broschüre "Das sogenannte
'Team Menschenrechte'. Eine Analyse" (Juni 2025): hier
klicken!
*** Link zum AfD-Gutachten der Gesellschaft für
Freiheitsrechte (Juni 2026): hier
klicken!
*** Download der ver.di-Broschüre "Hier spricht die AfD /
der neue Faschismus": hier
klicken! Printausgabe bisher mehr als 27000 verkauft
/ verteilt!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden
Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen!
Zum Spendenkonto: hier
klicken!
Nürnberg, 9. September: 150 Menschen bei
Gedenkveranstaltung für den von NSU ermordeten Enver
Simsek (September 2026)
Am 9. September fand am Nürnberger Enver-Simsek-Platz eine
Gedenkveranstaltung für den vom NSU vor 26 Jahren
ermordeten Blumenhändler statt. Unter den 150
Teilnehmenden waren zahlreiche Betroffene und Angehörige
von Mordopfern rechter Gewalt. Sie kamen aus Hanau,
Eberswalde, Dortmund, Hamburg, München und weiteren Orten,
an denen rechter Terror ausgeübt wurde. Auf der Bühne
stand auch der Überlebende des neonazistischen
Bombenanschlags am 23. Juni 1999 in der Nürnberger
Scheurlstraße, Serkan Yildirim.
Mit den Worten "Unsere Familie kämpft nicht mehr
alleine" bedankte sich Semiya Simsek bei allen, die
ihre Familie und die Angehörigen der Mordopfer über die
Jahre unterstützt haben. Zum Schluss ihrer Rede sprach sie
sich für eine offene, vielfältige Gesellschaft aus: "Solange
es offene Fragen gibt, werden wir weiter kämpfen (...)
für eine Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss,
wegen seiner Herkunft, seines Namens oder seiner
Hautfarbe zur Zielscheibe zu werden".
Veranstalter war das Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen
rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
(10.9.26)
nn.de ("Töchter der NSU-Opfer fordern in Nürnberg: 'Wir
wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt'", 9.9.26): hier
klicken!
Nürnberg, 7. September: Spendenlauf gegen das extrem
rechte "Team Menschenrechte" / Beratungsstelle für
Betroffene rechter Gewalt B.U.D. e.V. erhielt 22.930
Euro / 700 Menschen auf der Straße gegen rechts / Das
Verwaltungsgericht Ansbach korrigierte das Ordnungsamt
der Stadt Nürnberg und erlaubte den Gegenprotest in Hör-
und Sichtweite (September 2026)
Am 7. September fand endlich der lang angekündigte
Spendenlauf für die Beratungsstelle für Betroffene rechter
Gewalt B.U.D. e.V. sowie gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" (TM) statt. Auf antifaschistischer Seite
beteiligten sich etwa 700 Menschen, TM mobilisierte 72
AnhängerInnen.
Entlang der TM-Strecke wurden diverse satirische Stände
platziert, im Angebot war zum Beispiel "Heil-Wasser". Ein
rasender Sportreporter sowie Medienteams vervollständigten
neben den RednerInnen und MusikerInnen das Angebot.
Der bundesweit bekannte Kabarettist Matthias Egersdörfer
hielt eine bissige Rede, in der er das Erstarken der AfD
und den Rechtsruck in unserer Gesellschaft thematisierte.
Zum "Team Menschenrechte" kommentierte er unter anderem: "Was
will das 'Team Menschenrechte'? Spalten und Zweifel
säen. Es sei auch gesagt: Desinformation ist keine
Pressefreiheit".
Musikalisch umrahmt wurde die Aktion durch Gymmick, der
Songs der legendären Band Ton Steine Scherben darbot,
sowie von Max Malve, A-Jey und Sofaritze, die
unterschiedliche musikalische Stilrichtungen bedienten.
Die extrem Rechten liefen an diesem Tag ausnahmsweise für
einen guten Zweck, denn für jeden vom "Team
Menschenrechte" gelaufenen Meter erhielt eine wichtige
bayerische Initiative für Betroffene rechter Gewalt bares
Geld: Am Ende der Veranstaltung wurde Alexander Thal als
Vertreter der Beratungsstelle B.U.D. e. V. ein
symbolischer Scheck über 22.930 Euro überreicht.
 
Nürnberg, 7. September: Spendenlauf gegen das extrem
rechte "Team Menschenrechte" - Links: Auftakt am
Hallplatz - Rechts: Übergabe Spendenscheck (Fotos:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg verkannte im Vorfeld
den Charakter der Veranstaltung und wollte den Spendenlauf
in weite Entfernung vom "Team Menschenrechte" verlegen.
Erst ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht Ansbach
schaffte drei Stunden vor der Veranstaltung Klarheit: Der
Protest in unmittelbarer Nähe sei zulässig. Wir stellen
klar und fordern: Der Kampf gegen demokratiefeindliche und
faschistische Kräfte muss auch Aufgabe der städtischen
Verwaltung sein!
Danke an die OrganisatorInnen von Alerta-Parade,
Nürnberger Bündnis Nazistopp, Grantifa und VerLINKung.
Danke an die unterstützenden AnwältInnen. Danke an alle,
die gespendet haben. Angesichts des gefährlichen
Rechtsrucks in Sachsen-Anhalt war der gemeinsame Einsatz
umso wichtiger.
(7.9.26)
ardmediathek.de ("Spendenlauf gegen Rechts in Nürnberg",
8.9.26): hier
klicken!, nordbayern.de ("Ungewöhnlicher
Gegenprotest: 'Team Menschenrechte'-Aufmarsch wird zum
unfreiwilligen Spendenlauf", 8.9.26): hier
klicken!, nn.de ("Spendenlauf gegen 'Team
Menschenrechte' bringt Tausende Euro für Opfer rechter
Gewalt ein", 8.9.26): hier
klicken!
Bamberg, 7. September: 750 Menschen demonstrierten
gegen Rechtsruck (September 2026)
Laut radio-bamberg.de (8.9.26) demonstrierten am 7.
September in Bamberg etwa 750 Menschen gegen den
Rechtsruck. Sie gingen angesichts des Wahlergebnisses der
extrem rechten Partei AfD im Bundesland Sachsen-Anhalt auf
die Straße. Aufgerufen hatte unter anderem die Initiative
widersetzen.
Cadolzburg, 6. September: Protest gegen
AfD-Veranstaltung im "Gwäxhaus" fand statt (September
2026)
Am gestrigen Sonntag wurde im mittelfränkischen Cadolzburg
vor dem ehemaligen "Gwäxhaus" gegen eine AfD-Wahlparty
demonstriert. Auf Initiative des örtlichen Bündnisses
gegen Rechtsextremismus trafen sich etwa 25 Menschen und
drückten ihren Protest gegen die extrem rechte Partei aus.
(7.9.26, Quelle u.a. nn.de)
Nürnberg, 7. September: Jetzt endlich - Spendenlauf
gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" / Für
jeden gelaufenen Meter der Rechten wird ein
Spendenbetrag an die gemeinnützige Organisation B.U.D.
(Beratung Unterstützung Dokumentation für Betroffene
rechter Gewalt) gehen / Rede von Matthias Egersdörfer!
(Juni - September 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Am Montag, den 7. September 2026 findet das Sportereignis
des Jahres in der Nürnberger Innenstadt statt! Rechte
latschen gegen rechte Latschen! Der Spendenlauf der
Superlative!
Seit Jahren läuft das sogenannte "Team Menschenrechte"
jeden Montag ohne Sinn und Ziel durch Nürnberg. Wir
wandeln diese Lärmbelästigung einmalig in etwas Sinnvolles
um. Ein sportliches Event, das auch noch Gutes tut, ein
Spendenlauf für einen guten Zweck. Das sogenannte "Team
Menschenrechte" läuft, Sie spenden. Aber nicht an die
Läufer*innen, nicht an uns Organisator*innen des
Spendenlaufs, sondern direkt an den gemeinnützigen Verein
B.U.D. – Beratung, Unterstützung, Dokumentation für
Betroffene rechter Gewalt.
Der Kabarettist Matthias Egersdörfer wird eine Rede
halten. Musikalisch umrahmt wird das Programm durch
weitere Stargäste: Gymmick, Max Malve, A-Jey oder
Sofaritze. Darüber hinaus haben wir jede Menge Spiel und
Spaß für das Publikum vorbereitet. Ein Sportereignis
dieser Größenordnung braucht Publikum und Fans, also kommt
alle und feuert die Läufer*innen lautstark an!
Wir starten am 7. September um 17.45 Uhr, (Nähe)
Hallplatz.
Sollte sich kurzfristig noch etwas ändern, posten wir
es an dieser Stelle!
Sollten die rechten Sportler*innen an diesem Tag nicht
laufen wollen, weil sie dem Leistungsdruck nicht gewachsen
sind, haben wir natürlich Ausweichtermine geplant.
Irgendwann werden sie wieder laufen, dann werden wir da
sein. Und wenn sie nicht laufen, dann schadet das auch
nicht, dann herrscht montags endlich wieder Ruhe in der
Stadt.
Es sind bereits im Vorfeld viele Pauschalspenden direkt an
den gemeinnützigen Verein B.U.D. e.V. gegangen.
Ausführliche Infos gibt es auf der Kampagnenhomepage: hier klicken!
(Stand 5.9.26)
Neumarkt: Hakenkreuz auf Spielplatz (September 2026)
- aktualisiert -
Wie nordbayern.de (3.9.26) und nn.de (4.9.26) berichteten,
wurde Inventar auf einem Spielplatz in Neumarkt mit
mehreren Hakenkreuzen versehen.
Eichstätt: Reservistenkameradschaft mit extrem
rechten Kameraden (September 2026)
br.de (2.9.26) berichtet von einem halben Dutzend
Ex-Soldaten in der Eichstätter Reservistenkameradschaft,
die "tief in der rechtsextremen Szene verwurzelt sind"
und nach jahrelanger Mitgliedschaft - inklusive
Militärübungen - nun hinausgeworfen wurden. Anlass für den
Rauswurf: Eine Veranstaltung des linken
Kurt-Eisner-Vereins im Sommer 2025 in Eichstätt "und
ein anschließender Social-Media-Post der
Bundestagsabgeordneten Sarah Vollath (Die Linke)",
also antifaschistische Recherche und
Öffentlichkeitsarbeit.
Einige Details über die extrem rechten Reservisten werden
im Artikel genannt: "Einzelne waren schon vor
Jahrzehnten in der militanten Neonazi-Szene aktiv, einer
wurde 2016 wegen Volksverhetzung verurteilt". Laut
BR bewegten sich einige der rechten Kameraden in der
rechtsterroristischen Neonaziszene, im Umfeld von Blood
& Honour sowie der Hammerskins. Im Internet wurden
Sympathien für die AfD sowie für die Heimat / NPD
ausgedrückt.
Hört sich fast so an, als ob die Reservistenkameradschaft
lange Zeit eine gute Heimat für Hardcore-Neonazis war
(oder immer noch ist?).
br.de ("Rechtsextreme Umtriebe bei Eichstätter
Reservisten", 2.9.26): hier
klicken!
Bayreuth: Rechte Parolen und Hitlergruß (September
2026)
Laut nn.de und bayreuther-tagblatt.de (2.9.26) krakeelten
am einem Abend gleich zwei Männer - der eine 41, der
andere 46 Jahre alt - an verschiedenen Orten in Bayreuth "rechtsradikale
Parolen", einer zeigte den Hitlergruß.
(2.9.26)
Nürnberg, 31. August: 200 gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (September 2026)
Trotz der emsigen Vorbereitungen für den "Spendenlauf" am
kommenden Montag wurde auch gestern lautstark und mit
einer Sitzblockade gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" demonstriert, das etwa 70 AnhängerInnen
mobilisierte. Rainer Hatz, der Bayern-Chef der "Heimat"
(ehem. NPD) war bei den Rechten erneut mit von der Partie.
(1.9.26)
Höchstadt a.d. Aisch: Hitlergruß bei Festumzug
(September 2026)
Laut nordbayern.de (31.8.26) zeigte im mittelfränkischen
Höchstadt an der Aisch ein 26-Jähriger am Rande eines
Festumzugs den Hitlergruß.
(1.9.26)
Weißenburg / Ansbach: Harter Antisemitismus,
Geschichtsrevisionismus, christlicher Fundamentalismus
in internen Chats der AfD / Parteiinterner Kritiker soll
gefeuert werden (August 2026)
Wie nn.de (27.8.26, paywall) schrieb, werden in internen
Chats der AfD Ansbach-Weißenburg nicht selten "Antisemitismus
und Verschwörungstheorien" geäußert. So habe im Juni
2026 ein Gemeinderatskandidat aus dem Landkreis Ansbach
gepostet, dass es laut jüdischen Glaubensüberzeugungen
nicht verboten sein soll, "mit Kindern unter neun
Jahren nicht-jüdischen Glaubens Geschlechtsverkehr zu
haben". Anschließend verweise er auf vermeintliche
jüdische Pädophilen-Ringe und stelle fest, dass die Juden
'ganze Völker samt Kindern' ausgerottet hätten". Ein
Kreisrat der AfD erwähne in einem anderen Post ein Buch
des schweizer Holocaustleugners Gerard Menuhin.
Ein Problem bekommen sollen nun nicht die Leute, die
derlei rechte Hetze von sich geben, sondern ein
AfD-Mitglied aus Gunzenhausen soll aus der Partei geworfen
werden, weil es gegen oben genannte Inhalte vorgehen
wollte und weil es gepetzt hat.
(28.8.26)
Nürnberg, 24. August: 200 auf der Straße gegen "Team
Menschenrechte" (August 2026)
- ergänzt -
Am 24. August protestierten etwa 200 Menschen gegen den
(fast) wöchentlichen Aufzug des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM). Letztere mobilisierten knapp 60 Fans
aus den Spektren Neonazi, AfD und christliche Fundis. Da
läuft der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz neben einem
Menschen mit AfD-Fahne und einem Mann, der gerne mal vor
der Lorenzkirche seine fundamentalistische Religiosität
präsentiert. Mit deutlichem Akzent skandierte ein anderer
Mann die Parole "Wer Deutschland nicht liebt, soll
Deutschland verlassen".
Neben lautstarken Parolen gegen das rechte Gehetze nahmen
einige junge Menschen auf der Straße Platz, um den extrem
Rechten und der Öffentlichkeit wenigstens auf diese Weise
zu zeigen, dass nicht allen egal ist, was sich da auf der
Straße formiert.
Update: Ein regelmäßiger Teilnehmer der TM-Demo
verharmloste in einer Rede die mutmaßlichen
Rechtsterroristen der Reuß-Gruppe, gegen die nach wie vor
vor Gericht verhandelt wird ("70-jährige Leute am
Rollator wollten die DDR stürzen"). Zufall oder
rhetorischer Ausrutscher? Vor dem Hintergrund, dass der
Mann bei der Nürnberger Holocaustleugner-Demo 2018 (hier
klicken!) das Fronttransparent zeitweise mittrug,
wohl eher nicht.
(25.8.26)
Nürnberg, 17. August: Proteste gegen das extrem
rechte "Team Menschenrechte" (TM) auch in der Ferienzeit
/ Kommentar von TouristInnen über TM: "Can't believe
you have to deal with this every monday" (August
2026)
- aktualisiert -
Auch am gestrigen Montag protestierten etwa 200 fleißige
Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte"
(TM) und seinen Anhang von rechten Streamern. Insgesamt
konnte TM etwa 50 Menschen mobilisieren. Kommentar von
zufällig anwesenden TouristInnen über TM: "Can't
believe you have to deal with this every monday"
(Unglaublich, dass ihr damit jeden Montag zu tun habt).
Berichtet wurden unter anderem Buhrufe gegen die extrem
Rechten am Dürerplatz. Einer der TM-Aktivisten (Ordner)
entblödete sich nicht, mit einen Shirt herumzulaufen, das
einen gepanzerten Kreuzritter zeigt. Nach Abschluss der
rechten Demo wurde ein antifaschistischer Aktivist in
einem Lokal am Hauptmarkt aus einer kleinen TM-Gruppe
heraus mit einer Kartoffel oder dem Teil einer Kartoffel
beworfen.
Angesichts der gewaltsamen rechten Übergriffe seitens
TM am 10. August veröffentlichten zahlreiche Gruppen
/ Initiativen / Parteien am 16. August einen gemeinsamen
Aufruf "Schluss mit den Aufmärschen des
rechtsextremen sogenannten 'Team Menschenrechte' in
Nürnberg": hier
klicken!
(18.8.26)
Nürnberg, 11. August: 200 gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (August 2026)
- ergänzt -
Am gestrigen Montag protestierten erneut zahlreiche
Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte"
(TM). Während TM nur 50 AnhängerInnen mobilisieren konnte,
waren etwa 200 AntifaschistInnen unterwegs.
Update: Wie uns von mehreren Seiten berichtet
wurde, kam es am vergangenen Montag gegen Ende der extrem
rechten Demonstration zu gewalttätigen Übergriffen, die
von Aktivisten von "Team Menschenrechte" ausgingen.
Genaueres ist nicht bekannt; es seien Strafanzeigen
gestellt worden.
(11.8.26, ergänzt 14.8.26)
Pommelsbrunn, 8. August: Gelungener Protest gegen
extrem rechtes Zeltlager (August 2026)
- aktualisiert -
Das Bündnis "Hersbruck ist bunt" erfuhr recht kurzfristig
von einem in der Nähe geplanten extrem rechten Zeltlager.
Die "Generation Deutschland" (GD), die Jugendorganisation
der AfD, würde am 8. August ein "Bayerisches Sommerfest"
in Pommelsbrunn durchführen.
Kurzerhand wurde eine Gegenkundgebung auf die Beine
gestellt. Am vergangenen Samstag versammelten sich etwa
150 Menschen verschiedensten Alters im Zufahrtsbereich zur
"Bärlauchwiese", lauschten diversen Reden, darunter einem
Grußwort des örtlichen Bürgermeisters und "begrüßten" die
extrem Rechten mit Sprechchören, lauten Pfiffen und
passenden Handzeichen. Musikalisches Highlight war der
Auftritt des örtlichen Gemeinderats und Kirwabuas Timo
Pleisteiner, der seine kritischen Gstanzln mit Akkordeon
begleitete.
 
Pommelsbrunn, 8. August: Protest gegen extrem rechtes
Zeltlager (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Die extrem Rechten bekamen die "Bärlauchwiese" laut
"Hersbruck ist bunt" von Frank Hartmann zur Verfügung
gestellt, seines Zeichens zweiter Vorsitzender des
AfD-Ortsverbandes "Hersbruck und Umland". In der Nähe des
Zeltes der extrem Rechten war ein Schankwagen mit der
Aufschrift "Hersbrucker Bier" zu sehen, auf einem
Internet-Foto des Events ein Weizenglas mit Aufdruck "Bürgerbräu
Hersbruck", versehen mit einem GD-Aufkleber. Unter
den Gästen des GD-Zeltlagers befanden sich u.a. Elena
Roon, AfD-MdL aus Nürnberg sowie Bastian Treuheit, MdB,
Stadtrat in Zirndorf und Kreisrat Lkr. Fürth. Die mit dem
Auto angereisten BesucherInnen kamen nicht nur aus Bayern,
sondern, geht man nach den Autokennzeichen, auch aus
Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen.
Update: Im Rahmen des rechten Zeltlagers wurde ein
neuer Bezirksverband der GD gegründet, Funktionen
übernahmen unter anderem Christoph Schmidt aus Ansbach,
Fabian Thorak aus Winkelhaid, Dennis Neumeister aus
Neustadt an der Aisch und Lukas Katheder aus Roth. Weitere
Infos: hier
klicken!
(9.8.26, ergänzt 10.8.26)
Nürnberg, 8. August: Aktion "Ally Allee" bekam großen
Zuspruch beim CSD (August 2026)
Wie angekündigt, organisierten einige antifaschistische
Initiativen, darunter auch unser Bündnis, die Aktion "Ally
Allee" entlang der großen CSD-Parade am 8. August in
Nürnberg. Vorangegangen waren Ankündigungen aus der
rechten Szene, den CSD stören zu wollen.
Nach uns bisher vorliegenden Informationen fanden keine
derartigen Störungen statt. Mehr als 20000 Menschen -
Besucherrekord nach Presseberichten! - zogen durch
Nürnberg. Die AktivistInnen der "Ally Allee" bekamen für
ihre Präsenz sehr viel "Zuspruch, Jubel, Umarmungen",
wie uns mitgeteilt wurde.
 
Nürnberg, 8. August: Zwei Stationen der "Ally Allee"
entlang der CSD-Parade (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
(9.8.26)
Nürnberg: Wir trauern um Thomas (August 2026)
Wir trauern um Thomas, der viel zu früh verstorben ist. Er
war in vielen Projekten und Initiativen aktiv, nicht
zuletzt als Kämpfer gegen alte und neue FaschistInnen. Er
war ein herzensguter Mensch und wirkte in vielerlei
Hinsicht vernetzend. Er wird uns sehr fehlen.
(4.8.26)
Nürnberg, 8. August: Wir schützen den CSD Nürnberg /
Auf die Straße! (Juli / August 2026)
- aktualisiert -
Am Samstag, den 8. August 2026 findet die Nürnberger
CSD-Demo statt. Unter dem Label "Ally Allee"
werden folgende Initiativen ab 11.30 Uhr
Solidaritätskundgebungen für den CSD in Nürnbergs
Innenstadt durchführen: Nürnberger Bündnis
Nazistopp, Musiker*innen gegen Rechts, Alerta-Parade,
VerLINKung und Kuhle Wampe. Das Attentat auf den Berliner
CSD, aber auch die Ankündigung der extrem rechten
Nürnberger Gruppierung "Team Menschenrechte", am selben
Tag aktiv werden zu wollen, unterstreichen die Wichtigkeit
von Solidarität.
Die genauen Orte der Solidaritätskundgebungen sind:
Maxplatz (Nazistopp), Unschlittplatz (Kuhle Wampe),
Egidienplatz (VerLINKung), Sebalder Platz (Musiker*innen
gegen Nazis), Hauptmarkt / Waaggasse (Alerta-Parade),
Innerer Laufer Platz (Privatperson).
Aktualisierungen und eventelle Änderungen werden hier
zeitnah gepostet!
Die LGBTQ+-Community steht im besonderen Fokus als
Hassobjekt der extremen Rechten und islamistischer
Gruppierungen. Die Veranstalter als antifaschistisch
aktive Gruppen wollen demnach auch ein Zeichen für eine
pluralistische, friedliche Gesellschaft setzen, die sich
inklusiv, diskriminierungsfrei und liebevoll gegenüber
ihren Minderheiten verhält.
(Stand 7.8.26)
nn.de ("Nach Attacke in Berlin: 'Lasst uns den CSD
Nürnberg vor rechten Übergriffen schützen!'", 3.8.26): hier
klicken!
Nürnberg, 27. Juli: 250 gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" auf der Straße (Juli 2026)
Auch am gestrigen Montag waren AntifaschistInnen auf der
Straße, um dem extrem rechten "Team Menschenrechte" Kontra
zu geben. Der Hetz-Parcours der etwa 70 Rechten durch die
Stadt wurde zwei Mal durch Sitzblockaden verzögert.
(28.7.26)
Ansbach, 24. Juli: Zehn Jahre nach islamistischem
Anschlag - Gedenkkundgebung und lautstarke Proteste
gegen AfD-Auftritt (Juli 2026)
Mindestens 500 Menschen gedachten in Ansbach des blutigen
islamistischen Anschlags von vor zehn Jahren und
protestierten parallel lautstark gegen den
Propagandaauftritt der AfD. Eingeladen hatten das Bündnis
für Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt sowie das
Offene Antifaschistische Treffen Ansbach.

Ansbach, 24. Juli 2026: Protest gegen die AfD (Foto:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Die extrem rechte Partei AfD mobilisierte etwa 150 Fans,
die zu einem relevanten Anteil von auswärts angereist
waren. Von der Rede Irfan Pecis, der für die AfD
agitierte, war laut Zeitungsberichten kaum etwas zu
verstehen. Peci, Ex-Islamist, soll zeitweise für den
Verfassungsschutz gearbeitet haben und ist mit der Zeit
weit rechtsaußen gelandet. In Ansbach zu sehen war auch
die Nürnberger AfD-Aktivistin und MdL Elena Roon. Die AfD
veranstaltete nach ihrem Propagandaauftritt noch eine
Lesung im Ansbacher Gasthof Zur Windmühle. Über dortige
Gegenproteste ist nichts bekannt.
Hier die Ansbacher Rede unseres Mitstreiters Ulli
Schneeweiß: hier
klicken!
(25.7.26)
Nürnberg: Das ehemalige Gasthaus "Tiroler Höhe" in
Nürnberg fungierte bereits 1933 als Nazitreffpunkt /
Eine antifaschistische Demonstration im Jahr 1995 führte
zur Beendigung der dortigen Neonazitreffen (Juli 2026)
Passend zur Nachricht über das milde Urteil im mutmaßlich
letzten NSU-Prozess gegen Susann Eminger erreichte uns
kürzlich eine Information, die auf die Anfänge des
"Nationalsozialistischen Untergrundes" in Nürnberg
zurückverwies.
Eine Person, die sich mit dem Nürnberger Hetzblatt "Der
Stürmer" des 1946 hingerichteten NSDAP-Gauleiters Julius
Streicher beschäftigte, entdeckte in der Ausgabe 15 vom
April 1933 eine Seite mit vermischten Nachrichten, auf der
die "Sektionssprechabende der NSDAP, Ortsgruppe Nürnberg"
aufgeführt waren. Ein solches Treffen sollte am Dienstag,
den 18. April 1933 in der Gaststätte "Tiroler Höhe" in der
Sterzinger Straße 1 stattfinden.
Beim Stichwort "Tiroler Höhe" klingelten bei uns die
Glocken, weil in diesem Nürnberger Lokal bis ins Frühjahr
1995 hinein regelmäßige Neonazitreffen stattfanden,
darunter monatliche Versammlungen der hiesigen NPD und
mehrere überregionale Treffen militanter
Neonazigruppierungen. Unter den Teilnehmenden waren
zuletzt auch die neonazistischen Mörder Uwe Böhnhardt und
Uwe Mundlos, wie wir heute wissen.
Nürnberger AntifaschistInnen deckten den Nazitreff 1995
auf. Eine antifaschistische Demonstration am 12. April
1995 führte zur Beendigung der dortigen Neonazitreffen und
wohl auch zur Schließung des Lokals.

Nürnberg, 12. April 1995: Demonstration zum Nazitreff
"Tiroler Höhe" (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Jung- und
Altnazis, darunter die späteren NSU-Mörder, bis zur Mitte
der 1990er Jahre mit ihren Treffen in der "Tiroler Höhe"
auf den Spuren ihres historischen Vorbildes, der NSDAP,
unterwegs waren. Wir gehen davon aus, dass die Treffen
nicht zufällig dort stattfanden. Einer der Organisatoren
der NPD-Treffen war übrigens Rainer Hatz, der heute als
Bayern-Chef der Nachfolgepartei "Heimat" fungiert und
regelmäßig beim extrem rechten "Team Menschenrechte"
mitläuft.
Auf unserer Homepage verfassten wir im Oktober und
Dezember 2012 drei Artikel zum Thema "Tiroler Höhe", die
ihr gerne in unserem Archiv nachlesen könnt.
(22.7.26)
Nürnberg: 300 auf der Straße gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (Juli 2026)
Am gestrigen Montag demonstrierten etwa 300
AntifaschistInnen gegen knapp 70 extrem Rechte aus dem
Umfeld des "Team Menschenrechte" (TM). Zu sehen waren
neben dem bayerischen "Heimat" (ehem. NPD)-Chef Rainer
Hatz auch ein rechter Szeneanwalt. Eine ältere Dame
verteilte Flyer des extrem rechten Medienportals AUF1 und
der TM-Abspaltung "Wir wollen reden". Diverse rechte
Streamer schlugen sensationsgierig in Nürnberg auf und
unterstützten TM. Mehrere Sitzblockaden verzögerten die
rechte Demo.
 
Nürnberg, 20. Juli: Protest gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" im Archivpark und Exkremente von
Polizeipferden (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
(21.7.26)
Allersberg: Eine erst 2021 nach einem ehemaligem
SA-Mitglied benannte Straße soll nun doch umbenannt
werden / Der kurzzeitige Nachkriegsbürgermeister Wilhelm
Burkhardt inserierte mehrfach im "Stürmer" (Juli 2026)
Laut nn.de (21.7.26, paywall) soll die nach einem
ehemaligen SA-Mitglied Wilhelm Burkhardt (1896 - 1949)
benannte Straße im mittelfränkischen Allersberg nun doch
umbenannt werden, wie der Marktgemeinderat in einer
Sitzung vom 20. Juli mehrheitlich beschloss.
In der Sitzung trugen zwei Mitglieder des Instituts für
Regionalgeschichte im Nürnberger Verein "Geschichte Für
Alle" ihre Erkenntnisse über Burkhardt vor. Bisher nicht
bekannt: Der spätere Bürgermeister schaltete zehn
Geschäftsanzeigen im antisemitischen Hetzblatt "Stürmer".
Sein wirtschaftlicher Erfolg in der NS-Zeit hielt auch
nach seinem Austritt aus der SA an. Beide ExpertInnen
rieten von einer Beibehaltung des Straßennamens ab.
Interessantes Detail am Rande: Der spätere Bürgermeister
Josef Schön von der SPD (1966 - 1975) war wohl
NSDAP-Mitglied und Blockleiter in der Nazizeit.
Schließlich die Abstimmung: Gegen die Umbenennung der
Straße stimmten nur noch vier Räte, nämlich Gabriele
Sossau (Allersberger Bürgerforum), Christine Habereder
(AfD) sowie Willibald Harrer und Eugen Czegley von den
Freien Wählern. Für einen separaten AfD-Antrag, die Straße
nicht umzubenennen, stimmte neben der AfDlerin auch Herr
Czegley (FW).
Habereder (AfD) stand bezeichnenderweise während einer
kurzen Gedenkminute aus Anlass des Jahrestags des
Stauffenberg-Attentats auf Hitler & Co. (20.7.1944)
nicht auf und hatte die Debatte um den Straßennamen im
Vorfeld als "ideologische Verblödung" bezeichnet
(nn.de, 21.7.26). Der Enkel Burkhardts, Aris Maul, sitzt
seit der Kommunalwahl nicht mehr im Rat. Er fungierte
vormals als Chef des Allersberger Bürgerforums, das sich
zunächst gegen die Umbenennung einsetzte.
Die Vorgeschichte: Am 1. März 2021 beschloss der
Allersberger Gemeinderat die Benennung einer Straße nach
dem zeitweiligen SA-Mitglied Wilhelm Burkhardt (1896 -
1949). Der Mann war nach Kriegsende ein paar Monate
Bürgermeister. Bereits im November 1945 wurde er wieder
seines Amtes enthoben. Burkhardts Funktionen und
Mitgliedschaften in der Nazizeit - neben der zeitweiligen
Mitgliedschaft in der SA war er zum Beispiel Mitglied der
Deutschen Arbeitsfront - wurden erst durch eine
Achivrecherche im Jahr 2022 öffentlich bekannt. Dennoch
weigerte sich die Gemeinderatsmehrheit damals mehrfach,
die Straßenbenennung zurückzunehmen. Dies empörte nicht
nur Leute vor Ort, sondern zum Beispiel auch den
Nachfahren einer in der NS-Zeit verfolgten jüdischen
Familie aus Allersberg, den in England lebenden Historiker
Dr. Alexander Schulenburg. Schulenburgs Familie war
enteignet, seine Urgroßmutter nach Lodz verschleppt und
ermordet worden. In einem Zeitungsartikel wurde seine
Einschätzung zitiert, dass Burkhardt "sogar noch nach
dem Zusammenbruch aus früherem jüdischen Besitztum nach
echter Naziweise Kapital für sich schlagen wollte".
Die Familie habe ihr Eigentum erst nach mehrmaliger
Aufforderung und nach Druck zurückbekommen.
Im Februar 2024 wurden in einem Allersberger Neubaugebiet
zwei Straßenschilder mit der Aufschrift
"Wilhelm-Burkhardt-Straße" aufgestellt. Anfang März 2024
protestierten etwa 300 Menschen gegen die AfD und die
Straßenbenennung nach Burkhardt. Hier die Allersberger
Rede unserer Mitstreiterin Birgit Mair vom 2. März 2024
als Film (hier
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(21.7.26, Quellen nn.de 8.3.26, 20.7.26 und 21.7.26 sowie
nordbayern.de, 4.11.16)
Dresden / Nürnberg: NSU-Helferin Susann Eminger zu
milder Bewährungsstrafe verurteilt / NSU-Opfer Serkan
Yildirim nach dem Urteil: "Das ist wieder ein Schlag
und für uns wieder eine Niederlage" (Juli 2026)
Das Oberlandesgericht Dresden hat Susann Eminger, die
Helferin des neonazistischen "Nationalsozialistischen
Untergrunds" (NSU), zu einer milden zweijährigen
Bewährungsstrafe verurteilt. Einzige Bewährungsauflage:
Sie muss in den drei Jahren Bewährungszeit jeden Umzug
melden. Der Ehefrau des im Münchner NSU-Prozess (ebenfalls
milde) verurteilten André Eminger wurde zum Beispiel
zugestanden, aus Freundschaft mit Beate Zschäpe gehandelt
zu haben, nicht aus Gesinnung. Außerdem ging das Gericht
davon aus, dass Eminger das NSU-Kerntrio nicht in der Zeit
unterstützte, in der die rassistischen Morde begangen
wurden. Gegen diese Annahme sprechende Hinweise wurden, so
NSU-Watch, "im Urteil ausgeblendet".
Die Tochter des Münchner NSU-Mordopfers Theodoros
Boulgarides, Lina Boulgarides, äußerte sich nach dem
Urteil: "Das Urteil gleicht für mich einem Freispruch.
Das ist für uns kein Abschluss. Wir machen weiter und
versuchen, den Komplex aufzuklären und aufzuklären: Was
ist mit unseren Vätern passiert?" Serkan Yildirim,
der Überlebende des Nürnberger NSU-Bombenanschlags am 23.
Juni 1999: "Das ist wieder ein Schlag und für uns
wieder eine Niederlage. Aber unsere Kraft ist immer noch
da. Für die ist es heute beendet. Aber für uns ist es
nicht beendet. Wir müssen mehr arbeiten, mehr kämpfen,
dass so was nicht noch einmal in Deutschland passiert"
(Zitate nach NSU-Watch). Barbara John, die Ombudsfrau der
Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des NSU,
kommentierte: "Wir leben in einem Land, das den
Eindruck erweckt, mehr Verständnis für die Täter als
Einfühlung für die Opfer zu haben". Und weiter: "Das
Urteil sendet an Rechtsextreme das Signal: Wenn ich mich
so verhalte, passiert mir gar nichts. Ich kann mein
Leben einfach so weiterleben" (zitiert nach
endstation-rechts.de, 17.7.26)
Man muss wohl davon ausgehen, dass das Interesse der
staatlichen Institutionen an einer Aufklärung des
NSU-Komplexes nunmehr erloschen ist. Die meisten Urteile
gegen die Neonazi-Bande waren milde; die Ermittlungen und
Gerichtsverfahren trugen nur wenig dazu bei, Licht ins
Dunkel der diversen Ebenen der Geheimhaltung und Kumpanei
zu werfen.
Abschließend ist festzustellen, dass es größtenteils
antifaschistische und antirassistische AktivistInnen sowie
kritische JournalistInnen waren, die sich um Recherche und
Aufklärung rund um den NSU-Komplex bemühten. Unter anderem
in den Bereichen Polizeiarbeit und
Verfassungsschutzbehörden taten sich wahre Abgründe an
politischer Einseitigkeit und rassistischen Vorurteilen
auf, die an dieser Stelle nicht ausgeführt werden können.
(18.7.26, Quellen u.a. tagesschau.de, endstation-rechts.de
sowie NSU-Watch, 17.7.26)
Würzburg, Nürnberg: Künftiger Stadtrat der AfD
Würzburg und Demoteilnehmerin des "Team Menschenrechte"
sollen "Sieg Heil" skandiert haben (April / Juli
2026)
- mehrfach aktualisiert -
Laut br.de (29.4.26) und Jonas Miller (bluesky, 30.4.26)
sollen der zukünftige Würzburger AfD-Stadtrat Thomas Bayer
und eine Teilnehmerin der Demos des Nürnberger "Team
Menschenrechte" (TM) eines Nachts im Juni 2025 die
NS-Parole "Sieg Heil" skandiert haben. Bayer hatte
Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt, erschien aber
dann nicht zur Gerichtsverhandlung, unentschuldigt.
Update 1: Wie nn.de (16.7.26) schrieb, ist der
Strafbefehl gegen den Rechtsanwalt und AfD-Stadtrat (60
Tagessätze) nun rechtskräftig. Näheres ist nicht bekannt.
Update 2: Auf einem uns zugespielten Foto sieht man
die oben erwähnte Dame auf einer TM-Demo in Nürnberg mit
Ordnerbinde.
(zuletzt aktualisiert am 21.7.26)
Nürnberg, 13. Juli: In der Spitze 250 gegen extrem
rechte Demo des "Team Menschenrechte" (Juli 2026)
Am 13. Juli protestierten in der Spitze etwa 250 Menschen
gegen 50 Aktive des extrem rechten "Team Menschenrechte"
(TM). Der bayerische Chef der "Heimat" (Nachfolgepartei
der NPD), Rainer Hatz, schloss sich zum wiederholten Mal
an und scheint mit dem TM-Spektrum gut vernetzt zu sein.
Zu sehen war auch der Steiner AfD-Stadtrat Krzysztof
Malowaniec. Ein TM-Fan präsentierte ein Exemplar der
extrem rechten Zeitschrift "Zuerst!- Deutsches
Nachrichtenmagazin" aus dem Hause Dietmar Munier.
(14.7.26)
Schwabach, 8. Juli: Mehr als 300 Menschen auf der
Straße gegen die AfD (Juli 2026)
Am vergangenen Mittwoch protestierten laut nn.de (9.7.26)
mehr als 300 Menschen gegen eine AfD-Veranstaltung im
Schwabacher Bürgerhaus. Zum Gegenprotest aufgerufen hatte
die Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus.
Mehrere RednerInnen forderten ein Verbot der extrem
rechten Partei und warnten vor einem weiteren Rechtsruck.
(9.7.26)
Altdorf-Röthenbach: Ehemaliger
AfD-Landtagsabgeordneter zu 90 Tagessätzen Geldstrafe
verurteilt / Einer der Vorwürfe: Spaziergang mit
geladenem Revolver (Juli 2026)
Ein ehemaliger AfD-Landtagsabgeordneter aus Altdorf,
vermutlich Ralph M., wurde wegen Waffendelikten zu einer
Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Er soll Munition
unsachgemäß aufbewahrt und mit einem geladenen Revolver
das Haus verlassen haben. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig.
Bei einer Razzia im Haus von M. im Juli 2025 entdeckten
Polizeibeamte ein Gewehr im Badezimmer und - im Haus
verteilt - einige Behälter mit zahlreichen Patronen ("Hunderte,
vielleicht Tausende Schuss", so ein Beamter laut
nn.de, 8.7.26, paywall). M. und seine Lebensgefährtin
seien außer Haus mit einer Umhängetasche angetroffen
worden, in der sich unter anderem ein geladener, nicht
registrierter Revolver befand. M. war Jäger und
Sportschütze, bevor ihm die Waffenerlaubnis entzogen
wurde.
M. fiel im bayerischen Landtag mehrfach unangenehm auf,
unter anderem, als er sich beim Gedenken an den von einem
Neonazi ermordeten Walter Lübcke nicht vom Platz erhob.
(9.7.26, mit Informationen von nn.de und Endstation Rechts
Bayern)
Nürnberg, 6. Juli: Mehr als 400 Menschen
protestierten gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" (TM) / Ein TM-Redner: "Deutschland
braucht eine Reinigung für sich selbst" (Juli
2026)
Gestern waren mehr als 400 Menschen auf der Straße, um
gegen den provozierenden Aufmarsch des extrem rechten
"Team Menschenrechte" zu protestieren. Die Rechten konnten
etwa 80 AnhängerInnen mobilisieren und zogen teilweise
durch den Szenestadtteil Gostenhof. Mehrere Blockaden
verzögerten wie fast jeden Montag die extrem rechte Demo.
 
Nürnberg, 6. Juli: Protest gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Einer der TM-Hauptredner wünschte der AfD "alle Kraft"
und forderte: "Deutschland braucht eine Reinigung für
sich selbst". Was ein radikalnationalistischer
Redner damit meinen könnte?
(7.7.26)
Nürnberg, 5. Juli: Rechte Christen beten für die AfD
(Juli 2026)
Am Sonntag, den 5. Juli fand vor der Lorenzkirche in
Nürnberg ein seltsames Spektakel statt. Rechtsgerichtete
Christen sangen, beteten und agitierten für entsprechende
Inhalte. Es ging gegen Geflüchtete, gegen queere
Lebensformen und so weiter. Nicht verwunderlich, da ein
Teil der an diesem Tag Aktiven auch bei den Aufmärschen
des extrem rechten "Team Menschenrechte" jeden Montag auf
der Straße hetzt. Gebetet wurde auch für den Steiner
AfD-Stadtrat und mittelfränkischen AfD-Bezirksrat
Krzysztof Malowaniec, gegen den offensichtlich wegen des
Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt wird (um was es
genau geht, wissen wir nicht). Zitat aus einer
Social-Media-Seite: "Himmlischer Vater, wir bitten
Dich, dass das Ermittlungsverfahren gegen Krzysztof
aufschlussreich wird und alle relevanten Aspekte und
Einzelheiten zum Vorschein bringt". Und so weiter.
Spontan bildete sich ein kleiner antifaschistischer
Gegenprotest, der das christlich-fundamentalistische
Gedöns nicht unkommentiert ließ. Nach einiger Zeit verwies
die Pfarrerin der Lorenzkirche die rechten Christen von
der Treppe. Aus irgendeinem Fenster in der Nähe schallten
antifaschistische Parolen. Wahrlich ein interessantes
Spektakel.
Im Verlauf entblödete sich Stadrat und Bezirksrat
Malowaniec nicht, einen Flyer des extrem rechten
österreichischen Medienportals AUF1 zu präsentieren. Na
ja, wenig überraschend.
(6.7.26)
Schweinfurt und anderswo: Extrem rechter
Kampfsportler schon wieder aus dem Ring geflogen (Juli
2026)
Laut nn.de (2.7.26, paywall) flog der aus Schweinfurt
stammende extrem rechte Kampfsportler Lucas S. schon
wieder aus dem Ring. Nach Bekanntwerden der Hintergründe
durfte er bei einem großen Boxevent in Köln nicht mehr
auftreten. Der Betreuer von S. sei "mehrfacher
Teilnehmer an Kundgebungen der neonazistischen
Kleinpartei 'Der Dritte Weg' und Unterstützer der als
kriminelle Vereinigung eingestuften rechtsextremen
Gruppe 'Knockout 51' aus Eisenach", so nn.de. Beide
gehörten zudem zu den "als rechtsextrem geltenden
Schweinfurt-Hooligans".
Wie wir im September 2025 schrieben, durfte der rechte
Boxer damals nicht an einem Boxwettkampf am 13. September
in der Nürnberger Meistersingerhalle teilnehmen. nn.de
berichtete seinerzeit: "Unsere Recherchen haben
ergeben, dass Lucas S. in Schweinfurt mit der
rechtsextremen Partei der III. Weg sympathisiert. Auf
seinem privaten Instagram-Account postete er unter
anderem sich selbst mit erhobenen Daumen in der
KZ-Gedenkstätte Dachau sowie ein Foto zum Todestag von
Rudolf Heß, der als Stellvertreter Adolf Hitlers
fungierte, mit den Worten 'Rudolf Hess unvergessen'".
In der Zwischenzeit gelang es S. jedoch mehrfach, bei
derartigen Veranstaltungen unbeanstandet aufzutreten.
(3.7.26)
Danke und Kontakt
Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die
das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!
Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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