*** Nürnberg, 17.4.26 (Freitag), 18 Uhr,
Gewerkschaftshaus Nürnberg, Erdgeschoss, Kornmarkt 5-7:
Fortsetzung der Veranstaltung vom 6.2.26 zum Thema "Team
Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden!?"
(Nürnberger Bündnis Nazistopp und AK Antifa/Antira von
ver.di).
*** Nürnberg, 25.4.26 (Samstag), nachmittags: SAVE THE
DATE! Proteste gegen extrem rechte Demo (Nürnberger
Bündnis Nazistopp, Alerta Parade und andere). Weitere
Infos folgen!
*** Nürnberg, 16.5.26 (Samstag), Tugendbrunnen bei der
Lorenzkirche, ab 14 Uhr: Aktionen zum internationalen
Tag gegen Queerfeindlichkeit. Ab 17.30 Uhr Demo,
Abschluss am Magnus-Hirschfeld-Platz (Bündnis gegen
Trans*- und Homophobie in der Metropolregion Nürnberg,
Kunterbunt Amberg). Weitere Infos: hier
klicken!
*** Nürnberg, 23.5.26 (Samstag), SAVE THE DATE:
Kundgebung für AfD-Verbot (Initiative Menschenwürde
verteidigen - AfD-Verbot jetzt) und Aktionen gegen
extrem rechte Demo (verschiedene Initiativen). Weitere
Infos folgen!
*** Unser Facebook-Account: hier
klicken!
*** Unser Instagram-Account: hier
klicken!
*** Wer für die von der Razzia vom 11.3.26 Betroffenen
spenden will: hier
klicken!
*** Download der neuen Nazistopp-Broschüre "Das
sogenannte 'Team Menschenrechte'. Eine Analyse": hier
klicken!
*** Download der ver.di-Broschüre "Hier spricht die AfD /
der neue Faschismus": hier
klicken! Printausgabe bisher mehr als 27000 verkauft
/ verteilt!
*** Download der AJC-Broschüre "Die Umsturzpartei - Wie
die AfD unsere Demokratie gefährdet": hier
klicken! Lesenswert u.a. die Abschnitte "Politik
gegen Arme" und "Spendensumpf, Milliardärsfreunde und
Crash-Propheten"
*** Download des Arbeitspapiers vom August 2022 zur
hiesigen Querdenkerbewegung ("Die Querdenkerbewegung in
Nürnberg: Antipolitisch, irrational, rechtsoffen"): hier
klicken!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden
Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen!
Zum Spendenkonto: hier
klicken!
Nürnberg, 17. April: Infoveranstaltung &
Diskussion "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss
breiter werden", Teil 2 (April 2026)
Am Freitag, den 17. April laden wir euch zusammen mit dem
AK Antifa / Antira der ver.di Mittelfranken zum zweiten
Teil unserer Veranstaltung "Team Menschenrechte - Der
Widerstand muss breiter werden" ins Gewerkschaftshaus
Nürnberg (Erdgeschoss), Kornmarkt, ein. Wir werden anhand
der Ergebnisse vom letzten Mal (Veranstaltung am 6.
Februar) Handlungsstränge und Aktionen weiter entwickeln
und uns konkret verabreden.
(Stand 6.4.26)
Feucht: Neonazi-Besuch im Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum (April
2026)
Oberfränkische Neonazis, die "Nationale Jugend Lichtenfels",
berichteten auf ihrer Homepage, sie hätten im März das
Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum im mittelfränkischen Feucht
besucht. Es wird beklagt: "Oberth war Raketenforscher,
Weltraumpionier, NPD-Mitglied und wird leider viel zu wenig
gewürdigt". Nach dem Besuch in Feucht stattete man dann
standesgemäß dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände einen
Besuch ab.
Der Legende nach habe Oberth (1894 - 1989) im Jahr 1967 die NPD
verlassen und habe seinem Lebensabend in Feucht politisch
unauffällig verbracht. Es gibt jedoch Indizien dafür, dass Oberth
auch noch später in extrem rechten Kreisen unterwegs war.
In seinem letzten Buch, der 1983 erschienenen "Wählerfibel
für ein Weltparlament", finden sich jedenfalls zahlreiche
rassistische und den deutschen Nationalsozialismus
beschönigende Passagen (Quelle: "Hermann Oberth -
Raketenentwickler und rechter Schwadroneur", in: Broschüre
"Braune Soß aus Nordbayern, 2017).
(16.4.26)
Nürnberg, 13. April: 250 gegen extrem rechte Demo (April 2026)
Am vergangenen Montag (13.4.26) wurde erneut gegen eine Demo
des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) demonstriert. Etwa 250
AntifaschistInnen waren auf der Straße; die Rechten mobilisierten
ungefähr 60 Fans. Mehrere Sitzblockaden verzögerten die rechte
Demo. Eine TM-Organisatorin versuchte penetrant, aber erfolglos,
AntifaschistInnen zu provozieren.
(16.4.26)
Lauf: Rechter Randalierer, sexuell
übergriffig (April 2026)
Wie n-land.de (7.4.26) berichtete, randalierte ein
38-jähriger Mann an einer Tankstelle in Lauf, belästigte
eine Frau sexuell und beleidigte zwei Mitarbeiterinnen.
Später traf er in Gegenwart der Polizei "rechtsmotivierte
Aussagen".
Gunzenhausen: Brandmauer? Welche Brandmauer? (April
2026)
Laut nn.de (27.3.26) fand der neu gewählte Gunzenhäuser
Bürgermeister Matthias Hörr (CSU), dass man mit der AfD "wie
mit jeder anderen Partei" umgehen sollte. Und
weiter: "Vernünftigen Anträgen kann man zustimmen,
egal von wem sie kommen". Das Landkreisbündnis gegen
Rechts Weißenburg-Gunzenhausen konterte scharf: "Eine
Normalisierung der AfD darf es auch in der
Kommunalpolitik nicht geben". Die Haltung von Hörr
sei "verantwortungslos", denn "die AfD
vertritt ein autoritäres, völkisches Weltbild,
relativiert demokratische Grundrechte und unterhält
Verbindungen zu extrem rechten Netzwerken".
(2.4.26)
Nürnberg: Mildes Urteil gegen Neonazi / Richterin
blieb unter der Strafforderung des Szeneanwalts! (März
2026)
Sven M., mehrfach vorbestrafter 37-jähriger Neonazi, wurde
laut nn.de (31.3.26) vor dem Landgericht Nürnberg zu einer
überraschend milden Strafe verurteilt. Nachdem ihn die
Vorinstanz noch zu drei Monaten Haft ohne Bewährung
verknackt hatte, weil er am 7. April letzten Jahres einen
Antifaschisten mit den Worten "Ich klopp dich um"
und einer aggressiv wirkenden Geste bedroht haben soll,
bekam er nun eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten
auf Bewährung und muss 1500 Euro zahlen. Damit unterbot
die Richterin sogar die Strafforderung des Szeneanwalts
Frank M.! Angeblich habe sich M. aus der rechten Szene
gelöst und so weiter und so fort. Das stieß sogar der
nn.de-Reporterin sauer auf: "Im Zuschauerraum saßen
als Unterstützer für Sven M. drei Neonazis. Über einen
von ihnen hat unser Medienhaus erst kürzlich berichtet,
da er sich an einem umstrittenen Kampfsportwettkampf der
rechten Szene im Ausland beteiligen wollte. Ein weiterer
ist in Nürnberg ebenfalls bekannt, da er im vergangenen
Jahr einige kleine Demonstrationen für die Gruppe 'Aryan
People Resistance', zu Deutsch 'Widerstand des arischen
Volkes', organisiert hatte. Sven M. kam zum
Prozesstermin in Begleitung dieses jungen Neonazis."
Wie uns mitgeteilt wurde, soll M. einen Antifaschisten im
Gerichtsgebäude als "widerliche linke Zecke"
beleidigt haben!
Wir berichteten zuletzt im September 2025. Sven M. nahm
eine Zeitlang regelmäßig an Demonstrationen des extrem
rechten "Team Menschenrechte" (TM) teil, auch als Ordner.
Zu seinem Amtsgerichts-Prozess im Vorjahr erschien er mit
einem Nazi-Shirt (Aufdruck "APR" = "Aryan People
Resistance").
(31.3.26, Quellen nn.de und Bericht von
ProzessbeobachterInnen)
Nürnberg, 30. März: 300 gegen "Team Menschenrechte" /
DemonstrantInnen schützten Buchhandlung Jakob (März
2026)
- aktualisiert -
In der Spitze 300 Menschen protestierten am heutigen
Montag in Nürnbergs Innenstadt gegen den Aufmarsch des
extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM). Die Rechten
konnten knapp 60 AnhängerInnen mobilisieren. Die
allwöchentliche TM-Demo erfährt wegen ihrer Permanenz und
der Anwesenheit rechter StreamerInnen seit längerer Zeit
bundesweite Aufmerksamkeit. Nürnberg gilt zurecht als
Mekka rechter Gruppierungen.
Die Innenstadt-Buchhandlung Jakob (vgl. Artikel unten)
wurde von AntifaschistInnen geschützt. Motto eines
Transparents: "Nürnberger Brandmauer gegen Hass und
rechte Hetze". Mehrere Sitzblockaden verzögerten die
extrem rechte Hass-Demo. Polizeipferde bekackten auch
heute wieder das Nürnberger Pflaster.
(30.3.26, aktualisiert 31.3.26)
Nürnberg: Extrem rechte Provokation gegen
Buchhandlung (März 2026)
Am gestrigen Dienstag tauchten mehrere Aktive des extrem
rechten "Team Menschenrechte" (TM) in der Nürnberger
Buchhandlung Jakob auf und versuchten, Personal und
KundInnen zu provozieren. Die Rechten reagierten damit
wohl auf ein an der Tür der Buchhandlung befestigtes
Plakat, auf dem unter der Überschrift "Nazis raus -
Gegen Team Menschenrechte!" und einem kurzen
erläuternden Text dazu aufgerufen wird, sich beim
Ordnungsamt der Stadt Nürnberg über die allwöchentlichen
Hetzdemos von TM und die durch die Stadt ermöglichte
großzügige Routenplanung zu beschweren.
Auf der Instagram-Seite der Buchhandlung Jakob ist in
einem "Statement zum 'Besuch' des 'Team
Menschenrechte'" unter anderem zu lesen: "Wir
als unabhängige Buchhandlung in der Nürnberger
Innenstadt stehen für Vielfalt, Meinungsfreiheit und
Antirassismus. Daran ändert auch kein
Einschüchterungsversuch etwas". Bravo!
(25.3.26)
Nürnberg, 21. März: 300 gegen die extrem Rechten vom
"Team Menschenrechte" (März 2026)
- ergänzt -
In der Spitze 300 Menschen demonstrierten am heutigen
Samstag gegen eine Demo des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM). Zunächst hatte der DGB eine
Kundgebung auf dem Kornmarkt organisiert. Im Anschluss
führte die Alerta Parade mit etwa 250 TeilnehmerInnen ihre
Demonstration durch. TM brachte handgezählt 52 Leute auf
die Straße.
Was gab es sonst noch? Mehrere antifaschistische
Blockaden, für die extrem Rechten freigesperrte große
Straßenzüge, Polizeipferde.
Ergänzung: Auf uns zugespielten Fotos der extrem
rechten Demo ist zu sehen, wie sich Frank Kettner, einer
der Köpfe von "Team Menschenrechte", und Rainer Hatz, Chef
der "Heimat" (ehem. NPD), erfreut die Hand geben. Laut
nn.de (23.2.26, paywall) war am Samstag auch ein aus dem
Landkreis Neumarkt stammender junger Neonazi namens Haakon
P. bei TM dabei. Jener sei später von der Polizei an der
Ausreise nach Frankreich gehindert wurde. Dort wollte er
wohl an einem rechten Kampfsport-Event teilnehmen. nn.de
weiter: "P. war auch bei dem gewalttätigen Übergriff
auf Gegendemonstranten des 'Team Menschenrechte' im
April 2025 im Untergeschoss des Nürnberger Hauptbahnhofs
vor Ort. Ebenso trat er öffentlich mit Marcus L. auf,
der bei einem Umzug mit dem 'Team Menschenrechte' im
vergangenen Frühjahr in eine Kamera gesagt hatte, er
wünsche sich wieder einen 'kleinen Hitler'".
(21.3.26, ergänzt 23.3.26)
Nürnberg: Razzia vom 11. März als "Schikane" gegen
die antifaschistische Szene? (März 2026)
Laut br.de (19.3.26) hätten einzelne PolizistInnen dem
Sender gegenüber anonym geäußert, das polizeiliche
Vorgehen gegen antifaschistische GegendemonstrantInnen sei
auch als Schikane gedacht:
"Es gehe darum, die Gegendemonstranten zu schwächen,
weil sie für den eigentlichen Aufwand sorgen, während es
sich beim 'Team Menschenrechte' ja nur um eine kleine
Gruppe handele, so der Vorwurf. Die Polizeibeamten
sagten dies im Gespräch mit dem BR, sie wollen
allerdings anonym bleiben und nicht zitiert werden",
so br.de.
br.de ("Durchsuchungen bei linken Demonstranten – Reine
Schikane?", 19.3.26): hier
klicken!
(21.3.26)
Uffenheim: Kriminelle False-Flag-Aktion - AfDler
zündete eigenes Auto an, schrieb gefälschten
"Antifa"-Drohbrief und versuchte so, den örtlichen
Kommunalwahlkampf zu beeinflussen (März 2026)
Wie nordbayern.de (19.3.26) und weitere Medien
berichteten, zündete ein AfD-Mitglied im mittelfränkischen
Uffenheim sein eigenes Auto an und versuchte, die Schuld
mittels eines gefälschten Drohbriefs der "Antifa" in die
Schuhe zu schieben. Mit dieser Kampagne gegen eine
vermeintlich in der fränkischen Provinz tätige radikale
Linke versuchte der Mann auch, im Vorfeld der bayerischen
Kommunalwahl die Stimmung zugunsten der extremen Rechten
zu verschieben. Letzteres ist ihm nicht gelungen. Die
Denunzierung antifaschistischer Gruppierungen hätte
vermutlich funktioniert, hätte sich der Mann nicht durch
den handgeschriebenen Drohbrief selbst enttarnt.
Wir schrieben im Februar unter der Überschrift "Perfide
AfD-Kampagne gegen antifaschistisch Aktive / Bündnisse
erklären sich solidarisch mit Betroffenen" unter
anderem:
"Im mittelfränkischen Städtchen Uffenheim geht es rund.
Am 1. Februar tauchten auf Wahlkampfplakaten von SPD und
Grünen rechte Schmierereien auf, zudem 'Hakenkreuze,
AfD-Schriftzüge und Hitlerbärtchen' (Fränkische
Landeszeitung, 10.2.26). Am 4. Februar brannte dann ein
Kleintransporter aus, der angeblich einem AfD-Mitglied
gehört. Ob es Brandstiftung war usw.? Bisher unklar.
Dennoch entbrannte in rechten Internetmedien nach
sattsam bekanntem Muster eine Hetzkampagne gegen
örtliche Aktive gegen rechts, unter anderem einen
Stadtrats- und Kreistagskandidaten von Bündnis90/Die
Grünen, die Omas gegen rechts, die 'Antifa' und so
weiter.
In einer Pressemitteilung äußern sich nun das Bündnis
gegen Rechts im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim,
die Omas gegen Rechts Neustadt/Aisch und das Bündnis
'Scheinfeld ist bunt' zur Sache: (...) Die Bündnisse
'stehen solidarisch zu denen, die von Rechtsextremen
verunglimpft, bedroht und beschuldigt werden'".
Wir gehen davon aus, dass der große Skandal ausbleiben
wird, da Teile der bürgerlichen Kräfte eher mit dem 'Kampf
gegen links' beschäftigt sind und nicht nur im
Europaparlament schmuddelige Rechtsradikale rehabilitiert
bzw. normalisiert werden.
(20.3.26)
nordbayern.de ("Drohbrief überführt ihn: AfD-Mitglied
zündet eigenes Auto an - und beschuldigt Linke", 19.3.26):
hier
klicken!
Nürnberg, 16.3.26: Mindestens 300 gegen das extrem
rechte "Team Menschenrechte" / "Wieder eine junge
Frau, wie mutig" (März 2026)
Am 16. März protestierten mindestens 300 Menschen gegen
die Demonstration von etwa 50 AnhängerInnen des extrem
rechten "Team Menschenrechte". Mehrere Sitzblockaden
verzögerten den rechten Aufmarsch. Gegen Ende der
antifaschistischen Proteste wurde aus unklaren Gründen und
unter lauten "Schämt euch"-Rufen von
GegendemonstrantInnen eine junge Frau in ein Polizeiauto
verfrachtet und schnell abtransportiert. Eine Beobachterin
kommentierte: "Wieder eine junge Frau, wie mutig".
(17.3.26)
Nürnberg, 11. März 2026: Skandalöses Detail der
Polizeirazzia - USK-Beamte "bewachten" zwei Stunden lang
schwer kranken, bettlägerigen älteren Menschen, der von
der Razzia gar nicht betroffen war (März 2026)
- ergänzt -
Bei der polizeilichen Razzia am 11. März 2026, die sich
gegen aktive AntifaschistInnen in Nürnberg und anderen
Orten richtete, drang die Polizei in aller Herrgottsfrühe
auch in das Zimmer eines von der polizeilichen Maßnahme
eigentlich nicht betroffenen, in einer Wohngemeinschaft
lebenden Menschen ein. Obwohl die ältere, bettlägerige
Person den Beamten mitteilte, dass sie schwer krank sei,
postierten sich mehr als zwei Stunden lang einer,
zeitweise zwei vermummte USK-Beamte in dessen
Schlafzimmer. Der eine Beamte stand im Türrahmen, der
andere in der Mitte des Zimmers, unweit des Bettes, in dem
die kranke Person lag (die Person war nicht in der Lage,
längere Zeit zu sitzen).
Die MitbewohnerInnen hatten derweil große Sorge, dass es
zu einem medizinischen Notfall kommen würde. Der an die
Beamten gerichtete Wunsch, den unbeteiligten, schwer
kranken Menschen in Ruhe zu lassen, wurde ignoriert.
Dieses polizeiliche Vorgehen verletzt aus unserer Sicht
in eklatanter Weise die menschliche Würde. Die Aktiven
des Nürnberger Bündnis Nazistopp sind erschüttert und
empört.
Wer für die von der Razzia Betroffenen spenden will: hier
klicken!
(13.3.26, ergänzt 14.3.26)
nordbayern.de ("Zweifel an Verhältnismäßigkeit: Scharfe
Kritik an Razzien in Nürnberg und der Region", 14.3.26): hier
klicken!, nd-aktuell.de ("Staatsmacht gegen
Antifas", 13.3.26): hier
klicken!
Nürnberg, Fürth, Baiersdorf, Hersbruck, Heroldsbach
und anderswo am 11. März: Polizeirazzia gegen
AntifaschistInnen / Spontane Protestkundgebung in
Nürnberg mit 200 Teilnehmenden / Solidarität mit den von
der Repression und den Einschüchterungsmaßnahmen
Betroffenen! (März 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Die Polizeirazzia am frühen Mittwochmorgen (11.3.26)
richtete sich gegen AntifaschistInnen in den oben
genannten mittel- und oberfränkischen Städten und
Gemeinden, aber auch in Schwaben, Niederbayern, Leipzig
und Münster in Hessen. Insgesamt sollen 24 Wohnungen
durchsucht worden sein. Anlass der Durchsuchungen:
Menschen, die am 26. April 2025 gegen eine größere extrem
rechte Demo ("Gemeinsam für Deutschland") rund um das
"Team Menschenrechte" in Nürnberg demonstriert haben,
sollen Landfriedensbruch begangen und PolizistInnen
angegriffen haben.
Am Mittwochnachmittag fand auf dem Nürnberger Jakobsplatz
eine spontane Protestkundgebung mit etwa 200
TeilnehmerInnen statt. Die ver.di-Jugend Mittelfranken
solidarisiert sich in einer Stellungnahme mit Betroffenen
und berichtet, dass sich vermummte Einsatzkräfte nicht nur
Zugang zu Privatwohnungen verschafft haben, sondern
Betroffene sogar an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht haben,
in einem Fall war dies eine Klinikumsmitarbeiterin während
ihrer Schicht! Die Razzia sei unverhältnismäßig gewesen
und habe vor allem den Zweck gehabt, zivilgesellschaftlich
Engagierte einzuschüchtern. Das antifaschistische Bündnis
"Hersbruck ist bunt" schreibt: "Während die
Nürnberger Zivilgesellschaft es geschafft hat,
regelmäßigen Protest gegen die ständigen Naziaufmärsche
zu organisieren, wird von seiten der Polizei durchwegs
mit großer Härte gegen die Gegendemonstrationen
vorgegangen. Regelmäßig kommt es zu Festnahmen und
Verletzungen, die Wohnungsdurchsuchungen gegen
Antifaschist*innen auch hier in Hersbruck passen nahtlos
in dieses Bild hinein. Sie haben das Ziel,
Antifaschist*innen einzuschüchtern und von Protest
abzuhalten"
Die Gewerkschaft ver.di erklärt sich solidarisch
mit allen Betroffenen. Gerade angesichts zunehmender
rechter Mobilisierungen sei es wichtig, dass Menschen für
Demokratie, Solidarität und gegen Rassismus eintreten
können, ohne unter pauschalen Verdacht zu geraten.
Antifaschismus dürfe kein Verdachtsmoment sein und nicht
kriminalisiert werden. Luise Klemens,
Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, wird in der
aktuellen ver.di-Pressemitteilung (13.3.26) folgendermaßen
zitiert: "Es ist nicht akzeptabel, dass engagierte
junge Menschen immer wieder mit Maßnahmen konfrontiert
werden, die den Eindruck erwecken,
zivilgesellschaftliches Engagement müsse unterbunden
werden".
Aus der Presseinformation des Nürnberger Bündnis
Nazistopp vom 12. März 2026: "Unerträglich ist
an dem gestrigen Vorgang neben dem bisher Kritisierten
(Unverhältnismäßigkeit, Kriminalisierung, völlig
verspätete Aktion) aus unserer Sicht auch der
offensichtliche Versuch der Geschichtsklitterung
bezüglich des 26. April 2025. Auch wir, das Nürnberger
Bündnis Nazistopp, hatten seinerzeit mit einer
(stationären) Gegenkundgebung den Protest gegen die
Faschisten zu verantworten. Wir erhielten vielfältige
Berichte über Polizeigewalt von Reizgaseinsatz bis hin
zu Knochenbrüchen und Tritten gegen den Kopf. Dies war
Gegenstand einer Materialsammlung, eines Mediengesprächs
am 27. Juni 2025 und eines Gesprächs mit dem
Polizeipräsidenten am 11. August 2025. Die Polizei hat
auch Ermittlungen gegen die eigenen Leute aufgenommen,
zu denen ein Bündnismitglied als Zeuge aussagen musste.
Diese Ermittlungen werden ergebnislos bleiben, da die
Polizisten in aller Regel nicht identifizierbar sind.
Nun soll erkennbar von diesem Fehlverhalten abgelenkt
werden und das Problem im Gegenprotest liegen? Das
dürfen wir nicht zulassen".
Solidarität mit den von der Razzia Betroffenen sollte
selbstverständlich sein!
Stellungnahme der Antifa-Aktionskneipe Nürnberg: hier
klicken!
(11.3.26, ergänzt 12.3. und 13.3.26)
Lauf: Rechte Attacke auf Menschen, die gegen die AfD
protestierten / Ein Angreifer teilte Hitlerbilder auf
Facebook (März 2026)
Laut nn.de (10.3.26, paywall) wurden am 7. März in Lauf
AntifaschistInnen, die gegen einen AfD-Wahlkampfstand
protestierten, von zwei aggressiven Rechten attackiert.
Einer der beiden Männer mittleren Alters schubste den
antifaschistischen Anmelder zwei Mal und schlug ihm dann
gegen den Hinterkopf. Auf Facebook teilte der Angreifer
unter anderem Bilder von Adolf Hitler.
(11.3.26)
Schönwald (Lkr. Wunsiedel): Razzia wegen Nazi-Verlag
(März 2026)
Wie unter anderem rbb24.de (11.3.26) schrieb, wurden
polizeiliche Razzien in fünf Bundesländern sowie in Polen
und Spanien gegen den Nazi-Verlag "Der Schelm"
durchgeführt. Der Verlag vertreibt unter anderem
Nachdrucke von in Deutschland verbotenen NS-Büchern. Eine
Durchsuchung fand im oberfränkischen Schönwald (Landkreis
Wunsiedel) statt. Näheres ist nicht bekannt.
Unter den Kunden des Verlags befinden sich "bekannte
Neo-Nazis sowie Lokalpolitiker der AfD". Im
vergangenen Sommer sei vor dem Amtsgericht Bamberg ein
Arzt zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er
zwanzig Exemplare der Broschüre "Der Holocaust: Fakten
versus Fiktion" des bekannten Holocaust-Leugers
Germar Rudolf bestellt hatte.
rbb24.de ("Nazi-Propaganda verkauft: Razzien gegen
rechtsextremen Verlag 'Schelm'", 11.3.26): hier
klicken!
Nürnberg und Region: Kommunalwahlen mit erwartetem
Rechtsruck (März 2026)
- ergänzt -
Die von einigen KommentatorInnen geäußerte Überraschung
über die im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 deutlich
gestiegenen AfD-Wahlergebnisse in Bayern ist nicht
nachvollziehbar. Erstens gab es in der Zwischenzeit
Bayern-, Europa- und Bundestagswahlen mit jeweils hohen
rechten Ergebnissen im Lande (14,6%, 12,6%, 19%), zweitens
wählen die meisten AfD-Fans die Partei nicht trotz,
sondern wegen ihrer rechtsradikalen Positionen und denken,
davon in Zukunft profitieren zu können.
Bei der Kommunalwahl 2026 wählten in Bayern
durchschnittlich 12,8% die extrem rechte Partei AfD (Stand
10.3.26). Während in den Regierungsbezirken Mittel- und
Oberfranken überdurchschnittlich AfD gewählt wurde (13,0%
bzw. 14,9%), waren die Unterfranken (12,7%) und die
OberpfälzerInnen (11,9%) diesbezüglich unter dem
Durchschnitt. Bei den kreisfreien Städten in der Region
liegt Nürnberg mit 13,5% fast an der "Spitze", übertroffen
nur noch von Ansbach mit 14,6%. Den tiefsten Prozentwert
hat die Stadt Erlangen mit 6,7%. Bei den Landkreisen
liegen die Wahlergebnisse zwischen Amberg-Sulzbach mit
4,6% und Bamberg mit 18,1%. Im Kreisrat Forchheim und in
der Stadtrat der kreisfreien Stadt Amberg sitzen
erfreulicherweise keine AfDlerInnen, weil es die Partei
dort nicht schaffte, eine Liste einzureichen. Eine Auswahl
von Städten in Mittelfranken, deren Kommunalparlamente
auch in den nächsten Jahren AfD-frei sind (ohne Anspruch
auf Vollständigkeit): Heilsbronn, Windsbach, Roth,
Hilpoltstein, Greding, Heideck, Pappenheim, Treuchtlingen,
Weißenburg, Ellingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen,
Rothenburg ob der Tauber, Neustadt/Aisch, Uffenheim,
Burgbernheim, Hersbruck, Spalt. Gratulation!
In Nürnberg liegen die Hochburgen der extrem
Rechten in den seit vielen Jahren bekannten Stadtteilen.
Wahlergebnisse über 20% gab es in Gibitzenhof/Sandreuth,
Schweinau, Sündersbühl, Langwasser NW, Beuthener Str./
Altenfurt Nord/Langwasser SO ("Spitzenreiter" mit 25,8%),
Langwasser SW, Hasenbuck/Rangierbahnhof/Katzwanger
Str./Dianastr., Hohe Marter, Röthenbach West und
Reichelsdorf. In Teilen Nürnbergs existiert schon lange
eine extrem rechte Stammwählerschaft.
Ein kleiner Schwenk in die Nachbarstadt Fürth:
Dort sitzt nun als einzige Vertreterin der Freien Wähler
die Rechtsauslegerin Heidi Lau im Stadtrat (vgl. hier
klicken!). In Stein hat unter anderem
Krzysztof Malowaniec einen Stadtratssitz erobert. Der Mann
war lange Zeit Stammgast der extrem rechten Demos von
"Team Menschenrechte". Eine interessante Anekdote kommt
aus Erlangen: Weil ein Kandidat der dortigen
AfD-Liste, Daniel Vobelt, seine mehr als einjährige
Freiheitsstrafe verschwiegen hatte, war er nicht wählbar;
die für ihn abgegebenen Stimmen waren ungültig. Resultat
der dadurch ausgelösten Neuverteilung der Sitze: Die
Grünen dürfen einen Stadtrat mehr ins Gremium schicken.
Ein Artikel in den Nürnberger Nachrichten (28.2.26,
Printausgabe) behandelte die "Achillesferse der AfD",
so die Hauptüberschrift. Das Thema: Die rechte Partei tut
sich in Städten und Gemeinden teilweise schwer,
WahlkandidatInnen zu finden. Je kleiner der Ort, desto
mehr sozialer Druck kann sich gegen die Rechten aufbauen:
von Nachbarn, von der eigenen Familie usw. So standen zum
Beispiel in der Stadt Neumarkt nur drei AfD-Kandidaten auf
der Liste. Weitere Beispiele: Im Landkreis Roth gibt es 16
Gemeinden, davon schaffte es die AfD nur in vieren, eine
Liste aufzustellen. Im Landkreis Fürth war das in sechs
von 14 Gemeinden der Fall, im Landkreis Neumarkt in sieben
von 19. Und manchmal kommen der extrem rechten Partei ihre
KandidatInnen auch wieder abhanden, wie in Weißenburg (wir
berichteten im Dezember 2025).
Quellen u.a.: www.kommunalwahl2026.bayern.de, erlangen.de,
wahlen.osrz-akdb.de, wahlen2026.ansbach.de, "Nachtheft"
der Stadt Nürnberg zur Kommunalwahl 2026, Endstation
Rechts Bayern, nn.de, br.de, Nürnberger Nachrichten,
onetz.de,
www.merkur.de/bayern/kommunalwahl-bayern-ere1211475/
(10.3.26, ergänzt 11.3.26)
Erlangen: AfD muss Unterlassungserklärung gegenüber
Rechercheunternehmen Correctiv abgeben und Restauflage
eines Flyers schreddern lassen (März 2026)
Wie die Erlanger Nachrichten (9.3.26, Printausgabe)
schrieben, musste der Erlanger AfD-Kreisvorsitzende Robert
Aust gegenüber dem Rechercheunternehmen Correctiv eine
Unterlassungserklärung abgeben und die Restauflage eines
Flyers schreddern lassen. In diesem Flyer wurde die
Correctiv-Recherche über das Potsdamer Geheimtreffen im
November 2023 (hier
klicken!) als "Märchen" und "erfunden"
bezeichnet.
(10.3.26)
Ansbach: 19-jährige Messerstecherin zu neun Jahren
Jugendhaft verurteilt / Anwalt der Nebenklage sieht
rassistische Tatmotive und spricht von Mord (März 2026)
Laut Nürnberger Nachrichten und Süddeutsche Zeitung
(10.3.26, jeweils Printausgabe) wurde eine 19-jährige
Nürnbergerin, die einen 15-Jährigen im vergangenen Juni am
Großen Brombachsee mit einem Messerstich in den Hals
getötet hatte, wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von
neun Jahren verurteilt. Die Täterin soll den Jungen mit
deutscher und brasilianischer Staatsangehörigkeit im Zuge
einer zunächst verbalen Auseinandersetzung rassistisch
beleidigt haben. Die Richterin fand laut SZ "keine
Anhaltspunkte" für ein rassistisches Motiv. Die
Täterin habe die Beleidigung "unbedacht" gerufen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Anwalt der Nebenklägerin, der Mutter des Opfers, sieht
die rassistischen Tatmotive nicht berücksichtigt und
spricht von Mord. Revision wurde noch im Gerichtssaal
eingelegt.
Die Vorgeschichte: Die 19-Jährige griff am Großen
Brombachsee nach einer verbalen Auseinandersetzung den
15-jährigen, dunkelhäutigen Jungen mit einem Messer an und
verletzte ihn tödlich. Rassistische Motive könnten bei der
Tat eine Rolle gespielt haben, da die mutmaßliche Täterin
das Opfer unter anderem als "Scheißausländer"
beschimpfte und ihn aufforderte, er solle "in sein
Land zurückgehen". Wie br.de (23.6.25) schrieb,
stünden im Strafregister der 19-Jährigen Gewaltdelikte und
ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Alle Verfahren seien
jedoch nach Jugendstrafrecht eingestellt worden. Wir
berichteten zuletzt im Januar 2026.
Nürnberg: In der Spitze 200 gegen extrem rechte Demo
(März 2026)
Laut uns zugegangenen Berichten demonstrierten am heutigen
Montag in der Spitze 200 Menschen gegen 65 extrem Rechte,
die mit dem "Team Menschenrechte" (TM) marschierten. Der
komplette Frauentorgraben wurde zeitweise wegen der
rechten Demo gesperrt. Wegen mehrerer Blockaden
hintereinander mussten TM in der Königstraße auf dem
Gehsteig laufen.
(9.3.26)
Nordbayern: Spezielle AfD-Kandidaten auf den
Kommunalwahl-Listen - Kontakte zur Neonazi-Szene,
Vorstrafe wegen fingiertem Raubüberfall auf
Discounter-Filiale usw. (März 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Laut nn.de (4.3.26, paywall) und br.de (5.3.26) tauchen
auf den AfD-Listen zur Kommunalwahl ganz spezielle
Kandidaten auf. Zum einen findet sich auf Platz 10 der
Liste für den Erlanger Stadtrat ein 34-jähriger Mann, der
wegen eines fingierten Raubüberfalls auf eine
Discounter-Filiale rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe
von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden ist und
der wohl bald seine Haft antreten muss. Der Mann sei
mehrfach einschlägig vorbestraft.
In Scheßlitz (Lkr. Bamberg) kandidiert ein Andreas Müller
für den Stadtrat. Der sei laut br.de unter anderem im Jahr
2015 bei der 1.-Mai-Demo der Neonazis vom "Dritten Weg"
mitmarschiert. Weitere Beispiele für Kandidaten mit
einschlägigen Kontakten in die extrem rechte Szene finden
sich im unten verlinkten Artikel sowie hier.
Update: Wie nn.de (5.3.26) schrieb, gelten auf der
AfD-Stadtratsliste für Erlangen vier Kandidierende als
vorbestraft. "Die Verurteilungen stammen überwiegend
aus den Jahren 2023 und 2024. Die Vorwürfe reichen von
Sachbeschädigung – etwa der Zerstörung von Wahlplakaten
der Linken – über die Verwendung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung
bis hin zu falscher Verdächtigung und Beleidigung gegen
Personen des politischen Lebens". Und weiter: "Vorbestraft
ist ebenfalls ein Kandidat, der 2023 wegen
Drogendelikten und versuchten Betrugs zu eineinhalb
Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde.
Er steht immer noch unter Bewährung und muss sich im
März erneut vor dem Amtsgericht Erlangen verantworten".
br.de ("Kommunalwahl: AfD-Kandidaten auch aus der
Neonazi-Szene", 5.3.26): hier
klicken!
Nordbayern, verschiedene Orte, 28. Februar: Zahlreiche
Aktionen gegen rechts (Februar / März 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Spitzenreiter waren am heutigen Samstag die FürtherInnen:
Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus
brachte gemeinsam mit anderen Organisationen mindestens
1000 Leute auf die Straße gegen rechts. In Nürnberg waren
es bei verschiedenen Kundgebungen und Demonstrationen
gegen eine extrem rechte Demo zusammen mindestens 500, bei
der "Dorfdemo" gegen rechts in Rückersdorf etwa 100
Menschen und in Hersbruck ebenfalls mehr als 100. In
Neumarkt positionierte sich ein Stand der Initiative
"AfD-Verbot jetzt" in der Nähe eines Infostandes der
extrem rechten Partei, in Adelshofen bei Rothenburg ob der
Tauber bildeten etwa 250 Menschen eine Menschenkette rund
um das Rathaus (PS: Wir können an dieser Stelle natürlich
nicht alle Kundgebungen oder Demos gegen rechts an diesem
Wochenende im nordbayerischen Raum erfassen).

Nürnberg (links) und Rückersdorf (rechts), 28.2.26:
Straßenproteste gegen rechts (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Anmerkungen zu einigen Gegenveranstaltungen:
- Nürnberg, gegen die "Großdemo" von "Gemeinsam für
Deutschland" (GfD): Unter den ca. 70 extrem Rechten
befanden sich zwei Gruppen, die der Nachfolgepartei der
neonazistischen NPD, der "Heimat", zugeordnet werden
können. Zu sehen war unter andererem der bayerische
"Heimat"-Chef Rainer Hatz. Die nächste GfD-"Großdemo" war
übrigens für den darauffolgenden Sonntag in München
geplant und wurde mangels Interesse abgesagt!
- Hersbruck, Demokratiefest gegen die AfD: Eine Gruppe
Nazis mit zwei Kampfhunden kam vom AfD-Stand und ging auf
die Infostände der Grünen und der Linkspartei zu. Die
extrem Rechten versuchten zu provozieren, was ihnen aber
nicht gelungen sei.
(28.2. und 1.3.26, eigene Beobachtungen, Berichte der
Bündnisse, Endstation Rechts Bayern, nn.de)
Stuttgart / Mittelfranken: Marion G., ehemals in
unserer Region in der extrem rechten Szene aktiv, zu
Bewährungsstrafe wegen Beihilfe zur Gründung einer
rechtsextremen Terrorzelle verurteilt (Februar 2026)
Laut spiegel.de (26.2.26) wurde Marion G., ehemals in
unserer Region in der extrem rechten Szene aktiv, in
Stuttgart wegen Beihilfe zur Gründung einer rechtsextremen
Terrorzelle zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und
zehn Monaten verurteilt. Die mittlerweile 61-Jährige
vermittelte dem Chef der "Gruppe S." mehrere Aktivisten
und "half ihm bei der Suche nach Gleichgesinnten".
Die rechtsterroristische "Gruppe S." war unter anderem von
rassistischem Fanatismus geprägt und wollte, so das
Gericht, einen Bürgerkrieg in Deutschland auslösen. Laut
Bericht bereue Marion G. angeblich ihr Handeln; das Urteil
ist wohl rechtskräftig, nachdem keine Partei Rechtsmittel
eingelegt habe.
Wir schrieben im Juli 2020: "zeit.de (23.7.20)
berichtet über eine Telegram-Chatgruppe aktiver und
ehemaliger Bundeswehrsoldaten, die 'rechtsextreme Hetze'
verbreiteten. Betreiberin des Chats: Marion G., die in
der Region bekannte extrem rechte Aktivistin und
mutmaßliche Unterstützerin der rechtsterroristischen
"Gruppe S.", dort wohl in ähnlicher Funktion.
Ausgetauscht wurde sich in militärischem Ton, Beispiele:
'Meine Vorbereitungen sind abgeschlossen. Besitze
Ausrüstung, Kampfausruestung BW. Fuer den Fall...
Buergerkrieg' oder 'Den Typen nur noch aufs Maul hauen,
reicht nicht! Mehr möchte ich dazu nicht schreiben'. PS:
Marion G. wurde auf mindestens einer Demo der
'Corona-Rebellen' in Nürnberg gesehen. Im Vorfeld hatte
sie sich bei den rechten Gelbwesten in der Region
engagiert".
spiegel.de ("Helferin der Terrorzelle 'Gruppe S.'
verurteilt", 26.2.26): hier
klicken!
Laubenzedel (Gunzenhausen), 26. Februar: Hundert
Menschen gegen rechts (Februar 2026)
Laut uns zugegangenen Informationen und nn.de (27.2.26,
paywall) demonstrierten im mittelfränkischen Laubenzedel
(Gemeindeteil der Stadt Gunzenhausen) etwa 100 Menschen
unter dem Motto "Keine Bühne für rechtsextreme Politik"
vor dem dortigen Feuerwehrhaus. Im Feuerwehrhaus fand eine
AfD-Veranstaltung statt. Im Vorfeld gab es Gemecker von
der örtlichen CSU - nicht über die AfD, sondern über die
Gegenkundgebung.
(28.2.26)
Nürnberg, 28. Februar: Gemeinsam für uns alle!
Kundgebung des Nürnberger Bündnis Nazistopp gegen
"Gemeinsam für Deutschland" (Februar 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Am Samstag, den 28. Februar 2026 finden im nordbayerischen
Raum noch einmal zahlreiche Kundgebungen und Demos gegen
rechts statt (s. unsere Veranstaltungshinweise). Nicht
zuletzt in Nürnberg, wo an diesem Samstag erneut gegen die
extrem rechte Truppe "Gemeinsam für Deutschland"
(vermutlich weitgehend identisch mit "Team
Menschenrechte") demonstriert wird.
Das Nürnberger Bündnis Nazistopp organisiert ab 14 Uhr
eine Protestkundgebung am Jakobsplatz. Auf die Straße!
Seid laut!
Ab 14.15 Uhr findet zudem der von verschiedenen
Initiativen veranstaltete "Rave gegen Rechts" statt.
VerLINKung startet am Hallplatz, die Initiative "Rave
gegen Rechts" am Sebalder Platz und die Alerta-Parade am
Jakobsplatz. Ab 15.30 Uhr findet ein gemeinsamer
Abschluss-Rave an der Lorenzkirche statt (Königstraße /
Ecke Karolinenstraße).
PS: Die AfD hat den für Samstag angezeigten Infostand in
der Nürnberger Innenstadt abgesagt!
(Stand 26.2.26)
Rückersdorf: Plakate für die Dorfdemo
heruntergerissen (Februar 2026)
Wie uns mitgeteilt wurde, wurden in Rückersdorf einige
Plakate heruntergerissen, die auf die "Dorfdemo" gegen
rechts am kommenden Samstag hinweisen. Ein sehr hilfloser
Versuch, die Werbekampagne für die Veranstaltung zu
behindern.
(25.2.26)
Nürnberg, 23. Februar: Straßenproteste gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" fanden statt
(Februar 2026) - aktualisiert -
Am heutigen Montagabend (23.2.26) protestierten etwa 170
AntifaschistInnen lautstark gegen die etwa 60 extrem
Rechten rund um das "Team Menschenrechte". Gemeldet wurde
eine Sitzblockade auf der rechten Demoroute.
(23.6.26, aktualisiert 24.2.26)
Nürnberg: Hakenkreuz auf Anti-Rechts-Plakat gesprüht
(Februar 2026)
Laut nn.de (22.2.26) wurde im Nürnberger Stadtteil
Ziegelstein unter anderem ein Hakenkreuz auf ein
Anti-Rechts-Plakat gesprüht. (23.6.26)
Nürnberg, 21. Februar: AfD-Flyer in der Tonne,
gehaltvolle Reden, Hausverbot in der Friedenskirche für
rechten Streamer (Februar 2026)
Am heutigen Samstag (21.2.26) protestierte unser Bündnis
gemeinsam mit Grantifa erneut gegen einen Wahlkampfstand
der AfD, diesmal am Palmplatz im Nürnberger Stadtteil
Johannis. Wir bedanken uns herzlich bei den beiden
Hauptrednern, Dr. Eckart Dietzfelbinger und Leo F. Seidl,
bei den AktivistInnen und ZuhörerInnen vor Ort sowie bei
der evangelischen Jugend, die sich mit Schautafeln und
Poetry Slam ebenfalls am Gegenprotest beteiligte. Und
natürlich bedanken wir uns auch bei den PassantInnen, die
am tendenziell wenig frequentierten AfD-Stand Flyer
organisierten und bei uns in der Mülltonne entsorgten.

Nürnberg, Nähe Palmplatz, 21.2.26: "Süßes gegen Saures"
(Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Nervig waren die ständigen Störversuche des rechten
"Journalisten" und Streamers Sebastian Weber, der
schließlich Hausverbot in der nahe gelegenen
Friedenskirche bekam. Trotz des Hausverbots drang er dann
in die Räumlichkeiten der Kirche ein und bestand darauf,
den dortigen Poetry Slam der Evangelischen Jugend
abzufilmen. Schließlich fand die Veranstaltung unter
Protest im Freien statt. Hat Weber aka "Weichreite TV",
der unter anderem als Kreisrat in Sachsen fungiert, nichts
Besseres zu tun? Kümmert er sich überhaupt um seine
WählerInnen vor Ort? Nach etwa zwei Stunden schlugen dann
auch, wie fast schon üblich, mehrere Hardcore-Supporter
der AfD auf, drei führende Aktivisten der extrem rechten
"Team Menschenrechte". Zwei davon wurden schließlich von
der Polizei abgedrängt.
(21.2.26)
Cadolzburg und Altdorf: Auf der Straße gegen rechts
(Februar 2026)
In den letzten Tagen fanden in Mittelfranken mehrere
Straßenproteste gegen rechts statt. Am 20. Februar
demonstrierten einige Dutzend Menschen gegen eine
AfD-Veranstaltung im Cadolzburger Gwäxhaus. Am 22. Februar
waren in Altdorf etwa 100 Menschen auf der Straße und
forderten unter anderem ein Verbot der AfD. Organisiert
wurden die Veranstaltungen jeweils von örtlichen
Initiativen (Bündnis gegen Rechtsextremismus Cadolzburg
bzw. Stimme der Jugend).
(22.2.26, Quellen: nn.de sowie social media des Fürther
Bündnisses gegen gegen Rechtsextremismus und Rassismus)
Nürnberg, 21. Februar: Und nochmal "Süßes statt
Saures" - Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand am
Palmplatz! / Mit Reden von Dr. Eckart Dietzfelbinger und
Leonhard F. Seidl (Februar 2026)
- aktualisiert -
Am Samstag, den 21. Februar 2026 protestieren wir noch
einmal gegen einen AfD-Infostand, diesmal in der
Adam-Kraft-Straße / Höhe Palmplatz im Stadtteil Johannis!
Die Aktion beginnt um 10 Uhr und dauert
voraussichtlich bis 13 Uhr.
"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens
einen AfD-Flyer oder sonstiges Werbematerial der extrem
rechten Partei vorbei und bekommt von uns dafür eine
kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer
Mülltüte und entsorgen ihn.
Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!
Unsere Gastredner an diesem Tag: Der Historiker und
Buchautor Dr. Eckart Dietzfelbinger spricht um 10.30
Uhr, der Schriftsteller Leonhard F. Seidl um 11.30
Uhr.
(Stand 19.2.26)
Nürnberg: Drohung gegen ver.di-MitarbeiterInnen wegen
Warnstreiks / Sie sollen "an Milzbrand sterben"
(Februar 2026)
Laut br.de (19.2.26) und zahlreichen weiteren
Presseberichten erhielten die Nürnberger ver.di-Leute
einen Drohbrief mit weißem Pulver. Darin stand unter
anderem, die Beschäftigten sollten "an Milzbrand
sterben". Als Begründung wurden die Streiks genannt.
Für die betroffenen elf Gewerkschafts-MitarbeiterInnen
waren die Drohung und die lang andauernde Prozedur der
Isolation und Dekontaminierung sehr belastend. Um etwa 17
Uhr sei Entwarnung gegeben worden (keine Milzbrand-Sporen,
kein sonstiges Gift), die Schutzmaßnahmen hätten bis 21
Uhr angedauert.
Eine bayernweite ver.di-Funktionärin erklärte, wie
sueddeutsche.de (19.2.26) schrieb, dass es in den letzten
Monaten eine "Zunahme" von Drohungen gegeben habe,
die "sich im Kern dagegen richten, dass die Menschen
ihr demokratisches Grundrecht auf Streik wahrnehmen".
Über den / die Täter ist bis jetzt nichts bekannt.
br.de ("Drohbrief mit Pulver: Verdi-Beschäftigte harrten
stundenlang aus", 19.2.26): hier
klicken!
Fürth: Drohung gegen linke Aktivistin (Februar 2026)
Wie uns mitgeteilt wurde, drohte ein offensichtlich
rechtsgerichteter Mann mittleren Alters in der
Flößaustraße in Fürths Südstadt einer linken Aktivistin
Schläge an. Er habe sich dann zurückgezogen und gemeint,
er komme später mit mehr Leuten vorbei.
(20.2.26)
Scheinfeld und Nürnberg: Aktionen gegen rechts in den
letzten Tagen (Februar 2026)
- aktualisiert -
- Am 15. Februar protestierten etwa 100 Menschen im
mittelfränkischen Scheinfeld gegen einen Infostand der
AfD. Das Interesse am AfD-Stand war "wie üblich
überschaubar", so eine Beobachterin auf Facebook.
Organisiert wurde die Aktion durch Scheinfeld ist bunt,
das Bündnis gegen rechts Neustadt/Aisch sowie die Omas
gegen rechts Neustadt/Aisch. Die extrem Rechten wurden vom
AfD-nahen Deutschland-Kurier unterstützt.
- Am 17. und 19. Februar protestierte Grantifa in Nürnberg
gegen AfD-Infostände. Am Dienstag (17.2.) in Nürnbergs
Fußgängerzone lief es wohl wie ein paar Tage zuvor bei der
Nazistopp-Aktion am selben Ort (s. Artikel weiter unten)
gut. PassantInnen zeigten viel Interesse. Der AfD-Stand
war von mehreren USK-Beamten beschützt, warum auch immer,
und damit wirksam abgeriegelt. Sehr schön! Zwei Tage
später (19.2.) tauchte die AfD dann in der Nähe des
Rathenauplatzes erst gar nicht auf! Auch sehr schön!
- Am 19. Februar demonstrierten in Nürnberg mindestens 750
Menschen im Gedenken an die rassistischen Morde in Hanau
am 19. Februar 2020. Organisiert wurde die Aktion von der
Gruppe Migrantifa.
(19.2.26, aktualisiert 20.2.26)
Nürnberg, 15. Februar: In der Spitze 350 gegen
AfD-Veranstaltung (Februar 2026)
- aktualisiert -
Am 15. Februar demonstrierten laut nn.de (15.2.26,
paywall) in der Spitze 350 Menschen gegen eine
Wahlkampfveranstaltung der extrem rechten AfD im
Vereinsheim der Eintracht Falkenheim mit "Stargast"
Stephan Brandner. Viele GegendemonstrantInnen kamen aus
dem Verein und der Nachbarschaft. AfD-Fans und Funktionäre
mussten beim Rein- und Rausgehen ein Pfeifkonzert und
laute antifaschistische Parolen über sich ergehen lassen.
Die Straße vor dem Lokal war mit bunten,
menschenfreundlichen Parolen geschmückt. Und last but not
least: Der Verein hat Pizza an die GegendemonstrantInnen
ausgegeben!
Die mittlerweile bekannt gewordenen Äußerungen des
Pächters der Vereinsgaststätte - Wurstigkeit in Bezug auf
die AfD und die einseitige Betonung finanzieller Motive -
sollten seitens des Vereins Konsequenzen haben.
nordbayern.de ("'Unser Verein ist bunt': 250 Menschen
demonstrieren gegen AfD Frühschoppen in Nürnberg",
15.2.26): hier
klicken!
Seybothenreuth, 14. Februar: 300 protestierten gegen
die AfD! (Februar 2026)
Laut nn.de und br.de (15.2.26) protestierten im
oberfränkischen Seybothenreuth am 14. Februar etwa 300
Menschen gegen die dortige zentrale Wahlkampfveranstaltung
der extrem rechten AfD mit "Starredner" Björn Höcke. In
der dortigen Mehrzweckhalle saßen etwa 200 AfD-Fans.
Interessant ist eine von br.de verbreitete Stellungnahme
des Bürgermeisters der Gemeinde in Bezug auf die
Hallenverordnung vor Ort. Der habe erklärt, "seine
persönliche Einschätzung sei aktuell, wenn ein zweifach
wegen Nazi-Parolen verurteilter Politiker trotz des
neuen Passus öffentlich auftreten und sprechen dürfe,
sei die zum Schutz der Gemeinden gedachte Verordnung
'Schall und Rauch'".
(15.2.26)
br.de ("Nach Gerichtsbeschluss: Demo gegen Höcke-Rede in
Seybothenreuth", 14.2.26): hier
klicken!
Nürnberg, 14. Februar: Viele AfD-Flyer landeten in der
Tonne, viele Süßigkeiten wurden als Dankeschön verteilt
/ Danke an alle Aktiven! (Februar 2026)
Am heutigen Samstag protestierte unser Bündnis mitten in
der stark frequentierten Nürnberger Fußgängerzone gegen
einen AfD-Infostand nebenan. Im Laufe des Nachmittags
landeten im Rahmen unserer Aktion "Süßes statt Saures"
zahlreiche AfD-Flyer und sonstiges AfD-Werbematerial in
unserer Abfalltonne. Die LieferantInnen wurden mit
Süßigkeiten oder salzigen Snacks belohnt. Wir informierten
die PassantInnen drei Stunden lang über die Aktion und
unsere Einschätzung der extrem rechten Partei. Die
Publikumsreaktionen waren größtenteils positiv oder
neutral. Zahlreiche Menschen unterschrieben zudem am Stand
von Grantifa eine Petition, in der ein Verbot der AfD
gefordert wird.

Nürnberg, Karolinenstraße, 14.2.26: "Süßes gegen
Saures" (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Seltsam bis bedenklich eine Aktion der örtlichen
Einsatzleitung der Polizei, die unserer
Versammlungsleiterin kritische Äußerungen angeblich
"neutraler" PassantInnen überbrachte und unsere Aktion
"Süßes statt Saures" kritisierte. Genaueres kam nicht und
es war auch nicht klar, was die wortführende Beamtin
eigentlich erreichen wollte. Kann man ja mal probieren...
Am AfD-Stand wurde, wie uns mitgeteilt wurde, zwei Mal
körperlich gegen Menschen vorgegangen, die Flyer mitnehmen
wollten. Eine junge Frau hat deshalb Anzeige gegen die AfD
wegen Körperverletzung gestellt.
(14.2.26)
Nürnberg, 14. Februar: "Süßes statt Saures" -
Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand! (Februar
2026)
Am Samstag, den 14. Februar 2026 protestieren wir erneut
gegen einen AfD-Infostand in der Nürnberger Innenstadt!
Die Aktion startet um 14 Uhr in der Karolinenstraße
und dauert voraussichtlich bis 17 Uhr.
"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens
einen AfD-Flyer oder sonstiges Werbematerial der extrem
rechten Partei vorbei und bekommt von uns dafür eine
kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer
Mülltüte und entsorgen ihn.
Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!
Update: In einer Woche, am 21. Februar, sind wir
wieder auf der Straße gegen die Wahlkampagne der extrem
rechten AfD, diesmal am Palmplatz, von 10 bis 13 Uhr. U.a.
mit folgenden RednerInnen: Dr. Eckart Dietzfelbinger
(Historiker und Buchautor), Leonhard F. Seidl
(Schriftsteller), Birgit Mair.
(Stand 13.2.26)
Nürnberg, 15. Februar: Gegen AfD-"Frühschoppen" mit
Stephan Brandner wird protestiert! (Februar 2026)
Vor Kurzem wurde bekannt, dass die AfD am 15. Februar in
Nürnbergs Süden einen "Frühschoppen" mit AfD-Rechtsaußen
Stephan Brandner (hier
klicken!) veranstaltet, und zwar im Vereinsheim von
Eintracht Falkenheim Nürnberg e.V. Mittlerweile liegt uns
eine Stellungnahme des Vereins vor, in der sich dieser
scharf von der extrem rechten Veranstaltung distanziert ("Wir
wollen die angekündigte Veranstaltung der AfD in unserem
Vereinsheim nicht", komplette Stellungnahme: hier
klicken!).
Der Gaststättenpächter wusste laut eigener Aussage nicht,
dass es sich beim Veranstalter um die AfD handelt. Weder
Pächter noch Verein sehen eine Möglichkeit, der AfD
aktuell wieder zu kündigen.
Am Sonntag finden vor Ort ab 10.30 Uhr Protestaktionen
statt.
(13.2.26)
Seybothenreuth, 14. Februar: AfD-Höcke darf nicht
auftreten! Hält das Urteil? / Gegenprotest ist auf jeden
Fall wichtig! (Februar 2026)
- Update: Höcke darf auftreten! -
Die oberfränkische Gemeinde Seybothenreuth hat sich vor
Gericht gegen die AfD zunächst durchgesetzt: Bei der
zentralen Wahlkampfveranstaltung der extrem rechten Partei
darf der einschlägig vorbestrafte Thüringer Ober-AfDler
Björn Höcke wegen zu erwartender NS-beschönigender
Aussagen nicht auftreten. Mal sehen, ob das Urteil hält.
Unabhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens ist
Gegenprotest vor Ort wichtig, denn die AfD-Veranstaltung
wird auf jeden Fall in der Mehrzweckhalle Seybothenreuth
stattfinden, mit oder ohne Höcke! Das Bündnis für
Demokratie und Zusammenhalt mobilisiert zur
Gegenkundgebung vor der Halle (14.2.26, 17 - 20 Uhr).
Update 14.2.26: Laut bayreuther-tagblatt.de
(14.2.26) darf Björn Höcke nun doch auftreten. Ein Grund
mehr für Gegenprotest!
(13.2.26, Quellen u.a. spiegel.de, mainwelle.de 12.2.26
und Süddeutsche Zeitung, Printausgabe 13.2.26,
bayreuther-tagblatt.de, 14.2.26)
Nürnberg, 9. und 12. Februar: Auf der Straße gegen
die AfD und gegen "Team Menschenrechte"! (Februar 2026)
Auch in den vergangenen Tagen waren AktivistInnen in
Nürnberg auf der Straße gegen extrem rechte Umtriebe. Am
Montag, den 9. Februar demonstrierten die Omas gegen
rechts, VerLINKung und die Alerta Parade gegen das "Team
Menschenrechte" (TM), zusammen waren es mindestens 150
Menschen. In der Färberstraße gab es eine längere
Sitzblockade. Lustig: Bei ihrem Demostart schallte den
Rechten unter anderem auch gesungener Gegenprotest
entgegen! Bei den etwa 60 TMlern nichts Neues; die übliche
Mischung aus Nazis, AfDlern, rechten Christen und
Ex-Pegida-Aktivisten. Am Donnerstag, den 12. Februar
standen die AktivistInnen von Grantifa in der Insinger
Straße und klärten bei heftigem Dauerregen über die AfD
auf, die in der Nähe einen Infostand betrieb.
(13.2.26)
Uffenheim: Perfide AfD-Kampagne gegen
antifaschistisch Aktive / Bündnisse erklären sich
solidarisch mit Betroffenen (Februar 2026)
Im mittelfränkischen Städtchen Uffenheim geht es rund. Am
1. Februar tauchten auf Wahlkampfplakaten von SPD und
Grünen rechte Schmierereien auf, zudem "Hakenkreuze,
AfD-Schriftzüge und Hitlerbärtchen" (Fränkische
Landeszeitung, 10.2.26). Am 4. Februar brannte dann ein
Kleintransporter aus, der angeblich einem AfD-Mitglied
gehört. Ob es Brandstiftung war usw.? Bisher unklar.
Dennoch entbrannte in rechten Internetmedien nach sattsam
bekanntem Muster eine Hetzkampagne gegen örtliche Aktive
gegen rechts, unter anderem einen Stadtrats- und
Kreistagskandidaten von Bündnis90/Die Grünen, die Omas
gegen rechts, die "Antifa" und so weiter.
In einer Pressemitteilung äußern sich nun das Bündnis
gegen Rechts im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim,
die Omas gegen Rechts Neustadt/Aisch und das Bündnis
"Scheinfeld ist bunt" zur Sache: "Insbesondere im
Hinblick auf Uffenheim, wo ein insbesondere im Internet
gegen Rechts engagierter Lehrer nun von der AfD
beschuldigt wird, hinter Schmierereien und dem Brand
eines Fahrzeugs zu stecken, wo die AfD von "False
Flag"-Operationen raunt und örtliche Mitglieder der
Grünen in Zusammenhang mit Terrorist:innen bringt,
eskaliert die Auseinandersetzung derzeit". Die
Bündnisse "stehen solidarisch zu denen, die von
Rechtsextremen verunglimpft, bedroht und beschuldigt
werden".
(12.2.26, mit Informationen von nn.de und der Fränkischen
Landeszeitung, Printausgabe 10.2.26)
Nürnberg, Lauf, Hersbruck, 7. Februar: Auf der Straße
gegen rechts (Februar 2026)
- aktualisiert -
Am heutigen Samstag (7.2.26) wurde in den drei
mittelfränkischen Städten Nürnberg, Lauf und Hersbruck
gegen rechts demonstriert.
Start war in Hersbruck. Dort protestierten bereits am
Morgen etwa 50 AntifaschistInnen auf Initiative von
"Hersbruck ist bunt" gegen einen AfD-Infostand. In einem
Redebeitrag des Bündnisses hieß es in Bezug auf den
Umstand, dass es dort bei der Kommunalwahl keine
AfD-Stadtratsliste geben wird: "Es will hier schlicht
und ergreifend niemand sein Gesicht in der
Öffentlichkeit mit der AfD in Verbindung gebracht sehen.
Das ist gut so und das soll auch so bleiben. Deswegen
sind wir auch heute wieder hier".
Ab 11 Uhr ging es in Lauf weiter. In der Spitze 500
Menschen demonstrierten lautstark gegen die extrem rechte
AfD. Ein Redner kritisierte, die Partei "habe
keinerlei Programme für die Probleme vor Ort in Lauf und
Umgebung".

Lauf (links) und Nürnberg (rechts), 7.2.26:
Straßenproteste gegen rechts (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Ab 14 Uhr war dann Nürnberg an der Reihe. Etwa 40 Menschen
platzierten sich in der Nähe eines AfD-Infostandes,
protestierten dagegen und behielten die rechten Akteure im
Auge. Nicht ohne Grund, denn die Kerngruppe des extrem
rechten "Team Menschenrechte" (TM) inklusive einiger
Jungnazis waren bei der AfD aufgeschlagen. Vor der Bühne
der "Allianz"-Kundgebung auf dem nahegelegenen Kornmarkt
ab 16 Uhr standen etwa 2000 Menschen. Einer der Redner,
der bekannte Journalist Heribert Prantl, meinte: Die
AfDlerInnen "sind keine Demokraten, sie sind Demagogen
mit Vertreibungsgelüsten". Im Verlauf der Kundgebung
wurde dankenswerterweise darüber informiert, dass man
montags ja auch gegen TM demonstrieren könne.
(7.2.26, Quellen: nn.de, eigene Informationen.
Aktualisiert 9.2.26)
Nürnberg: Dubioser Wahlkampfflyer wird verteilt
(Februar 2026)
In jüngster Zeit wird in Nürnberg ein dubioser
Wahlkampfflyer verteilt. Der Flyer ist natürlich von der
AfD und es steht "Nürnberg" vorne drauf; es scheint also
um den Kommunalwahlkampf zu gehen. Warum dubios? Zunächst
macht das ganze Ding einen Eindruck, komplett KI-generiert
zu sein, und zwar Bilder und Text (Gibt's das schon? Eine
KI-Software à la ChatGPT mit garantiert rechtem Output,
vielleicht noch mit einem Knopf zum Auswählen "völkisch -
rechtslibertär").
Zum Inhalt: In den fünfzehn behandelten Punkten geht es
nur bei dreien um Kommunalpolitik in Nürnberg. Der Rest
beschreibt die üblichen Themen extrem rechter Agitation.
Die AfD Nürnberg plädiert also unter anderem für liberale
Waffengesetze (!), gegen die Regulierung des Internets,
für Autos, für Nationalstolz, für "gewachsene Sprache"
(was immer das auch ist) und nicht zuletzt gegen "hohe
Abgaben und immer neue Umverteilungsprogramme". So
weit, so bekannt, irgendwas zwischen FDP, Peter Thiel, und
"Heimat". Konsequent für die Reichen und für die rechte
Szene.
Und Nürnberg? Da wird erstens unter einem Foto vom
Hauptbahnhof "Sicherheit" gefordert. Man soll die
Polizei machen lassen, "ohne ihr politisch Steine in
den Weg zu legen". Hä? Versteht das jemand?
Zweitens: Die AfD plädiert für "gelebtes Brauchtum"
und lobt "Veranstaltungen wie das Nürnberger
Volksfest, Kirchweihen oder den Christkindlesmarkt".
Hä? Haben wir da irgendwas versäumt? Offensichtlich! Und
drittens geht es um: "Kein Steuergeld für NGOs".
Ross und Reiter werden nicht genannt, aber laut AfD
scheint es um gigantische Millionenbeträge zu gehen: "(...)
anstatt marode Schulen und Straßen zu sanieren oder
Wohnraum zu schaffen". Hä? Streichung aller
Zuschüsse für "NGOs" und die Straßen sind wieder
blitzblank? Und genügend preisgünstiger Wohnraum ist
wieder da? Glaubt das wirklich jemand?
Wir wissen natürlich, dass extrem rechte Agitation auch
dann wirkt, wenn sie inhaltsleer ist, wie in diesem Fall.
Bunte Bildchen wirken, Parolen wirken, wirre Ansammlung
von "Argumenten" wirkt leider oft auch. Aber vielleicht...
(8.2.26)
Lauf: Dubioses Schwurblerblatt wird verkauft (Februar
2026)
In Lauf wird ein dubioses Schwurblerblatt namens
"Straßenlicht" verkauft, das sich aus unserer Sicht als
Obdachlosenzeitung tarnt und möglicherweise (hier
klicken!) eine Gemeinnützigkeit nur vortäuscht. Und
der Inhalt ist extrem krude: So liest sich der Beitrag auf
Seite 3 ("Willkürlich zusammengewürfelte Stichpunkte
zur Eigenrecherche") wie ein Sammelsurium von
Verschwörungstheorien und Weltuntergangsvorhersagen, die
die rechtsoffenen QuerdenkerInnen einst verkündeten und
die in deren Restbeständen und im AfD-Volk immer noch
virulent sind (von "Great Reset" über "Nürnberger
Kodex" bis zu "5G/Geoingineering").
(8.2.26)
Nürnberg, 6. Februar: Der Widerstand muss breiter
werden! Infoveranstaltung und Diskussion (Februar 2026)
Das extrem rechte Team Menschenrechte terrorisiert seit
Jahren mit Aufmärschen und der Normalisierung
rassistischer Erzählungen Nürnberg. Es ist wichtiger
Ausdruck des Rechtsschwenks der BRD und vereint Neonazis
mit "besorgten Bürgern".
Wir haben deren Akteur*innen und Aktivitäten untersucht
und wollen über den Widerstand gegen diese Entwicklung
nach Rechts in der Breite der Stadtgesellschaft ins
Gespräch kommen. In aller Kürze gefragt: Was läuft da
falsch? Oder machen wir was falsch? Was sind unsere
Stärken?
Wir diskutieren und informieren. Herzliche Einladung!
(Stand 5.2.26)
Nürnberg, 2.2.26: Etwa 150 auf der Straße gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" (Februar 2026)
Am vergangenen Montag (2.2.26) protestierten in der Spitze
150 Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte"
in Nürnberg. Die Parolen und musikalischen Einlagen der
antifaschistischen GegendemonstrantInnen waren bei den
Rechten gut zu hören! Die Polizei scheint wieder mit
Gäulen unterwegs gewesen zu sein; uns liegt jedenfalls ein
Foto der TM-Route vor, auf dem Pferdekacke zu sehen ist.
Interessant war die Lektüre der Printausgabe der
Nürnberger Nachrichten (NN) vom 4. Februar 2026. Im
Lokalteil fand sich ein Artikel zur rechten Demo am Montag
und den Gegenaktionen mit der wahrlich aufklärenden
Überschrift "Polizei setzte Sperrgitter ein".
Weder Autorenname noch Kürzel wurden angegeben. Die
Erklärung: Die NN hat die Pressemitteilung der Polizei vom
2. Februar wortwörtlich wiedergegeben, ohne darauf
hinzuweisen. Lediglich die Überschriften wurden selber
fabriziert.
(5.2.26)
Verschiedene Orte in Mittelfranken, 30. und 31.
Januar sowie 1. Februar: Auf der Straße gegen rechts
(Januar / Februar 2026)
- mehrfach aktualisiert -
An diesem Wochenende fanden in der Region diverse Aktionen
gegen rechts statt, veranstaltet von der Allianz gegen
Rechtsextremismus und lokalen Initiativen (Menschenketten)
sowie örtlichen antifaschistischen Akteuren. Aber der
Reihe nach:
- Am Freitag (30.1.26) beteiligten sich etwa 200 Menschen
an einer Menschenkette in Erlangen und 100 an
einer ähnlichen Aktion in Schwaig.
- Am Samstag (31.1.26) protestierten AntifaschistInnen
gegen einen AfD-Infostand im Nürnberger Stadtteil
Ziegelstein. In Erlangen wurde zunächst
ebenfalls gegen einen AfD-Infotisch (Hugenottenplatz)
sowie später gegen eine Veranstaltung der Jungen Union mit
dem rechten Polizeigewerkschafts-Funktionär Manuel
Ostermann demonstriert (zusammen mindestens 150 Menschen).
In Lauf regte sich spontaner Protest, ebenfalls
gegen einen AfD-Infostand (30 Teilnehmende). Infomaterial
der extrem rechten Partei wurde in einem Mülleimer
entsorgt; fleißige EntsorgerInnen bekamen "Süßigkeiten,
Infomaterial oder Aufkleber". In Schwabach
kamen 400 zur Menschenkette, in Altdorf 200, in Herzogenaurach
geschätzt 100, in Cadolzburg mehr als 100, in Bad
Windsheim etwa 150, in Greding 40.
- Am Sonntag (1.2.26) waren in Dinkelsbühl
mindestens 150 Menschen auf der Straße und bildeten u.a.
eine Menschenkette.
Besonderheiten:
- In Lauf (31.1.26) griffen Akteure rund um die
AfD GegendemonstrantInnen an, es kam zu "Beschimpfungen,
Bedrohungen und sogar körperlichen Angriffen".
- Am 1. Februar ging es in Dinkelsbühl unter
anderem um das Internetmobbing gegen die queere
Linken-Kandidat*in Yasmin Hübel (siehe auch den Artikel
weiter unten). Die von einer extrem rechten Hasskampagne
Betroffene trat auf der Kundgebung persönlich auf und
wurde durch mehrere RednerInnen unterstützt.
(31.1.26, ergänzt 1.2.26 und 2.2.26. Quellen: nn.de und
flz.de, paywall, sowie uns zugegangene Berichte und
Social-media-Postings)
Dinkelsbühl: Rechte Hasskampagne gegen queere
Stadtratskandidat*in (Februar 2026)
Wie br.de (31.1.26) schrieb, entfaltete sich in den
vergangenen Tagen eine massive rechte Online-Hasskampagne
gegen Yasmin Hübel, queere Stadtratskandidat*in im
mittelfränkischen Dinkelsbühl. Die Sprecherin des
Kreisverbands Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen der
Linkspartei ordnet sich selbst als non-binär ein.
Derartige Äußerungen und Selbstbeschreibungen scheinen
rechtsradikale Christen und völkische Hetzer regelmäßig
zur Weißglut zu treiben, sehen sie sich doch im Besitz der
religiösen bzw. rassistisch-völkischen "Wahrheit".
Interessant: In Dinkelsbühl hat sich sogar die komplette
CSU-Fraktion mit Hübel solidarisiert.
br.de ("Hasskampagne gegen queere Stadtratskandidat*in in
Dinkelsbühl", 19.1.26): hier
klicken!
Verschiedene Orte in Mittelfranken, 28. und 29.
Januar: Mehrere hundert Menschen beteiligten sich an
Menschenketten gegen rechts (Januar / Februar 2026)
- aktualisiert -
Laut Presseberichten und uns zugegangenen Informationen
beteiligten sich am 28. und 29. Januar mehrere Hundert
Menschen an Menschenketten gegen rechts in Feuchtwangen,
Nürnberg (in der Spitze 500), Feucht (120)
sowie Leinburg. Aufgerufen hatten die Allianz
gegen Rechtsextremiemus und lokale Initiativen.
(29.1.26, ergänzt 1.2.26. Quellen: nn.de, flz.de, 30.1.26)
Lauf: Facebook-Gruppe von der AfD gekapert? (Januar
2026)
Laut nn.de (30.1.26, paywall) wurde offenbar eine
unpolitische Facebook-Gruppe mit mehreren Tausend
Mitgliedern, in der es unter anderem um Wohnungsangebote
ging, umbenannt und zu einer AfD-nahen Gruppe
umfunktioniert. Zwei der Admins sollen für die AfD für den
Laufer Stadtrat kandidieren. Eine Diskussion unter den
Mitgliedern soll nicht stattgefunden haben.
Hersbruck: Mit "Datenschutz" gegen antifaschistische
Bürgerproteste? / Die gute Botschaft: Die AfD hat es
auch in Hersbruck nicht geschafft, eine Liste zur
Stadtratswahl aufzustellen (Januar 2026)
Im mittelfränkischen Hersbruck wird das Agieren der Stadt
von antifaschistischer Seite harsch kritisiert. Vor einer
Woche stand ein AfD-Wahlkampfauto am Oberen Markt. "Keiner
wusste Bescheid", so ein Aktiver von "Hersbruck ist
bunt". Gegenprotest fiel mangels Information aus. Die
Stadt Hersbruck verwies auf die angebliche Rechtslage und
auf ihre Pflicht zum Datenschutz. "Hersbruck ist bunt"
hält das für eine "Schutzbehauptung" und kontert:
"Die Stadt Hersbruck hat also entweder kein Interesse
daran, dass Rechtsextremismus in Hersbruck auf
Widerspruch stößt – oder persönliche Befindlichkeiten
sind den Verantwortlichen wichtiger als die
Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement.
Das ist einer Stadt mit der Geschichte Hersbrucks nicht
würdig".
Das Bündnis geht von weiteren AfD-Auftritten in den
nächsten Wochen aus, versucht, die extrem rechten Termine
in Hersbruck zu recherchieren (die örtliche AfD
veröffentlicht nichts, man befürchtet wohl massiven
Gegenprotest) und gegebenenfalls Gegenprotest zu
organisieren.
Die gute Botschaft, wie bereits in der Überschrift
angekündigt: Die AfD hat es auch in Hersbruck nicht
geschafft, eine Liste zur Kommunalwahl aufzustellen.
Gegenproteste wirken!
(Quellen: nn.de, 28.1.26, paywall, Pressemitteilungen und
Infomaterial von "Hersbruck ist bunt" und der Linkspartei
Hersbruck)
Nürnberg, 24. Januar: Bei Eiseskälte auf der Straße
gegen rechts (Januar 2026)
Am Samstag, den 24. Januar waren in Nürnberg in der Spitze
etwa 250 Menschen auf der Straße gegen extrem rechte
Veranstaltungen.
Zunächst bezog ein Infostand von Grantifa ab dem späten
Vormittag Position gegen einen Wahlkampfaktion der AfD im
Nürnberger Stadtteil Schniegling. Ab dem frühen Nachmittag
protestierten zahlreiche Menschen auf Initiative von
VerLINKung, Alerta Parade und anderen gegen "Team
Menschenrechte" (TM), die mit etwa 40 Fans zum zweiten Mal
in dieser Woche die Innenstadt belästigten.
Mit dabei bei TM unter anderem: Der bayerische
"Heimat"-Chef Rainer Hatz, AfD-Stadtrat Krestel sowie
(mindestens) ein jüngerer Neonazi.
(25.1.26)
Region um Nürnberg: Mehrere hundert Menschen nahmen
an Menschenketten gegen rechts teil (Januar 2026)
- mehrfach aktualisiert -
Am vergangenen Samstag (24.1.26) nahmen mehrere hundert
Menschen in der Region an Menschenketten-Aktionen gegen
rechts teil, unter anderem in Postbauer-Heng (mehr
als 100), Langenzenn (150), Cadolzburg
(mehr als 100), Allersberg (etwa 60) sowie Obernzenn
(mehr als 70).
Am Sonntag, den 25. Januar waren es in Neumarkt
etwa 150 Menschen.
Die Menschenketten fanden auf Initiative der Allianz gegen
Rechtsextremismus sowie örtlicher Initiativen statt.
(Quellen: br.de, 24.1.26, nn.de und flz.de, 25.1.26,
paywall sowie mittelbayerische.de und news5.de, 26.1.26)
Ansbach / Brombachsee: Mordprozess gegen 19-jährige,
rassistisch tickende Messerstecherin begann (Januar
2026)
Laut Nürnberger Nachrichten und Süddeutscher Zeitung
(23.1.26, jeweils Printausgabe) begann vor dem Landgericht
Ansbach der Prozess gegen eine 19-jährige Nürnbergerin,
die einen 15-Jährigen mit deutscher und brasilianischer
Staatsangehörigkeit durch Messerstiche getötet haben soll.
Die Anklage lautet auf Mord.
Bisher bekannt ist: Die 19-Jährige griff am Großen
Brombachsee nach einer verbalen Auseinandersetzung den
15-jährigen, dunkelhäutigen Jungen mit einem Messer an und
verletzte ihn tödlich. Rassistische Motive könnten bei der
Tat eine Rolle gespielt haben, da die mutmaßliche Täterin
das Opfer unter anderem als "Scheißausländer"
beschimpfte und ihn aufforderte, er solle "in sein
Land zurückgehen". Wie br.de (23.6.25) schrieb,
stünden im Strafregister der 19-Jährigen Gewaltdelikte und
ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Alle Verfahren seien
jedoch nach Jugendstrafrecht eingestellt worden. Wir
berichteten zuletzt im Juni 2025.
Forchheim: AfD steht nicht zur Wahl! Sehr schön!
(Januar 2026)
Laut nn.de (19. und 20.1.26, paywall) stehen in Forchheim
bei der Kommunalwahl weder AfD noch Republikaner auf dem
Wahlzettel. Während die Republikaner nicht die notwendige
Zahl an Unterstützerunterschriften aufbringen konnten,
schaffte es die örtliche AfD nicht, Stadtratsliste und
OB-Kandidaten einzureichen. Da kann man nur sagen: Weiter
so!
Nürnberg, 19. Januar: 250 protestierten gegen den
wöchentlichen Aufmarsch des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (Januar 2026)
Am gestrigen Montag demonstrierten nach unserer
Einschätzung in der Spitze 250 Menschen gegen das durch
die Straßen Nürnbergs marschierende "Team Menschenrechte".
In der Breiten Gasse versuchten einige AntifaschistInnen,
die rechte Demostrecke zu blockieren.
Mitten im TM-Zug mit etwa 50 Teilnehmenden wie so oft: Der
bayerische "Heimat"(ehem. NPD)-Chef Rainer Hatz. Diesmal
an einem (Heimat?-) Transparent mit dem Slogan "Antifa
verbieten".
(20.1.26)
Nürnberg: Banner von Menschenrechtsausstellung
beschädigt und gestohlen (Januar 2026)
Wie nn.de (19.1.26) schrieb, wurden zwei Banner der
Open-Air-Ausstellung "Pictures for the Human Rights" im
Nürnberger Stadtteil Langwasser gestohlen, ein drittes
beschädigt. Betrachtet man das Foto im verlinkten Artikel,
liegt ein rassistisches Motiv nahe.
nn.de ("Rassistische Motive? Banner von
Menschenrechts-Ausstellung in Nürnberg gestohlen",
19.1.26): hier
klicken!
Nürnberg: "Heil Hitler" und Hitlergruß an
Wahl-Infostand der SPD (Januar 2026)
- aktualisiert -
Ein 29-Jähriger zeigte laut nordbayern.de (18.1.26) an
einem Wahl-Infostand der SPD am Aufseßplatz den Hitlergruß
und rief "Heil Hitler".
nordbayern.de ("Mann zeigt plötzlich Hitlergruß in
Nürnberg - Passanten und Polizei nehmen Verfolgung auf",
18.1.26): hier
klicken!
Nürnberg, 17. Januar: Mit Inhalten und Spaß gegen die
AfD / Provokation durch TM-AktivistInnen / Danke an alle
HelferInnen! (Januar 2026)
Am Samstag, den 17. Januar protestierte das Nürnberger
Bündnis Nazistopp mit Support von Grantifa gegen einen
Infostand der AfD in der Nürnberger Ludwigstraße.
Zahlreiche PassantInnen und AktivistInnen organisierten
sich Werbematerial beim AfD-Stand und entsorgten diesen
unter Applaus in unserem braunen Abfallbeutel. Für die
Mühe gab's ein süßes oder pikantes Teilchen. Inhaltliche
Durchsagen informierten die Vorbeilaufenden.

Nürnberg, 17.1.26: Protest gegen AfD-Stand in der
Innenstadt (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Provozierend verhielten sich die sich zeitweise beim
AfD-Stand aufhaltenden, führenden AktivistInnen des extrem
rechten "Team Menschenrechte", Astrid Hartmann und Frank
Kettner. Sie näherten sich unserer Kundgebung und wurden
schließlich von der Polizei abgedrängt.
(17.1.26)
Nürnberg, 17. Januar: "Süßes statt Saures" -
Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand! (Januar
2026)
Am Samstag, den 17. Januar 2026 protestieren wir gegen
einen AfD-Infostand in der Nürnberger Innenstadt! Die
Aktion startet um 14 Uhr in der Ludwigstraße
und dauert voraussichtlich bis 17 Uhr.
"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens
einen AfD-Flyer vorbei und bekommt von uns dafür eine
kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer
Mülltüte und entsorgen ihn.
Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!
Interessant: Auf einem aktuellen Wahlkampfflyer der
Nürnberger AfD werden Kurzportraits von 19 KandidatInnen
aufgeführt. Es fehlen, soweit feststellbar, die Personen
auf den Listenplätzen 12, 16, 20, 22 und 23. Der Grund
dafür: Unbekannt. Ansonsten kommen von den erwähnten 19
KandidatInnen laut Eigenangaben zwölf aus dem
kaufmännischen Bereich und / oder sind Selbständige. Ob
deren Know-how geeignet ist, die vollmundigen
Wahlkampfversprechen ("bezahlbarer Wohnraum,
Arbeitsplätze in der Region (...) und ein
funktionsfähiges Bildungs- und Gesundheitssystem")
zu realisieren, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Schließlich steht die AfD seit jeher für radikalen
Neoliberalismus à la FDP plus völkische
Ausgrenzungspolitik.
(Stand 15.1.26)
Nürnberg, 10. Januar: Aufklärung und Muffins gegen die
AfD (Januar 2026)
Der heutige AfD-Infostand auf dem Heinrich-Böll-Platz im
Nürnberger Stadtteil Langwasser blieb nicht ohne
Gegenaktion. Grantifa und die Omas gegen Rechts AlFiMoLa
hatten die Aktion angemeldet und waren mit Infostand,
Muffins und heißen Getränken vor Ort. AktivistInnen
beschallten die rechten WahlkämpferInnen und klärten
PassantInnen auf.

Nürnberg, 10.1.26: Protest gegen AfD-Stand in
Langwasser (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
(10.2.16)
Nürnberg: Rechter Streamer "Weichreite TV" wegen
Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt (Januar 2026)
- aktualisiert -
Der sächsische AfD-Kreisrat Sebastian Weber, der sein
rechtes Publikum als "Weichreite TV" häufig mit
Livestreams aus Nürnberg unterhält und aufwiegelt, wurde
vor dem Landgericht Nürnberg zu einer Geldstrafe von 60
Tagessätzen wegen Beleidigung eines Polizeibeamten
verurteilt, so nn.de (8.1.26, paywall). Am 17. März 2025
konnten über 76000 ZuschauerInnen verfolgen, wie Weber den
Beamten als "Wichser" titulierte, als dieser ihm einen
anderen Ort zuwies. Weber, der die Geschehnisse oft in
selbstherrlicher Art kommentiert und die extrem rechten
Demos von "Team Menschenrechte" wohlwollend begleitet,
filmte den Akt der Beleidigung live und schoss damit ein
klassisches Eigentor.
Bereits in der ersten Instanz, im Oktober 2025, war er zu
70 Tagessätzen verurteilt worden. Das Urteil ist
vermutlich noch nicht rechtskräftig. Im nn.de-Artikel ist
übrigens die Rede von einigen Vorstrafen Webers, Details
sind nicht bekannt.
Zirndorf, 7. Januar: 70 Menschen gegen
AfD-"Bürgerdialog" (Januar 2026)
Laut nn.de (7.1.26, paywall) protestierten am 7. Januar im
mittelfränkischen Zirndorf etwa 70 Menschen gegen einen
sogenannten "Bürgerdialog" der extrem rechten AfD in der
Paul-Metz-Halle.
Nürnberg, 5. Januar: Etwa 200 gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (Januar 2026)
- aktualisiert -
Am vergangenen Montag protestierten etwa 200 Menschen in
Nürnberg gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte"
(TM). Die Rechten mobilisierten etwa 60 AnhängerInnen.
Einige Sitzblockaden verzögerten die TM-Demo. Berichtet
wurde eine brutale Festnahme einer antifaschistischen
Person durch das USK. Später habe sich herausgestellt,
dass die Person wohl mit einer anderen Person verwechselt
wurde.
Update: Bei TM zu sehen waren unter anderem der
bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz sowie der Nürnberger
AfD-Stadtrat Klaus Krestel. Der sächsische AfD-Kreisrat
Sebastian Weber streamte wie so oft für die Rechten und
unterhielt sein rechtes Publikum mit den Geschehnissen in
einer westdeutschen Großstadt. Dazu passt, dass ein
TM-Redner den GegendemonstrantInnen tatsächlich "Gotteslästerung"
vorwarf. Da sehnt sich wohl jemand nach einer christlich
geprägten Diktatur?
(6.1.26)
Danke und Kontakt
Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die
das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!
Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung
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Texten dieser Homepage: www.nazistopp-nuernberg.de
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