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*** Ansbach, 24.7.26 (Freitag),
Johann-Sebastian-Bach-Platz: Ab 14.30 Uhr Infostände
verschiedener Initiativen und Vereine, ab 17 Uhr
Kundgebung des Bündnisses für Demokratie, Menschenwürde
und Zusammenhalt. Es wird (auch) gegen eine Kundgebung
der AfD protestiert, zu der überregional Rechte anreisen
(Niederbayern, Oberbayern, Sachsen, Dortmund)!
*** Rückersdorf, 25.7.26 (Samstag), ab 14 Uhr, Sarner
Park: Demokratie-Picknick (Aktive Menschen aus
Rückersdorf)
*** Nazistopp-Aktion Spendenlauf: Rechte Latschen
gegen rechte Latschen. Die Kampagne läuft an. Weitere
Infos: hier
klicken!
*** Unser Facebook-Account: hier
klicken!
*** Unser Instagram-Account: hier
klicken!
*** Download der Nazistopp-Broschüre "Das sogenannte
'Team Menschenrechte'. Eine Analyse" (Juni 2025): hier
klicken!
*** Link zum AfD-Gutachten der Gesellschaft für
Freiheitsrechte (Juni 2026): hier
klicken!
*** Download der ver.di-Broschüre "Hier spricht die AfD /
der neue Faschismus": hier
klicken! Printausgabe bisher mehr als 27000 verkauft
/ verteilt!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden
Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen!
Zum Spendenkonto: hier
klicken!
Dresden / Nürnberg: NSU-Helferin Susann Eminger zu
milder Bewährungsstrafe verurteilt / NSU-Opfer Serkan
Yildirim nach dem Urteil: "Das ist wieder ein Schlag
und für uns wieder eine Niederlage" (Juli 2026)
Das Oberlandesgericht Dresden hat Susann Eminger, die
Helferin des neonazistischen "Nationalsozialistischen
Untergrunds" (NSU), zu einer milden zweijährigen
Bewährungsstrafe verurteilt. Einzige Bewährungsauflage:
Sie muss in den drei Jahren Bewährungszeit jeden Umzug
melden. Der Ehefrau des im Münchner NSU-Prozess (ebenfalls
milde) verurteilten André Eminger wurde zum Beispiel
zugestanden, aus Freundschaft mit Beate Zschäpe gehandelt
zu haben, nicht aus Gesinnung. Außerdem ging das Gericht
davon aus, dass Eminger das NSU-Kerntrio nicht in der Zeit
unterstützte, in der die rassistischen Morde begangen
wurden. Gegen diese Annahme sprechende Hinweise wurden, so
NSU-Watch, "im Urteil ausgeblendet".
Die Tochter des Münchner NSU-Mordopfers Theodoros
Boulgarides, Lina Boulgarides, äußerte sich nach dem
Urteil: "Das Urteil gleicht für mich einem Freispruch.
Das ist für uns kein Abschluss. Wir machen weiter und
versuchen, den Komplex aufzuklären und aufzuklären: Was
ist mit unseren Vätern passiert?" Serkan Yildirim,
der Überlebende des Nürnberger NSU-Bombenanschlags am 23.
Juni 1999: "Das ist wieder ein Schlag und für uns
wieder eine Niederlage. Aber unsere Kraft ist immer noch
da. Für die ist es heute beendet. Aber für uns ist es
nicht beendet. Wir müssen mehr arbeiten, mehr kämpfen,
dass so was nicht noch einmal in Deutschland passiert"
(Zitate nach NSU-Watch). Barbara John, die Ombudsfrau der
Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des NSU,
kommentierte: "Wir leben in einem Land, das den
Eindruck erweckt, mehr Verständnis für die Täter als
Einfühlung für die Opfer zu haben". Und weiter: "Das
Urteil sendet an Rechtsextreme das Signal: Wenn ich mich
so verhalte, passiert mir gar nichts. Ich kann mein
Leben einfach so weiterleben" (zitiert nach
endstation-rechts.de, 17.7.26)
Man muss wohl davon ausgehen, dass das Interesse der
staatlichen Institutionen an einer Aufklärung des
NSU-Komplexes nunmehr erloschen ist. Die meisten Urteile
gegen die Neonazi-Bande waren milde; die Ermittlungen und
Gerichtsverfahren trugen nur wenig dazu bei, Licht ins
Dunkel der diversen Ebenen der Geheimhaltung und Kumpanei
zu werfen.
Abschließend ist festzustellen, dass es größtenteils
antifaschistische und antirassistische AktivistInnen sowie
kritische JournalistInnen waren, die sich um Recherche und
Aufklärung rund um den NSU-Komplex bemühten. Unter anderem
in den Bereichen Polizeiarbeit und
Verfassungsschutzbehörden taten sich wahre Abgründe an
politischer Einseitigkeit und rassistischen Vorurteilen
auf, die an dieser Stelle nicht ausgeführt werden können.
(18.7.26, Quellen u.a. tagesschau.de, endstation-rechts.de
sowie NSU-Watch, 17.7.26)
Nürnberg: Spendenlauf-Kampagne wurde gestartet / Die
Idee: Für jeden gelaufenen Meter eines Aufmarschs des
extrem rechten "Team Menschenrechte" soll ein
Spendenbetrag an die gemeinnützige Organisation B.U.D.
(Beratung Unterstützung Dokumentation für Betroffene
rechter Gewalt) gehen (Juni / Juli 2026)
Irgendwann im Spätsommer oder Herbst 2026 ist es so weit:
Für jeden gelaufenen Meter eines Aufmarschs des extrem
rechten "Team Menschenrechte" in Nürnberg soll ein
Spendenbetrag an die gemeinnützige Organisation B.U.D.
(Beratung Unterstützung Dokumentation für Betroffene
rechter Gewalt) gehen. Bereits jetzt kann gespendet
werden, erste Spenden sind bereits direkt bei B.U.D.
eingegangen, sehr schön!
Ausführliche Infos gibt es auf der Kampagnenhomepage: hier klicken!
(Stand 17.7.26)
Würzburg, Nürnberg: Künftiger Stadtrat der AfD
Würzburg und Demoteilnehmerin des "Team Menschenrechte"
sollen "Sieg Heil" skandiert haben (April / Juli
2026)
- aktualisiert -
Laut br.de (29.4.26) und Jonas Miller (bluesky, 30.4.26)
sollen der zukünftige Würzburger AfD-Stadtrat Thomas Bayer
und eine Teilnehmerin der Demos des Nürnberger "Team
Menschenrechte" eines Nachts im Juni 2025 die NS-Parole "Sieg
Heil" skandiert haben. Bayer hatte Einspruch gegen
einen Strafbefehl eingelegt, erschien aber dann nicht zur
Gerichtsverhandlung, unentschuldigt.
Update: Wie nn.de (16.7.26) schrieb, ist der
Strafbefehl gegen den Rechtsanwalt und AfD-Stadtrat (60
Tagessätze) nun rechtskräftig. Näheres ist nicht bekannt.
Nürnberg, 13. Juli: In der Spitze 250 gegen extrem
rechte Demo des "Team Menschenrechte" (Juli 2026)
Am 13. Juli protestierten in der Spitze etwa 250 Menschen
gegen 50 Aktive des extrem rechten "Team Menschenrechte"
(TM). Der bayerische Chef der "Heimat" (Nachfolgepartei
der NPD), Rainer Hatz, schloss sich zum wiederholten Mal
an und scheint mit dem TM-Spektrum gut vernetzt zu sein.
Zu sehen war auch der Steiner AfD-Stadtrat Krzysztof
Malowaniec. Ein TM-Fan präsentierte ein Exemplar der
extrem rechten Zeitschrift "Zuerst!- Deutsches
Nachrichtenmagazin" aus dem Hause Dietmar Munier.
(14.7.26)
Schwabach, 8. Juli: Mehr als 300 Menschen auf der
Straße gegen die AfD (Juli 2026)
Am vergangenen Mittwoch protestierten laut nn.de (9.7.26)
mehr als 300 Menschen gegen eine AfD-Veranstaltung im
Schwabacher Bürgerhaus. Zum Gegenprotest aufgerufen hatte
die Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus.
Mehrere RednerInnen forderten ein Verbot der extrem
rechten Partei und warnten vor einem weiteren Rechtsruck.
(9.7.26)
Altdorf-Röthenbach: Ehemaliger
AfD-Landtagsabgeordneter zu 90 Tagessätzen Geldstrafe
verurteilt / Einer der Vorwürfe: Spaziergang mit
geladenem Revolver (Juli 2026)
Ein ehemaliger AfD-Landtagsabgeordneter aus Altdorf,
vermutlich Ralph M., wurde wegen Waffendelikten zu einer
Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Er soll Munition
unsachgemäß aufbewahrt und mit einem geladenen Revolver
das Haus verlassen haben. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig.
Bei einer Razzia im Haus von M. im Juli 2025 entdeckten
Polizeibeamte ein Gewehr im Badezimmer und - im Haus
verteilt - einige Behälter mit zahlreichen Patronen ("Hunderte,
vielleicht Tausende Schuss", so ein Beamter laut
nn.de, 8.7.26, paywall). M. und seine Lebensgefährtin
seien außer Haus mit einer Umhängetasche angetroffen
worden, in der sich unter anderem ein geladener, nicht
registrierter Revolver befand. M. war Jäger und
Sportschütze, bevor ihm die Waffenerlaubnis entzogen
wurde.
M. fiel im bayerischen Landtag mehrfach unangenehm auf,
unter anderem, als er sich beim Gedenken an den von einem
Neonazi ermordeten Walter Lübcke nicht vom Platz erhob.
(9.7.26, mit Informationen von nn.de und Endstation Rechts
Bayern)
Nürnberg, 6. Juli: Mehr als 400 Menschen
protestierten gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" (TM) / Ein TM-Redner: "Deutschland
braucht eine Reinigung für sich selbst"
Gestern waren mehr als 400 Menschen auf der Straße, um
gegen den provozierenden Aufmarsch des extrem rechten
"Team Menschenrechte" zu protestieren. Die Rechten konnten
etwa 80 AnhängerInnen mobilisieren und zogen teilweise
durch den Szenestadtteil Gostenhof. Mehrere Blockaden
verzögerten wie fast jeden Montag die extrem rechte Demo.
 
Nürnberg, 6. Juli: Protest gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Einer der TM-Hauptredner wünschte der AfD "alle Kraft"
und forderte: "Deutschland braucht eine Reinigung für
sich selbst". Was ein radikalnationalistischer
Redner damit meinen könnte?
(7.7.26)
Nürnberg, 5. Juli: Rechte Christen beten für die AfD
(Juli 2026)
Am Sonntag, den 5. Juli fand vor der Lorenzkirche in
Nürnberg ein seltsames Spektakel statt. Rechtsgerichtete
Christen sangen, beteten und agitierten für entsprechende
Inhalte. Es ging gegen Geflüchtete, gegen queere
Lebensformen und so weiter. Nicht verwunderlich, da ein
Teil der an diesem Tag Aktiven auch bei den Aufmärschen
des extrem rechten "Team Menschenrechte" jeden Montag auf
der Straße hetzt. Gebetet wurde auch für den Steiner
AfD-Stadtrat und mittelfränkischen AfD-Bezirksrat
Krzysztof Malowaniec, gegen den offensichtlich wegen des
Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt wird (um was es
genau geht, wissen wir nicht). Zitat aus einer
Social-Media-Seite: "Himmlischer Vater, wir bitten
Dich, dass das Ermittlungsverfahren gegen Krzysztof
aufschlussreich wird und alle relevanten Aspekte und
Einzelheiten zum Vorschein bringt". Und so weiter.
Spontan bildete sich ein kleiner antifaschistischer
Gegenprotest, der das christlich-fundamentalistische
Gedöns nicht unkommentiert ließ. Nach einiger Zeit verwies
die Pfarrerin der Lorenzkirche die rechten Christen von
der Treppe. Aus irgendeinem Fenster in der Nähe schallten
antifaschistische Parolen. Wahrlich ein interessantes
Spektakel.
Im Verlauf entblödete sich Stadrat und Bezirksrat
Malowaniec nicht, einen Flyer des extrem rechten
österreichischen Medienportals AUF1 zu präsentieren. Na
ja, wenig überraschend.
(6.7.26)
Schweinfurt und anderswo: Extrem rechter
Kampfsportler schon wieder aus dem Ring geflogen (Juli
2026)
Laut nn.de (2.7.26, paywall) flog der aus Schweinfurt
stammende extrem rechte Kampfsportler Lucas S. schon
wieder aus dem Ring. Nach Bekanntwerden der Hintergründe
durfte er bei einem großen Boxevent in Köln nicht mehr
auftreten. Der Betreuer von S. sei "mehrfacher
Teilnehmer an Kundgebungen der neonazistischen
Kleinpartei 'Der Dritte Weg' und Unterstützer der als
kriminelle Vereinigung eingestuften rechtsextremen
Gruppe 'Knockout 51' aus Eisenach", so nn.de. Beide
gehörten zudem zu den "als rechtsextrem geltenden
Schweinfurt-Hooligans".
Wie wir im September 2025 schrieben, durfte der rechte
Boxer damals nicht an einem Boxwettkampf am 13. September
in der Nürnberger Meistersingerhalle teilnehmen. nn.de
berichtete seinerzeit: "Unsere Recherchen haben
ergeben, dass Lucas S. in Schweinfurt mit der
rechtsextremen Partei der III. Weg sympathisiert. Auf
seinem privaten Instagram-Account postete er unter
anderem sich selbst mit erhobenen Daumen in der
KZ-Gedenkstätte Dachau sowie ein Foto zum Todestag von
Rudolf Heß, der als Stellvertreter Adolf Hitlers
fungierte, mit den Worten 'Rudolf Hess unvergessen'".
In der Zwischenzeit gelang es S. jedoch mehrfach, bei
derartigen Veranstaltungen unbeanstandet aufzutreten.
(3.7.26)
Nürnberg, 30. Juni: Geldstrafe für Kopf des extrem
rechten "Team Menschenrechte" (Juni 2026)
Laut Prozessberichten und Endstation Rechts Bayern
(bluesky, 30.6.26) wurde heute einer der Köpfe des extrem
rechten "Team Menschenrechte" (TM), Frank K., wegen
Beleidigung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen
verurteilt. Der Staatsanwalt hatte wegen laufender
Bewährung und Vorstrafen zwei Monate Haft gefordert. Das
Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
K. soll im offenen TM-Gruppenchat eine Person, die dort
auch abgebildet war, als "durchgeknallt"
bezeichnet haben.
(30.6.26)
Nürnberg, 27. Juni: Protest gegen AfD-Kundgebung
trotz Hitzerekord / AfD scheint kaum mobilisierungsfähig
zu sein / Danke an alle HelferInnen! (Juni 2026)
Etwa 100 AntifaschistInnen versammelten sich am heutigen
Samstag trotz Hitzerekord (in der Spitze knapp 40 Grad
Celsius) auf dem Nelson-Mandela-Platz in Nürnberg, um auf
Einladung von Grantifa und Nazistopp gegen eine Kundgebung
der extrem rechten AfD gleich nebenan zu protestieren.
Größere Vorräte an Trinkwasser und mehrere Schatten
spendende Pavillions trugen mit dazu bei, dass die Hitze
keine Opfer forderte.
 
Nürnberg, 27.6.26: Protest gegen AfD-Hetze auf dem
Nelson-Mandela-Platz (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Die AfD mobilisierte gerade mal um die dreißig Menschen,
ihre Funktionäre und Influencer, einen rechten Szeneanwalt
und den langjährig neonazistisch aktiven Rainer Biller
mitgezählt. Das ist schwach. Das Publikum musste zudem mit
zwei, drei Sonnenschirmen klarkommen. So ist das halt mit
der Selbstverantwortung des vereinzelten Individuums...
In einigen Reden auf unserer Kundgebung wurde die Gewalt
von Drogendealern und Zuhältern gegen Mädchen und Frauen
rund um den Nürnberger Hauptbahnhof deutlich benannt und
gleichzeitig die "Lösungen" der hiesigen AfD scharf
kritisiert.
(27.6.26)
Nürnberg, 27. Juni, Nelson-Mandela-Platz: Auf die
Straße gegen die AfD! Laut gegen AfD-Hetze! Bringt alles
mit, was laut ist! (Juni 2026)
Der AfD-Kreisverband Nürnberg / Schwabach kündigt für
kommenden Samstag (27.6.26) eine Kundgebung ab 11 Uhr auf
dem Celtisplatz in der Nähe des Nelson-Mandela-Platzes an.
Die erste Kundgebung der extrem rechten Partei in Nürnberg
seit Langem, sieht man einmal von Wahlkampfständen ab. Das
Motto: "Finger weg von unseren Kindern! Wir geben den
Opfern eine Stimme!" Offensichtlich versucht man,
auf die Medienberichterstattung der letzen Wochen über die
Dealerszene und Gewalt gegen junge Frauen rund um den
Nürnberger Hauptbahnhof aufzuspringen. Auf social media
erwähnt man den "Grooming-Gang-Skandal" in
Großbritannien. Man freut sich vermutlich auch über die
rassistischen Unruhen in unserem nördlichen Nachbarland
und den dortigen Aufstieg extrem rechter Parteien und
versucht, davon zu profitieren. Das Muster ist bekannt.
Der Versuch der AfD, sich als Kümmerer-Partei zu
inszenieren, wirkt wie immer nicht überzeugend. Der
vermeintliche Einsatz für Opfer dient der Agitation und
der Hetze.
Wir bereiten zusammen mit Grantifa eine Gegenkundgebung
unter dem Motto "Laut gegen AfD-Hetze" vor. Start am
Nelson-Mandela-Platz um 10.30 Uhr! Bringt alles mit, was
laut ist! Zwischen den Reden spielt das Krachorchester!
Und bitte passt auf euch auf, es wird sehr heiß! Wasser,
Mütze, Sonnencreme!
Redner*innen (zugesagt): Omas gegen rechts, Fürther
Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Initiative
AfD-Verbot jetzt, Grantifa / Kunterbunt Amberg,
DIDF-Jugend.
Wir haben ein paar Pavillons dabei und ein Awareness-Team
samt hilfreichen Dingen gegen die Hitze im Grantifa-
Awareness-Pavillon.
(Stand 26.6.26)
Nürnberg, 22. Juni: 150 auf der Straße gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" (Juni 2026)
Am vergangenen Montag protestierten etwa 150
AntifaschistInnen gegen rund 70 extrem Rechte rund um das
sogenannte "Team Menschenrechte" (TM). Was war sonst noch?
Einige Sitzblockaden und "Stinkefinger aus der
Außengastro". Obertrommler K. vom TM zitierte
irgendwas aus der Bibel.
(23.6.26)
Hersbruck: Nazi-Graffiti und versuchter Brandanschlag
an KZ-Gedenkstätte / 200 Menschen bei Protestdemo (Juni
2026)
- mehrfach aktualisiert -
Laut br.de und Mitteilung von Hersbruck ist bunt (16.6.26)
wurde am vergangenen Wochenende ein Brandanschlag auf die
Hersbrucker KZ-Gedenkstätte versucht. An einer Außenwand
fanden sich Brandspuren, in der Nähe wurden Gegenstände
entdeckt, mit denen versucht wurde, Feuer zu legen. In der
Nähe der Gedenkstätte fanden sich außerdem Nazi-Graffiti,
zum Beispiel eine SS-Rune und ein Hakenkreuz. Das
antifaschistische Bündnis weist darauf hin, dass seit
Monaten in Hersbruck immer wieder Nazi-Schmierereien
auftauchen.
Dokumentation extrem rechter Vorfälle in Hersbruck:
hier
klicken!
Hersbruck ist bunt kommentiert: "Die fehlende
deutliche Reaktion sowie das ständige Auftreten der
rechtsextremistischen AfD - zuletzt wieder am 8. Juni
mittags mit einem kurzen Infostand - ermutigen
Rechtsextremist*innen in Hersbruck, immer weiter zu
gehen. Das dürfen wir in Hersbruck nicht einfach so
hinnehmen".
Update 1: Am 19. Juni kamen in Hersbruck 200
Menschen auf die Straße, um ihre Empörung über den
versuchten Brandanschlag auf die KZ-Gedenkstätte
auszudrücken. Im Rahmen der Kundgebung wurde bekannt
gegeben, dass die extrem rechte Schmierwelle in der Stadt
darauf hindeutet, dass hier "etwas außer Kontrolle"
geraten sei. Aus den Vorfällen "spricht eine
gefestigte Einbindung in rechtsextreme Kultur und
Organisation", so ein Bündnissprecher (Mitteilung
von Hersbruck ist bunt, 19.6.26). Nazi-Graffiti im alten
Hersbrucker Krankenhaus à la "gas the jews" (Juden
ins Gas) unterstreichen diese Einschätzung.
Update 2: Laut nordbayern.de (23.6.26) wurde nun
ein Tatverdächtiger identifiziert. Ein 27-Jähriger soll
für die versuchte Brandlegung an der KZ-Gedenkstätte, die
Nazi-Schmierereien vor Ort sowie für weitere extrem rechte
Graffiti in Hersbruck verantwortlich sein. Laut
Polizeibericht befand sich der Mann in einem "psychischen
Ausnahmezustand". Hersbruck ist bunt vermutet hier
nicht zu Unrecht eine Ablenkung von den zugrundeliegenden
politischen Motiven.
br.de ("KZ-Gedenkstätte Hersbruck: Rußspuren und Graffiti
mit NS-Bezug", 16.6.26): hier
klicken!
Nürnberg, 16. Juni: Etwa 200 gegen extrem rechte Demo
(Juni 2026)
Die rechte Demonstrationsserie in Nürnberg geht weiter. Am
gestrigen Montag waren auf Einladung des "Team
Menschenrechte" (TM) etwa 75 extrem Rechte auf der Straße,
darunter der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz und der
vormalige AfD-Stadtrat Klaus Krestel. Wie uns berichtet
wurde, war auch Ulli H. von der radikalen Schwurblergruppe
"Widerstand 100" mit von der Partie. Diese Gruppierung "gefiel
sich in der Verbreitung aggressiv-reichsbürgernaher
Propaganda", wie wir seinerzeit kommentierten.
Gegen die aggressive Hetze von TM wandten sich etwa 200
Menschen.
(16.6.26)
Langenzenn: 150 gegen die AfD in der Stadthalle (Juni
2026)
Wie nn.de (11.6.26, paywall) berichtete, protestierten am
10. Juni etwa 150 Menschen gegen einen Auftritt der AfD in
der Langenzenner Stadthalle. Zum Protest aufgerufen hatte
die Initiative Bürgerinnen und Bürger für Demokratie.
Die Stadthalle war nur "spärlich" besetzt. Dort
traten die bayerischen AfD-MdL Ulrich Singer und Elena
Roon auf. Singer äußerte sich in Bezug auf das
diktatorisch regierte Weißrussland vor einiger Zeit
folgendermaßen: "Ich fliege zum Beispiel hierher, um
mit eigenen Augen zu sehen, wie gut und schön es hier
ist." (Zeitschrift für Parteienwissenschaften, MIP,
2026, Heft 1, S. 123). Roon ist in Nürnberg und Umgebung
hinreichend bekannt, unter anderem als Aktivistin der
mittlerweile aufgelösten rassistischen Hetztruppe "Sichere
Heimat".
(11.6.26)
Oberfranken: Bezirk ehrt extrem rechten Aktivisten
und normalisiert die AfD (Juni 2026)
Laut fraenkischertag.de (10.6.26, paywall) ehrte der
Bezirk Oberfranken einen "Rechtsaußen". Endstation
Rechts Bayern (Bluesky, 10.6.26) führt aus: "Der
Bezirk Oberfranken hat einen Mann geehrt, der die
Schließung aller Moscheen und Verbot jedweder
öffentlichen Bekundung zum Islam fordert" . Der
Vorschlag für die Ehrung sei von der AfD gekommen.
Bei dem Mann handelt es sich um den in der AfD aktiven
Michael Genniges. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft
(DIG), Arbeitsgemeinschaft Bamberg, protestiert in einer
Pressemitteilung energisch gegen die Ehrung. Der frühere
DIG-Vorsitzende Genniges habe sich seit 2018 eindeutig "nach
Rechtsaußen" entwickelt. Deshalb sei es dort 2021
zum Bruch gekommen. Die Ehrung für sein Engagement gegen
Antisemitismus sei angesichts seiner Zugehörigkeit zur AfD
"irreführend". Damit werde zudem die AfD
normalisiert.
(10.6.26)
Nürnberg, 8. Juni: Etwa 200 Menschen aktiv gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" / Zum wiederholten
Mal wurden Hauptverkehrsstraßen für die extrem rechte
Klein-Demo gesperrt (Juni 2026)
Auch am gestrigen Montag protestierten wieder zahlreiche
AntifaschistInnen gegen die Hetze des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM). TM mobilisierte 60 AnhängerInnen.
Auf der TM-Route war unter anderem ein "Lese-Sit-In" zu
beobachten. Ärgerlich: Am heutigen Dienstag musste beim
Gedenken an die Ermordung Ismail Yasars in der
Scharrerstraße eine Fahrspur freigelassen werden (80
TeilnehmerInnen), während für TM wie schon seit Langem
Hauptverkehrsstraßen gesperrt werden (60 TeilnehmerInnen).
Finde den Fehler!
Nürnberg, 8.6.26: "Lese-Sit-In" in der Nähe der
Buchhandlung Jakob. Im Hintergrund Polizeipferde (Foto:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
(9.6.26)
evangelische-zeitung.de ("'Team Menschenrechte':
Rechtsextreme Gruppierung beschäftigt Nürnberg", 5.6.26):
hier
klicken!
Altdorf, 8. Juni: Protest gegen
AfD-Propagandaauftritt
Am 8. Juni tauchten AfDlerInnen mit Propagandamaterial in
Altdorf auf und trafen vor Ort auf einen Infostand der
Initiative "Altdorf verbindet", wie nn.de (8.6.26,
paywall) berichtete. Während sich bei den DemokratInnen am
frühen Nachmittag etwa 100 Menschen sehen ließen, waren es
bei den extrem Rechten etwa fünfzehn.
(9.6.26)
Nürnberg, 1. Juni: Gut 200 auf der Straße gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" / 75. Mahnwache der
Omas gegen rechts! (Juni 2026)
Am gestrigen Montag demonstrierten gut 200 Menschen gegen
den (fast) allwöchentlichen Aufmarsch des extrem rechten
"Team Menschenrechte" (TM). TM brachte in der Spitze 50
AnhängerInnen auf die Straße. Zwei Sitzblockaden
verzögerten die rechte Demo. Aus einem Fenster an der
Strecke wurde ein Plakat mit der Aufschrift "Gegen
Faschismus" gehalten. Auch ein paar PassantInnen mit
roten Karten (Kartenaktion) waren zu sehen.
Die Nürnberger Omas gegen rechts feierten gestern übrigens
ein Jubiläum: Sie hatten die 75. Mahnwache gegen TM
organisiert! Bravo!
(2.6.26)
Erlangen: AnhängerInnen der "Germanischen Neuen
Medizin" versammelten sich an Hamers Grab auf dem
Westfriedhof (Mai 2026)
Wie nn.de (31.5.26) schrieb, versammelten sich am 17. Mai
wie wohl jedes Jahr AnhängerInnen des 2017 verstorbenen
rechten Medizingurus Ryke Geerd Hamer an dessen Grab auf
dem Erlanger Westfriedhof. Der am 17. Mai 1935 geborene
Hamer entwickelte die "Germanische Neue Medizin"
(GNM), die als wissenschaftlich widerlegt und gefährlich
gilt. Krebs sei eine Folge innerer emotionale Konflikte,
die schulmedizinisch empfohlene Behandlung wird abgelehnt.
In der 2011 erschienenen Broschüre "Braune Soß aus
Franken" wird die GNM als eine "besonders aggressiv
und sendungsbewusst vorgetragene Variante
rechts-esoterischer Weltanschauungen und 'Heilmethoden'"
beschrieben. Hamer und einige seiner AnhängerInnen würden
"harte antisemitische Verschwörungstheorien"
verbreiten. So würden Jüdinnen und Juden GMR praktizieren
und gleichzeitig verhindern, dass der Rest der Menschheit
davon profitiere.
In den 2000er Jahren wurden einige öffentliche Auftritte
von Aktiven der GNM-Sekte in der Region sowie Versuche
registriert, GNM zu bewerben und derartige
Pseudo-Behandlungen anzubieten. Auch einzelne Funktionäre
der neonazistischen NPD erwiesen sich damals als
Hamer-Fans.
Aktuell werde GNM-Gedankengut über Social-Media-Kanäle
verbreitet, teilweise durchaus mit Erfolg, so nn.de. Über
diese Kanäle würden auch "Verschwörungstheorien und
rechtsextreme Ideologien" verbreitet.
(31.5.26)
Cadolzburg, 29. Mai: Bündnis organisierte Kundgebung
gegen AfD-Event im Gwäxhaus (Mai 2026)
Am vergangenen Freitag protestierten Aktive des
Cadolzburger Bündnisses gegen Rechtsextremismus gegen eine
Werbeveranstaltung der AfD im ehemaligen Gwäxhaus. Auf
einem Schild war zu lesen: "AfD-Kaderschmiede raus aus
dem Gwäxhaus". Die frühere Gaststätte wurde an die
AfD vermietet.
(30.5.26)
Nürnberg: Nachtrag vom April - Angriff auf
Zugpersonal plus Hitlergruß (Mai 2026)
Laut Mitteilung von B.U.D. Bayern attackierte ein
offensichtlich rechtsgerichter Mann während einer
ICE-Fahrt zwischen München und Nürnberg einen
Zugbegleiter, schlug diesem mit einem Smartphone gegen den
Kopf und "zeigte den Hitlergruß". Der Täter wurde
in Nürnberg festgenommen.
(28.5.26, www.bud-bayern.de/dokumentation)
Nürnberg, 23. Mai: Zahlreiche Menschen auf der Straße
gegen rechts! (Mai 2026)
- aktualisiert -
Am heutigen 23. Mai demonstrierten etwa 300 Menschen gegen
eine überregionale extrem rechte Demo ("Gemeinsam für
Deutschland", GfD, Federführung: "Team Menschenrechte
Nürnberg"). Mehrere Sitzblockaden verzögerten den
Aufmarsch von knapp 60 Rechten, darunter der bayerische
"Heimat"-Chef Rainer Hatz. Bei der Abschlusskundgebung von
GfD prophezeite ein Redner das Ende der Wohnungsnot, wenn
man nur alle aus seiner Sicht unrechtmäßig sich im Lande
befindlichen Menschen ausweist. Die Wohnungsbaumisere, die
Unfähigkeit des "Marktes", den Mangel an bezahlbaren
Wohnungen abzustellen: Kein Thema. Die Reichen, die großen
Wohnungsbaugesellschaften usw. freuen sich über solche
Bundesgenossen.
Der ständig provozierende "Journalist" Sebastian Weber,
überregional aktiver rechter Streamer und besonders häufig
in Nürnberg unterwegs, wurde heute unter dem Beifall
Umstehender von der Polizei vom Platz getragen. Der
sächsische AfD-Kreisrat (Lkr. Leipzig) war sichtlich "not
amused" und inszenierte sich als Opfer.
Zeitgleich fand auf dem Kornmarkt eine Kundgebung für das
Verbot der AfD statt, organisiert von der Initiative
Menschenwürde verteidigen - AfD-Verbot jetzt. Etwa 400
Menschen informierten sich, diskutierten miteinander und
lauschten den Kundgebungsbeiträgen.
(23.5.26)
Nürnberg: VAG-Busfahrer schwurbelt und agitiert (Mai
2026)
Wie uns mitgeteilt wurde, informierte ein Nürnberger
Busfahrer eine Kundin zunächst korrekt, dass ein Ticket im
Fahrzeug nicht mehr bar bezahlt werden könne. Auf die
Nachfrage, ob man denn am Automaten noch bar zahlen könne,
antwortete er wahrheitswidrig, dass dies auch dort nicht
mehr möglich sei. Sodann schob er nach, dass wir dies "unserer
Bundesregierung" zu verdanken hätten, die wolle ja
schließlich das Bargeld abschaffen, ein entsprechendes
Gesetz sei bereits verabschiedet worden (ebenfalls
wahrheitswidrig).
Es stellt sich die Frage, wie die VAG mit Bediensteten
umgeht, die offensichtlich rechte Schwurbelpropaganda bzw.
AfD-nahe Agitation von sich geben, und das im Dienst.
(23.5.26)
Nürnberg, 23. Mai: Großer Aktionstag gegen rechts!
Kundgebung für AfD-Verbot und Proteste gegen extrem
rechte Demo (Mai 2026)
Am 23. Mai wird es in Nürnberg einen großen Aktionstag
gegen rechts geben! Folgendes ist an dem Tag
geplant:
Auf dem Kornmarkt findet von 13 bis 16 Uhr
eine Kundgebung der Initiative "Menschenwürde
verteidigen - AfD-Verbot jetzt" statt. Neben Reden
und Kulturprogramm werden zahlreiche Initiativen mit
Infoständen vertreten sein, darunter auch das Bündnis
Nazistopp.
Ab 12.30 starten Straßenproteste gegen eine extrem
rechte Demonstration, die unter dem Motto "Gemeinsam
für Deutschland" durch Nürnberg ziehen will:
- 12.30 Uhr, Start am Plärrer / Ecke Gostenhofer
Hauptstraße: Zubringerdemo von Wut & Trotz und AAB
zu den Protesten gegen "Gemeinsam für Deutschland" (GfD).
- 14 Uhr, Start Waaggasse Westseite, Nähe Hauptmarkt:
Demo von VerLINKung (Zwischenkundgebungen:
Karlstraße / Ecke Weinmarkt, Unschlittplatz sowie An der
Karlsbrücke / Ecke Kaiserstraße).
- 14 Uhr, Start am Hauptmarkt / Ecke Waaggasse: Die
Alerta-Parade macht hinter GfD sauber.
- 13 - 17 Uhr, Hefnersplatz: Kundgebung von Grantifa
unter dem Motto "Demokratie verteidigen gegen rechte
Hetze".
- Ca. 17 Uhr: Parallel zum GfD-Abschluß findet der
Vermummungsgottesdienst statt.
Falls sich noch etwas verändern sollte, werden wir das
hier posten!
(Stand 21.5.26)
Forchheim: Anti-AfD-Protest vor dem Landratsamt (Mai
2026)
Wie nn.de (20.5.26) schrieb, protestierten die Forchheimer
Omas gegen rechts vor dem Sitzungsgebäude des Kreistags
gegen die AfD, um die Abgrenzung zur extrem rechten AfD
anzumahnen. Mit dabei waren auch einige Aktive des
Eggolsheimer Bündnisses für Vielfalt, Toleranz und
Respekt.
Anlass der Mahnwache war die erste Sitzung des Kreistags
nach den jüngsten Kommunalwahlen.
Nürnberg, 14. Mai: Extrem Rechte provozierten im
Szeneviertel / "Deutschland Deutschland über alles"
(Mai 2026)
- aktualisiert -
Laut uns zugegangenen Berichten versuchten ein Dutzend
extrem rechter AktivistInnen rund um das "Team
Menschenrechte", darunter zwei ehemalige Pegida-Aktive und
der ehemalige AfD-Stadtrat Klaus Krestel, mit einer
Minikundgebung im Nürnberger Szenestadtteil Gostenhof zu
provozieren. Dies sprach sich schnell herum, so dass die
Rechten von einer lautstarken Kulisse empfangen wurden.
Etwa 250 AntifaschistInnen drückten vor Ort ihre Empörung
aus.
Die eingegitterten extrem Rechten entblödeten sich nicht,
die erste Strophe der deutschen Nationalhymne, die den
fanatischen Nationalismus feiert ("Deutschland
Deutschland über alles"), kurz anzuspielen.
(14.5.26)
Ansbach: AfD-Landtagsfraktion in der Orangerie /
Hofgarten zwei Tage lang für die Öffentlichkeit gesperrt
/ Kleiner Gegenprotest (Mai 2026)
Wie die Nürnberger Nachrichten (13.5.26, Printausgabe)
schrieben, wurden vor einigen Tagen Teile des Ansbacher
Hofgartens gesperrt, weil sich in der dort befindlichen
Orangerie die bayerische AfD-Landtagsfraktion traf. Nicht
weit davon entfernt parkte ein Propaganda-LKW der extrem
rechten Partei.
Dass der Hofgarten wegen des Auftritts der extrem Rechten
zwei Tage lang für die Öffentlichkeit komplett
unzugänglich war, führte zu heftiger Kritik. Die Offene
Linke Ansbach monierte, dass "die AfD Teile der Stadt
lahmlegt" (nordbayern.de, 8.5.26). Zum Glück gab es
auch öffentlichen Gegenprotest: Am Samstag, den 9. Mai
protestierten etwa 40 Menschen gegen die ansonsten
weitgehend ignorierte rechte Show. Ob auch der für den 18.
Juli angekündigte Auftritt der AfD-Parteichefin Alice
Weidel samt Gefolge in Ansbach so ruhig ablaufen wird?
(14.5.26)
Alesheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen): Bayerische
AfD-Kaderschmiede gegründet (Mai 2026)
Laut nn.de (13.5.26) trafen sich im Gasthaus Conrad in der
mittelfränkischen Gemeinde Alesheim (Lkr.
Weißenburg-Gunzenhausen) weitgehend unbemerkt mehr als 100
AfDlerInnen, um eine "Politische Akademie" zu gründen.
Aufgabe der "Akademie" sei es, den AfD-Nachwuchs zu
schulen. Unter den Anwesenden: Björn Höcke. Höcke war wohl
Gastredner der Veranstaltung.
Erwerb bzw. Anmietung einer Immobilie sei nicht geplant,
so br.de (10.5.26). Die Schulungsveranstaltungen sollen in
Wahlkreisbüros oder Gaststätten stattfinden.
Auf Social-Media-Plattformen wurden Meinungen laut, das
oben genannte Gasthaus nicht mehr zu besuchen.
(14.5.26)
Fürth: Rechtsauslegerin der Freien Wähler hat Partei
verlassen / Vorsitzende des Vereins Freie Wähler bleibt
sie dennoch (Mai 2026)
Wie die Fürther Nachrichten (13.5.26, Printausgabe)
berichteten, verließ Stadträtin Heidi Lau die Partei Freie
Wähler. Möglicherweise kam die Rechtsauslegerin (hier
klicken!) damit einem Parteiausschluss zuvor.
Vorsitzende des Vereins Freie Wähler bleibt sie dennoch
bis auf Weiteres.
(14.5.26)
Rednitzhembach: Weiterer AfDler zum stellvertretenden
Bürgermeister bestimmt / "betont unaufgeregt"
(Mai 2026)
Laut nn.de (13.5.26, paywall) wurde im mittelfränkischen
Rednitzhembach (Lkr. Roth) Thomas Falk von der AfD zum
stellvertretenden Bürgermeister per Akklamation gewählt.
Lediglich aus der SPD-Fraktion gab es zwei Gegenstimmen,
das heißt, die restlichen zwei SPDler sowie die
Gemeinderäte der CSU (8), der Grünen (3) sowie der Liste
NB/PW (3) haben den Rechten durchgewunken, "betont
unaufgeregt", wie im Artikel betont wird. Zum
Kotzen!
(14.5.26)
Nürnberg, 11. Mai: 200 gegen Demo des extrem rechten
"Team Menschenrechte" (Mai 2026)
Am 11. Mai protestierten etwa 200 Menschen gegen den
(fast) allwöchentlichen Aufmarsch des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM). Der Ort der TM-Abschlusskundgebung
wurde dieses Mal durch AntifaschistInnen besetzt. Die
Rechten hatten diesmal 50 Leute hinter sich, darunter den
ehemaligen AfD-Stadtrat Klaus Krestel und einen rechten
Szeneanwalt.
Indessen forderte die Allianz gegen Rechtsextremismus ein
Verbot des "Team Menschenrechte" (nn.de, 7.5.26, paywall).
(12.5.26)
Nürnberg, 9. Mai: AktivistInnen des extrem rechten
"Team Menschenrechte" attackierten eine Kundgebung, die
sich für mehr Unterstützung für ME/CFS-Erkrankte
einsetzte / "Ihr seid ja alle selber schuld, hättet
ihr euch nicht impfen lassen" (Mai 2026)
Am vergangenen Samstag fanden in Nürnberg und in anderen
Städten so genannte "Liegend-Demos" statt (hier
klicken!). Dort beklagten Erkrankte und Angehörige
unter anderem das Forschungsdefizit und die weitgehend
fehlenden Behandlungsmöglichkeiten für das
Krankheitssyndrom ME/MFS (Myalgische
Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom). Es wird
davon ausgegangen, dass ME/MFS als Folgeerkrankung nach
Viruserkrankungen auftreten kann, unter anderem nach einer
Covid-19-Infektion. Viele Betroffene werden stigmatisiert.
Eine kleinere Gruppe unserer sozusagen hauseigenen extrem
rechten Sammlungsbewegung, "Team Menschenrechte" (TM),
machte am Rande der "Liegend-Demo" zum wiederholten Mal
klar, welcher Definition von Menschenrechten sie folgen.
Da wurden Demo-Ordner beleidigt, da gab es einen
Faustschlag gegen eine Person, die an der "Liegend-Demo"
teilnahm. Und nicht zuletzt war aus den TM-Reihen ein
unglaublich menschenfeindlicher Spruch zu hören: "Ihr
seid ja alle selber schuld, hättet ihr euch nicht impfen
lassen". Eine durchaus übliche "Meinung" in
Impfgegnerkreisen.
Da TM unter anderem aus dem nach rechts radikalisierten
Teil der Impfgegnerbewegung hervorgegangen ist, sind
derartige Parolen kein Wunder. Schon lange vor der
Corona-Pandemie verbreiteten diese Kreise derartigen
Schwachsinn, nicht selten vermischt mit antisemitischen
Verschwörungstheorien. Hierzulande haben wir es zum Glück
mit einer radikalisierten Minderheit zu tun, anderenorts
bläst der Gesundheitsminister ins selbe Horn (hier
klicken!).
(10.5.26)
Allersberg: Der rechte Sumpf triumphiert! AfDler zum
stellvertretenden Bürgermeister gewählt / Zwei Wochen
später kam der Rückzieher! (Mai 2026)
- aktualisiert -
Bereits 2021 beschloss der Allersberger Marktgemeinderat,
eine Straße nach dem kurzzeitigen Nachkriegs-Bürgermeister
Wilhelm Burkhardt (1897–1949) zu benennen. Nach und nach
wuchs im Ort und auch überregional die Empörung, als
bekannt wurde, dass der Mann zeitweise Mitglied bei der
NS-Mördertruppe SA und bei anderen NS-Organisationen war (hier
klicken!). Das interessierte den parteilosen ersten
Bürgermeister Daniel Horndasch und die Mehrheit des
Kommunalparlaments nicht groß; es blieb bei der
Entscheidung.
Offensichtlich handelte es sich damals nur um den ersten
Schritt eines radikalen Rechtsrucks inklusive
Relativierung der NS-Zeit: Vor Kurzem wurde eines der
beiden neuen AfD-Ratsmitglieder, ein gewisser Ernst
Gronauer, zu einem der stellvertretenden Bürgermeister
gewählt, "nahezu geräuschlos", wie auf nn.de
(6.5.26, paywall) zu lesen ist. Der extrem rechte Ratsherr
wurde von 14 der 21 Ratsmitglieder gewählt, darunter die
Fraktionen der Freien Wähler (6), des Allersberger
Bürgerforums (4), der SPDler Eduard Riehl sowie der erste
Bürgermeister - natürlich alle zusammen mit der AfD.
Dagegen stimmten die CSU (3), die Grünen (3) sowie der
zweite SPD-Mann. Wir haben es in Allersberg mit einer
extrem rechten Rats-Mehrheit zu tun, die kein Problem
damit hat, offen mit der AfD zusammenzuarbeiten.
Update: Laut nn.de (19.5.26) wurde zwei Wochen nach
der fatalen Abstimmung erneut die Geschäftsordnung des
Kommunalparlaments geändert, mit der Folge, dass Ernst
Gronauer von der AfD seinen Posten wieder los ist. Dass
das Medienecho auch überregional "verheerend" war,
mag zu dieser Kehrtwende beigetragen haben.
(6.5.26 und 22.5.26; Quellen: nn.de, donaukurier.de,
Instagram-Seite der Grünen Allersberg)
Nürnberg, 4. Mai: Etwa 200 protestierten gegen das
extrem rechte "Team Menschenrechte" / Bayerischer
Verwaltungsgerichtshof als oberste Gerichtsinstanz
erlaubte rechten Marsch durch die Straße der
Menschenrechte und dortige Kundgebung / "Fahnenschwenkende
Rechtsextreme in der Straße der Menschenrechte"
(Mai 2026)
Am gestrigen Montagabend marschierten etwa 50 extrem
Rechte mit dem "Team Menschenrechte" (TM) durch die
Nürnberger Innenstadt und nicht zuletzt auch durch die
Straße der Menschenrechte. Im Vorfeld hatte die Stadt
Nürnberg eine andere Route verfügt, scheiterte dann jedoch
vor beiden Verwaltungsgerichtsinstanzen.
Insgesamt etwa 200 AntifaschistInnen protestierten
lautstark gegen die rechten Hetzer von TM, zeigten "rote
Karten" und ließen sich teilweise auf der rechten Route in
Form von Sitzblockaden nieder.
Laut nn.de (5.5.26) waren unter den Rechten der bayerische
"Heimat"-Chef Rainer Hatz (Ex-NPD) und der rechte
Szeneanwalt Frank M. NN-Journalistin Elke Graßer-Reitzner
kommentierte einigermaßen konsterniert: "Fahnenschwenkende
Rechtsextreme in der Straße der Menschenrechte, die
unter Trommelwirbel ihre teils menschenfeindlichen
Thesen verbreiten dürfen, eskortiert von einem massiven
Polizeiaufgebot. Dieses Bild, das am Montagabend in
Nürnberg zu sehen war, ist eine Provokation für die
Stadtgesellschaft". Der Widerstand dürfe nicht "ein
paar Wackeren und linken Gruppen" überlassen werden.
Nichts dagegen!
(5.5.26)
Nürnberg, 27. April: 250 Menschen protestierten gegen
das extrem rechte "Team Menschenrechte" / Aus der
rechten Demo heraus wurde unter anderem skandiert: "Deutschland
den Deutschen" (April 2026)
- aktualisiert -
Am heutigen Montag demonstrierten etwa 250 Menschen gegen
die wöchentliche Hetzdemo des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM). Es kam zu Sitzblockaden auf der
Demostrecke von TM. Am Rande der rechten Demo beteiligten
sich Menschen an der Aktion "Rote Karte". Die Rechten
mobilisierten etwa 60 Leute und skandierten unter anderem
die menschenverachtende Parole "Deutschland den
Deutschen".
Bereits am vergangenen Samstag waren mindestens 300
AntifaschistInnen auf der Straße und protestierten gegen
die ausufernde staatliche Repression.
(27.4.26, ergänzt 28.4.26)
Schwabach / Greding: Prozess wegen extrem rechter
Parolen nach AfD-Parteitag in Gredinger Disco vorerst
gescheitert / Damals wurde auch ein Lied angestimmt, das
die Vernichtung von Jüdinnen und Juden feiert (April
2026)
Der Prozess gegen fünf Personen, die im Nachgang des
ersten Tages des bayerischen AfD-Landesparteitags in der
Nacht zum 14. Januar 2024 in einer Disco im
mittelfränkischen Greding rassistische Parolen à la "Deutschland
den Deutschen, Ausländer raus" gegrölt haben sollen
und eine Person, die mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben
soll, ist vorerst gescheitert. Grund: Die Prozessplanung
(lediglich zwei Verhandlungstage) erwies sich als nicht
ausreichend, die SzeneverteidigerInnen haben sich mit
ihrer Verzögerungstaktik vorerst durchgesetzt. Neue
Verhandlungstermine sind bisher nicht bekannt.
Alle Beschuldigten sollen Teilnehmer des AfD-Parteitags
gewesen sein. Zwei Angeklagte waren / sind für die AfD
kommunalpolitisch aktiv, Marcel P. als
Bürgermeisterkandidat einer Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm
und Michael Hörmann als stellvertretender
Kreisvorsitzender im Kreisverband Memmingen-Unterallgäu
und zukünftiger Kreisrat. In der Gredinger Disco waren
auch die AfD-MdL Franz Schmid und Benjamin Nolte anwesend;
jene sind jedoch nicht angeklagt. Als Verteidiger der
Angeklagten fungieren mehrere Szeneanwälte, am
bekanntesten wohl Wolfram Nahrath, der ehemalige
Vorsitzende der verbotenen neonazistischen Wiking-Jugend
und Verteidiger der Rechtsterroristen Ralf Wohlleben und
Susanne Gemeinhardt-Seitz.
Nicht angeklagt mangels direkter ZeugInnen ist das
Anstimmen des neonazistischen "U-Bahn-Liedes" am
selben Abend in Greding. Darin geht es u.a. um den Bau
einer U-Bahn von Jerusalem nach Auschwitz.
(Quellen: Süddeutsche Zeitung 10.12.25, Nürnberger
Nachrichten 15.4.26 und 21.4.26, nn.de 14.4., 20.4. und
21.4.26, Endstation Rechts 21.4.26)
endstation-rechts.de ("Prozess um rechtsextreme Parolen
nach AfD-Parteitag scheitert vorerst", 21.4.26): hier
klicken!
Nürnberg: Antifaschistische Solidarität nach
Polizeirazzia am 11. März (April 2026)
Verschiedene Gewerkschaftsgliederungen, Parteien und
antifaschistische Bündnisse unterstützen als
ErstunterzeichnerInnen eine gemeinsame
Solidaritätserklärung mit den von der Polizeirazzia am 11.
März betroffenen AntifaschistInnen. In der Erklärung heißt
es unter anderem: "Wir bekräftigen unsere Haltung: Als
Nürnberger Stadtgesellschaft ist es notwendig,
Rassismus, Queerfeindlichkeit und faschistischer Gewalt
entgegenzutreten. Deshalb verurteilen wir klar die
Einschüchterungskampagne gegen antifaschistisch
Engagierte durch die Polizei Mittelfranken und
solidarisieren uns mit antifaschistischem Protest".
Text der Solidaritätserklärung und Möglichkeit zur
Unterstützung: hier
klicken!
(21.4.26)
nn.de ("Nach Razzia in Nürnberg und der Region: Diese
Verbände zeigen Solidarität mit linker Szene", 20.4.26): hier
klicken!
Nürnberg, 20. April: 250 gegen das extrem rechte
"Team Menschenrechte" / Aktion "Rote Karte" am Rande der
rechten Demo (April 2026)
Am heutigen Montag protestierten etwa 250 Menschen auf
Nürnbergs Straßen gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte". Wie fast jeden Montag wurde der rechte
Aufmarsch von etwa 65 TM-Fans durch Sitzblockaden
verzögert. An verschiedenen Stellen zeigten zudem
PassantInnen den Rechten die "Rote Karte", so auch vom
Balkon des Opernhauses aus (linkes Bild) und skandierten
unter anderem laut "Nazis raus".

Nürnberg, 20.4.26: Proteste gegen die extrem rechte
Demo des "Team Menschenrechte" (Fotos: Nürnberger
Bündnis Nazistopp)
(20.4.26)
Freystadt (Lkr. Neumarkt): Haftstrafe wegen Wurf
einer Rauchbombe auf Geflüchtetenunterkunft (April 2026)
Wie donaukurier.de (16.4.26) berichtete, wurde ein
26-Jähriger zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt.
Er hatte im Juni 2025 BewohnerInnen einer
Geflüchtetenunterkunft in Freystadt (Lkr. Neumarkt) mit
Parolen à la "Scheiß Ausländer" und "Verschwindet
aus unserem Land" beschimpft und eine Rauchbombe
gegen eine Scheibe geworfen. Weil er noch wegen eines
anderen Deliktes auf Bewährung war, wurde die Haftstrafe
verhängt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
(mit Informationen von Endstation Rechts Bayern, bluesky,
18.4.26)
Nürnberg, 17. April: Infoveranstaltung &
Diskussion "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss
breiter werden", Teil 2 (April 2026)
Am Freitag, den 17. April laden wir euch zusammen mit dem
AK Antifa / Antira der ver.di Mittelfranken zum zweiten
Teil unserer Veranstaltung "Team Menschenrechte - Der
Widerstand muss breiter werden" ins Gewerkschaftshaus
Nürnberg (Erdgeschoss), Kornmarkt, ein. Wir werden anhand
der Ergebnisse vom letzten Mal (Veranstaltung am 6.
Februar) Handlungsstränge und Aktionen weiter entwickeln
und uns konkret verabreden.
(Stand 6.4.26)
Erlangen: Bedrohung junger Frauen, Hitlergruß,
rassistische Parolen (April 2026)
Laut nn.de (16.4.26) wurde ein 45-jähriger Mann wegen
verschiedener Delikte (u.a. Volksverhetzung, Bedrohung und
Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen) zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten
verurteilt. "Er hat aggressiv junge Frauen bedroht,
auf belebten Plätzen in der Innenstadt
ausländerfeindliche Parolen gegrölt und den Hitlergruß
gezeigt", so nn.de. Er brüllte beispielsweise "Ausländer
raus" und "Im 3. Reich war alles besser".
Eine 15-Jährige bedrohte er am Eingang zu einem
Einkaufszentrum mit den Worten "Ich will dich
vergewaltigen, komm mit!"
Feucht: Neonazi-Besuch im
Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum (April 2026)
Oberfränkische Neonazis, die "Nationale Jugend
Lichtenfels", berichteten auf ihrer Homepage, sie hätten
im März das Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum im
mittelfränkischen Feucht besucht. Es wird beklagt: "Oberth
war Raketenforscher, Weltraumpionier, NPD-Mitglied und
wird leider viel zu wenig gewürdigt". Nach dem
Besuch in Feucht stattete man dann standesgemäß dem
Nürnberger Reichsparteitagsgelände einen Besuch ab.
Der Legende nach habe Oberth (1894 - 1989) im Jahr 1967
die NPD verlassen und habe seinem Lebensabend in Feucht
politisch unauffällig verbracht. Es gibt jedoch Indizien
dafür, dass Oberth auch noch später in extrem rechten
Kreisen unterwegs war. In seinem letzten Buch, der 1983
erschienenen "Wählerfibel für ein Weltparlament", finden
sich jedenfalls zahlreiche rassistische und den deutschen
Nationalsozialismus beschönigende Passagen (Quelle:
"Hermann Oberth - Raketenentwickler und rechter
Schwadroneur", in: Broschüre "Braune Soß aus Nordbayern,
2017).
(16.4.26)
Nürnberg, 13. April: 250 gegen extrem rechte Demo
(April 2026)
Am vergangenen Montag (13.4.26) wurde erneut gegen eine
Demo des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM)
demonstriert. Etwa 250 AntifaschistInnen waren auf der
Straße; die Rechten mobilisierten ungefähr 60 Fans.
Mehrere Sitzblockaden verzögerten die rechte Demo. Eine
TM-Organisatorin versuchte penetrant, aber erfolglos,
AntifaschistInnen zu provozieren.
(16.4.26)
Lauf: Rechter Randalierer, sexuell übergriffig (April
2026)
Wie n-land.de (7.4.26) berichtete, randalierte ein
38-jähriger Mann an einer Tankstelle in Lauf, belästigte
eine Frau sexuell und beleidigte zwei Mitarbeiterinnen.
Später traf er in Gegenwart der Polizei "rechtsmotivierte
Aussagen".
Gunzenhausen: Brandmauer? Welche Brandmauer? (April
2026)
Laut nn.de (27.3.26) fand der neu gewählte Gunzenhäuser
Bürgermeister Matthias Hörr (CSU), dass man mit der AfD "wie
mit jeder anderen Partei" umgehen sollte. Und
weiter: "Vernünftigen Anträgen kann man zustimmen,
egal von wem sie kommen". Das Landkreisbündnis gegen
Rechts Weißenburg-Gunzenhausen konterte scharf: "Eine
Normalisierung der AfD darf es auch in der
Kommunalpolitik nicht geben". Die Haltung von Hörr
sei "verantwortungslos", denn "die AfD
vertritt ein autoritäres, völkisches Weltbild,
relativiert demokratische Grundrechte und unterhält
Verbindungen zu extrem rechten Netzwerken".
(2.4.26)
Danke und Kontakt
Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die
das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!
Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung
2.0 Lizenz. Quellenangabe bei der Verwendung von
Texten dieser Homepage: www.nazistopp-nuernberg.de
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