Adresse des Dokuments: https://www.nazistopp-nuernberg.de/aktuelles_index1.htm
Titel des Dokuments: Aktuelles
 

*** Nürnberg, 18.8.18 (Samstag), Lorenzer Platz, 15.30 Uhr: Kundgebung der Allianz gegen Rechtsextremismus gegen extrem rechte Demo des "Bürgerbündnis Franken". Die rechte Demo beginnt um 14 Uhr am Jakobsplatz. Weitere Infos im Artikel weiter unten.
*** Nürnberg, 29.9.18 (Samstag): Widerstand gegen AfD-Wahlkampfveranstaltung in der Meistersingerhalle. Weitere Infos folgen.
*** Wir empfehlen: Gut recherchierte Hintergrundinformationen über die extrem rechte Szene in der Region und den Widerstand dagegen sind in der Broschüre "Braune Soß aus Nordbayern" (erschienen Herbst 2017) zu finden. Bestellungen an: mail@argumente-netzwerk.de. Inhalt: hier klicken! Informationen zu Preisen und Versandkosten: hier klicken!
*** Wir bitten euch um einen Unterstützungsbeitrag für unsere laufenden Projekte, auch kleine Summen sind willkommen! Zum Spendenkonto: hier klicken!

Nürnberg, 18. August: Der nächste extrem rechte Aufmarsch in der Stadt / Wir sehen diesmal die stadtnahen Bündnisse am Zug / Offener Brief unseres Bündnisses an OB Maly / Gegenkundgebung der Allianz gegen Rechtsextremismus an der Lorenzkirche / Redeverbot für Ernst Cran (Juli / August 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Am Samstag, den 18. August 2018 findet der nächste extrem rechte Aufmarsch in Nürnberg statt. Ein ominöses "Bürgerbündnis Franken" ruft zur 65. rechten Demo in unserer Stadt seit Jahresbeginn 2015 auf (Demostatistik: hier klicken!). Auf den Ankündigungen im Internet wird à la Pegida und AfD gegen Geflüchtete gehetzt und "Meinungsfreiheit" gefordert. Welche Meinungen man da ohne strafrechtliches Risiko äußern will, kann man sich denken. Stattfinden soll das Ganze zwischen 14 und 17 Uhr, gestartet wird am Jakobsplatz.

Als Redner sind unter anderem Ernst Cran und Hyperion vorgesehen. Cran ist / war ein Pegida-Nürnberg-Aktivist, treibt sich in letzter Zeit aber auch in anderen rechten Kreisen herum. So wurde er als Teilnehmer der Holocaustleugner-Demo am 30. Juni in Nürnberg gesichtet. Hyperion wird auf Youtube als AfD-naher Aktivist vorgestellt und meint zum Thema Migrationsfolgen unter anderem: "Deutschland wird nicht mehr als solches existieren". Es ist auffällig, dass sich die hiesige AfD bedeckt hält, obwohl die Demo aus AfD-Kreisen beworben wird.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat beschlossen, an diesem Tag keine Gegenkundgebung zu organisieren und sieht die stadtnahen Bündnisse am Zug. Zudem haben wir einen Offenen Brief an den Nürnberger OB Maly verfasst ("Holocaust-Leugner-Demonstration in Nürnberg am 30. Juni 2018 und der Umgang mit extrem rechten Veranstaltungen in Zukunft"), der hier nachzulesen ist.

Wir werden die extrem rechte Propagandashow am 18. August beobachten und sind ansonsten gespannt auf die Reaktionen und Nicht-Reaktionen auf unseren Offenen Brief.

Update 1, die rechte Route: 14.00 Uhr Auftakt Jakobsplatz, dann Demo über Dr.-Kurt-Schumacher-Str., Kornmarkt, Hallplatz, Königstraße, Lorenzkirche Südseite zur Lorenzkirche Nordseite. Die Allianz gegen Rechtsextremismus hat eine Gegenkundgebung ab 15.30 Uhr auf dem Lorenzer Platz (Lorenzkirche Nordseite) angezeigt. Nach jetzigem Stand wird es am Auftaktort der Rechten, am Jakobsplatz, keine Gegenkundgebung geben.

Update 2: Laut nordbayern.de (14.8.18) will OB Maly weder auf unseren offenen Brief antworten noch mit uns reden. Positiv: Das Nürnberger Ordnungsamt hat Ernst Cran wegen dessen Hetze bei rechten Straßenveranstaltungen in der Vergangenheit ein Auftrittsverbot für kommenden Samstag erteilt.

(30.7.18, mehrfach ergänzt im August)

nordbayern.de ("Rechte Kundgebung: Stadt Nürnberg erteilt Redeverbot", 14.8.2018): hier klicken!, frankenfernsehen.de ("Zu wenig Gegendemonstranten: Bündnis Nazistopp schlägt Alarm", 10.8.2018): hier klicken!, nordbayern.de ("Rechte Demo: Bündnis Nazi-Stopp rüffelt Stadt und OB", 31.7.2018): hier klicken!

Nürnberg: Antifaschist darf in Folge polizeilicher Ermittlungen sein fünfjähriges Kind nicht sehen / Antifaschist als "Gefährder" - Folge des neuen bayerischen Polizeiaufgabengesetzes / "Amtshilfe" durch das Jugendamt (August 2018)

Wie unsere-zeit.de (10.8.18) schrieb, darf ein Nürnberger Antifaschist in Folge polizeilicher Ermittlungen seinen fünfjährigen Sohn nicht mehr sehen und werde permanent von der Polizei drangsaliert. Der Mann war während der Anti-AfD-Demonstration am 9. Juni von der Polizei wegen angeblichen Angriffs auf einen Beamten festgenommen worden.

Die gegen den Antifaschisten gerichteten Überwachungsmaßnahmen der Polizei (s. verlinkter Artikel) hören sich obskur an, scheinen jedoch eine Folge des neuen bayerischen Polizeiufgabengesetzes zu sein. Dass das Jugendamt in "Amtshilfe" dem Mann untersagt, seinen kleinen Sohn zu sehen, ist noch obskurer. Es stellt sich die Frage: Was hat der Vorwurf gegen ihn mit einer Kindeswohlgefährdung zu tun?

unsere-zeit.de ("Der erste Gefährder", 10.8.2018): hier klicken!

Wendelstein: Großer Waffenfund bei 47-Jährigem (August 2018)

Wie nordbayern.de (9.8.18) berichtete, wurden in der Wohnung eines 47-Jährigen im mittelfränkischen Wendelstein mehr als 70 Waffen gefunden, darunter "diverse Schuss- und Stichwaffen sowie Bombenattrappen, nachgebaute Kriegswaffen und Munition". Mehr ist bisher nicht bekannt.

nordbayern.de ("Wendelstein: Polizei deckt großes Waffenarsenal auf", 9.8.2018): hier klicken!

Forchheim, 8. August: Lautstarker und zahlreicher Protest gegen Björn Höcke, Vertreter des völkisch-nationalistischen AfD-Flügels (August 2018)
- mehrfach aktualisiert -

Tausend Menschen protestierten am 8. August in Forchheim lautstark gegen den Auftritt von Björn Höcke und Co. vor 150 bis 200 AfD-AnhängerInnen. Damit ging das Flaggschiff des völkisch-nationalistischen AfD-Flügels ziemlich unter.


Forchheim, 8. August 2018: Gegen die AfD (Foto: Roland Sauer)

Zunächst war die AfD-Veranstaltung mit Höcke in Hirschaid angekündigt, dann wurde sie nach Forchheim verlegt. Ob die bereits für Hirschaid angekündigten Gegenproteste für die Verlegung ausschlaggebend waren oder ob AfD-interne Differenzen dahinter steckten, ist unklar.

Die Gegenmobilisierung rund um das Forchheimer Bündnis "Bunt statt Braun" erzielte schließlich eine auch überregional wirksame Dynamik. Dass zum Gegenprotest in Hör- und Sichtweite der AfD-Veranstaltung aufgerufen wurde, hatte sicher einen bedeutsamen Anteil am überraschenden Mobilisierungserfolg. Unter den eigenen Erwartungen blieb dagegen die Anzahl der AfD-AnhängerInnen. Da brachte auch die Schützenhilfe von Facebook-Seiten extrem rechter Gruppierungen wie Pegida Nürnberg und Pegida Dresden nicht viel.

nordbayern.de ("Höcke in Forchheim: 1000 Menschen demonstrieren gegen AfD", 8.8.2018): hier klicken!, infranken.de ("Höcke lockt mehr Gegendemonstranten als AfD-Anhänger nach Forchheim", 8.8.2018): hier klicken!, nordbayern.de ("Forchheim: Nur eine Kundgebung gegen Höcke", 5.8.2018): hier klicken!, infranken.de ("AfD-Politiker Björn Höcke tritt in Forchheim auf", 1.8.2018): hier klicken!

Nürnberg, 22. Juli: Mehr als 250 Menschen laut gegen Pegida / Danke an euch alle! / Nazis und Teilnehmer an Holocaustleugner-Demo auf Pegida-Seite / Pegida gehört endlich auf den Gehsteig! (Juli 2018)

Am heutigen Sonntag zeigten mehr als 250 Menschen auf dem Nürnberger Aufseßplatz, was sie von dem rassistischen Hetztrupp mehrheitlich älterer Männer namens Pegida halten: "Haut ab!". Deren Anzahl stagnierte erneut bei knapp dreißig. Einige Neonazis vom III. Weg tauchten als Unterstützungstrupp der Rechten auf, wurden allerdings von Pegida-Chef Tegetmeyer für unerwünscht erklärt. Dasselbe Schicksal ereilte zunächst Trauer- und Pegida-Redner Ernst Cran, der allerdings wie ein anderer Pegidist Teil der Pegida-Demo blieb, obwohl beide an der Holocaustleugner-Demonstration am 30. Juni in Nürnberg teilgenommen hatten. Also was jetzt? Die einen Nazis sind ok, die anderen nicht?


Nürnberg, 22. Juli 2018: Gegen Pegida auf dem Aufseßplatz (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Die rechten HetzerInnen wurden auch auf ihrem "Spaziergang" von GegendemonstrantInnen begleitet. So stellten sich zahlreiche Menschen vor das Karl-Bröger-Haus und skandierten Parolen gegen Pegida; auf dem Gebäude standen AktivistInnen der "Falken" und präsentierten Transparente ("Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen"). Die Polizei hielt sich auch an diesem Tag an ihre Strategie, mit Nadelstichen antirassistische Gegendemos mutwillig so oft wie möglich zu erschweren, wie ein Redner betonte. Und ob einem jungen Gegendemonstranten gleich Prügel oder Reizgas angedroht gehört, nur weil er sich kurzfristig auf der Demoroute der Rechten aufhielt?

Nach wie vor und immer wieder unverständlich ist, dass eine radikal rechte Minitruppe wie Pegida Nürnberg umfassende Routen und Straßensperrungen zugestanden bekommt. Pegida gehört endlich auf den Gehsteig! Was dennoch bleibt: Es war ein erfolgreicher Nachmittag des Widerstands gegen menschenfeindliche Hetze.

(22.7.18)

Nürnberg: Neue Broschüre "Braune Soß aus Nordbayern" erschienen! / Preis 7 Euro zzgl. Porto und Versand / Bestellungen an: mail@argumente-netzwerk.de (Oktober / November 2017)

Fünf Jahre nach dem Erscheinen der Vorgängerbroschüre liegt nun die neue "Braune Soß aus Nordbayern" vor, herausgegeben vom Berliner Verein argumente - Netzwerk antirassistischer Bildung e.V., erstellt von Aktiven aus Nordbayern.


Neue "Braune Soß" erschienen! Inhaltsverzeichnis vergrößern: Cursor auf Grafik setzen, rechte Maustaste drücken, "Grafik anzeigen" drücken

In den vergangenen Jahren ist auch im nordbayerischen Raum eine neue soziale Bewegung von rechts entstanden, die dringend beschrieben und analysiert werden musste. Symptome dieser neuen völkischen Bewegung, deren Teile sich mehr oder weniger aufeinander beziehen, sind unter anderem: Die permanente Straßenpräsenz verschiedener Pegida-Ableger und neonazistischer Gruppierungen, die Wahlerfolge der immer weiter nach rechts rückenden AfD, die Radikalisierung der rassistischen Alltagssprache sowie die eskalierende Gewalt gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte. Weiterlesen: hier klicken!

Die Herausgabe der Publikation wurde finanziell unterstützt durch: Bürgerforum Gräfenberg, DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine), Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Kreisverband Nürnberg, Grüne Liste Erlangen, Interventionistische Linke Nürnberg, Nordbayerische Bündnisse gegen rechts, Nürnberger Bündnis Nazistopp, Ver.di Bezirk Mittelfranken, VVN-BdA Kreisvereinigung Nürnberg/Fürth und Landesverband Bayern.

Ein Einzelexemplar kostet 7 Euro, ab 10 Expl. 6 Euro, ab 50 Expl. 5 Euro und ab 100 Expl. 4 Euro (jeweils zzgl. Porto und Verpackung bei Zusendung per Post). Bestellungen per Email bitte an die Adresse mail@argumente-netzwerk.de (Verein argumente - Netzwerk antirassistischer Bildung e.V., Berlin).

Kompakte Informationen zu Preisen und Versandkosten: hier klicken!

(13.10.17)

nordbayern.de ("Broschüre deckt auf: So groß ist Frankens rechte Szene", 19.10.2017): hier klicken!, endstation-rechts-bayern.de ("Braune Soß aus Nordbayern", 15.10.2017): hier klicken!

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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