Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
      
 
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Nürnberg / Schwarzenbruck: "Hallo Meinung" bzw. Peter Weber "recherchierte" und fiel auf eine Satire-Seite herein / "Natürlich ist keine von diesen Geschichten wahr" (Februar 2021)

Mehr als 30.000 Menschen haben einen am 22. Februar erschienenen Video-Beitrag von "Hallo Meinung", dem Medienprojekt des rechtspopulistisch tönenden Unternehmers Peter Weber aus Schwarzenbruck auf Youtube angesehen. Auch auf anderen Kanälen ist das Machwerk zu sehen. Titel: "Eine Gruppe von asozialen Vollidioten?" Darin echauffiert sich Weber, wie gewohnt, ganz "investigativ" über die kritischen Äußerungen des bekannten Schauspielers Christoph Waltz zu den "Querdenkern" und zitiert in entlarvendem Gestus aus einem Magazin namens "People with money". Darin werden vermeintliche Fakten genannt: Vermögen und laufende Einnahmen des Schauspielers, dessen persönliche Marken, Sponsoring-Verträge usw. Weber versucht offensichtlich, die Glaubwürdigkeit von Waltz durch diese Angaben zu unterminieren.

Das Schöne: Weber hat sich mit seiner "Recherche" komplett blamiert, er ist einer medienkritischen Satire-Seite auf den Leim gegangen. Ein Magazin namens "People with money" gibt es nicht und gab es nie, die von Weber zitierten Angaben über Waltz sind erfunden.

Die Seite mediamass.net, die Quelle des Ganzen, setzt sich nach eigenen Angaben das Ziel, Massenproduktion und Massenkonsum mit satirischen Mitteln zu kritisieren. Zitat: "Sensationsgier, mangelhafte Informationsprüfung, Probleme mit ethischen und professionellen Maßstäben sind lediglich Symptome der heutigen sozialen und wirtschaftlichen Ordnung. Dies wird besonders augenscheinlich, wenn man sich anschaut, welche Rolle soziale Netzwerke bei der Verbreitung von Gerüchten spielen". Es wird betont, dass der Promi-Bereich der Seite eine "humorvolle Parodie auf Klatschmagazine" darstellt. Und: "Natürlich ist keine von diesen Geschichten wahr".

(27.2.21)

Ansbach: Autokorso von "Corona-Rebellen" mit Reichskriegsflagge (Februar 2021)

Laut nordbayern.de (27.2.21) fuhren am heutigen Samstag mehr als fünfzig Autos laut hupend durch Ansbach. Während der angemeldeten Aktion der dortigen "Corona-Rebellen" sei auch eine Reichskriegsflagge gezeigt worden. Letztere wird außerhalb von Musseen gerne von extrem rechten AktivistInnen präsentiert.

nordbayern.de ("Demo in Ansbach: Mit Reichskriegsflagge gegen Corona-Regeln", 27.2.21): hier klicken!

Nürnberg: Stadt und Polizei verharmlosen "Corona-Rebellen" und verschweigen deren politische Agenda / Nürnberg soll kein Hotspot dieser rechtsoffenen und demokratiefeindlichen Bewegung sein und auch sonst ist alles ok? (Februar 2021)

Nürnberg soll ein Hotspot der rechtsoffenen und demokratiefeindlichen Bewegung der "Corona-Rebellen" sein? Nein, wo kämen wir denn da hin, auf gar keinen Fall! Bei Demos der Corona-LeugnerInnen werden massenhaft Regeln ignoriert und die Polizei schaut zumindest bei den größeren Kundgebungen einfach zu? Aber nein, das stimmt nicht! So könnte man - natürlich ein wenig polemisch zugespitzt - zentrale Botschaften der heutigen Pressekonferenz des Stadtrechtsdirektors Olaf Kuch und des Leitenden Polizeidirektors Hermann Guth zusammenfassen. Demonstrative Umarmungen auf der Bühne am vergangenen Samstag auf dem Kornmarkt? Hat die Polizei nicht gesehen. Und von problematischen, verschwörungsideologischen und rechtsgerichteten Inhalten war schon gar keine Rede bei der Pressekonferenz. Beruhigungstabletten für die Bevölkerung offensichtlich. "Mit Sorge", so Kuch, betrachte man dagegen die Möglichkeit, dass sich BürgerInnen bei zunehmend schönem Wetter an "beliebten Orten" versammeln könnten, zum Beispiel vor Eisdielen (infranken.de, 25.2.21). Ja super, das musste ja mal gesagt werden!

Unsere Position ist folgende: Wir wundern uns immer wieder, wie die Polizei vor allem bei größeren Versammlungen der rechtsoffenen Corona-Leugner diese mit Samthandschuhen anfasst. Am Samstagabend, 800 "Corona-Rebellen" hatten sich zum Teil eng und zu einem nicht geringen Teil ohne Maske auf dem Kornmarkt versammelt, war seitens der Polizei Laissez-faire angesagt. Wir fragen uns: Wie glaubwürdig ist es, dass ein Drittel der TeilnehmerInnen Atteste gehabt haben sollen? Warum hat die Polizei es hingenommen, wenn TeilnehmerInnen nach Passieren des Einlasses ihre Maske herunterzogen? Warum durfte der Hauptredner Samuel E. unbeanstandet viele Menschen demonstrativ umarmen? Warum wurde nach dem anfänglichen Verbot von Partymusik durch die Polizei diese dann später wieder geduldet? Warum wurde Samuel E. trotz seines offensichtlichen Verstoßes gegen die Quarantänepflicht bei Einreise auf der Bühne belassen und nicht umgehend isoliert? Also unterm Strich: Warum lässt die Polizei ein zweites Mal nach dem 4. Januar im Ergebnis die rechtsoffenen Corona-Schwurbler einfach gewähren? Sind dort doch mehr Sympathien für jene vorhanden, als Polizeipräsident Fertinger im Januar zugeben wollte?

(25.2.21)

infranken.de ("Streit um Corona-Demos in Nürnberg - Polizei und Stadt äußern sich", 25.2.21): hier klicken!

Höchstädt (Lkr. Wunsiedel): "Corona-Rebell" randalierte in Bäckerei (Februar 2021)

Laut infranken.de (25.2.21) randalierte ein "Corona-Rebell" in einer Bäckerei im oberfränkischen Ort Höchstädt, nachdem ihn das Personal wegen fehlender Maske zur Rede gestellt hatte. Der laut Polizei bayernweit bekannte Mann zerschlug eine Glasvitrine, nahm einen Kuchen heraus und aß ihn vor den Augen des Personals auf.

infranken.de ("Kurioser Vorfall: Masken-Verweigerer zerschlägt Bäckerei-Vitrine, klaut Kuchen und isst ihn vor den Augen der Angestellten", 25.2.21): hier klicken!

Nürnberg, 19. Februar: Erster Jahrestag der rassistischen Mordserie in Hanau / Kein Vergeben, kein Vergessen, gemeinsam gegen Rassismus! / Mindestens 800 Menschen auf dem Kornmarkt gedachten der Opfer und stellten kritische Fragen (Februar 2021)
- aktualisiert -

Mindestens 800 Menschen versammelten sich am 19. Februar auf dem Nürnberger Kornmarkt und gedachten der rassistischen Mordserie in Hanau vor einem Jahr, die noch immer nicht vollständig aufgeklärt ist. Mobilisiert hatten verschiedene Jugendgruppen, aber auch das Nürnberger Bündnis Nazistopp. Birgit Mair sprach für unser Bündnis und für den Arbeitskreis Antifaschismus der ver.di Mittelfranken. Ihre Rede könnt ihr hier nachlesen.


Nürnberg, 19. Februar: Gedenkkundgebung auf dem Kornmarkt zum ersten Jahrestag der rassistischen Mordserie in Hanau (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Ein mutmaßlicher Spion der Nürnberger "Corona-Rebellen" hat die Kundgebung eine Zeit lang beobachtet und zog dann wieder ab. Die hohe Zahl der TeilnehmerInnen hat auch die OrganisatorInnen überrascht.

(19.2.21, aktualisiert 22.2.21)

nordbayern.de ("Nürnberg: Hunderte gedenken der Opfer von Hanau", 21.2.21): hier klicken!

Fürth/Wilhermsdorf: 59-jähriger gewalttätiger Selbstverwalter, Reichsbürger oder was auch immer zu Bewährungsstrafe verurteilt (Februar 2021)

Laut Fürther Nachrichten (Printausgabe, 22.2.21) wurde ein 59-jähriger Selbstverwalter, Reichsbürger oder was auch immer wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Polizisten mit Körperverletzung und versuchter Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt.

Der Wilhermsdorfer wollte zunächst 70 Euro wegen zu schnellen Fahrens nicht bezahlen. Als dann deswegen Polizisten bei ihm auftauchten, zweifelte er aggressiv die Echtheit ihrer Dienstausweise und die Echtheit des Haftbefehls an. Und: "Für den Fall einer Vollstreckung kündigte er gewaltsamen Widerstand an und versuchte, die Beamten aus dem Haus zu werfen". In der Folge kam es zu einem Gerangel; der nun Verurteilte schlug einen Polizisten ins Gesicht.

Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.

(22.2.21)

Nürnberg: Corona-Hinweisschilder am Leipziger Platz zerstört (Februar 2021)

Wie nordbayern.de (21.2.21) berichtete, wurden in Nürnberg am Leipziger Platz mindestens achtzehn Corona-Hinweisschilder zerstört. Vor ein paar Wochen gab es in Lauf eine ähnliche Zerstörungsserie (wir berichteten).

nordbayern.de ("Nürnberg: Unbekannte zerstören 18 Corona-Hinweisschilder", 21.2.21): hier klicken!

Greding: Initiatíve "Greding ist bunt" kritisiert passive und ignorante LokalpolitikerInnen angesichts permanenter AfD-Hetze aus dem "Hippodrom" (Februar 2021)

Seit Jahren belästigen verschiedene, auch überregionale AfD-Gliederungen die mittelfränkische Stadt Greding. Am Stadtrand gelegen, bietet das bereitwillig vermietete "Hippodrom" eine reichlich genutzte Möglichkeit für die rechte Partei, sich weitgehend ungestört versammeln und hetzen zu können. Die Initiative "Greding ist bunt", die bereits mehrere Protestveranstaltungen gegen die AfD vor Ort organisiert hat (wir berichteten), fordert laut donaukurier.de (18.2.21) ein Ende des "wohlwollenden Raushaltens" der lokalen Amts- und Mandatsträger.

donaukurier.de ("Nach AfD-Stream: Gredinger Initiative fordert Bekenntnis von Lokalpolitik", 18.2.21): hier klicken!

Nürnberg / Berlin: Der Nürnberger AfD-MdB Martin Sichert erklärte wieder mal den Kapitalismus und verteufelte Sozialpolitik / Kommentar aus dem Bundestagsplenum: "Sie sind doch frei! Sie dürfen sogar solchen Unsinn hier erzählen! Sie sind völlig frei!" (Februar 2021)

Der Nürnberger AfD-Bundestagsabgeordnete und Diplom-Kaufmann Martin Sichert sitzt im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales und redet im Parlamentsplenum gerne mal am Thema vorbei, was ihm schon zahlreiche lustige Zwischenrufe eingebracht hat. Am 11. Februar wurde in Berlin unter anderem ein Antrag der Linkspartei diskutiert, ein Mindest-Kurzarbeitergeld zügig einzuführen. Und was macht der Diplom-Kaufmann? Er referiert zum wiederholten Mal zum Thema "Sozialismus", der "letzlich zu Elend und unsäglichem Leid" führe. Und, wohlgemerkt, schon Kurzarbeitergeld ist für ihn "Sozialismus"!

Richtigerweise stellt Sichert zunächst fest, dass die Löhne zu niedrig seien, sieht dann allerdings die Lösung nicht im Kampf für mehr Geld auf der Hand, sondern in einer Rückkehr zum verklärten Kapitalismus der 60er und 70er Jahre: "Es gab Zeiten in Deutschland, da brauchte es keinen Mindestlohn; da hat ein Arbeiter so gut verdient, dass er die Familie ernähren und nebenbei noch ein Haus bauen konnte". Fälschlicherweise meint er, damals sei der ökonomische Sektor weniger reguliert worden und gibt zum x-ten Mal das unsoziale Credo aus: "Also weg mit noch mehr Regelungen!" Als ob nicht die "Freiheit" der Wirtschaft und der Wegfall vieler Regulierungen zum heutigen Zustand, unter anderem zu niedrigeren Löhnen, geführt hätte. Aber egal.

So ab der Mitte seiner Rede kommt dann der erwartete Schlenker zu einem ganz anderen Thema, hier: Die Corona-Politik der Bundesregierung. Auch hier erst einmal eine teilweise richtige Kritik am Chaos und an der Inkonsequenz diverser staatlicher Regulierungen. Aber anstelle einer Forderung nach mehr Konsequenz etwa à la #ZeroCovid und einer Zurückweisung des ständigen Störfeuers von egoistischen und profitgierigen Wirtschaftslobbyisten, stößt er wie die meisten AfDler und auch nicht zum ersten Mal ins Horn der irrationalen Corona-LeugnerInnen (unter anderem: "Sie verbieten gerade Millionen Menschen ein Leben in Würde" / "Dazu kommt, dass dieser Lockdown keine Grundlage hat" / "Eine Epidemie sieht definitiv anders aus").

Fazit: Sichert vertritt stramm die Interessen der Wohlhabenden, täuscht ein Interesse an den Lebenslagen der Ärmeren an und ist im Kern nicht weit entfernt von Hardcore-Lobbyisten der Großwirtschaft wie IW-Chef Michael Hüther, der jüngst verkündete: "Müssen Corona-Tote hinnehmen".

(18.2.21)

Nürnberg: Rechtes Drohschreiben gegen Linkspartei und Stadtrat Titus Schüller (Februar 2021)

Wie uns mitgeteilt wurde, erhielt das Nürnberger Büro der Linkspartei einen mutmaßlich rechten Drohbief. Darin wird sich danach gesehnt, den in Gostenhof gelegenen Jamnitzer Platz "in eine große Gaskammer" umzufunktionieren. Das kann nur als morbide Begeisterung über Massenmord an Linken und an BewohnerInnen des Stadtteils verstanden werden.

In den weiteren Absätzen des Schreibens werden der linke Stadtrat Titus Schüller beschimpft und eine Schmieraktion am Linken-Büro angekündigt.

(10.2.21)

nordbayern.de ("Morddrohungen gegen Nürnbergs Linken-Stadtrat Titus Schüller", 10.2.21): hier klicken!, br.de ("Morddrohung gegen Nürnberger Linken-Stadtrat", 10.2.21): hier klicken!

Bayreuth: Hitlergruß, "Sieg Heil" und "Heil Hitler" (Februar 2021)

Laut infranken.de (13.2.21) randalierten zwei Männer auf einem Bayreuther Supermarktparkplatz. Nachdem einer der beiden in Gewahrsam genommen worden war, zeigte er in der Zelle den Polizeibeamten gegenüber mehrfach den Hitlergruß, skandierte "Sieg Heil" und "Heil Hitler".

infranken.de ("Mit nacktem Hintern und 'Sieg Heil!'-Rufen: Betrunkene randalieren auf Aldi-Parkplatz", 13.2.21): hier klicken!

Hof / Nürnberg: Nazi-Hetzerin vor Gericht / Marianne W.: "Verleumdung der friedlichen nationalsozialistischen Revolution" (Februar 2021)
- aktualisiert -

Wie Mainpost (11.2.21, Printausgabe) berichtete, fand kürzlich in Hof der sechste Verhandlungstag gegen die oberfränkische Holocaust-Leugnerin Marianne W. statt. Die 67-jährige Rentnerin leugnete vor Gericht erneut offen den Holocaust, beschrieb NS-Konzentrationslager als eine Art Vorläufer der Berufsbildungswerke und wehrte sich gegen die "Verleumdung der friedlichen nationalsozialistischen Revolution".

Die Vorgeschichte: Marianne W. beteiligte sich am 30. Juni 2018 an der Holocaust-Leugner-Demonstration in Nürnberg als einschlägige Rednerin. Wir schrieben damals: "Eine in Oberfranken lebende Frau - sie nannte ihren Namen und ihre Adresse auf der Bühne - begeisterte das rechte Publikum mit der Aussage, ein ihr bekannter Jude habe - sinngemäß - zugegeben, dass der Holocaust eine Erfindung sei. Sie steigerte sich schließlich in eine Anklage gegen 'Kommissare' und 'Partisanen', die 'Millionen' deutscher Wehrmachtssoldaten brutal und sadistisch und selbstverständlich heimtückisch ermordet hätten. Wir wissen, was der 'Kommissarbefehl' und die 'Partisanenbekämpfung' in Wirklichkeit bedeuteten: Die brutale Ermordung der osteuropäischen Juden und weiterer Teile der dort ansässigen Bevölkerung. Auf der Bühne wurden also klassische Nazilügen zum Besten gegeben".

Frau W. ist wegen ihrer Rede in Nürnberg, aber auch wegen anderen Äußerungen angeklagt. So soll sie zum Beispiel Mitarbeiter des Hofer SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt am Telefon mit den Worten "Sozialisten, Kommunistenpack, ihr gehört alle erschossen" bedroht haben.

Der Prozess wird fortgesetzt.

(11.2.21)

br.de ("Hof: Berufungsprozess wegen Holocaustleugnung", 2.11.20): hier klicken!

Nürnberg: Mutmaßliche Reichsbürgerin drohte mit Gewalt (Februar 2021)

Laut nordbayern.de (9.2.21) drohte eine mutmaßliche Reichsbürgerin (56) einer Nachbarin durch Vorzeigen von Messer und Tränengas-Spray. Anhängerin der Reichsbürgerbewegung sei sie nach Angaben der Polizei.

nordbayern.de ("SEK-Einsatz in Nürnberg: Mutmaßliche 'Reichsbürgerin' verschanzt sich nach Streit", 9.2.21): hier klicken!

Nürnberg: Hakenkreuz-Schmiererei an der Theodor-Heuss-Brücke (Februar 2021)

Wie nordbayern.de (9.2.21) schrieb, schmierten Unbekannte mehrere Hakenkreuze auf eine Wand unterhalb der Nürnberger Theodor-Heuss-Brücke.

nordbayern.de ("Nürnberg: Theodor-Heuss-Brücke mit Hakenkreuzen beschmiert", 9.2.21): hier klicken!

Lonnerstadt (Lkr. Erlangen-Höchstadt): Rechte Parolen auf Kunst geschmiert (Februar 2021)

nordbayern.de (9.2.21) meldete, dass das Kunstwerk eines Street-Art-Künstlers im mittelfränkischen Lonnerstadt mit "Nazisymbolen" beschmiert worden ist.

nordbayern.de ("'Aischtal-Phantom': Schmierereien überdecken Kunst in Lonnerstadt", 9.2.21): hier klicken!

Nürnberg: Hat die "Corona-Rebellen"-Szene nun "Satan" entdeckt? / Mittelalterliche Bewusstseinsformen wieder en vogue? (Februar 2021)
- aktualisiert -

In Krisenzeiten werden nicht selten rückwärtsgewandte geistige Strömungen an die gesellschaftliche Oberfläche gespült. Manchmal auch an die Oberfläche von Hauswänden.

Trotz dieses Wissens hat uns eine Wandschmiererei in der Nähe des Gebäudes der Nürnberger Nachrichten ratlos gemacht. Die Parole lautet: "Gates & Soros = Satans Gehilfen". Ist das nun Kritik an einzelnen reichen US-Amerikanern und / oder JüdInnen (Soros ist Jude) mit den geistigen Instrumenten des Mittelalters? Ist "Satan" jetzt an allem Schuld? Streben die Wandschmierer eine Hexenverfolgung an? Und wir fragen uns natürlich: Wer ist denn der "Gott", der offensichtlich auf Seiten der Pinselschwinger steht?

Diesmal ratlos: Das Nürnberger Bündnis Nazistopp.

Update: Weitere Schmierereien dieser Art im Nürnberger Stadtgebiet wurden uns berichtet. An den Wänden eines Fußgänger- und Fahrradtunnels im Bereich Wöhrder Wiese liest man oberhalb eines durchgestrichenen eher linken Slogans: "Gates ist der Satan!" sowie "Judas". Antisemitismus in Reinkultur. Rechter Bullshit. Und nein, das ist keine Kritik am Kapitalismus.

(8.2.21, ergänzt 10.2.21)

Nürnberg: LKW einer Abbruchfirma mit extrem rechter Propaganda / "Deutsches Führerhaus" (Februar 2021)
- ergänzt -

Wie uns mitgeteilt wurde, war hinter der Windschutzscheibe eines LKW im Nürnberger Innenstadtgebiet ein Schild mit der Aufschrift "Deutsches Führerhaus" und zwei eisernen Kreuzen zu sehen. Die Abrissfirma aus dem Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz) war im Auftrag des Nürnberger Kolpinghauses tätig.

Nach Intervention eines Passanten beim Kolpinghaus wurde das gut sichtbare Schild rasch entfernt.

Update: Ebenfalls vor ein paar Tagen stand ein LKW einer Transport- und Logistikfirma mit Nürnberger Kennzeichen am Berliner Platz. Auf der Rückwand der Ladefläche stand zu lesen: “Über Afrika lacht die Sonne / Über Deutschland lacht die ganze Welt“.

(4.2.21, ergänzt 5.2.21)

Hirschaid: Synagogengedenkstein mit Farbe beschmiert / Antisemitische Attacke (Februar 2021)

Laut tvo.de (1.2.21) beschmierten Unbekannte den Gedenkstein der ehemaligen Synagoge im oberfränkischen Hirschaid mit Farbe.

Die Hirschaider Synagoge wurde 1938 durch SA-Angehörige aus Bamberg niedergebrannt. Zahlreiche in dem Ort ansässige Jüdinnen und Juden wurden von den Nationalsozialisten ermordet.

tvo.de ("Hirschaid: Denkmal mit Farbe beschmiert", 1.2.21): hier klicken!